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Inklusion als Herausforderung an Schule und Unterricht. Chancen und Grenzen des Teamteachings in der inklusiven Schule

Titel: Inklusion als Herausforderung an Schule und Unterricht. Chancen und Grenzen des Teamteachings in der inklusiven Schule

Hausarbeit , 2018 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Felina Lehmann (Autor:in)

Pädagogik - Inklusion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit geht die Autorin darauf ein, welche Möglichkeiten und Herausforderungen das Konzept des Teamteachings beim Unterrichten einer heterogenen Lerngruppe mit sich bringt. Inwieweit kommt es durch Teamteaching zu einer Bereicherung beziehungsweise Belastung für die im Team arbeitenden Lehrenden? Welche Vorteile ergeben sich für die Lernenden? Warum ist es lohnenswert, sich auf diese "neue" Unterrichtsform einzulassen und welche Kompromisse müssen trotzdem eingegangen werden? Zunächst werden der Begriff der Inklusion sowie das Teamteaching weiter definiert. Des Weiteren wird der Prozess der Teamentwicklung beschrieben und die strukturellen sowie individuellen Voraussetzungen für gelingende Teamarbeit thematisiert.

Lerngruppen sind während der letzten Jahrzehnte in sämtlichen Schulformen immer heterogener geworden. Ursache dafür sind gesellschaftliche Entwicklungen wie die Globalisierung, Migration, Pluralisierung familiärer Lebensformen und gesellschaftliche Individualisierung. Entsprechend groß sind die Unterschiede in den Lernhaltungen, Kompetenzen, Erwartungen und Interessen der Schüler einer Klasse. Durch den Beschluss der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen durch die Bundesregierung im März 2009 werden Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Regelschulen unterrichtet. Damit steigt die Heterogenität im Klassenzimmer noch weiter an und fordert Schulen und Lehrkräfte heraus. Das gilt insbesondere für die berufliche Bildung. Wie keine andere Schulform sind berufsbildende Schulen durch Heterogenität in der Vorbildung ihrer Schüler geprägt. Das Bildungsniveau innerhalb einer Lerngruppe variiert dabei nicht selten vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur. Bei konventionellem Unterricht in heterogenen Lerngruppen müssen hierdurch einige Schüler warten, während andere nicht hinterherkommen und wieder andere sich bereits langweilen. Das Konzept des Teamteachings als neue Lehr-Lernform bietet die Möglichkeit, diesen komplexen Anforderungen gerecht werden zu können und eine Binnendifferenzierung im Unterricht zu realisieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Teamteaching als Notwendigkeit in der Inklusion

2.1. Inklusion

2.2. Teamteaching

2.3. Formen der Zusammenarbeit

3. Prozess der Teamentwicklung

4. Voraussetzungen und Grundlagen für ein erfolgreiches Teamteaching

4.1. Vorbereitungen für gelingendes Teamteaching

4.2. Beziehungen im Team

4.3. Bewusster Umgang mit Heterogenität innerhalb des Teams

5. Möglichkeiten und Chancen des Teamteachings

5.1. Chancen der Teamarbeit für die Lehrpersonen

5.2. Innere Differenzierung und Möglichkeiten für Lernende

6. Herausforderungen, Probleme und Grenzen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Teamteachings als notwendige pädagogische Antwort auf die zunehmende Heterogenität in modernen inklusiven Schulklassen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich für Lehrkräfte und Schüler aus dieser kooperativen Unterrichtsform ergeben, um trotz komplexer Rahmenbedingungen eine erfolgreiche individuelle Förderung zu ermöglichen.

  • Grundlagen und Definitionen von Inklusion und Teamteaching
  • Prozesse und Phasen der Teamentwicklung in pädagogischen Kontexten
  • Strukturelle Voraussetzungen für gelingende Zusammenarbeit im Lehrkollegium
  • Vorteile der Binnendifferenzierung durch den Einsatz multiprofessioneller Teams
  • Herausforderungen und Grenzen im Berufsalltag bei heterogenen Lerngruppen

Auszug aus dem Buch

2.3. Formen der Zusammenarbeit

Beim Unterrichten im Team sind unterschiedliche Formen des gemeinsamen Unterrichtens möglich, wobei jede ihre Berechtigung für bestimmte Inhalte oder Lerngruppen mit sich bringt. Teamteaching kann dabei in einer Klasse nur wenige Stunden mit gemeinsamem Unterricht umfassen oder aber auch immer in kompletter Doppelbesetzung stattfinden. Grundsätzlich lassen sich die Formen der Zusammenarbeit in sechs verschiedene Methoden einteilen.

Beim Prinzip Lehrkraft und Beobachter übernimmt eine Lehrkraft die Aufgabe des Unterrichtens wobei die zweite Lehrkraft spezifische Aspekte, die zuvor ausgesucht wurden (z.B. Sozialverhalten, Arbeitstempo) beobachtet. Diese Methode ist besonders in der Anfangsphase nützlich, in der die Klasse zunächst erst kennen gelernt werden und geeignete Unterrichtsmethoden erschlossen werden müssen.

Beim Unterrichten und Unterstützen sind beide Lehrkörper aktiv. Der „Unterstützer“ geht dabei auf die Bedürfnisse einzelner Schüler ein und kann zudem auch regulierend wirken. Diese Methode eignet sich besonders für thematisch schwierigere Unterrichtsphasen. Das Parallele Unterrichten muss nicht zwingend im selben Klassenraum stattfinden. Die Klasse wird in 2 Gruppen aufgeteilt. Jede Lehrkraft unterrichtet eine Klassenhälfte mit demselben Inhalt. Diese Methode hilft, durch den geringeren Schüler-Lehrer-Schlüssel einzelne Lernende besser unterstützen zu können und die Beteiligung der Schüler zu fördern.

Eine weitere Methode ist das Unterrichten an Stationen. Jede Lehrkraft ist nach vorheriger Aufteilung für eine Lernstation zuständig, die von allen Lernenden in Gruppen durchlaufen wird. Um einen Überblick über Themen zu geben oder auch bei komplexeren Lerninhalten, die auf die unterschiedlichen Stationen aufgeteilt werden können, ist diese Methode ideal. Niveaudifferenziertes Unterrichten und Zusatzunterricht bietet die Möglichkeit, Schüler flexibel, den Lernanlässen oder den Lernniveaus entsprechend, in Gruppen einzuteilen und separat zu arbeiten. Beim Unterrichten im Team führen beide Lehrkräfte den Unterricht gemeinsam mit allen Schülern durch und haben dabei abwechselnd oder gemeinsam die Leitung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die historische Entwicklung von der homogenen zur heterogenen Lerngruppe und leitet die Relevanz des Teamteachings als Antwort auf schulische Inklusion ab.

2. Teamteaching als Notwendigkeit in der Inklusion: Das Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen der Inklusion sowie des Teamteachings und beleuchtet verschiedene methodische Formen der Zusammenarbeit.

3. Prozess der Teamentwicklung: Hier wird das Vier-Phasen-Modell nach Tuckman auf den schulischen Kontext übertragen, um zu zeigen, wie aus Einzelkämpfern ein funktionierendes Team zusammenwächst.

4. Voraussetzungen und Grundlagen für ein erfolgreiches Teamteaching: Der Fokus liegt auf den strukturellen Rahmenbedingungen, der persönlichen Haltung der Lehrkräfte und dem bewussten Umgang mit Heterogenität im Lehrerteam.

5. Möglichkeiten und Chancen des Teamteachings: In diesem Kapitel werden die Vorteile für Lehrkräfte durch Entlastung sowie die Möglichkeiten der inneren Differenzierung für Lernende erörtert.

6. Herausforderungen, Probleme und Grenzen: Dieser Abschnitt thematisiert die Schwierigkeiten wie Mehrarbeit, notwendige Kompromissbereitschaft und die oft lückenhafte Ressourcenbereitstellung im Schulalltag.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Teamteaching ein wirksames Mittel für inklusive Pädagogik ist, jedoch eine Veränderung der Strukturen auf Makroebene voraussetzt.

Schlüsselwörter

Inklusion, Teamteaching, Heterogenität, Binnendifferenzierung, Lehrerkooperation, Schulentwicklung, Förderpädagogik, Multiprofessionelle Teams, Unterrichtsplanung, Individuelle Förderung, Teamentwicklung, Inklusive Schule, Kompetenzentwicklung, Lernumgebung, Unterrichtsqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Teamteachings im Kontext der inklusiven Schule und untersucht, inwieweit diese Lehrmethode als Antwort auf eine zunehmend heterogene Schülerschaft dienen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Inklusion, den methodischen Formen der Zusammenarbeit im Unterricht, den Phasen der Teamentwicklung sowie den Chancen und Grenzen dieser Lehrform.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Ergründung der Berechtigung des Teamteachings in der inklusiven Pädagogik unter Berücksichtigung der damit verbundenen Möglichkeiten für Schüler und Belastungen für Lehrkräfte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse bestehender Fachliteratur und einschlägiger Modelle zur Teamentwicklung (z.B. Tuckman) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Phasen der Teamentwicklung, die Voraussetzungen für den Erfolg, die Chancen für beide Akteursgruppen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit auftretenden Problemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Inklusion, Heterogenität, Binnendifferenzierung und Teamteaching charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Schulleitung beim Teamteaching?

Laut der Arbeit übernimmt die Schulleitung eine Schlüsselrolle, indem sie personelle Ressourcen bereitstellt, bei der Stundenplanung unterstützt und Fortbildungsangebote schafft, um Barrieren für die Teamarbeit zu minimieren.

Warum wird Teamteaching oft als belastend empfunden?

Die Belastung resultiert aus dem zeitlichen Mehraufwand, der Notwendigkeit ständiger Absprachen, dem Risiko von Konflikten durch unterschiedliche Unterrichtsstile und der Abgabe von individueller pädagogischer Freiheit.

Können auch fachfremde Kräfte in das Teamteaching integriert werden?

Ja, die Arbeit weist darauf hin, dass neben Lehrkräften auch multiprofessionelle Teams mit Schulpsychologen, Sozialpädagogen oder Assistenzhilfen gebildet werden können.

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Details

Titel
Inklusion als Herausforderung an Schule und Unterricht. Chancen und Grenzen des Teamteachings in der inklusiven Schule
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Lehrstuhl für Sozialpädagogik)
Note
1,0
Autor
Felina Lehmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V510674
ISBN (eBook)
9783346079732
ISBN (Buch)
9783346079749
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Teamteaching Kooperation Schule Didaktik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felina Lehmann (Autor:in), 2018, Inklusion als Herausforderung an Schule und Unterricht. Chancen und Grenzen des Teamteachings in der inklusiven Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510674
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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