Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economy - Environment economics

Vom Kyoto-Protokoll zum Zertifikathandel

Title: Vom Kyoto-Protokoll zum Zertifikathandel

Diploma Thesis , 2005 , 134 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Diplom Roman Kruse (Author), Andre Binder (Author)

Economy - Environment economics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die dritte Vertragsstaatenkonferenz (COP 3) der Vereinten Nationen (UNFCCC), hat im Dezember 1997 auf dem Kyoto-Gipfel das Thema um den internationalen Umwelt- und Klimaschutz in neue Sphären erhoben.
Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Hintergründe des Kyoto-Prozesses, und die mit diesem geschaffenen Mechanismen und Bestimmungen liefern, die das Inkrafttreten des Protokolls von Kyoto zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen am 16. Februar 2005 ermöglichten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung (Kruse)

1.1 Einführung in das Thema

1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit

2 Die Entstehung des natürlichen Treibhauseffekt (Binder)

2.1 Der anthropogene Treibhauseffekt

2.2 Die Auswirkungen des Treibhauseffekt

2.3 Volkswirtschaftlichen Auswirkungen des anthropogenen Treibhauseffekt

3 Das Kyoto- Protokoll (Kruse)

3.1 Historische Entwicklung der Klimaverhandlungen

3.1.1 Grundlagen der Klimaverhandlungen und bisherige Konferenzen

3.1.2 Internationale Expertenteams

3.1.3 Die Interessen der Akteure am Kyoto- Prozess

3.2 Verpflichtungen

3.2.1 Bestimmungen des Kyoto- Protokolls

3.2.2 Uneingeschränkter Emissionshandel und Anrechenbarkeit von Senken

3.3 Bisherige Erfahrungen mit Emissionshandelssystemen

3.3.1 England

3.3.2 Dänemark

3.3.3 USA

3.3.4 Das BP Amoco Emissions Trading System

3.3.5 Ergebnisse und Bewertung der Emissionshandelssysteme

3.4 Die Kyoto- Mechanismen

3.4.1 Joint Implementation

3.4.2 Clean Development Mechanism

3.4.3 Emission- Trading

3.4.4 Bewertung von Joint Implementation, Clean Development Mechanism und Emission- Trading

3.4.5 Bubbling

3.5 Die Umsetzung des Kyoto- Protokolls in der Europäischen Gemeinschaft

3.5.1 Erstvergabe der Lizenzen

3.5.2 Kontrollmechanismen und Sanktionsmöglichkeiten in der EU

3.6 Bewertung des Kyoto- Protokolls

4 Politische Rahmenbedingungen in der BRD (Binder/ Kruse)

4.1 Die Intension der vertretenen Parteien und anderen Akteuren

4.2 Diskrepanzen innerhalb der Koalition und der Wirtschaft

4.3 Fazit

5 Öffentliche Güter (Binder)

5.1 Externe Effekte

5.2 Pigou– Steuer

5.3 Coase Theorem

5.4 Zertifikate

5.5 Ökologische Effektivität von Zertifikaten

5.6 Ökonomische Effizienz von Zertifikaten

5.7 Die Untersuchung der Erstausgabeverfahren

5.8 Dynamische Anreizwirkung von Zertifikaten

6 Der Nationale Allokationsplan (Binder)

6.1 Aufbau des Nationalen Allokationsplans der BRD

6.2 Aufteilung des Emissionsbudgets auf die verschiedenen Makrosektoren

6.3 Der Mikroplan

6.4 Handel mit Zertifikaten

6.5 Forwards

6.6 Überwachung und Sanktionen

6.7 Zusammenfassende Betrachtung des Handels

7 Auswirkungen des Emissionshandels (Binder/ Kruse)

7.1 Preisfindung der Emissionsrechte

7.2 Auswirkungen auf Unternehmen

7.3 Resultate aus einer Unternehmensbefragung

7.4 Volkswirtschaftliche Auswirkungen des Emissionshandels

7.5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die Hintergründe des Kyoto-Prozesses, die Mechanismen zur Emissionsminderung sowie die Umsetzung dieser Vorgaben in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, die Effektivität und Effizienz der gewählten Instrumente zu untersuchen und die ökonomischen sowie politischen Rahmenbedingungen des Zertifikathandels zu beleuchten.

  • Grundlagen des Treibhauseffekts und klimatische Auswirkungen
  • Historische Entwicklung der internationalen Klimaverhandlungen
  • Funktionsweise der Kyoto-Mechanismen (JI, CDM, Emissionshandel)
  • Politischer Prozess und Allokationsplanung in Deutschland
  • Volkswirtschaftliche Folgen und Unternehmensstrategien im Emissionshandel

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Joint Implementation

Der Begriff Joint Implementation ( „Gemeinsame Umsetzung“) bedeutet, dass zur Erfüllung von Emissionsreduktionsverpflichtungen die Möglichkeit besteht, innerhalb verschiedener Annex 1-Länder Emissionsvermeidungsmassnahmen anzuwenden und dadurch zusätzliche THG- Emissionen einzusparen. Dieser Mechanismus wurde 1991 zum ersten mal von Norwegen in die Verhandlungen eingebracht und steht im Kyoto- Protokoll im Artikel 6.1. Der Hintergrund des Joint Implementation (JI) besteht darin die vorhandenen Kostendifferenzen innerhalb der Länder auszunutzen.

Unterschiede bei den Vermeidungskosten existieren hier hauptsächlich aufgrund unterschiedlicher Effizienzniveaus bei der Energieausnutzung. Besonders CEIT Länder weisen einen relativ geringen Wirkungsgrad bei der Energieausnutzung auf, und bieten damit die Chance die THG- Emissionen dort einzusparen, wo sie am ökonomischsten sind. Durch die Einsparungen von Emissionen in anderen Annex 1-Ländern entstehen sog. ERUs, die auch zwischen den Parteien transferiert werden können. Bedingungen für den Transfer sind jedoch insoweit gefordert, dass der Erwerb von ERUs nur zusätzlich zu heimischen Reduktionsmassnahmen erlaubt ist ( Supplementarity). Ferner muss der Erwerber ein System zur Berechnung von THG- Emissionen vorweisen können, sowie Nationalberichte über die aktuellen Emissionen und deren geschätzte zukünftige Entwicklung vorlegen können. Die Projekte im Rahmen des Joint Implementation müssen von den beteiligten Ländern gleichermassen bewilligt werden, sowie zusätzlich zu bereits im betreffenden Land implementierten Massnahmen erfolgen ( Additionality).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung (Kruse): Die Einleitung erläutert die Bedeutung des Kyoto-Protokolls für den internationalen Klimaschutz und umreißt die Struktur und Zielsetzung der Arbeit.

2 Die Entstehung des natürlichen Treibhauseffekt (Binder): Dieses Kapitel beschreibt die physikalischen Grundlagen des Treibhauseffekts sowie die anthropogenen Ursachen der globalen Erwärmung.

3 Das Kyoto- Protokoll (Kruse): Das Kapitel analysiert die historische Entwicklung der Klimaverhandlungen, die Verpflichtungen der Staaten und die Mechanismen des Emissionshandels.

4 Politische Rahmenbedingungen in der BRD (Binder/ Kruse): Es werden die politischen Kontroversen und Akteure in Deutschland bei der Umsetzung der Klimaziele thematisiert.

5 Öffentliche Güter (Binder): Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Internalisierung externer Effekte, insbesondere Steuern und Zertifikate, dargelegt.

6 Der Nationale Allokationsplan (Binder): Das Kapitel stellt den deutschen Allokationsplan vor und erläutert dessen Aufbau sowie die Zuteilungsregeln.

7 Auswirkungen des Emissionshandels (Binder/ Kruse): Abschließend werden die Preisfindung für Emissionsrechte und die Auswirkungen auf Unternehmen und die Volkswirtschaft diskutiert.

Schlüsselwörter

Kyoto-Protokoll, Treibhauseffekt, Emissionshandel, Zertifikate, Klimawandel, Treibhausgase, Joint Implementation, Clean Development Mechanism, Nationaler Allokationsplan, Treibhauspotential, CO2-Minderung, Emissionsrechte, Umweltpolitik, Volkswirtschaftliche Auswirkungen, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Prozess vom Kyoto-Protokoll bis zur Einführung des Emissionshandels in Deutschland unter Berücksichtigung politischer und ökonomischer Faktoren.

Welche sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Klimawissenschaft (Treibhauseffekt), internationale Abkommen, Instrumente der Umweltökonomie und die nationale Umsetzung mittels Allokationsplänen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Überblick über die Hintergründe des Kyoto-Prozesses und eine Analyse der Mechanismen, die zu einer kosteneffizienten Reduktion von Treibhausgasen beitragen sollen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die Auswertung von Sachstandsberichten (IPCC) und eine kritische Untersuchung politischer Rahmenbedingungen sowie ökonomischer Instrumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung des Treibhauseffekts, der Historie der Klimaverhandlungen, den Kyoto-Mechanismen und der Ausgestaltung des Nationalen Allokationsplans in der BRD.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Emissionshandel, Kyoto-Protokoll, Zertifikate, Treibhausgas-Minderung und ökonomische Effizienz charakterisieren.

Warum ist das "Grandfathering"-Verfahren für Unternehmen relevant?

Das Grandfathering dient der kostenlosen Zuteilung von Zertifikaten basierend auf historischen Werten, was Unternehmen Planungssicherheit bietet und den ökonomischen Anpassungsdruck abmildert.

Welche Rolle spielen die flexiblen Mechanismen?

Sie ermöglichen es, Emissionsminderungen dort zu erzielen, wo sie am kosteneffizientesten sind, etwa durch Projekte in anderen Ländern (JI/CDM) oder den direkten Handel mit Emissionsrechten.

Excerpt out of 134 pages  - scroll top

Details

Title
Vom Kyoto-Protokoll zum Zertifikathandel
College
Nürtingen University
Grade
2,3
Authors
Diplom Roman Kruse (Author), Andre Binder (Author)
Publication Year
2005
Pages
134
Catalog Number
V51000
ISBN (eBook)
9783638470797
ISBN (Book)
9783638692885
Language
German
Tags
Kyoto-Protokoll Zertifikathandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Roman Kruse (Author), Andre Binder (Author), 2005, Vom Kyoto-Protokoll zum Zertifikathandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51000
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  134  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint