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Darstellungen des Totenkults auf einer frühbyzantinischen Pyxis

Titre: Darstellungen des Totenkults auf einer frühbyzantinischen Pyxis

Travail de Recherche , 2017 , 20 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Maria Pohl (Auteur)

Art - Histoire de l'art
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Gegenstand meiner Forschungsarbeit ist die frühbyzantinische Elfenbeinpyxis mit der Inventarnummer 17.190.57 a,b,. Die Forschungsarbeit gibt Aufschluss darüber, in welchem Kontext die Pyxis zu der frühbyzantinischen Ostkirche steht, in deren Hauptteil in der Arbeit ich mich vor allem auf die abgebildete Szene fokussiere, die Einblick über den Totenkult in Byzanz offenbart. Die Elfenbeinpyxis wird auf das 6. Jahrhundert datiert, dessen Herkunft auf den syrisch- palästinensischen Mittelmeerraum geschätzt wird, doch dessen exakter Ursprungsort unbekannt ist. Das liegt daran, dass wenige Pyxiden mit einer Passionsdarstellung aus der frühbyzantinische Zeit überliefert worden sind und bisher keine handfesten Beweise erbracht werden konnten.

Bildthema der Pyxis ist die Szene "Der Besuch der Frauen am Heiligen Grab". In der vorliegenden Arbeit beschäftige ich mich anfangs mit der Wahl der Form des Gegenstandes, einer Pyxis, gehe dann auf das ausgewählte Material näher ein und spezialisiere mich anschließend auf die Auswahl der Bildszene, die am meisten Erkenntnis über den Totenkult preisgibt. Eine große Besonderheit der Darstellung auf der Pyxis ist das Ersetzen des Heiligen Grabes mit einem Altar, aufgrund dessen die Pyxis in den Anwendungsbereich der Liturgie als Eucharistiebehälter eingeordnet wird. Mögliche Interpretationen dienen dazu, Informationen über den Glauben der frühbyzantinischen Ostkirche näher zu erläutern. Durch die abgebildete Szene, die Auswahl des Materials Elfenbein, das als besonders wertvoll und rein galt, und durch die Funktion, für welche Pyxiden üblicherweise verwendet wurden, liegt die Vermutung nahe, dass die Pyxis als Hostienbehälter eingesetzt wurde, um das Brot für die Gläubigen der Gemeinde aufzubewahren und zu überbringen, die selbst nicht an der Messe teilnehmen konnten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Pyxis

3.1. Das Material der Pyxis: Elfenbein

3.2. Die Szene auf der Pyxis: Der Besuch der Frauen am Heiligen Grab

4. Beschreibung der Nebenszene: Drei Frauen in Orant-Haltung

5. Beschreibung der Hauptszene: Der Altar in der Apsis

6. Erläuterung der Szene im Hinblick auf die Funktion der Pyxis im Kontext der Ostkirche

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Forschungsarbeit untersucht eine frühbyzantinische Elfenbeinpyxis aus dem 6. Jahrhundert, um deren ursprüngliche Funktion und Bedeutung im Kontext des Totenkults sowie der Liturgie der Ostkirche zu ergründen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die ikonographische Besonderheit der Altardarstellung anstelle des Heiligen Grabes und deren Rückschlüsse auf die Nutzung als Eucharistiebehälter.

  • Analyse der Materialwahl Elfenbein als Ausdruck von Wert und Sakralität.
  • Ikonographische Untersuchung der Szenen "Besuch der Frauen am Heiligen Grab" und "Drei Frauen in Orant-Haltung".
  • Recherche zur liturgischen Funktion von Pyxiden in der frühbyzantinischen Kirche.
  • Untersuchung der architektonischen Hinweise auf syrisch-palästinensische Einflüsse.
  • Einordnung des Objekts in den byzantinischen Totenkult und die Eucharistieverehrung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Material der Pyxis: Elfenbein

Das Material der frühbyzantinischen Pyxis besteht aus Elfenbein. Die Pyxis wurde aus dem unteren hohlen Zahn von einem Elefantenstoßzahn gefertigt. Der Boden und der Deckel der Elfenbeinpyxis wurden zusätzlich aus Elfenbeinplatten angefertigt und blieben erhalten. Die Metallmontierungen, die Deckel und Boden zusammenhielten kamen erst später hinzu.

Elfenbein kann aus Elefanten, Nilpferd oder auch Walroßzahn gewonnen werden. Das Material wurde seit der Jungsteinzeit zum Schnitzen verwendet und ist heimisch in Afrika und Asien. Die Elfenbeinkunst wurde in Zentren wie Rom, Alexandrien und Konstantinopel perfektioniert und als eines der teuersten Exportartikel von Byzanz angesehen. Eine genaue Zuordnung von Elfenbeinwerken an exakten Herstellungsorten ist heutzutage schwer herauszufinden. Durch die Farbe des Materials, wurde Elfenbein in der römischen und griechischen Antike mit Hautfarbe in Verbindung gebracht und als Luxusgegenstand behandelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Untersuchungsobjekt, dessen Datierung und Provenienz sowie Darlegung der Forschungsfrage bezüglich der Nutzung im Totenkult.

2. Forschungsstand: Überblick über existierende kunsthistorische Publikationen und Interpretationsansätze zur Metropolitan Pyxis.

3. Pyxis: Definition des Begriffs Pyxis, allgemeine geschichtliche Verwendung und eine erste Einordnung der Materialität und Ikonographie.

3.1. Das Material der Pyxis: Elfenbein: Untersuchung der handwerklichen Herkunft und des symbolischen sowie wirtschaftlichen Werts von Elfenbein im byzantinischen Kontext.

3.2. Die Szene auf der Pyxis: Der Besuch der Frauen am Heiligen Grab: Analyse der biblischen Vorlage und der Besonderheit, dass ein Altar anstelle des leeren Grabes dargestellt wird.

4. Beschreibung der Nebenszene: Drei Frauen in Orant-Haltung: Detaillierte ikonographische Betrachtung der Frauenfiguren und deren Einbindung in die Architektur der Pyxis.

5. Beschreibung der Hauptszene: Der Altar in der Apsis: Untersuchung der zentralen Darstellung des Altars, der liturgischen Ausstattung und deren Bedeutung für den Betrachter.

6. Erläuterung der Szene im Hinblick auf die Funktion der Pyxis im Kontext der Ostkirche: Herleitung der Funktion der Pyxis als Eucharistiebehälter basierend auf architektonischen und rituellen Vergleichen.

7. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Bedeutung der Pyxis für die Gemeinde und deren Seelenheil.

Schlüsselwörter

Elfenbeinpyxis, Byzanz, Totenkult, Eucharistie, Heiliges Grab, Liturgie, Ikonographie, Fruehbyzantinisch, Altardarstellung, Orant-Haltung, Metropolitan Museum of Art, Sakralkunst, Christliche Ikonographie, Ostkirche, Hostienbehaelter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit einer spezifischen frühbyzantinischen Elfenbeinpyxis des 6. Jahrhunderts und untersucht deren Bedeutung im Kontext der Liturgie und des Totenkults in Byzanz.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Materialanalyse von Elfenbein, der ikonographischen Deutung der Reliefs sowie der liturgischen Funktion von Gefäßen in der frühchristlichen Kirche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Nutzung der Pyxis als Eucharistiebehälter durch eine detaillierte Analyse der bildlichen Darstellung eines Altars anstelle des Heiligen Grabes zu untermauern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kunsthistorische Analyse angewandt, die das Objekt mit zeitgenössischen Quellen, Vergleichen aus der Liturgiegeschichte und anderen Elfenbeinarbeiten in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der Haupt- und Nebenszenen der Pyxis sowie eine fachliche Erläuterung der architektonischen Elemente und deren Bedeutung im liturgischen Raum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Elfenbeinpyxis, Byzanz, Totenkult, Eucharistie, Ikonographie und sakrale Liturgie.

Warum wird der Altar auf der Pyxis als besonders bedeutend angesehen?

Weil der Altar das für die Auferstehungsdarstellung übliche leere Grab ersetzt, was darauf hindeutet, dass die Pyxis speziell für die Aufbewahrung der Eucharistie und damit für die Verbindung von Gemeinde und Christus genutzt wurde.

Welche Rolle spielt das Material Elfenbein für die Schlussfolgerung der Autorin?

Elfenbein galt als kostbares und reines Material, was die hohe Wertschätzung und sakrale Funktion der darin aufbewahrten Eucharistie für die Kranken und Älteren der Gemeinde unterstreicht.

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Résumé des informations

Titre
Darstellungen des Totenkults auf einer frühbyzantinischen Pyxis
Université
University of Vienna
Note
2,0
Auteur
Maria Pohl (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
20
N° de catalogue
V510341
ISBN (ebook)
9783346082541
ISBN (Livre)
9783346082558
Langue
allemand
mots-clé
Byzanz Kunstgeschichte Elfenbeinpyxis Elfenbein Liturgie Christentum Totenkult Auferstehung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maria Pohl (Auteur), 2017, Darstellungen des Totenkults auf einer frühbyzantinischen Pyxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510341
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