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Die politische Bilanz des Dreißigjährigen Krieges im Bezug auf das Land Schweden

Title: Die politische Bilanz des Dreißigjährigen Krieges im Bezug auf das Land Schweden

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Stephanie Fischer (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die folgende Hausarbeit wird sich mit dem Dreißigjährigen Krieg, insbesondere mit der politischen Bilanz des Dreißigjährigen Krieges in Bezug auf das Land Schweden, beschäftigen. Näher wird sie sich mit der politischen Lage Schwedens im Jahr 1618 und natürlich mit der politischen Position, in der sich das Land nach dem Krieg befand, auseinandersetzen. Zwischen den eben genannten Eckdaten des Krieges wird die Hausarbeit den Weg Schwedens durch den Dreißigjährigen Krieg zeigen, auf welcher Seite Schweden im Krieg stand, wessen Verbündeter es war, weitere Fragen sind, ob es während des Krieges die Fronten gewechselte? Vor allem aber wann Schweden in den Krieg eingetreten ist und welche Gründe ausschlaggebend für diesen Schritt waren?
Jeder, der zum ersten Mal von Schweden im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen Krieg hört, fragt sich, was wohl Schweden unter den Großmächten des 17. Jahrhunderts zu suchen hatte. Denn egal wie man es auslegte, es gab auch nach den günstigsten Schätzungen nur ungefähr 1 Million Schweden zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Dies passte eher zu der Größenordnung eines deutschen Territorialstaates, als zu einer Großmacht wie Frankreich, das sich zu einem 20 Millionen Volk entwickelte.
Wenn man Schweden zu der Zeit sowieso näher betrachtete, war Schweden überhaupt nur Mittelschweden; das alte Kulturland des Südens gehörte noch zu Dänemark, der Norden des Landes war noch nicht kolonisiert, und obwohl Finnland zu Schweden gehörte, bot es keinen richtigen Ausgleich, da es nur schwach besiedelt war. Wenn man es genau nimmt, war Schweden strukturell ein reines Bauernland. Alles in allem also ein Reich von geringer Bevölkerungs- und Wirtschaftskraft.
Trotz alledem zog Schweden in den Dreißigjährigen Krieg, warum und wie es Schweden schaffte als einer der Sieger aus dem Krieg zurückzukehren, trotz einiger größerer Verluste, versuche ich in dieser Hausarbeit zu erläutern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Themenaufriss

2. Gründe für den Kriegseintritt Schwedens

3. Der Weg Schwedens durch den Krieg

4. Die schwedische Armee und Marine während des Dreißigjährigen Krieges

5. Beginn der Friedensverhandlungen

6. Der Westfälische Friede

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Bilanz des Dreißigjährigen Krieges aus der Perspektive Schwedens. Das Ziel besteht darin, die Entwicklung Schwedens von einem strukturell eher unbedeutenden "Bauernland" zu einer europäischen Großmacht nachzuzeichnen und die Faktoren zu analysieren, die diesen Aufstieg ermöglichten.

  • Analyse der Beweggründe für den schwedischen Kriegseintritt im Jahr 1630.
  • Untersuchung des militärischen Weges und der strategischen Rolle Schwedens im Krieg.
  • Bewertung der Organisation der schwedischen Armee und Marine.
  • Betrachtung der diplomatischen Bedingungen und der Errungenschaften im Westfälischen Frieden.
  • Reflexion über die Bedeutung der Unterstützung durch Frankreich für den schwedischen Erfolg.

Auszug aus dem Buch

Die schwedische Armee und Marine während des Dreißigjährigen Krieges

Die große multinationale schwedische Armee vom Jahr 1648 war seit 1630 sehr gewachsen, ihre Geschichte begann bereits zwei Jahre früher. König Gustav Adolf begann schon nach seinem Thronantritt 1611 die schwedische Streitmacht zu modernisieren. Diese Modernisierung führte in den 1620er Jahren zur Bildung von Provinzregimentern, deren Soldaten jeweils aus einer bestimmten Provinz rekrutiert wurden. 1634 wurde beschlossen, die Armee in 8 Kavallerie- und 23 Infanterieregimenter zu unterteilen: für die Artillerie und die Kavallerie konnten Freiwillige rekrutiert werden, aber um die Infanterieregimenter zu besetzen musste eine Art von Wehrpflicht eingeführt werden. Ab einem Alter von 15 Jahren war diese Wehrpflicht obligatorisch; so konnte der Staat/die Krone die Bevölkerung zur Kriegführung heranziehen. 1619 erließ der König eine Kriegsvolksordnung (schwedisch: Kriegsfolksordning); in diesem Gesetz wurde Pfarrern befohlen, Buch über das Alter der Heranwachsenden zu führen. So konnten die Fünfzehnjährigen in die Liste aller Männer aufgenommen werden, die verpflichtet sind, in der Armee oder der Marine zu dienen, wenn der Staat/die Krone dies forderte. Es gab keine Skrupel Teenager in den Krieg zu schicken. In dem Gesetz kann man lesen: „Je jünger sie den Soldatenberuf ergreifen, desto besser werden sie lernen und sich an das gewöhnen, das zu dem Beruf eines Militärs gehört.“

Jüngere Schätzungen von Historikern zeigen, dass jeder dritte Mann in Schweden, an die 500.000 während der schwedischen Großmachtszeit zwischen 1620-1721, starb. Die meisten allerdings an Seuchen, Kälte und Hunger, nicht an Kampfeswunden. Viele der Wehrpflichtigen desertierten allerdings, bevor sie verschifft wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

Themenaufriss: Dieses Kapitel führt in die Ausgangslage Schwedens im Jahr 1618 ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Aufstiegs zur Großmacht.

Gründe für den Kriegseintritt Schwedens: Hier werden die Motivationen von König Gustav II. Adolf sowie außenpolitische und wirtschaftliche Interessen analysiert.

Der Weg Schwedens durch den Krieg: Dieser Teil zeichnet chronologisch den militärischen Verlauf von der Landung auf Usedom bis zum Ende des Krieges nach.

Die schwedische Armee und Marine während des Dreißigjährigen Krieges: Das Kapitel behandelt die Modernisierung der Streitkräfte, die Wehrpflicht und die Logistik der Kriegsführung.

Beginn der Friedensverhandlungen: Es wird der Fokus auf die Kompensationsfragen und die finanziellen Schwierigkeiten bei der Demobilisierung gelegt.

Der Westfälische Friede: Das Kapitel erläutert die Friedensverträge und die konkreten territorialen sowie politischen Zugewinne Schwedens.

Fazit: Abschließend wird die These bekräftigt, dass Schwedens Aufstieg ohne die Unterstützung Frankreichs kaum möglich gewesen wäre.

Schlüsselwörter

Dreißigjähriger Krieg, Schweden, Gustav II. Adolf, Westfälischer Friede, Großmachtstellung, Militärreform, Wehrpflicht, Ostseeraum, Frankreich, Axel Oxenstierna, Kriegseintritt, Friedensverhandlungen, Diplomatie, Territoriale Gewinne, Armeeorganisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Bilanz Schwedens nach dem Dreißigjährigen Krieg und beleuchtet den Aufstieg des Landes zu einer europäischen Großmacht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Gründen für den Kriegseintritt, der militärischen Entwicklung, der Rolle der Armee und den diplomatischen Ergebnissen des Westfälischen Friedens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, wie es dem strukturell schwachen Schweden gelang, erfolgreich in den Krieg einzugreifen und als Großmacht daraus hervorzugehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von zeitgenössischen Quellen, Fachliteratur und einer chronologischen Zeittafel basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Kriegsgründe, eine chronologische Darstellung der Schlachten und Friedensschritte sowie die Untersuchung der militärischen Organisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dreißigjähriger Krieg, Schweden, Gustav II. Adolf, Westfälischer Friede und Großmachtstreben.

Welche Rolle spielte König Gustav II. Adolf für Schweden?

Er gilt als die zentrale Figur der schwedischen Modernisierung und als der Monarch, der Schweden durch den Ausbau des Militärapparates und die Einmischung in den europäischen Krieg zur Macht führte.

Wie bedeutend war die Unterstützung durch Frankreich?

Sehr bedeutend: Laut Autorin hätte Schweden ohne die finanzielle und politische Unterstützung Frankreichs seine Rolle als Großmacht kaum ausfüllen können.

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Details

Title
Die politische Bilanz des Dreißigjährigen Krieges im Bezug auf das Land Schweden
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2+
Author
Stephanie Fischer (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V51056
ISBN (eBook)
9783638471220
ISBN (Book)
9783656812654
Language
German
Tags
Bilanz Dreißigjährigen Krieges Bezug Land Schweden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Fischer (Author), 2005, Die politische Bilanz des Dreißigjährigen Krieges im Bezug auf das Land Schweden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51056
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