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Was darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Internet?

Kampf um die Mediatheken

Title: Was darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Internet?

Term Paper , 2017 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anne Bickert (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Was darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Internet und durch welche Maßnahmen wird er von der EU und den Mitgliedsstaaten reguliert? Um diese beiden Fragen im Folgenden zu beantworten, werde ich zunächst darstellen, wie sich das duale Rundfunksystem in Deutschland bis ins digitale Zeitalter entwickelt hat. Daran anknüpfend, werde ich erläutern inwiefern die Medienpolitik der Europäischen Union Einfluss auf den Rundfunk in Deutschland hat und wie die Kompetenzen der Medienregulierung verteilt sind. Danach arbeite ich die Funktion der EU Kommission und des Drei-Stufen-Tests, als Instrument der Rundfunkregulierung heraus, um dann schlussendlich an einem Beispiel den Konflikt der öffentlich-rechtlichen und der privaten Sender aufzeigen.

In Deutschland nutzten im April 2016 rund 49 Millionen Einwohner*innen ein Smartphone. Im Vergleich mit dem Jahr 2012 bedeutet dies eine Verdopplung der Nutzer*innen innerhalb von vier Jahren, was das rapide Fortschreiten der Digitalisierung verdeutlicht. Die Digitalisierung hat das Konsumverhalten der Nutzer*innen entscheidend verändert und zu einer stärker individualisierten Mediennutzung geführt, welche durch mobile Geräte, zeit- und ortsunabhängig möglich ist. Man bezeichnet diese Art des Konsums als nicht linear, da sie an keinen festgelegten Sendeplan gebunden ist, sondern der Zuschauende sein Programm selbst bestimmen kann.

Plattformen für nicht lineare Medienangebote sind zum Beispiel der Streaming-Dienst Netflix, oder auch die Online-Mediatheken des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks. Vergleicht man die Mediatheken der Rundfunkanstalten miteinander, so sind Unterschiede festzustellen. Während die öffentlich-rechtlichen Anstalten ihre Inhalte kostenlos und werbefrei zur Verfügung stellen, wird das Angebot der privaten Sender, wie zum Beispiel RTL, nach Ablaufen einer gewissen Zeitspanne kostenpflichtig, außerdem wird Werbung geschaltet. Der wohl größte Unterschied liegt darin, dass die meisten Inhalte der öffentlich-rechtlichen Mediatheken nach sieben Tagen depubliziert, also gelöscht werden müssen. Viele Nutzer*innen sind darüber verärgert, da man mittels der Rundfunkgebühren bereits einen Teil zur Finanzierung der Inhalte beigetragen hat.

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Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung in die Thematik

2.0 Die Entwicklung des dualen Rundfunksystems bis ins digitale Zeitalter

3.0 Die europäische Medienpolitik

3.1 Kompetenzverteilung zwischen EU und Mitgliedsstaaten

4.0 Der Konflikt der öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanstalten

4.1 Die Konsequenzen der Digitalisierung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk

4.2. Der Drei-Stufen-Test

5.0 Fazit – Was darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Internet?

6.0 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Konflikt zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanbietern im digitalen Zeitalter. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche inhaltlichen Grenzen für öffentlich-rechtliche Online-Mediatheken gelten und durch welche regulatorischen Maßnahmen seitens der EU und der deutschen Gesetzgebung eine faire Wettbewerbssituation sichergestellt werden soll.

  • Entwicklung des dualen Rundfunksystems in Deutschland
  • Einfluss der europäischen Medienpolitik auf nationale Regelungen
  • Wettbewerbskonflikte durch gebührenfinanzierte Online-Angebote
  • Regulierungsinstrumente wie Verweildauerkonzept und Drei-Stufen-Test

Auszug aus dem Buch

1.0 Einleitung in die Thematik

In Deutschland nutzten im April 2016 rund 49 Mio. Einwohner*innen ein Smartphone (comScore, 2016). Im Vergleich mit dem Jahr 2012 bedeutet dies eine Verdopplung der Nutzer*innen innerhalb von vier Jahren, was das rapide Fortschreiten der Digitalisierung verdeutlicht (comScore, 2016). Die Digitalisierung hat das Konsumverhalten der Nutzer*innen entscheidend verändert und zu einer stärker individualisierten Mediennutzung geführt, welche durch mobile Geräte, zeit- und ortsunabhängig möglich ist (vgl. Meier, 2014). Man bezeichnet diese Art des Konsums als nicht linear, da sie an keinen festgelegten Sendeplan gebunden ist, sondern der Zuschauende sein Programm selbst bestimmen kann (vgl. Seufert & Gundlach, 2011, S. 212).

Plattformen für nicht lineare Medienangebote sind z.B. der Streaming-Dienst Netflix, oder auch die Online-Mediatheken des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks. Vergleicht man die Mediatheken der Rundfunkanstalten miteinander, so sind Unterschiede festzustellen. Während die öffentlich-rechtlichen Anstalten ihre Inhalte kostenlos und werbefrei zur Verfügung stellen (siehe ARD, 2017), wird das Angebot der privaten Sender, wie z.B. RTL, nach Ablaufen einer gewissen Zeitspanne kostenpflichtig, außerdem wird Werbung geschaltet (siehe RTL interactive GmbH, 2017). Der wohl größte Unterschied liegt darin, dass die meisten Inhalte der öffentlich-rechtlichen Mediatheken nach sieben Tagen depubliziert, also gelöscht werden müssen (vgl. Meier, 2014). Viele Nutzer*innen sind darüber verärgert, da man mittels der Rundfunkgebühren bereits einen Teil zur Finanzierung der Inhalte beigetragen hat (vgl. Álvarez & Huber, 2014).

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung in die Thematik: Einführung in die veränderte Mediennutzung durch Digitalisierung und die daraus resultierende Problematik der öffentlich-rechtlichen Mediatheken.

2.0 Die Entwicklung des dualen Rundfunksystems bis ins digitale Zeitalter: Historischer Abriss über die Entstehung des dualen Systems in Deutschland und die Auswirkungen der Rundfunkgebührenumstellung.

3.0 Die europäische Medienpolitik: Analyse des Einflusses der EU auf die deutsche Medienregulierung unter Berücksichtigung der Einstufung des Rundfunks als Wirtschaftsgut.

3.1 Kompetenzverteilung zwischen EU und Mitgliedsstaaten: Erläuterung der Zuständigkeiten bei der Medienregulierung vor dem Hintergrund der europäischen Binnenmarktregeln.

4.0 Der Konflikt der öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanstalten: Untersuchung der wettbewerbsrechtlichen Beschwerden privater Sender gegen die gebührenfinanzierten Angebote.

4.1 Die Konsequenzen der Digitalisierung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Darstellung der Notwendigkeit regulatorischer Einschränkungen für Online-Angebote, wie das Verweildauerkonzept.

4.2. Der Drei-Stufen-Test: Detaillierte Betrachtung des Verfahrens zur Prüfung der gesellschaftlichen Relevanz und Marktverträglichkeit von Online-Inhalten.

5.0 Fazit – Was darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Internet?: Zusammenfassende Bewertung der Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im digitalen Wettbewerb.

6.0 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Duales Rundfunksystem, Digitalisierung, Mediatheken, Medienregulierung, Drei-Stufen-Test, Verweildauerkonzept, Rundfunkgebühr, Europäische Kommission, Wettbewerbsverzerrung, Public Value, Medienpolitik, Nicht-linearer Konsum, Programmauftrag, Konvergenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konflikt zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunksendern im Bereich der Internetangebote und der damit verbundenen Medienregulierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung des dualen Rundfunksystems, die europarechtlichen Rahmenbedingungen sowie die spezifischen deutschen Instrumente zur Regulierung digitaler Medieninhalte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, welche inhaltlichen Anforderungen und regulatorischen Grenzen für die Online-Präsenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bestehen, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf der Auswertung von Fachliteratur, rechtlichen Rahmenbedingungen und bestehenden regulatorischen Konzepten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Kompetenzverteilung zwischen EU und Mitgliedsstaaten, die Klagen privater Sender gegen die Rundfunkfinanzierung sowie spezifische Instrumente wie das Verweildauerkonzept.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mediatheken, Drei-Stufen-Test, Medienregulierung, Public Value und duales Rundfunksystem.

Was versteht man unter dem Drei-Stufen-Test?

Es ist ein Verfahren zur Prüfung, ob ein geplantes Online-Angebot eines öffentlich-rechtlichen Senders den gesellschaftlichen Bedürfnissen entspricht und inwieweit es den publizistischen Wettbewerb beeinflusst.

Warum gibt es das Verweildauerkonzept?

Das Konzept wurde eingeführt, um zu verhindern, dass die öffentlich-rechtlichen Sender durch dauerhaft verfügbare, kostenlose Online-Archive den privaten Markt für digitale Medieninhalte unzulässig beeinträchtigen.

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Details

Title
Was darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Internet?
Subtitle
Kampf um die Mediatheken
College
Free University of Berlin  (Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Grade
1,3
Author
Anne Bickert (Author)
Publication Year
2017
Pages
12
Catalog Number
V511333
ISBN (eBook)
9783346090751
ISBN (Book)
9783346090768
Language
German
Tags
Kommunikationspolitik Mediensystem Media Governance Publizistik Mediathek öffentlich-rechtlicher Rundfunk Rundfunkstaatsvertrag
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Bickert (Author), 2017, Was darf der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Internet?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511333
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