Die Darstellung des britischen Empires in Karikaturen des Simplicissimus 1914-1918

"Lloyd George, wir stehen vor einer ernsten Krise."


Hausarbeit (Hauptseminar), 2019

27 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung der Arbeit

1. Einleitung

2. Allgemeines zum Simplicissimus und dessen Karikaturen vor und während des Ersten Weltkriegs

3. Die Darstellung des britischen Empires in Karikaturen des Simplicissimus 1914-1918
3.1. Der Engländer und seine Weltkugel
3.1. Die Sorge des Landesvaters

4. Abschließendes Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis
5.1. Verzeichnis der Quellen
5.1.1. Bildquellen
5.1.2. Schriftquellen
5.2. Verzeichnis der Sekundärliteratur
5.3. Literatur aus dem World Wide Web

1. Einleitung

Wohl kaum eine Stadt brachte im Fin de Siècle solch herausragende Erzeugnisse der Kunst- und Literaturwelt hervor wie München. Gilt heute Berlin als das Epizentrum kultureller Innovation im deutschsprachigen Raum, so war es um 1900 die Hauptstadt Bayerns, welche sich als Kulturhauptstadt einen Namen machte. Weit über tausend Maler, Zeichner und Karikaturisten waren in München tätig und versuchten sich in der dortigen, hart umkämpften Kunstwelt einen Namen zu machen. Kein Wunder also, dass sich München zu einem der „bedeutendsten Buch-, Plakat-, Zeitungs- und Zeitschriftenstandorte Deutschlands“ entwickelte, in dem zwischen 1886 und 1914 über sechzig mehr oder minder erfolgreiche Karikaturen-Journale und Witzblätter entstanden.1 Zu einem der bedeutendsten avancierte der 1896 gegründete Simplicissimus2 Von Veröffentlichungsbeginn bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs griff die von Albert Langen gegründete Zeitschrift in prosaischen oder lyrischen Texten, Illustrationen und Karikaturen das aktuelle Geschehen in Gesellschaft, Innen- und Außenpolitik auf satirische Weise auf. Dabei waren es stets auch Kaiserreich und die deutsche Bevölkerung, gegen die sich die Verunglimpfungen des Blattes richteten. Dies änderte sich allerdings im August 1914, als der Simplicissimus einen eher national-patriotischen Kurs einschlug. Fortan wurden vor allem die Kriegsgegner des Deutschen Reiches Zielscheibe der oft schon propagandistisch anmutenden Texte und Zeichnungen der Zeitschrift.3 Neben Russland, Belgien, den USA, Italien und dem ,Erbfeind‘ Frankreich war es insbesondere das britische Empire, um dessen Diskreditierung sich die Autoren und Zeichner des Blattes in Dutzenden Beiträgen bemühten.

Wie genau Großbritannien zwischen 1914 und 1918 im Simplicissimus dargestellt wird, welche Thematiken das Blatt besonders häufig aufgriff und welcher Mittel sich die Verleger zur Verbreitung ihrer nationalen Botschaften bedienten, soll Gegenstand dieser Hausarbeit sein. Dazu wird zunächst kurz auf die Geschichte, die Ziele sowie die generelle Ausrichtung des Blattes vor und während des Ersten Weltkriegs eingegangen. Auch die Gründe für den radikalen Kursumschwung des Blattes sollen hier einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Auf Basis dieser Ausführungen wird in den folgenden zwei Kapiteln untersucht, welches Bild der Simplicissimus von Großbritannien und dessen König zeichnet. Da das Blatt insbesondere aufgrund seiner Karikaturen Bekanntheit erlangte und diese dessen eigentlichen Kern bilden, soll die Darstellung des Empires hier am Beispiel von zwei Karikaturen herausgearbeitet werden, deren Inhalte als typisch für die Zeitschrift gelten können.

Die beiden Karikaturen werden dabei einer umfassenden, qualitativen Analyse unterzogen, die sich in ihren Grundzügen an dem von Erwin Panofsky entwickelten Modell der historischen Bildkunde orientiert. Dieses wurde in den 1990 von Rainer Wohlfeil auch auf die Geschichtswissenschaft übertragen.4 Aufgrund der relativen Knappheit einer Hauptseminararbeit können die Karikaturen allerdings nicht in der von Wohlfeil geforderten Detailliertheit analysiert werden, denn dies würde hier schlichtweg den Rahmen sprengen. So kann etwa nicht auf die Situierung von Auftraggeber und Zeichner innerhalb der Politik oder auf deren soziales Umfeld eingegangen werden.5 Auch Aspekte der Beschreibung, wie etwa die exakte Bildkomposition,6 müssen hier leider etwas vernachlässigt werden. Trotz dieser Einschnitte soll sich die Bildanalyse an dem von Wohlfeil vertretenen, dreistufigen Modell orientieren: In einem ersten Schritt, der „Vor-ikonographischen Beschreibung“, wird die Bildquelle beschrieben, wobei sämtliche Interpretationsansätze bewusst vermieden werden sollen. Ziel dabei ist eine möglichst wertfreie und objektive Feststellung der bildlichen Fakten.7 Erst im zweiten Schritt, der „Ikonographisch-historische[n] Analyse“, werden die eingangs beobachteten Tatsachen aufgelöst und interpretiert. Hier werden Symbole decodiert, Anspielungen erschlossen und Individuen beziehungsweise Typen von Personen identifiziert, wobei auch die Gesamtaussage der Karikatur dargelegt werden soll.8 Im dritten und letzten Schritt, der „Ikonologische[n] Interpretation“, wird schließlich der sogenannte „Dokumentensinn“ der Bildquelle herausgearbeitet.9 Hier wird das Bild im historischen Kontext situiert und Fragen nach dem „Sachzusammenhang [...], in dem ein Kunstwerk entstand und wirkt[e]“ beantwortet.10 Ziel dieses Schrittes ist es also, die Aussage der Karikatur in die Zeit des Ersten Weltkriegs einzuordnen und die intendierten Wirkmechanismen der Veröffentlichungen darzulegen. Ein abschließendes Fazit soll die Arbeit abrunden.

Zum Simplicissimus existieren bereits seit den 1950er Jahren zahlreiche Beiträge aus Literatur- und Geschichtswissenschaft, die sich mit Ursprung, Gesinnung, Themen und Autoren des Blattes auseinandersetzen.11 Auch die Darstellung des europäischen Auslands im Simplicissimus und das Wesen der Zeitschrift von 1914-1918 gerieten bereits in den Fokus diverser Untersuchungen,12 speziell zum Bild Großbritanniens in Karikaturen des Blattes wurde bislang aber noch kaum etwas veröffentlicht.13 Diese Arbeit ist dementsprechend durchaus darum bemüht, sich mit den nach wie vor existierenden Forschungslücken auseinanderzusetzen und das Englandbild im Simplicissimus zur Zeit des Great War näher zu beleuchten. Auf die dafür relevanten Ausgaben der Zeitschrift konnte aufgrund des umfangreichen Online-Archivs der Klassik Stiftung Weimar problemlos zugegriffen werden.14

2. Allgemeines zum Simplicissimus und dessen Karikaturen vor und während des Ersten Weltkriegs

Als der 1869 in Antwerpen geborene, rheinische Industriellensohn Albert Langen 1896 den Simplicissimus ins Leben rief, ahnte er wohl kaum, dass er damit eine der wichtigsten gesellschaftskritischen Zeitschriften der nächsten Jahrzehnte begründen würde.15 Ausgestattet mit dem großen Erbe seiner früh verstorbenen Eltern verschlug es ihn nach seiner Ausbildung zum Kaufmann zunächst nach Paris, wo er erstmals mit der Kunst- und Literaturwelt der Jahrhundertwende in Kontakt kam.16 Dort gründete er auch seinen „Buch- und Kunstverlag“, der zuerst nach Leipzig und 1895 schließlich nach München umsiedelte.17 Der Standort war von Langen mit Bedacht gewählt, denn die Residenzstadt beherbergte um 1900 die namhaftesten Künstler im gesamten deutschsprachigen Raum. Hier hatte er die besten Chancen, die passenden Mitarbeiter für sein neustes Projekt, die Gründung einer satirischen Wochenzeitschrift, zu finden.18 Anders als viele andere Witzblätter der damaligen Zeit versuchte der von der Pariser Bohème geprägte Langen, Satire nicht nur humorvoll, sondern auch ästhetisch anspruchsvoll zu präsentieren.19 Damit richtete sich der Simplicissimus an ein eher intellektuell-bürgerliches Publikum mit hohem Bildungsstand.20 Tatsächlich gelang es schon bald, das passende Künstlerpersonal für die Zeitschrift zu gewinnen: Neben Thomas Theodor Heine, Richard Dehmel und Carl Busse sind im Erscheinungsjahr 1896 etwa auch Frank Wedekind und Otto Julius Bierbaum für das Blatt tätig.21 Ganz gleich ob Bauern, Pfarrer, oder Staatsbeamte - fast alle Gesellschaftsschichten wurden fortan zur Zielscheibe der anfangs harmlos-amüsanten, bald aber auch klar agitatorischen Beiträgen der Redaktion.22 Vor allem den Wilhelminischen Obrigkeitsstaat und dessen Repräsentanten überzogen die Karikaturisten des Blattes mit Hohn und Spott. Regelrechte Dauerbrenner des Blattes waren etwa satirische Darstellungen von Personengruppen wie Polizisten, Soldaten oder Politikern, und auch typisch preußische Tugenden wie Standesdenken, Disziplin und Gehorsam wurden beliebte Motive des Simplicissimus23

War die Zeitschrift schon früh darauf ausgelegt, beim Publikum Empörung zu provozieren, erreichte das Blatt aber erst mit der skandalösen Palästina-Nummer des Jahres 1898 überregionale Bekanntheit und damit auch kommerziellen Erfolg. Die auf der Titelseite der Ausgabe veröffentlichte Kritik an der überflüssigen und protzigen Palästinareise des Kaisers Wilhelm II. ging der Regierung zu weit: Die Nummer wurde beschlagnahmt, die Redaktion des Simplicissimus durchsucht. Die Verantwortlichen Heine und Wedekind mussten für jeweils sechs Monate in Festungshaft.24 Entgegen aller Erwartung erregte der Vorfall aber derartiges Aufsehen, dass die kommenden Ausgaben des Simplicissimus regelrechte Kassenschlager wurden.

Die Affäre um die Palästina-Ausgabe zeigt, welche gesellschaftliche Sprengkraft die Karikaturen der Zeitschrift im Kaiserreich besaßen. Gelten die Veröffentlichungen heutzutage eher als recht milde Zurschaustellung gesellschaftlicher und politischer Missstände des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, so wurden diese damals von Obrigkeit und Gesellschaft als deutlich schärfer und provokanter aufgefasst.25 Das lag nicht zuletzt an den strengen Zensurmaßnahmen der damaligen Zeit, die insbesondere Kritik am Staat und dessen Repräsentanten untersagte.26 Trotz der offensichtlichen, persönlichen Risiken bewegten sich die Karikaturisten des Simplicissimus aber stets am Rande der Legalität. So wurden etwa allein im Jahrgang 1896/97 drei der insgesamt 52 erschienenen Ausgaben von den Behörden konfisziert. Zwei Jahre später verbot die Obrigkeit dann den Verkauf der Zeitschrift an preußischen Bahnhöfen.27

Die provokative Ausrichtung des Blattes änderte sich mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Juli 1914 allerdings rapide. Mit Beginn der Kriegs- und Krisenzeit war es für die Regierung unabdingbar, den Zusammenhalt im Kaiserreich aufrechtzuerhalten und spalterische Tendenzen innerhalb der Gesellschaft mit allen Mitteln zu bekämpfen. Die meinungsbildende Kraft von Parteien, Verbänden und Medien musste dementsprechend in gefällige Bahnen gelenkt werden. Zum einen hatte dies die komplette Aufhebung der ohnehin stark eingeschränkten Pressefreiheit zur Folge.28 Zum anderen kam es zur Ausrufung des sogenannten ,Burgfriedens‘, der die Einheit aller Deutschen in der vermeintlich drohenden Stunde des Untergangs heraufbeschwor.29 Ziel der Regierung war die Bildung einer gesamtdeutschen „Solidaritätsgemeinschaft“, die bedingungslos hinter dem Krieg stand und an den deutschen Sieg glaubte.30 Ein bekannter Ausspruch des Kaisers Wilhelm II., der tausendfach in Zeitungen, Postkarten und Plakaten veröffentlicht wurde, lautete in diesem Kontext: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur Deutsche!“31 Tatsächlich entwickelte sich im Kaiserreich eine Kriegsbegeisterung, die fast die gesamte Bevölkerung, unabhängig von Alter, Schicht oder politischer Einstellung, erfasste.32 Selbst die Sozialdemokraten - traditionell Feindbild der konservativen Machthaber - willigten ein, während des Krieges politische Agitation gegen die Regierung zu unterlassen.33 Des national-patriotischem Zeitgeists konnte sich letztlich auch der sonst so aufsässige Simplicissimus nicht erwehren. Als nicht zuletzt profitorientiertes Unternehmen war die Zeitschrift darauf angewiesen, die kriegseuphorische Stimmung seines Stammpublikums aufzufangen und zu reproduzieren. Alles andere hätte zweifellos den ökonomischen Untergang des Blattes bedeutet. Denn wer kauft schon eine Witzblatt, das sich während eines nationalen Notstandes gegen ,Kaiser, Volk und Vaterland‘ richtet? Sicherlich spielten bei der Neuausrichtung des Blattes aber nicht nur politischer Druck und ökonomisches Kalkül, sondern auch persönliche Überzeugungen der Verantwortlichen eine Rolle. So heißt es etwa in den Memoiren Ludwig Thomas, der ab 1901 beim Simplicissimus angestellt war:34

Im Simplicissimus sind wir alle für die Erhaltung des Friedens eingetreten, wir haben ohne ängstliche Rücksichten das persönliche Regiment mit seinen schädlichsten Begleiterscheinungen [...] angegriffen, wir haben das rückgratlose Philistertum [...] wir haben jede Schnoddrigkeit und Selbstgefälligkeit bekämpft, aber als der Krieg da war, gab es nichts mehr als das Schicksal des eigenen Landes.35

Etwa drei Wochen nach Kriegsausbruch wurde die neue Programmatik des Blattes schließlich auch der Leserschaft kundgetan:

An unsre Leser. Die Nummern 18 und 19, die schon vor der Mobilmachung in Druck gegangen waren, haben wir - soweit es sich ermöglichen ließ - zurückgehalten. Es geschah dies nicht aus Besorgnis vor irgendwelchen Zensurschwierigkeiten - zu solchen lag keinerlei Anlaß vor - sondern lediglich aus dem Gefühl heraus, daß es in diesen Tagen der deutschen Erhebung eine Kritik innerpolitischer Vorgänge selbstverständlich nicht mehr gibt. Die Redaktion36

Fortan entwickelte sich das einst kritische Karikaturenjournal zum regierungstreuen „Hurrablatt“.37 Anstelle von Kritik an innerdeutschen Zuständen und Entscheidungsträgern oder gar dem Krieg an sich wartete der Simplicissimus während des Krieges mit Inhalten auf, welche die Einheit des Volkes, Tugenden deutscher Soldaten oder die Überlegenheit und Standhaftigkeit der Nation beschworen.38 Die sicher überzeichneten, aber dennoch in gewisser Weise differenzierten Darstellungen internationaler Machtbeziehungen, für die der Simplicissimus vor dem Krieg so geschätzt wurde, lassen sich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr finden. Stattdessen richtete sich die Schärfe des Blattes einzig und allein gegen die Gegner des Kaiserreiches, die teilweise als stümperhafte Idioten, an anderen Stellen als brutale Kriegstreiber gezeichnet wurden. Vor allem das britische Empire, das spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts unangefochtene Weltmacht war, wurde zum Feindbild Nummer eins. Wie Großbritannien im Simplicissimus nun genau dargestellt wurde, welcher Motive sich die Karikaturisten für ihre ,patriotischen‘ Botschaften bedienten und inwieweit die Diffamierungen des Empires tatsächlich die historischen Gegebenheiten abbildeten, sollen die folgenden zwei Analysen klären.

[...]


1 Ursula E. Koch: Von A wie Absinth bis Z wie Zickzack. Die „Belle Epoche" der Münchner Karikaturen-Journale (1886-1914), in: dies./Markus Behmer (Hrsg.): Grobe Wahrheiten - wahre Grobheiten, feine Striche - scharfe Stiche. Jugend, Simplicissimus und andere Karikaturen-Journale der Münchner „Belle Epoque" als Spiegel und Zerrspiegel der kleinen wie der großen Welt. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung des Instituts für Kommunikationswissenschaft (Zeitungswissenschaft) der Ludwig-Maximilians Universität München. München 1996, S. 8-37, hier S. 8f.

2 Vgl. Reinhard Klimmt/Hans Zimmermann (Hrsg.): Simplicissimus 1896-1933. Eine satirische Wochenzeitschrift. Stuttgart 2018, S. 8.

3 Vgl. ebd. S. 10 bzw. Eberhard Demm (Hrsg.): Der Erste Weltkrieg in der internationalen Karikatur. Hannover 1988, S. 6.

4 Vgl. Rainer Wohlfeil: Methodische Reflexionen zur Historischen Bildkunde, In: ders./Brigitte Toikemltt (Hrsg.): Historische Bildkunde. Probleme-Wege-Beispiele (Zeitschrift für historische Forschung. Vierteljahresschrift zur Erforschung des Spätmittelalters u. der frühen Neuzeit. Beiheft 12). Berlin 1991, S. 17-35; hier v.a. 23-35.

5 Vgl. ebd. S. 28.

6 Vgl. hierfür etwa das detaillierte Vorgehen bei Vinícius Liebel: Politische Karikaturen und die Grenzen des Humors und der Gewalt. Eine dokumentarische Analyse der nationalsozialistischen Zeitung „Der Stürmer". Leverkusen/Farmington Hills 2011, S. 96-99 oder 110-112.

7 Wohlfeil, Reflexionen, S. 24f.

8 Ebd. S. 25f.

9 Ebd. S. 30f.

10 Ebd. S. 32.

11 Insbesondere zum hundertjährigen Gründungsjubiläum des Blattes erschienen zahlreiche neue Beiträge, die sich zum einen der Mediengeschichte, zum anderen der Sammlung der bedeutendsten Beiträge der damaligen Zeit verschrieben haben. Zu nennen sind unter anderem: Timothy W. Hiles: Thomas Theodor Heine. fin-de-siècle Munich and the origins of „Simplicissimus". New York u.a. 1996; Christian Lenz (Hrsg.): 100 Jahre Simplicissimus. München 1996; oder: Getrud Maria Rösch: Simplicissimus. Glanz und Elend der Satire in Deutschland. Regensburg 1996.

12 Vgl. Gisela Vetter-Liebenow: „Durch!!" Karikaturen des Simplicissimus - vor und während des Ersten Weltkriegs, in: Andrea Fadani/Ulrike Horstenkamp/Gabriele Weidle (Hrsg.): Zwischen den Fronten. Leben und Sterben im Ersten Weltkrieg. Bonn 2014, S. 32-43; bzw. Peter J. Hugill: German Great-Power Relations in the Pages of Simplicissimus 1896-1914, in: The Geographical Review 98/1 (2008), S. 1-23.

13 Die Untersuchung Wolfgang Hünigs, in der er die Rolle von Karikaturen des Simplicissimus im Ersten Weltkrieg untersucht, erwies sich aufgrund ihrer quantitativ-linguistischen Ausrichtung für diese Arbeit als wenig nützlich (vgl. Wolfgang K. Hünig: British and German Cartoons as Weapons in World War I. Incentives and Ideology of Political Cartoons, a Cognitive Linguistics Approach. Frankfurt am Main 2002).

14 Siehe: Klassik Stiftung Weimar (Hrsg.): Online Archiv des Simplicissimus; URL:

http://www.simplicissimus.info/index.php?id=5 (zuletzt aufgerufen am 18.09.19).

15 Vgl. Klimmt/Zimmermann, Simplicissimus, S. 9-11 bzw. Ernestine Koch: Albert Langen, in: Neue Deutsche

Biographie 13 (1982), S. 574-575; online abrufbar unter: https://www.deutsche-biographie.de/

pnd118726420.html#ndbcontent (zuletzt aufgerufen am 20.09.19).

16 Vgl. ebd.

17 Vgl. Lenz, 100 Jahre, S. 9.

18 Vgl. ebd.

19 Vgl. ebd. S. 9f.

20 Vgl. Timothy W. Hiles: Reality and Utopia in Munich's Premier Magazines. Simplicissimus (1896-1944) and Jugend (1896-1940), in: Peter Brooker u.a. (Hrsg.): The Oxford Critical and Cultural History of Modernist Magazines Bd. 3. Europe 1880-1940 Part 2. Oxford 2013, S. 709-726, hier S. 709.

21 Vgl. Klimmt/Zimmermann, Simplicissimus, S. 9.

22 Vgl. Lenz, 100 Jahre, S. 11; sowie: Vetter-Liebenow, Karikaturen, S. 33f.

23 Vgl. ebd. S. 11.

24 Vgl. Klimmt/Zimmermann, Simplicissimus, S. 9.

25 Vgl. Getrud Maria Rösch: Einführung, in: dies. (Hrsg.): Simplicissimus. Glanz und Elend der Satire in Deutschland (Schriftenreihe der Universität Regensburg 23). Regensburg 1996, S. 9-17, hier S. 11.

26 Vgl. Lenz, 100 Jahre, S. 11-13; bzw. Jens Albes: Zensur, in: Gerhard Hirschfeld/Gerd Krumeich/Irina Renz (Hrsg.): Enzyklopädie Erster Weltkrieg. Paderborn 2003, S. 974f.

27 Vgl. ebd. S. 12.

28 Vgl. Demm, Karikatur, S. 11.

29 Vgl. Jeffrey Verhey: Burgfrieden, in: Gerhard Hirschfeld/Gerd Krumeich/Irina Renz (Hrsg.): Enzyklopädie Erster Weltkrieg. Paderborn 2003, S. 400-402.

30 Ebd.

31 Ohne Autor: Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur Deutsche!, in: Homepage des Deutschen Historischen Museums. Bestand; URL: https://www.dhm.de/lemo/bestand/objekt/plakat-ich-kenne-keine- parteien-mehr-ich-kenne-nur-deutsche-1914.html (zuletzt aufgerufen am 20.09.19).

32 Vgl. Demm, Karikatur, S. 6 bzw. 11.

33 Vgl. Verhey, Burgfrieden, S. 400-402.

34 Vgl. Dagmar von Kessel: Eduard Thöny - ein Zeichner des Simplicissimus. Anfänge und Glanzzeit der satirischen Zeitschrift 1896-1914, in: Eduard Thöny: Berlin um 1900. Karikaturen für den Simplicissimus (hrsg. von dies.). München 2003, S. 166.

35 Ludwig Thoma: Erinnerungen; zitiert nach: Vetter-Liebenow, Karikaturen, S. 36. (leider wurde hier keine genaue Seitenanzahl angegeben, die auf das Zitat bei Thomas Erinnerungen verweist).

36 Ohne Autor: An unsre Leser, in: Simplicissimus. Begründet von Albert Langen und Th. Th Heine. 1914 (Jahrgang 19), Nummer 20, S. 314.

37 Klimmt/Zimmermann, Simplicissimus, S. 205.

38 Vgl. ebd. S. 205-208.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Die Darstellung des britischen Empires in Karikaturen des Simplicissimus 1914-1918
Untertitel
"Lloyd George, wir stehen vor einer ernsten Krise."
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften)
Veranstaltung
Münchner Moderne
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
27
Katalognummer
V510413
ISBN (eBook)
9783346080066
ISBN (Buch)
9783346080073
Sprache
Deutsch
Schlagworte
simplicissimus, erster weltkrieg, großbritannien, propaganda
Arbeit zitieren
Sebastian Binder (Autor), 2019, Die Darstellung des britischen Empires in Karikaturen des Simplicissimus 1914-1918, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510413

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