Klostergründungen im babenbergischen Kerngebiet von 976–1246. Soziale, kulturelle und wirtschaftliche Auswirkungen auf die Gesellschaft bis in die Gegenwart


Bachelorarbeit, 2019

70 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung. Themenstellung

2. Ostarrichi. Die Markgrafschaft der Babenberger östlich der Enns und Gebietserweiterungen bis 1246 mit ihren Klostergründungen

3. Klosterund Wirtschaft im Hinblick ihrer Aufgaben
3.1. Frauenklöster: Exil, fuga mundi oder ein notwendiges Übel?
3.2. Exkurs: Die „alten Orden“

4. Klöster der Babenberger - Eine Auswahl. Historie (damals und heute), bautechnische Bestandsaufnahme und archäologische Befunde
4.1. Stift Altenburg
4.1.1. Die Gründung des Stifts im Spiegel seiner Zeit
4.1.2. Stift Altenburg heute
4.1.3. Erhaltener Baubestand und Grabungsschnitte Epoche der Babenberger
4.2. Stift Heiligenkreuz
4.2.1. Die Gründung des Stifts im Spiegel seiner Zeit
4.2.2. Stift Heiligenkreuz heute
4.2.3. Erhaltener Baubestand und Grabungsschnitte Epoche der Babenberger
4.3. Stift Klosterneuburg
4.3.1. Die Gründung des Stifts im Spiegel seinerzeit
4.3.2. Stift Klosterneuburg heute
4.3.3. Erhaltener Baubestand und Grabungsschnitte Epoche der Babenberger
4.4. Kloster Pernegg
4.4.1. Die Gründung des Stifts im Spiegel seinerzeit
4.4.2. Kloster Pernegg heute
4.4.3. Erhaltener Baubestand und Grabungsschnitte Epoche der Babenberger

5. Analyse der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aspekte der Babenberger zur Förderung der „alten Orden“ und Klostergründungen

6. Resümee

7. Abkürzungen

8. Literaturverzeichnis

9. Abbildungsnachweis

1. Einleitung. Themenstellung

In dieser Studie wird der frappant enge Bezug der Babenberger zu den „alten Orden“1 (siehe auch Kap. 3.2.) näher betrachtet und geklärt, warum das erste österreichische Herrscherge­schlecht speziell die Zisterzienser, Benediktiner, Prämonstratenser und die Augustiner Chor­herren präferierte, förderte und zur Gründung von Klöstern anleitete. Neben den Aufgaben der klösterlichen Gemeinschaft in weltlicher (Wirtschaft, Handel und Bildung) und klerikaler (ora et labora) Hinsicht ist der Fokus dieser Arbeit speziell aufbautechnische Untersuchungen und signifikante Grabungsschnitte gerichtet, die Aufschluss zum räumlichen Aufbau der Anlage und Handwerk bzw. Tätigkeiten innerhalb der Klostermauern geben können. Als exemplarische Auswahl für die „alten Orden“ wurden die Klöster Heiligenkreuz (Zisterzienser), Altenburg (Benediktiner), Klosterneuburg (Augustiner Chorherren) und der Frauenkonvent Pemegg (Prämonstratenser) gewählt. Frauenorden hatten in Ostarrichi eine wesentliche soziale Kom­ponente, auf die in Kapitel 3 eingegangen wird. Die Analyse am Ende der Studie behandelt die Vernetzung der einzelnen Orden und Klöster zueinander sowie die geografisch-strategische Ausrichtung ihres Wirkungsbereiches.

2. Ostarrichi. Die Markgrafschaft der Babenberger östlich der Enns und Gebietserweiterungen bis 1246 mit ihren Klostergründungen

Das Hochmittelalter (976-1246) war geprägt vom Geschlecht der Babenberger, das zu jener zeitgeschichtlichen Epoche die Herrschaft über die Markgrafschaft bzw. später das Herzogtum Österreich (althochdeutsch Ostarrichi) innehatte.2 Bereits Anfang des 9. Jhs. konstituierte der fränkische Herrscher Karl der Große (768-814) eine Grenzmark im Südosten des Herzogtums Bayern, die dem weiteren Vordringen der Slawen und Awaren entgegen wirken sollte.

Im Jahr 974 führt der bayrische Herzog Heinrich II. „der Zänker“ einen Aufstand gegen seinen Vetter, den römisch-deutschen Kaiser Otto II., an. Infolge dessen büßte er seinen territorialen Amts- und Herrschaftsbereich ein. Da sich Markgraf Burkhard an der Revolte gegen Otto II. beteiligt hatte, fiel die somit frei gewordene „Ostmark“ 976 vorerst als bayrisches Reichslehen an den Babenberger Luitpold/Leopold I., „den Erlauchten“ (976-994).3 Bei der „Ostmark“ han­delt es sich vor 971 um das Gebiet östlich der Enns und umfasst den heutigen Bezirk St. Pölten und die Wachau. Dies war der Auftakt für eine 275 jährige Herrschaft der Babenberger über Ostarrichi, das erstmals 996 in einer Schenkungsurkunde Kaiser Otto III. als Gebietsbezeich­nung Erwähnung findet.4 In dieser Urkunde wird die Abtretung einiger Besitzungen in einem Gebiet, das in der Volkssprache als gegen Osten gelegen bezeichnet wird (in regione vulgari vocabulo Ostarrichi in marcha)5, an den Bischof von Freising bestätigt.6 Die Herkunft der österreichischen Babenberger, die erst in der Chronica7 des Bischofs Otto von Freising (1112-1158) so bezeichnet werden,8 lässt sich auf den, mit den Liutpoldinger ver­schwägerten ostfränkischen (nobilissimus Francorum comes) Markgrafen Adalbert (| 906) zu­rückführen.9 Ein Beleg dafür ist die Bezeichnung „alte Babenberger“, die sich auf seinen Herr­schaftssitz Domberg zu Bamberg bezieht.10

Nach einem Sieg über die Magyaren 991 gliederte Leopold I. den Wienerwald in die „marchia orientalis“11 ein. Trotzdem war das babenbergische Territorium zu jener Zeit noch recht klein (Abb. 1). Im Norden erstreckte es sich bis Hardegg, im Osten bis zum Wagram und im Süden bis zum Voralpenland. Leitha, March und Thaya wurden Grenzflüsse. Bäuerliche Siedler ro­deten das Gebiet, bauten die Infrastruktur aus und erweiterten dadurch den Siedlungsraum.12

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Daraus resultierte ein stetiger Bevölkerungszuwachs, der förderlich für den wirtschaftlichen und politischen Aufstieg der Babenbergern im Reich war.13

Im Hochmittelalter hatte die Kirche großen Einfluss auf Gesellschaft und Aristokratie, re­krutierte sie sich doch selbst.14 Angehörige der adeligen Elite bildeten die klerikale Oberschicht, die einerseits volksnah sozial und andererseits machtpolitisch agierte. So war es von Bedeutung mit den Bischöfen von Salzburg, Regensburg, Freising und Passau ein gutes Verhältnis zu pflegen. Ostarrichi gehörte zur Diözese Passau, die Leopold I. in jedweden Belangen unter­stützte, wie z. B. der Pfarrorganisation. Während der gesamten Ära der Babenberger traten sie als Förderer der Kirche auf. Viele Klöster, die sich dann über Jahrhunderte hinweg zu Zentren des Glaubens, der Lehre, des Sozialwesens15 und des Handwerks16 entwickeln konnten, wurden im Hochmittelalter entweder direkt von ihnen, Verwandten oder dem Klientel der Babenberger gegründet (Tab. I).17 In die Zeit der Babenberger fällt auch der Investiturstreit (1075-1122), die Auseinandersetzung zwischen Papst und Kaisertum um die Vorherrschaft, bei der sich Leo­pold II., „der Schöne“ (1075-1095) als Anhänger der Gregorianischen Reform gegen Kaiser Heinrich IV. hervortat.18

Nicht nur in Belangen der Kirche oder als Feldherr an der Grenze zu Böhmen, Ungarn und Kärnten, sondern auch innerhalb der Markgrafschaft war die Tatkraft des Regenten von Nöten, denn immer wieder kam es zu Streitigkeiten u. a. mit den Grafen von Ebersberg, Formbach und Chiemseegau.19 Die Babenberger verstanden es vortrefflich, durch eheliche Verbindungen mit den salischen Königen und Kaisern, dem ungarischen Königshaus der Arpaden, den Königen von Böhmen und dem byzantinischen Kaiserhaus sich als mächtigster Faktor im Südosten des Reiches zu etablieren und ihren Herrschaftsbereich sukzessive zu erweitern.20 So verlegten die Babenberger auch ihre Residenz immer weiter nach Osten: von Pöchlarn nach Melk (Leopold I.), weiter nach Gars am Kamp und Tulln (Leopold II.) und Klosterneuburg (Leopold III., „der Fromme“ [1095-1136]).21

Durch die Erhebung der Ostmark zum selbstständigen Herzogtum erfolgte im Jahr 1156 die lang ersehnte Loslösung von Bayern. Kaiser Friedrich I. beurkundete dies mit dem Privilegium minus und erteilte Heinrich II. „Jasomirgott“ (1141-1177) und seiner Gattin das Fürstenlehen für Österreich. Seinem Nachfolger Leopold V., „dem Tugendhaften“ (1177-1194) gelang es 1192 das Herzogtum Steiermark zu erwerben.22 Dies brachte die Vereinigung der österreichi­schen Donau- mit den Alpenländern, und unter Friedrich II., „dem Streitbaren“ (1230-1246) konnte die Krain 1232 ins babenbergische Herzogtum eingegliedert werden. Mit seinem Tod im Jahr 1246 in der Schlacht gegen den König von Ungarn Béla IV. an der Leitha starb das Geschlecht der Babenberger im Mannesstamm aus.23

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1. Bedeutende Klostergründungen der Babenberger (BB), ihrer Verwandten aus einer Nebenlinie (NL) und des Klienteis (K)

3. Kloster und Wirtschaft im Hinblick ihrer Aufgaben

Um die mannigfachen Aufgaben eines Klosters erfüllen zu können, mussten die Stifter eine solide Basis an Gütern und Ressourcen zur Verfügung stellen, denn erst Obdach und Verpfle­gung gewährleisteten das Erfüllen der klösterlichen Agenden. Die strengen Klausurvorschrif­ten, die nur für Nonnen galten, hinderten sie daran selbst für ihren Unterhalt aufzukommen. Deshalb waren sie im Vergleich zu Männerkonventen stärker auf materielle Sicherheit ange­wiesen.

In der Benediktregel24 soll durch die Arbeit das zum Leben Notwendige beschafft werden.25 Dazu zählen Verpflegung und Bekleidung, aber auch Unterkunft nebst Betreuung.26 Dies be­zieht sich auch auf die Aufwendungen für Pilger und Arme.27 Die Führung der wirtschaftlichen Belange oblag dem Abt.28 Die ökonomische Grundlage bildeten Felder, Wiesen, Wälder und Weinberge, deren Organisation Abt, Prior29 und Cellerar30 übernahmen.31 Die Erzeugnisse durften aber nicht zu teuer verkauft werden, da es sich negativ auf das Seelenheil auswirken könne.32

Nicht nur die Benediktregel gab Richtlinien für das Leben im Kloster vor, sondern auch die Institutio sanctimonialium33 der Aachener Reichssynode von 816.34 Dies führte zur Präzisie­rung und Erneuerung des bisher sehr unterschiedlich ausgelegten Regelwerks. Eine dieser Ver­ordnungen betraf die genau Festlegung der Anzahl, wie viele Novizinnen ein Frauenkonvent aufnehmen durfte, um sich mit Hilfe der eingebrachten Güter selbst erhalten zu können. Ebenso wurde die tägliche Menge an zur Verfügung stehender Nahrung und Kleidung strikt festgelegt. Durch die exakt kalkulierte materielle Absicherung, die sich nur auf das Nötigste beschränkte, war ausreichend Zeit für Gebet und Gottesdienst gegeben. In zwei Kapiteln verweist die Insti­tutio sanctimonialium auf Handarbeit der Frauen. Welche Art von Tätigkeit damit gemeint ist, wird jedoch nicht näher ausgeführt.35

Als oberstes Ziel aller Klostergemeinschaften gilt die Hingabe an Gott, was den Tagesablauf festlegt und viel Zeit in Anspruch nimmt. Dennoch mussten die Lebenserhaltungskosten ge­deckt sein. Dazu war zwangsläufig die Erwirtschaftung eines finanziellen Überschusses von Nöten. Einige Klostermitglieder wie Novizen/innen, alte oder kranke Ordensmitglieder konnten nichts oder nur wenig zum Klosterleben beitragen. Des Weiteren war die Arbeitszeit der aktiven Mitglieder der Klostergemeinschaft aufgrund des Chorgebets und der geistigen Lesungen auf vier bis sechs Stunden beschränkt. Mit der Bestellung von Laienbrüdern/-schwestern wurde ein Ausweg aus der finanziellen Misere geschaffen, da diese Ordensmänner/-frauen zwar die Pro­fess ablegten, aber eine geringere Gebetsverpflichtung hatten. Des Weiteren bestanden viele Frauenklöster auf die übliche Praxis der Aussteuer.36

Im 15. Kapitel des Exordium Parvum37 wird berichtet, dass Benedikt von Nursa keinerlei Be­sitztümer besaß und trotzdem für Kost und Logis der Mitbrüder und Gäste aufkommen konn­te.38 Die Idee sich mit Laienbrüder/-schwestern finanziell zu behelfen, geht auf die ersten Mön­che des Klosters Cîteaux (1098) zurück.39 Ihr Ziel war es nur mit dem Nötigsten in der Nach­folge Christi zu leben. Mit dem Rückgriff auf Laienbrüder schafften sie es die Aufforderung der Benediktregel, alle Tätigkeiten beim Läuten der Glocken zu unterbrechen, geschickt zu umgehen.40

Der zumeist kriegsführende Adel legte großen Wert darauf, Fürsprecher bei Gott zu haben. Da­durch sollten ihre begangenen Sünden gemildert werden, um doch noch die Aufnahme im Him­mel zu erlangen. Als besonders wirksam wurden die Gebete derjungfräulichen Nonnen erach­tet. Aufgrund dessen kam es vermehrt zur Gründung von Frauenklöster durch den Adel. Die Gräber der Stifter befinden sich i. d. R. in Altarnähe, sodass ein tägliches Gedenken an sie in Form eines Gebets stattfinden konnte. Eine weitere Aufgabe der Klöster war es in ehrwürdiger Vertretung der Stifter Arme und Kranke zu versorgen und Schulen zu errichten, in denen die Töchter der adeligen Wohltäter unterrichtet und ausgebildet wurden.41

Somit waren Klostergründungen in erster Linie ein eigennütziger Akt des Adels, damit die sozialen, ökonomischen und ökologischen Agenden des Herrschaftsgebiets abgedeckt werden konnten. Die sozialen Aufgaben bestanden in der Armenspeisung und Krankenpflege. Einen ökologischen Beitrag leistete das Kloster durch die Urbarmachung und somit der Vorbereitung des Gebiets für die landwirtschaftliche Nutzung. Durch die weitgehende Selbständigkeit und vorrausschauendes Wirtschaften zeigte sich das ökonomische Handeln der Klöster.

Damals wie heute ist das Ziel einer guten monastischen Wirtschaftsführung sich für das Wohl der Gemeinschaft einzusetzen, was durchaus mehr als nur Verpflegung und Obdach bedeutet. Dies ist der Grund, warum stets neue Wirtschaftsformen ausprobiert werden, wie z. B. Urlaub im Kloster, selbst erzeugte Produkte aus dem Hofladen, das Verpachten von Wiesen, Jagden und Teichen, die dem Konzept der Nachhaltigkeit (Corporate Social Responsibility) entspre­chen.42

Der Eintritt ins Kloster wurde als fuga mundi bezeichnet. Eigentlich war es mehr ein Loslösen von gesellschaftlichen Zwängen als eine Flucht vor der Welt. Nicht zu vergessen, dass es Or- densbrüder/-schwestem waren, die einen essenziellen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlich­en Entwicklung Europas leisteten. Seitjeher waren Klöster Stätten des Gebets, aber auch eine Mikrogesellschaft, welche die Wirtschaft der Region ankurbeln sollte.43 Wie eng der wirtschaftliche Erfolg eines Klosters mit seinem Fortbestand verknüpft war, ver­deutlicht die Verkettung historischer Ereignisse im folgenden Beispiel. Im Jahr 1781 rief Kaiser Joseph II. eine Kommission ins Leben, die sich mit der gesellschaftlichen Relevanz der einzel­nen Klöster in Hinsicht ihrer Rentabilität befasste.44 Das Ergebnis der Erhebung war, dass 1.300 Klöster nicht den Vorgaben entsprachen und aufzulösen wären. Aufgrund der staatlichen Ein­mischung in klösterliche Belange wurde anderen Betätigungsfeldern der Vorzug gegeben, wie z. B. Schulen und Pfarren. Bereits sieben Jahre später kam es zur Einstellung der Klosterauf­hebungen. Kaiser Leopold II. lenkte vorsichtig ein, hob einige Reformen auf und gab den Klö­stern die Verwaltung ihrer Güter zurück.45 Daraus resultiert, dass in Österreich auch heute noch Mönche als Pfarrer oder als Lehrer in Schulen beschäftigt sind. Diese Tätigkeiten sind jedoch nicht die finanziellen Haupteinnahmequellen der Klöster, sondern die Forstwirtschaft bzw. das Verpachten von Wiesen und Feldern.

3.1. Frauenklöster: Exil, Fuga Mundi oder ein notwendiges Übel?

Seit dem 11. Jh. lehnten viele Frauen das traditionelle Sittenbild ab, ausschließlich Ehefrau und Mutter zu sein. Diese „neue Gesinnung“ betraf alle Gesellschaftsschichten. Neben adeligen Da­men und wohlhabenden Bürgerinnen waren es auch Frauen der Unterschicht, die in Klöster ein­traten, um ein selbstgewähltes, freieres Leben führen zu können.46

Bedingt durch die Kreuzzüge, der hohen Sterblichkeitsrate am Schlachtfeld und dem Zölibat der Geistlichkeit gab es im Hochmittelalter regelrecht einen Frauenüberschluss.47 Ohne Ehe­mann war meist die Existenz bedroht, denn das Gros der Frauen hatte nicht die nötige finan­zielle Grundlage, um ihr Auskommen selbstständig zu bewältigen.48 Um einer Eheschließung zu entgehen, denn dies bedeutete im Mittelalter vollständige Unterwerfung, blieb oft nur der Weg ins Kloster.49 Ein weiterer Grund die Ehe abzulehnen, lag in der hohen Sterberate bei Ent­bindungen, da die medizinische Versorgung und Hygiene in Hospitälern zujener Zeit katastro­phal war.50 Jedoch entschied sich die Tochter nicht zu heiraten, führte dies besonders in adeli­gen Kreisen wegen der lukrativen Eheverträge zu finanziellen Einbußen und schadete dem An­sehen der Familie.

3.2. Exkurs: Die „alten Orden“

Die Bezeichnung „alte Orden“ der katholischen Kirche gilt nur für jene klösterlichen Gemein­schaften, die in ihren Statuten den Passus stabilitas loci51 verankert haben, wie z. B. die Bene­diktiner, Zisterzienser, Augustiner Chorherren (Kanoniker) und Prämonstratenser. Im Gegen­satz dazu wurden die „neuen Orden“ oder Bettelorden als Reform- bzw. Gegenbewegung im 13. Jh. gegründet, die Besitz jeglicher Art strikt ablehnen.52 Zu ihnen gehören u. a. die Fran­ziskaner, Dominikaner und Kapuziner, deren primäres Betätigungsfeld auf die Seelsorge, Pre­digt und Lehre ausgerichtet ist. Da den „neuen Orden“ keine Ortsgebundenheit auferlegt wurde, und die Ordensbrüder jederzeit abkömmlich waren, führte dies im 13. Jh. zu ihrer raschen Ver­breitung in ganz Mitteleuropa.53

Die Zisterzienser und Benediktiner leben nach der Regel des hl. Benedikts. Obwohl sie Mönche sind, werden sie als Pater (lat. Vater) angesprochen. Augustiner und Prämonstratenser werden als Chorherren bzw. Kanoniker bezeichnet, da sie ursprünglich zwar reglementiert, aber ohne ein Gelübde abzulegen, in einer Klostergemeinschaft lebten und den Gottesdienst im Chor des Stiftskapitels feierten. Ihre korrekte Anrede ist Herr, was sich wiederum aus dem Wort Pater (dominus) herleiten lässt. Die Chorherren orientieren sich an der Regel des Augustinus von Hippo.54 Um die Ordenszugehörigkeit des Klosterangehörigen in Schriftstücken zu verdeutli­chen, wird seit der Neuzeit hinter dem Namen ein Zusatz beigefügt (Tab. 2).55

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten56

Tab. 2. „Alte Orden“ mit Abkürzungen und lateinischer Ordensbezeichnung

4. Klöster der Babenberger - Eine Auswahl. Historie (damals und heute), Bautechnische Bestandsaufnahme und archäologische Befunde

Alle vier Klöster, die im Folgenden näher betrachtet werden, befinden sich im Kerngebiet der babenbergischen Markgrafschaft Ostarrichi.57 Die Gründung des Stifts Klosterneuburg (1108) und Heiligenkreuz (1133) fällt in die Regentschaft Leopold III., „des Heiligen“, der sich beson­ders der Erschließung des Landes und seiner Tätigkeit als Klostergründer widmete. Seine Nach­folger Leopold IV., „der Freigiebige“ und Heinrich II. „Jasomirgott“ galten zwar als Förderer der Kirche, jedoch überließen sie das Stiftungswesen ihren Verwandten, die u. a. den Bau des Stifts Altenburg (1144) und des Klosters Pernegg (1153) finanzierten.

Die Klöster wurden je nach Bedarf, gleichmäßig unter den „alten Orden“ aufgeteilt. Für die Standortwahl war die Lage ausschlaggebend: möglichst in der Nähe eines Verkehrsknoten­punkts, aber doch etwas abgelegen, um vor Angriffen geschützt zu sein.

Klöster waren eben nicht nur Orte der Kontemplation, sondern dienten der Bevölkerung als Ausbildungsstätten, Arbeitsstellen und Versorgungsstationen.

4.1. Stift Altenburg

4.1.1. Die Gründung des Stifts im Spiegel seiner Zeit

Nach einem längeren Gründungsvorgang übergab die Gräfin Hildburg von Poigen-Rebgau im Jahr 1144 Kloster Altenburg dem Passauer Bischof Reginbert, der dies mit dem sog. Lateini­schen Brief58 beurkundete. In dieser Stiftungsurkunde ist vermerkt, dass die verwitwete Gräfin „eine celia mit Gottes Hilf ‘ für das mönch­ische Leben nach der Regel des Hl. Benedikt auf ihrem Gut gestiftet hat und dazu Mönche aus St. Lambrecht59 in ihrem Hauskloster60 ansiedelte. Des Weiteren ist zu lesen, dass Bischof Reginbert den Benediktinern das Recht auf freie Abtwahl, sowie auf Tauf­und Begräbnisrecht gewährt.61 Da der Klosterbereich im frühen Hochmit­telalter Bestandteil der „alten Burg“ der Grafen von Poigen war und aufgrund des schmalen Felssporns der Kamptalanhöhe nur eine begrenzte Nutzfläche zur Verfügung stand (Abb. 2), dürfte sich der Kernbereich im 11./12. Jh. weiter unten am Sporn befunden haben. Wahrschein­lich um räumliche Ressourcen zu schaffen, hatte der Ehemann der Stifterin Graf Gebhard von Poigen kurz vor seinem Ableben verfügt, dass die „alte Burg“ aufzugeben und durch eine neue zu ersetzen sei.62

Hildburgs Sohn Hermann hatte die Vogtei über das Kloster inne. Sie umfasste die Schutzherr­schaft und die eingeschränkte Gerichtsbarkeit über das Koster. Nach dem Aussterben des Gra­fengeschlechts im Jahr 1210 wurde das Poigenreich63, welches das gesamte Horner Becken um­fasste, den österreichischen Herzogen als passauisches Lehen zugesprochen.64 Als Entschädigung für die Kollateralschäden, die durch die Feldzüge Hermann VI. von Baden gegen Eggenburg und die Kuenringer am Kloster entstanden, erhielt Stift Altenburg 1251 die Pfarre Röhrenbach als Schenkung.65 Somit konnten die schweren Beschädigungen an der Stifts­kirche und Veitskapelle behoben werden, und der Lebensunterhalt der Mönche war vorerst gesichert.66 Um weitere Schenkungen und Stiftungen zu akquirieren, wurde Altenburg zwi­schen 1260-1282 unter der Leitung Abts Ulrich zur adeligen Begräbnisstätte, wie z. B. derer von Streitwiesen. Dadurch war es möglich die Stiftskirche, den klösterlich Konvent und den Gästetrakt baulich umzugestalten.67 Ebenso erfolgreich wirkte Abt Seifried (von Plank) 1297­1320. Aufgrund seiner Abstammung hatte er engen Kontakt zum Adel und konnte somit ent­scheidend zum Fortbestand des Klosters beitragen. Im Stiftsarchiv befinden sich Urkunden aus der 1. Hälfte des 14. Jhs., welche die Stiftung des Hospitals zu Altenburg durch das Geschlecht der Sonnberger belegen.68 In weiterer Folge sollte sich dies jedoch als problematisch erweisen. Mit der Spitalsstiftung verpflichtete sich das Kloster, dass die Anzahl der aufzunehmenden Kranken mit jener der Mönche übereinstimmen müsse. Um das Hospital erhalten zu können, waren die Mönche somit gezwungen in ärmlichen Verhältnissen zu leben.69 Dazu kamen An­griffe der Rumänen, turkstämmige Hilfstruppen, die die Klosteranlage 1304/27 schwer beschä­digten.70 Nur durch die äußert großzügigen Schenkungen der Burggrafen von Gars konnte diese existenzbedrohliche Kriese bewältigt werden. Deshalb wurden sie als zweite Stifterfamilie ver­ehrt und täglich für das Seelenheil der Grafen gebetet.71

Es folgten unbeständige Zeiten: die Hussitenkriege (1419-1436), Invasionen aus Böhmen, Mähren und Ungarn (1480) und der dreißigjährige Krieg (1618-1648), bis im 18. Jh. langfris­tig Frieden einkehrte und umfangreiche Sanierungsarbeitern an der Klosteranlage stattfinden konnten.72

4.1.2. Stift Altenburg heute

Die Bezeichnung „Barockjuwel des Waldviertels“ hat Stift Altenburg durch die Werke des Ma­lers Paul Troger73 erlangt, der gemeinsam mit Baumeister Joseph Munggenast74 (1731-1733) die weitläufige Anlage der Zeit entsprechend umgestal­tete. Es wird auch oft als „Trogerstift“ bezeichnet, da der Südtiroler mit seinen Allegorien (i. e. zehn Kuppelfresken der Stiftskirche und die Wandmalereien der Kaiserstiege) das Gegenspiel von Licht und Farbe künstlerisch ins Ex­pressive steigerte.

Mehr als 200 Gemälde beherbergt die Sammlung Arnold, welche in den ehemaligen Wohnräumen der kaiserlichen Residenz Altenburg seit Juni 2008 zu besichtigen sind.75 Die Werke der bedeutendsten privaten Barocksammlung Österreichs wurden in einer Zeit geschaffen, in der auch der Konvent nach dem dreißigjährigen Krieg zum baro­cken Meisterwerk umgebaut wurde.76

Bereits ein Jahr zuvor fand die Fertigstellung des Projekts „Kloster unter dem Kloster“ statt.77 Dabei handelt es sich um den restaurierten Kreuzgang nebst mittelalterlicher Konventtrakte, die nach einer sie­benjährigen Planungs- und Rekonstruktionszeit der Öf­fentlichkeit zugänglich gemacht wurden.78 Wie schriftliche Aufzeichnungen belegen, wurde bereits im Mittelalter der „Apothekergarten“79 an der nördlichen Ecke der Ostfassade zum Anbau von Heilpflanzen genutzt.

Die daraus gewonnen Präparate kamen bei Patienten des Stiftshospitals zur Anwendung. Heute sind diese gesund­heitsfördernden Produkte im Klosterladen zu erhalten.

Jährlich sind über 35.000 Besucher zu verzeichnen, wel­che die Touristenattraktionen80 des Klosters nutzen.81

Stift Altenburg ist aber auch ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsträger der Region. Für den Selbsterhalt des Klosters, die Subventionierung der Altenburger Sängerknaben82 und so­ziale Projekte erwirtschaften die klösterlichen Betriebe den nötigen finanziellen Rückhalt, denn nicht nur die Stiftsgebäude sind nach den Vorgaben des Denkmalamts Instand zu halten, son­dern auch die zugehörigen Kirchen, Pfarr- und Gutshöfe. Außerdem sind dem Konvent sechs Pfarren unterstellt, deren Seelsorge den Benediktinern obliegt.83

Im Besitz des Stifts befinden sich rund 650 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, davon sind zirka 200 ha verpachtet. Die restliche Fläche wird von Mitarbeitern der stiftseigenen Landwirtschaft bearbeitet.84 Ebenso legt die Klosterverwaltung großen Wert auf biologische und ökologische Landwirtschaft, so z. B. beim Forstwesen.85 Die beiden staatlich ausgezeichneten Forstreviere Altenburg und Wildberg (etwa 2.800 ha) setzten sich vor der Umwandlung zum Tannen-Laub- Mischwald ausschließlich aus Eichen, Fichten, Buchen und Kiefern zusammen.86 Im Zuge der landwirtschaftlichen Erweiterung des Stifts erwarb Abt Placidus Much im Jahr 1755 etwa 12 ha Weingärten in Limberg am Manhartsberg, die seit über 250 Jahre eine wichtige Einnahme des Klosters Altenburg darstellen. Vor einigen Jahren übernahm die Winzerfamilie Gruber aus Röschitz die Bewirtschaftung des historischen Weinguts und baut seitdem die be­sonderen Charaktermerkmale der Rebsorten weiter aus.87

4.1.3. Erhaltener Baubestand und Grabungsschnitte. Epoche der Babenberger

Als ein Abguss der Baukunst des 18. Jhs. kann die heutige Erscheinungsform des Stifts mit öst­lich vorgelagerter Altane88 gewertet werden, denn im Zu­ge der Umgestaltung durch den Baumeister Josef Mung- genast89 wurden große Teile der spätmittelalterlichen Klosteranlage zugeschüttet, teilweise abgetragen und ba­rock überbaut (Abb. 5).90

Bereits Ende des 19. Jhs. befasste sich der k. k. Konser­vator Friedrich Endl OSB mit bauhistorischen Befunden des Stifts Altenburg.91 Die mittelalterlichen Räumlich­keiten, i. e. der Kapitelsaal (7 a) und die Fraterie/Armari­um (6 a), die der Forscher näher untersuchte, befinden sich heute im Erdgeschoß der Anlage.92 Abgesehen von der Baugeschichte konnte er viele Details der ursprünglichen Wandmalereien dokumentieren, die heute teilweise nicht mehr zu erkennen sind.93

[...]


1 Im Codex Iuris Canonici war bis 1983 eine kirchenrechtliche Trennung zwischen den „alten Orden“, e. mo- nastische Orden und Regularkanoniker und den später gegründeten Kongregationen vorgesehen. Siehe dazu G. Bier, Einführung in das Kirchenrecht. In: Cl. P. Sajak (Hrsg.) Praktische Theologie. Modul 4, Paderborn 2012, 133-135. - U. Rhode, Kirchenrecht. KST 24, Stuttgart 2015, 26, 47-49.

2 Bereits im 8./9. !h. wurde auch die Bezeichnung Austria lür die östlichen Teile des Frankenreichs gebräuchlich. Vgl. J. B. Freed, Das zweite österreichische Millennium: Berufung auf das Mittelalter zur Schaffung eines öster­reichischen Nationalbewusstseins, MGSLk 137, 1997, 279-282.

3 Der Vorgänger Leopolds I., Markgraf Burkhard, war ein naher Verwandter des altbayrischen liutpoldingischen Herzogshauses und mit einer Schwester, der Herzogin Judith, vermählt. Siehe G. Scheibelreiter, Die Baben- berger: Reichsfürsten und Landesherren. Wien - Köln - Weimar 2010,72. - E. Zöllner, Die Dynastie der Baben­berger. In: J. Gründler (Hrsg.), Niederösterreichische Jubiläumsausstellung 1000 Jahre Babenberger in Öster­reich Stift Lilienfeld, 15. Mai bis 31. Oktober 1976 (KNÖLMN. F. 66). Wien 1976, 9. -K. Lechner, Die Baben­berger: Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246. VIÖG 23, Wien - Köln - Graz 1976, 34.

4 Das Original wird im bayrischen Hauptstaatsarchiv München aufbewahrt. Vgl. E. Bruckmüller, P. Urba- nitsch (Hrsg.), Ostarrichi - Österreich: Menschen, Mythen, Meilensteine. Österreichische Länderausstellung 996­1996 (KNÖLM N. F. 388). Hom 1996, 437.

5 Zum Originaltext der Schenkungsurkunde siehe G. H. Pertz (Hrsg.), MGH.DI 3. Hannover 1872, Nr. 232.

6 Bereits ein Jahr zuvor wird in einer Urkunde des Kaisers an Freising auf die Lage hingewiesen, 30 Königshufe an der Ybbs (/'. e. Neuhofen) und mit „in comitatu heinrici comitis filii Luitpaldi marchionis“ der Name Heinrich I. erstmals erwähnt. Siehe H. Appelt, Das Herzogtum Österreich. In: A. M. Drabek, R. G. Plaschka (Hrsg.), Österreich im Hochmittelalter (907 bis 1246). VKGÖ 17, Wien 1991, 271-330, bes. 289. Es handelt sich hiermit um die älteste Nennung für den niederösterreichischen Raum. Vgl. Lechner 1976, 58.

7 Lib. VI, C.15 - T. Wiedemann, Otto von Freysingen nach seinem Leben und Wirken: ein historischer Versuch. Freising 1848, 152.

8 In Weiterführung der Herleitung von Otto von Freising, dem fünften Sohn Leopold III., gehen österreichische öuellen ab dem 14. Jh. von einem „nobilissimo comité Babenbergensi de genere Francorum“ aus. Vgl. H. Pez (Hrsg.), MGH.SRA 1. Leipzig 1721, 296, 572 [De fundatoribus huius nostri monasterii Mellicensis].

9 Lechner 1976, 40-42.

10 F. Gelder, Neue Beiträge zur Geschichte der „Alten Babenberger“. BSFDG 1, Bamberg 1971, 27.

11 Diese Benennung Österreichs stammt von Otto von Freising (12. Jh.). Frühere Bezeichnungen ab 998 waren u. a. pago (Gau) Osterriche, in orientali regnu. Vgl. O. Frass, Die Namen der österreichischen Bundesländer, ihr Ursprung und ihre Bedeutung, ZHVSt 63, 1972, 21-48, bes. 23-24.

12 К. Gutkas, Das Land Österreich zur Zeit der Babenberger. In: Gründler 1976a, 26-37.

13 E. Zöllner, Geschichte Österreichs: Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien - München 81990, 61. - Ders., 1976, 14.

14 F. Röhrig, Die Kirche in der Zeit der Babenberger. In: Gründler 1976, 110-124.

15 M. Mitterauer, Die soziale Entwicklung im Babenbergischen Österreich. In: Ebd., 72-89.

16 H. Knittler, Die Wirtschaft. In: Ebd., 60-71.

17 E. Zöllner, Die Babenbergische Epoche. In: Ebd., 7. - Röhrig 1976a, 110 -112.

18 Ch. Lackner, Die Länder und das Reich (907-1278): Investiturstreit und Kirchenreformen. In: Th. Winkel­bauer (Hrsg.), Geschichte Österreichs. Stuttgart 32018, 73-76.

19 F. Braumann, H. Grill, Österreich von der Urzeit bis zu den Babenbergern. Wien 1995, 138-140.

20 Leopold III. war mit der Tochter Kaiser Heinrich IV. und Herzog Heinrich II. „Jasomirgott“ in erster Ehe mit der Tochter Kaiser Lothars III. verheiratet. In zweiter Ehe vermählte sich Herzog Heinrich II. mit einer Nichte des byzantinischen Kaisers Manuel I. Herzog Leopold VI. war mit einer Enkelin des Kaisers Isaak Angelos II. von Byzanz verheiratet. Herzog Leopold V. war mit der Tochter Gézas II. verehelicht, seine Schwester Agnes mit dem ungarischen König Stephan III. Siehe dazu J. A. Fischer (Hrsg.), Otto von Freising: Gedenkgabe zu seinem 800. Todesjahr. Sammelblatt des Historischen Vereins Freising 23, 1958, 16.

21 Braumann, Grill 1995, 138-140.

22 Das Gebiet erstreckte sich von Steyr und Pitten im Norden bis nach Pettau im Süden. Lechner 1976, 193. — F. Posch, Die Entwicklung der Steiermark bis zum Erbanfall an die Babenberger. In: Gründler 1976, 38-49.

23 ZÖLLNER 1976,16-22.

24 Auf den Hl. Benedikt von Nursia (Einsiedler, Abt und Ordensgründer), der von 480-547 gelebt haben soll, geht das benediktinische Mönchtum zurück. Siehe dazu A. Damblon, Die Geschichte des hl. Benedikt. Mönchen­gladbach 2014.

25 G. Holzherr (Hrsg.), Die Benediktregel - eine Anleitung zu christlichem Leben: Der vollständige Text der Regel. Zürich 31989, RB 57 [Mönche als Handwerker], RB 58 [Die Ordnung bei der Aufnahme von Brüdern],

26 Ebd., RB 39 [Das Maß der Speise], RB 40 [Das Maß des Getränks] RB 55 [Kleidung und Schuhe der Brüder],

27 Ebd., RB 53 [Die Aufnahme der Gäste], RB 55,9: „Bekommen sie (Brüder) etwas Neues, geben sie das Alte immer gleich ab. Es wird in der Kleiderkammer für die Armen aufbewahrt.“, RB 56,1 [Der Tisch des Abtes]: „Der Abt habe seinen Tisch immer mit Gästen und Pilgern gemeinsam.“

28 Ebd., RB 2 [Der Abt], RB 64 [Einsetzung und Dienst des Abtes].

29 Bei Ordensgemeinschaften, die keinen Abt als Leiter der klösterlichen Gemeinschaft einsetzen, übernimmt der Vorsteher des Klosters diese Aufgabe.

30 Dieses Amt hat sich vom Aufgabengebiet eines Kellermeisters bis hin zum wirtschaftlichen Leiter des Klosters entwickelt, der auch für die nicht klerikalen Bediensteten als Personalchef fungiert.

31 Vgl. D. Hägermann, Der Abt als Grundherr: Kloster und Wirtschaft im frühen Mittelalter. In: F. Prinz (Hrsg.) Herrschaft und Kirche: Beiträge zur Entstehung und Wirkungsweise episkopaler und monastischer Organisations­formen. Stuttgart 1988, 345-385.

32 Holzherr 1989, RB 57,4-6: „Wenn etwas von den Erzeugnissen der Handwerker verkauft wird, sollenjene, durch deren Hand die Waren veräußert werden, darauf achten, dass sie keinen Betrug begehen. Sie sollen immer an Hananias und Saphira denken, damit sie nicht etwa den Tod an der Seele erleiden, derjene am Leib traf (Apg 5,1-11). Das gilt ebenso iur alle anderen, die mit dem Eigentum des Klosters unredlich umgehen.“

33 Ludwig der Fromme, Sohn Karl des Großen, berief 816 in Aachen eine Reichssynode ein, welche die Stellung der religiösen Frauengemeinschaften innerhalb der Kirche festlegen sollte. Es wurden einheitliche Normen erstellt, die als Grundlage auf die Benediktregel zurückgriffen.

34 J. Semmler, Zur Überlieferung der monastischen Gesetzgebung Ludwig des Frommen, DA 16, I960, 309­337.

35 G. Schmitz, Zur Überlieferung und Edition der Kanonikergesetzgebung Ludwig des Frommen, DA 63, 2007, 497-533.

36 Im 16. Jh. wurde aus dem Brauch der Aussteuer oder Mitgift eine Verbindlichkeit, die im 18. Jh. kirchen­rechtlich zur Anordnung kam (CIC 1917, §§ 547-551). Vgl. M. Pfeifer, Erst das Dach über dem Kopf und das Brot auf den Tisch. In: B. Feldbauer-Durstmüller, T. Wolf, M. Neulinger (Hrsg.), Unternehmen und Klo­ster: Wirtschaft und monastisches Leben im interdisziplinären Dialog, Wiesbaden 2019, 86-87. Die Aussteuer war eine wichtige Einnahmequelle, die bis in die 1960er Jahre zum Erhalt der Klöster beitrug. Eine abgeschlossene Berufsausbildung bzw. eine Rente waren aufgrund der großzügigen finanziellen Zuwendung nicht erforderlich. Vgl. B. Primetzhofer, Ordensrecht auf der Grundlage des CIC 1983 und des CCEO unter Berücksichtigung des staatlichen Rechts der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz. Freiburg 42003, 197-198.

37 Dabei handelt es sich um die Ordenschronik der Zisterzienser, die Konrad von Eberbach zuzuschreiben ist. Im 15. Kapitel des Exordium Parvum wird darauf eingegangen, dass der Abt und seine Mitbrüder als gemeinsam handelnde Subjekte agieren sollen (abbas ille etfratres ejus). Generell sind die Bestimmungen relativ allgemein gehalten, die viele Agenden des Klosterlebens betreffen. Siehe dazu J. Rüffer, Orbis Cisterciensis: Zur Geschichte der monastischen ästhetischen Kultur im 12. Jh. Studien zur Geschichte. Kunst und Kultur der Zisterzienser 6, Berlin 1998, 109-111.

38 Vgl. H. Brem, A. M. Altermatt (Hrsg.), Einmütig in der Liebe: Die frühesten Quellentexte von Cîteaux. Antiquissimi Textus Cistercienses (lateinisch/deutsch). Langwanden 1998,86-91.

39 Cîteaux gilt als das Mutterkloster der Zisterzienser.

40 Vgl. Holzherr 1989, RB 43,1-3: „Hört man das Zeichen zum Gottesdienst, lege man sofort alles aus der Hand und komme in größter Eile herbei. [...] Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden.“

41 Vgl. H. Röckelein, Gründer, Stifter und Heilige: Patrone der Frauenkonvente. In J. Gerchow (Red.): Krone und Schleier: Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstem (Katalog zur Ausstellung der BRD in Kooperation mit dem Ruhrlandmuseum Essen vom 19. März bis 3. Juli 2005). München 2005, 66-77.

42 Dies basiert auf der Bewusstmachung einer gesellschaftlichen Verantwortung, um einen freiwilligen wirt­schaftlichen Beitrag zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu leisten. Vgl. https://ec.europa.eu/transpa- rency/regdoc/rep/l/2011/DE/l-2011-681-DE-Fl-l.pdf (letzter Zugriff 02.10.2019).

43 M. Weber, Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie 1. Tübingen 1988, 532.

44 P. Schmitz, Geschichte des Benediktinerordens 4. Einsiedeln I960, 133.

45 W. Hilgemann, H. Kinder, dtv-Atlas zur Weltgeschichte 1: Von den Anfängen bis zur Französischen Revo­lution. München 2003, 287.

46 K. Elm, Die Stellung der Frau im Ordenswesen, Semireligiosentum und Häresie zur Zeit der heiligen Elisa­beth. In: Philipps-Universität Marburg (Hrsg.) Sankt Elisabeth: Fürstin, Dienerin, Heilige (Katalog der Aus­stellung zum 750. Todestag der hl. Elisabeth in Marburg, Landgrafenschloss und Elisabethkirche, 19. November 1981 -6. Januar 1982). Sigmaringen 1981, 7-25.

47 К. Büchner, Die Frauenfrage im Mittelalter. Tübingen 1922, 260.

48 E. Werner, Pauperes Christi: Studien zu den sozial-religiösen Bewegungen im Zeitalter des Reformpapst­tums. Leipzig 1956, 69.

49 Der Ehemann war der dominus (Hausherr), dem nach antiker Tradition die patria potestats („väterliche Ge­walt“) zustand. Siehe dazu P. Dinzelbacher, Rollenverweigerung, religiöser Aufbruch und mystisches Erleben mittelalterlicher Frauen. In: Ders., R. Bauer (Hrsg.), Religiöse Frauenbewegung und mystische Frömmigkeit im Mittelalter. Dokumentation der Wissenschaftlichen Studientagung „Religiöse Frauenbewegung und mystische Frömmigkeit im Mittelalter“ von 19.-22.3.1986 in Weingarten. BAKG 28, Köln - Wien 1988, 1-58.

50 Werner 1956, 25.

51 Der Begriff stabilitas loci (lat. für Ortsgebundenheit) steht für die Verpflichtung des Mönches oder der Nonne sich für das gesamte Ordensleben an das Kloster und dessen Gemeinschaft zu binden. Siehe dazu G. Schwaiger, Mönchtum, Orden, Klöster: Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Ein Lexikon. München 2003, 415.

52 Den Kanonikern wurde zwar durch die Augustinerregel das tägliche Gebet auferlegt, aber es gab keine fest­gelegte Vorschrift einzuhaltender Gebetszeiten. Vgl. W. Bomm, Wesenszüge der regulierten Vita Kanoniker im Spiegel ihrer „geistige Verarbeitung“ im Hochmittelalter. In: G. Melville (Hrsg.), Studien zum Bildungswesen der bayrischen Augustiner Chorherren in Mittelalter und früher Neuzeit. Tagungsakten der Akademie der Augus­tiner Chorherren von Windesheim vom 25.-27. September 2006 in Bemried. Paring 2008, 14.

53 LThK 2 (31994) Sp. 341-342 s. v. Neue Orden (G. Schmidt).

54 Der Kirchenvater Augustinus von Hippo (354 - 430) war einer der bedeutendsten Theologen und Philosophen der Spätantike und gilt aufgrund seiner Lehren und Werken, wie u. a. Confessiones, De civitate Dei, De Trinitate, als Wegbereiter der geistigen Gesinnung des Mittelalters. Dazu im Detail: K. Rosen, Augustinus. Genie und Hei­liger. Wiesbaden 2015. - P. Brown, Augustinus von Hippo: Eine Biographie. München 2000.

55 Zu den Beifügungen siehe https://www.ordensgemeinschaften.at/artikel/323-ordensabkuerzungen (letzter Zu­griff 08.10.2019).

56 Die ältesten Belege für den Zusatz OSB stammen aus dem 17. Jh. Vgl. Ch. Dartmann, Die Benediktiner: Von den Anfängen bis zum Ende des Mittelalters. Stuttgart 2018, 17.

57 Für das Stift Klosterneuburg im Umland von Wien und Heiligenkreuz im Wienerwald erteilte der Babenberger selbst den Bauauftrag und übernahm deren Finanzierung. Das Stift Altenburg und Kloster Pernegg im Waldviertel gründeten Verwandte aus einer Nebenlinie.

58 Die Stiftungsurkunde, der sog. Lateinische Brief, wurde am 26. Juli 1144 in Krems ausgestellt, Anfang des 17. Jhs. übersetzt und befindet sich heute im Altenburger Stiftsarchiv unter dem Sigel 1144VII25. Zur Übersetzung siehe H. Burger OSB, Fontes Rerum Austriacarum (FRA) 2/21. Diplomataria et Acta. Urkunden der Benedicti- ner-Abeit zum Heiligen Lambert in Altenburg, Nieder-Österreich Kommissionsbericht vom Jahre 1144 bis 1522. Wien 1865, Nr. 1.

59 An die Aufnahme der zwölf Mönche des Kloster Lamberts erinnert heute noch das „mitgeführte“ Klosterpa­trozinium. Die steirische Benediktinerabtei des Hl. Lambert im Walde, erstmals 1066 urkundlich erwähnt, wurde 1103 durch Herzog Heinrich III. von Kärnten gestiftet. Zum Hl. Lambert: Da Bischof Lambert von Maastrich konsequent die Immunitätsrechte der Kirche gegenüber dem Staat verteidigte, erlitt er 705 den Märtyrertod. Vgl. LThK 6 (32006) Sp. 618 s. v. Lambert von Maastricht (G. Gresser).

60 Ein Haus- bzw. Eigenkloster wurde von einer adeligen Familie gegründet, die Sorge für dessen Ausstattung und die finanzielle Absicherung tragen musste. Im Gegenzug dazu war die Grablege der Stifter in der Nähe des Altars und deren Memoria gesichert. Vgl. U. Stutz, Die Eigenkirche als Element des mittelalterlich-germanischen Kirchenrechts. Darmstadt 1964, 27-29. - TRE 9 (1982) Sp. 399-404 s. v. Eigenkirchenwesen (P. Landau). Dass die Abmachung seitens der Benediktiner eingehalten wurde, ist für die Gräfin Hildburg und ihren Sohn Hermann überliefert. Siehe dazu A. F. Fuchs (Hrsg.) MGH.N. [Nekrologe der Klöster der (alten) Passauer Diözese in Öster­reich] 5. Berlin 1913,345.

61 B. Wagner OSB, Die Stiftungsurkunde des Klosters Altenburg. In: R. Andraschek-Holzer (Hrsg.), Bene­diktinerstift Altenburg 1144-1994. StMBO Erg.-Bd. 35, St. Ottilien 1994, 24-27.

62 G. Reichhalter, Th. Kühtreiber, K. Kühtreiber, Burgen 1. Waldviertel und Wachau, St. Pölten 2001, 53. - Zu der aufgefundenen Keramik des 11./12. Jhs. in diesem Areal siehe M. Bachner et al., Ergebnisse der Gra­bungen im Stift Altenburg 2001-2008: Ein zusammenfassender Überblick, FÖ 47, 2008-2009, 428-431.

63 B. Wagner OSB, Poigen, der alte Name von Altenburg. In: BDA (Hrsg.), Fundort Kloster: Archäologie im Klösterreich (Katalog zur Ausstellung im Stift Altenburg vom 1. Mai bis 1. November 2000). FÖMat A 8, Horn 2000, 37-45.

64 Bereits Mitte des 11. Jhs. begannen die Babenberger das Waldviertel zu erschließen, das in Urkunden vom 9. bis zum 13. Jh. als „Nortwald“ bezeichnet wird. In einer Urkunde des Jahres 1241 proklamiert Herzog Friedrich II. die Vogtei über Altenburg als Lehen von Passau. Vgl. G. Schweighofer, Zur Gründung des Stiftes Altenburg, Wv 12/1, 1952, 1-12, bes. 8. Als Fälschung des Passauer Bistums der Jahre 1254/60 bezeichnet dies G. Tellen­bach, Die bischöflich passauischen Eigenklöster und ihre Vogteien, HistStud 173, 1928, 105 so wie auch Lech- ner 1976, 268-269. Er vermutet, dass die Grafen von Maissau die Vogtei erhielten.

65 Burger 1865, Nr. 9.

66 H. Egger, Kurz gefasste Geschichte der Benediktinerabtei Altenburg vor dem Barockumbau (1144 -1648). In: BDA 2000, 48-49.

67 G. Schweighofer OSB, Die Geschichte des Stiftes Altenburg. In: Ders. et al. (Hrsg.), Stift Altenburg und sei­ne Kunstschätze. St. Pölten-Wien 1981, 11-12.

68 Ebd., 13-14. - L. Pröll, Die Herren von Sonnberg: nebst einer übersichtlichen Geschichte der Nachfolger derselben im Besitze von Sonnberg, Oberhollabrunn und Raschala. Wissenschaftliche Abhandlung 105, Wien 1886, 15-19.

69 A. Groiss OSB, Streiflichter zur Geschichte der Benediktinerabtei Altenburg. In: Ders., W. Telesko (Hrsg.), Benediktinerstift Altenburg: Mittelalterliches Kloster und barocker Kosmos. Wien 2008, 11.

70 A. Zajic, Der so genannte Kumanenstein der Abtei Altenburg: ein Kriegerdenkmal von 1304? In: BDA 2000, 87-93.

71 Groiss 2008, 12.

72 H. Burger, Geschichtliche Darstellung der Gründung und Schicksale des Benediktinerstiftes S. Lambert zu Altenburg in Nieder-Oesterreich, dessen Pfarrer und Besitzungen und mehrerer hiesige Gegend betreffender Er­eignisse. Wien 1862.

73 M. Dachs-Nickel, A. Gamerith, Paul Troger & Altenburg. Altenburg 2012. - J. Kronbichler, Paul Troger (1698- 1762). Berlin - München 2012.

74 K. Güthlein, Der österreichische Barockbaumeister Franz Munggenast. Heidelberg 1973. -E. Mungenast, Joseph Munggenast: der Stiftsbaumeister, 1680-1741. Wien 1963.

75 Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Kabinett- und Andachtsbildem aus dem Alpenraum und dem Kreis der Wiener Akademie. 2017 erfolgte die Schenkung an das Benediktinerstift Altenburg. Vgl. M. Dachs-Nickel, A. Gamerith, Die Sammlung Arnold und Stift Altenburg: Bestandskatalog der Gemälde. Zürich - Berlin 2014.

76 Zur Barockisierung des Stifts siehe Groiss 2008, 17-22. Die wenigen Reste des romanischen Baubestands bis zur barocken Umgestaltung der Stiftskirche Altenburg mit einem Ausblick in die Neuzeit wurden in einer Studie abgehandelt. Siehe dazu S. Pichler, Die Stiftskirche der Benediktinerabtei St. Lambrecht zu Altenburg: Archäo­logie und Baugeschichte. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Universität Wien 2010, 23-77.

77 Siehe dazu https://www.stitt-altenburg.at/kultur-tourismus/kloster-unter-dem-kloster/ (letzter Zugriff 12.10. 2019)

78 J. Tuzar, Ausgrabungs- und Forschungsgeschichte des Benediktinerstifts Altenburg. In: BDA 2000, 64-72.

79 A. Groiss OSB, L. Eder, Der Klostergarten. In: Ebd., 167-173.

80 Ders., Zum Ausstellungsrundgang. Die Räumlichkeiten als „kostbare Vitrinen“. In: Ebd., 112-121.

81 Zum Newsletter der Diözese Sankt Pölten: https://presse.dsp.at/einrichtungen/kommunikation/artikel/kloster- unter-dem-kloster-stift-altenburg (letzter Zugriff 12.10.2019).

82 Die Stiftschronik überliefert, dass es bereits vom Mittelalter bis ins 19. Jh. Sängerknaben im Konvent gab. Mit der Gründung der Altenburger Sängerknaben im Jahr 1961 erlebt diese Institution sozusagen eine Renaissance. Ihre Hauptaufgabe ist es an Sonn- und Feiertagen die musikalische Gestaltung des Hauptgottesdienstes zu über­nehmen. Vgl. Groiss 2008, 29. - https://www.altenburger-saengerknaben.at/index.php (letzter Zugriff 12.10. 2019).

83 Bei den Pfarren handelt es sich um Altenburg, Horn, Maria Dreieichen, Röhrenbach, St. Marein und Strogen.

84 Im Jahr 1755 gelangten die Güter Limberg, Wiesent und Sachsendorf in den Besitz des Stifts, die den Gräfin­nen von Klenau finanziell abgegolten wurden. Vgl. K. Klininger, K. Winter, Stiftsarchiv Altenburg: Ordnung und Erschließung in Theorie und Praxis. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Universität Wien 2008, 497.

85 Zur Pressemittelung betreffend der Verleihung des Staatspreises 2018 für beispielhafte Waldwirtschaft siehe https://noe.lko.at/stift-altenburg-staatpreistr%C3%A4ger-2018+2500+2838808 (letzter Zugriff 12.10.2019).

86 Groiss 2008, 31-32.

87 Der Weinbau hatte bereits im Hochmittelalter Tradition. Wegen seiner großen Schuldenlast gewährte Herzog Albrecht III. im Jahr 1374 den Winzern des Stifts ohne Bezahlung der Bürgersteuer ihren Eigenbauwein im Alten­burger Hof in Wien auszuschenken. Ebd., 12.

88 J. Tuzar, Untersuchungen im Bereich der sogenannten Altane im Stift Altenburg, Niederösterreich, FÖ 33, 1994b, 245-251.

89 Den Auftrag zur Barockisierung der Stiftsanlage erhielt Munggenast von Abt Placidus Much. Zwischen 1730 und 1743 konnte das Werk realisiert werden. Zur Biographie von Franz Munggenast und seine Entwürfe siehe K. Güthlein, Der österreichische Barockbaumeister Franz Munggenast. Heidelberg 1973.

90 D. Schön, M. Krenn, J. Tuzar, Archäologische Untersuchungen: Geschichte ans Licht gebracht. In: A. Gro­iss, W. Telesko 2008, 35-51. - Tuzar 2000, 64-72.

91 P. F. Endl OSB, Kurze Uebersicht ueber die Baugeschichte des Benedictinerstifts Altenburg. BMAW 26, Wien 1890, 173-200.

92 Ders., Stift Altenburg. ÖKb 42, Augsburg - Wien 1929. - Ders., Ueber Studium und Wissenschaft im Benedic- tiner-Stifte Altenburg bei Horn in Nieder-Oesterreich seit den ältesten Zeiten bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts. StMBO 20, Wien 1899, 146-151, 458-470. - Ders., Studien über Ruinen, Burgen, Kirchen, Klöster und andere Denkmale der Kunst. Geschichte und Literatur etc. des Horner Bodens. Wien 1895-1896, 35-42.

93 Über die ikonografischen Elemente des Kapitelsaals berichtete Endl: „Die Malerei ist an den Gewölben ganz abgefallen, nur in einer Ecke sieht man Reste der Köpfe Mariens und des Jesukindes mit Glorie.“ An den Gewöl-

Ende der Leseprobe aus 70 Seiten

Details

Titel
Klostergründungen im babenbergischen Kerngebiet von 976–1246. Soziale, kulturelle und wirtschaftliche Auswirkungen auf die Gesellschaft bis in die Gegenwart
Hochschule
Universität Wien  (Urgeschichte und Historische Archäologie)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
70
Katalognummer
V510755
ISBN (eBook)
9783346080684
ISBN (Buch)
9783346080691
Sprache
Deutsch
Schlagworte
klostergründungen, kerngebiet, soziale, auswirkungen, gesellschaft, gegenwart
Arbeit zitieren
Andrea Schobert (Autor), 2019, Klostergründungen im babenbergischen Kerngebiet von 976–1246. Soziale, kulturelle und wirtschaftliche Auswirkungen auf die Gesellschaft bis in die Gegenwart, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510755

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