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Die Kennzeichnungspflicht von Waren aus israelischen Siedlungen. Ein wirksames Mittel im Erreichen der Zwei-Staaten-Lösung?

Titel: Die Kennzeichnungspflicht von Waren aus israelischen Siedlungen. Ein wirksames Mittel im Erreichen der Zwei-Staaten-Lösung?

Hausarbeit , 2016 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Fabio Kalla (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit geht der Autor der Frage nach: "Welchen Beitrag leistet die von der EU-Kommission festgelegte Kennzeichnungspflicht auf Produkte aus israelischen Siedlungen zur Erreichung der Zwei-Staaten-Lösung? Ist diese Maßnahme ein erfolgreiches Mittel zu Sanktionierung israelischer Siedlungspolitik im Westjordanland?"

Zunächst wird der Einfluss der Europäischen Union auf den Nahostkonflikt näher beleuchtet. Konkret soll dabei die Außenpolitik der EU unter Hinzuziehung von Ian Manners Konzept der "Normativen Macht" behandelt werden. Anschließend soll es um das Fallbeispiel der Kennzeichnungspflicht auf Produkte aus israelischen Siedlungen gehen. Mit dem Spiralmodell wird das Vorgehen der Europäischen Union beleuchtet und untersucht, ob die Kennzeichnungspflicht ein erfolgversprechendes Mittel ist, den eigenen Standpunkt einer Zwei-Staaten-Lösung deutlich zu machen und durch diese Kennzeichnung Druck auszuüben.

Im Jahr 2015 beschloss die EU-Kommission auf Basis eines 2010 getroffenen Urteils des Europäischen Gerichtshofs, Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland, Ost-Jerusalem und den Golanhöhen mit einem Siegel zu kennzeichnen. Hintergrund sind zwei Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Israel, sowie zwischen der EU und der Palästinensischen Autonomiebehörde. Was bewegte die EU zu diesem Schritt? Ist es wirklich nur Verbraucherschutz, doch ein politisches Druckmittel oder eine Stigmatisierung Israels, wie es einige Politiker des rechten Flügels in der israelischen Knesset befürchten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Rolle der EU im Nahostkonflikt

2.1 Abkommen und Übereinkünfte

2.2 Die EU als normative Macht

3. Die Kennzeichnungspflicht

3.1 Die Kennzeichnungspflicht als Kampagne: das Spiralmodell

3.2 Der Prozess

3.3 Ein Erfolg oder ein Misserfolg?

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag der EU-Kennzeichnungspflicht für Produkte aus israelischen Siedlungen zur Durchsetzung einer Zwei-Staaten-Lösung und analysiert dabei, ob diese Maßnahme ein wirksames Instrument zur Sanktionierung der israelischen Siedlungspolitik darstellt.

  • Die Rolle der Europäischen Union im Nahostkonflikt
  • Das Konzept der "Normativen Macht" der EU
  • Anwendung des "Spiralmodells" auf die EU-Siedlungspolitik
  • Wirtschaftliche und politische Auswirkungen der Kennzeichnungspflicht
  • Herausforderungen der internationalen Normendiffusion

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Prozess

Die Europäische Union stellt in diesem Fall ein transnationales Netzwerk dar, das unter sich staatliche Außenpolitiken, Nichtregierungsorganisationen und zivilgesellschaftliche Akteure versammelt, die mehr oder weniger unisono die Siedlungspolitik Israels als nach internationalem Recht illegal einstufen. Diese Tatsache ist eine Ansicht oder eine Norm, die es auszudrücken gilt, um die Siedlungsaktivitäten und damit die territoriale Expansion Israels über die Grenzen von vor 1967 hinweg zu begrenzen. Der Staat Israel soll an diese Normen erinnert werden und es soll auf eine Zwei-Staaten-Lösung hingearbeitet werden.

Phase 1: Repression

Im Spiralmodell beginnt Phase 1 mit der Repression. In unserem Fall bedeutet dies, Israel setzt die Siedlungsaktivitäten im Westjordanland fort, obwohl die EU diese in der Vergangenheit des Öfteren als Hindernis im Erreichen der Zwei-Staaten-Lösung gesehen hat. Diese Zuwiderhandlungen sind international bekannt und doch gab es bislang keine Schritte, die über Appelle hinausgingen. Zudem können sowohl die innerstaatliche Opposition in Israel als auch Vertreter der palästinensischen Bevölkerung nichts gegen den Ausbau der Siedlungen tun.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Kennzeichnungspflicht für israelische Siedlungsprodukte ein und formuliert die Forschungsfrage zur Wirksamkeit dieser Maßnahme bezüglich der Zwei-Staaten-Lösung.

2. Die Rolle der EU im Nahostkonflikt: Dieses Kapitel erläutert die historischen Handelsbeziehungen zwischen der EU und Israel sowie das theoretische Konzept der "Normativen Macht", das den außenpolitischen Ansatz der EU erklärt.

2.1 Abkommen und Übereinkünfte: Der Abschnitt beleuchtet die Entwicklung der wirtschaftlichen Abkommen und Freihandelszonen, die den rechtlichen Rahmen der Beziehungen zwischen der EU, Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde bilden.

2.2 Die EU als normative Macht: Hier wird detailliert analysiert, wie die EU ihre Werte durch Dialog und Institutionen in Drittstaaten zu vermitteln versucht, anstatt auf militärische Macht zu setzen.

3. Die Kennzeichnungspflicht: Das Kapitel behandelt den Ursprung und die politische sowie ökonomische Logik hinter der Entscheidung der EU-Kommission, Produkte aus den besetzten Gebieten zu kennzeichnen.

3.1 Die Kennzeichnungspflicht als Kampagne: das Spiralmodell: Dieses Kapitel führt das theoretische "Spiralmodell" der Menschenrechtsentwicklung ein, um die Sozialisationsprozesse zwischen der EU und der israelischen Regierung zu analysieren.

3.2 Der Prozess: Dieser Teil beschreibt die Anwendung der Phasen des Spiralmodells – von der Repression über das Leugnen bis hin zu taktischen Konzessionen – auf den konkreten Fall des Siedlungsstreits.

3.3 Ein Erfolg oder ein Misserfolg?: Das Kapitel zieht eine Bilanz der bisherigen Auswirkungen der Kennzeichnungspflicht und reflektiert deren Erfolg bei der Beeinflussung der israelischen Siedlungspolitik.

4. Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Kennzeichnungspflicht als politisch kontroverses Instrument, das derzeit eher kontraproduktiv für die Dialogbereitschaft wirkt.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Israel, Nahostkonflikt, Kennzeichnungspflicht, Siedlungspolitik, Zwei-Staaten-Lösung, Normative Macht, Spiralmodell, Menschenrechtsnormen, Westjordanland, Freihandelsabkommen, Politische Sanktionen, Völkerrecht, Sozialisationsprozesse, Besetzte Gebiete

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der politischen Entscheidung der EU, Waren aus israelischen Siedlungen im Westjordanland, Ost-Jerusalem und auf den Golanhöhen gesondert zu kennzeichnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Außenpolitik der EU gegenüber Israel, das Konzept der "normativen Macht" und die Auswirkungen wirtschaftlicher Maßnahmen auf den Nahostkonflikt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Kernfrage ist, ob die Kennzeichnungspflicht ein wirksames Mittel zur Sanktionierung der israelischen Siedlungspolitik ist und welchen Beitrag sie zur Durchsetzung einer Zwei-Staaten-Lösung leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Zur theoretischen Einordnung und Analyse der politischen Prozesse nutzt die Autorin das "Spiralmodell" der Forschungsgruppe Menschenrechte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen der EU-Israel-Beziehungen, das Konzept der normativen Macht sowie die konkreten Phasen der politischen Auseinandersetzung anhand des Spiralmodells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Europäische Union, Nahostkonflikt, Siedlungspolitik, Zwei-Staaten-Lösung, normative Macht und Kennzeichnungspflicht.

Wie bewertet die Arbeit den Erfolg der Kennzeichnungspflicht?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die ökonomischen Auswirkungen gering sind, die politische Dimension jedoch die Fronten verhärtet und die Dialogbereitschaft eher erschwert.

Inwiefern beeinflusst das "NGO-Gesetz" die Schlussfolgerung der Arbeit?

Das NGO-Gesetz wird als Indiz für die zunehmende Kompromisslosigkeit der israelischen Regierung gegenüber externer, insbesondere europäischer Einmischung gewertet.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Kennzeichnungspflicht von Waren aus israelischen Siedlungen. Ein wirksames Mittel im Erreichen der Zwei-Staaten-Lösung?
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,3
Autor
Fabio Kalla (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V510786
ISBN (eBook)
9783346081452
ISBN (Buch)
9783346081469
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Israel Palästina Siedlungen EU Kennzeichnungspflicht Zwei-Staaten-Lösung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabio Kalla (Autor:in), 2016, Die Kennzeichnungspflicht von Waren aus israelischen Siedlungen. Ein wirksames Mittel im Erreichen der Zwei-Staaten-Lösung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/510786
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Leseprobe aus  17  Seiten
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