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Marxismus im italienischen Neorealismus?

Inwiefern lässt sich der italienische Neorealismus als marxistische Filmepoche bezeichnen?

Titre: Marxismus im italienischen Neorealismus?

Dossier / Travail , 2019 , 14 Pages , Note: 1

Autor:in: Victor Strauch (Auteur)

Filmologie
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In dieser Arbeit versuche ich herauszufinden, inwiefern die filmische Epoche des italienischen Neorealismus von der Ideologie des Marxismus beeinflusst war. Die Forschungsfrage, die der Arbeit zugrunde liegt, lautet: Inwiefern lässt sich der italienische Neorealismus als marxistische Filmepoche bezeichnen? Zu diesem Zweck untersuche ich zwei der wichtigsten Filme des Neorealismus. Dies ist zum einen Roberto Rossellinis "Roma, città aperta" und zum anderen Luchino Viscontis "La Terra trema". Der Untersuchung dieser beiden Filme geht eine kurze Zusammenfassung der historischen Entwicklungen voraus, die zum Entstehen des Neorealismus in Italien geführt haben. Danach werden die beiden Filme behandelt und anschließend kommt es zu einer theoretischen Auseinandersetzung mit den Thesen André Bazins zur Epoche des Neorealismus.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historische Rückschau

2.1 Geschichtspolitischer Hintergrund

2.2 Entstehung des Neorealismus

3 Forschungsgegenstand

3.1 Roma, città aperta

3.2 La Terra trema

4 Eine marxistische Filmepoche?

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem italienischen Neorealismus und der Ideologie des Marxismus. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern der Neorealismus als marxistische Filmepoche bezeichnet werden kann und ob seine spezifische Ästhetik eine politische Vereinnahmung zulässt.

  • Analyse der historischen Entstehungsbedingungen des italienischen Neorealismus.
  • Untersuchung von Roberto Rossellinis "Roma, città aperta" im Kontext marxistischer Theorie.
  • Betrachtung von Luchino Viscontis "La Terra trema" als Beispiel für die Darstellung des Klassenkampfes.
  • Diskussion der filmtheoretischen Positionen von André Bazin zur Realität und Moral im Kino.
  • Beurteilung, ob eine einheitliche marxistische Ästhetik im neorealistischen Film existiert.

Auszug aus dem Buch

La Terra trema

Luchino Visconti plante ursprünglich eine Trilogie zu dem Thema, dem er sich in La Terra trema aus dem Jahr 1948 widmete. Aus finanziellen Gründen konnte nur der erste Teil realisiert werden. Darin wird das karge Leben von sizilianischen Fischern näher betrachtet. Zweimal am Tag fahren sie aufs Meer raus, ihren Gewinn verkaufen sie an skrupellose Großhändler. Der junge Fischer Ntoni entdeckt eines Tages, dass die Waage, mit der die Händler den Fang abwiegen, fehlerhaft ist und die Händler sie ausbeuten indem sie ihnen immer weniger Geld geben als ihr Fang tatsächlich wert ist. Nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung beschließt Ntoni sich ein eigenes Boot zu kaufen und seinen Gewinn künftig selbst zu verkaufen, um aus dem Teufelskreis auszubrechen. Das dazu nötige Kapital kann er nur aufbringen indem er heimlich eine Hypothek auf das Haus, in dem er mit seinen Eltern, seinem Bruder und seinen zwei Schwestern lebt, aufnimmt. Er setzt alles auf eine Karte und kauft sich das Boot, das allerdings von einem schweren Unwetter zerstört wird. Nachdem die Familie nun ihre letzte Existenzrundlage verloren hat, steht sie vor dem finanziellen Ruin. Schließlich muss Ntoni sich wieder den Großhändlern ausliefern.

Anders als in Roma, città aperta haben wir es in Viscontis Film, in der Person Ntonis, mit einem handfesten Protagonisten zu tun. Obgleich dieser als autonomes Individuum auftritt, steht er doch auch stellvertretend für das Kollektiv der Fischer, dem er angehört. Der Film fokussiert sich auf die Familie Ntonis als primären Bezugspunkt zu diesem Kollektiv. Es kommt daher zu keiner breiteren Darstellung, wie im Falle der Widerstandskämpfer bei Rosselini. Dafür gelangt hier eines der bedeutendsten Postulate des Marxismus zur Darstellung, nämlich der Klassenkampf. Der Marxismus definiert Geschichte allgemein als die Geschichte von Klassenkämpfen, in denen eine Unterdrückte Klasse gegen die Unterdrückende aufbegehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Ästhetik und die politische Motivation des italienischen Neorealismus ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich einer möglichen marxistischen Prägung.

2 Historische Rückschau: Hier wird der geschichtspolitische Kontext Italiens nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die Entstehung des Neorealismus aus der Kritik am Faschismus und der staatlichen Filmproduktion beleuchtet.

3 Forschungsgegenstand: In diesem Kapitel werden die Filme "Roma, città aperta" und "La Terra trema" anhand marxistischer Theorien, insbesondere des Kommunistischen Manifests, untersucht.

4 Eine marxistische Filmepoche?: Dieser Abschnitt diskutiert die Ergebnisse der Filmanalyse und vergleicht die neorealistische Ästhetik mit marxistischen Ansätzen sowie der Filmtheorie von André Bazin.

5 Fazit: Das Kapitel resümiert, dass es zwar Einzelfälle marxistisch motivierter Filme gibt, eine generelle Einordnung des Neorealismus als marxistische Epoche jedoch nicht haltbar ist.

Schlüsselwörter

Italienischer Neorealismus, Marxismus, Filmtheorie, Klassenkampf, Roma città aperta, La Terra trema, Luchino Visconti, Roberto Rossellini, André Bazin, Politische Ästhetik, Realismus, Nachkriegszeit, Resistenza, Ideologie, Filmgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Proseminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die bedeutende filmische Epoche des italienischen Neorealismus als marxistisch geprägt oder gar als kommunistische Filmepoche eingestuft werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Einbettung des Neorealismus, der Analyse spezifischer Beispielfilme unter marxistischen Gesichtspunkten sowie der theoretischen Reflexion über Filmrealismus.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt konkret: Inwiefern lässt sich der italienische Neorealismus als marxistische Filmepoche bezeichnen und wo finden sich Überschneidungen zwischen neorealistischer Ästhetik und marxistischer Theorie?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin bzw. der Autor nutzt eine filmtheoretische Analyse, bei der zwei zentrale Werke des Neorealismus mit dem Kommunistischen Manifest von Marx und Engels sowie filmtheoretischen Schriften von André Bazin in Beziehung gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die historischen Hintergründe erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Filme "Roma, città aperta" und "La Terra trema", um deren ideologische Ausrichtung zu prüfen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Neorealismus, Klassenkampf, marxistische Ideologie, gesellschaftliches Kollektiv, Realität als "unteilbarer Block" und die moralische Haltung des Filmemachers.

Warum wird Luchino Viscontis "La Terra trema" als Beispiel herangezogen?

Der Film wird analysiert, weil er explizit den Klassenkampf zwischen Fischern und Großhändlern thematisiert und damit eine der deutlichsten Parallelen zu marxistischen Postulaten innerhalb des Neorealismus aufweist.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich "Roma, città aperta"?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass in Rossellinis Film keine genuin marxistischen Motive im Vordergrund stehen, sondern eher eine breite Solidarität innerhalb der Widerstandsbewegung.

Inwieweit lässt sich laut der Arbeit von einer "marxistischen Ästhetik" im Neorealismus sprechen?

Der Autor folgert, dass der neorealistische Anspruch, die Realität in ihrer Totalität abzubilden, einer spezifisch marxistischen Vereinnahmung entgegensteht, da die Realität selbst keine inhärente politische Agenda besitzt.

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Résumé des informations

Titre
Marxismus im italienischen Neorealismus?
Sous-titre
Inwiefern lässt sich der italienische Neorealismus als marxistische Filmepoche bezeichnen?
Université
University of Vienna  (Theater-, Film- und Medienwissenschaft)
Cours
Filmtheorie
Note
1
Auteur
Victor Strauch (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
14
N° de catalogue
V509461
ISBN (ebook)
9783346071828
ISBN (Livre)
9783346071835
Langue
allemand
mots-clé
Marxismus Kommunismus Ideologie Realismus Neorealismus Italien Filme Italienische Luchino Visconti Roma citta apertas Ästhetik Filmsprache Politik politisch Aktivismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Victor Strauch (Auteur), 2019, Marxismus im italienischen Neorealismus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/509461
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Extrait de  14  pages
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