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Immersive Kunst zur Förderung der individualisierten Kunsterfahrung

Die Ausstellung "Welt ohne Außen. Immersive Räume seit den 60er Jahren"

Titel: Immersive Kunst zur Förderung der individualisierten Kunsterfahrung

Hausarbeit , 2018 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anne Inken Bickert (Autor:in)

Kunst - Installationen, Aktionskunst, 'moderne' Kunst
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit widmet sich der Autor der Frage, inwiefern sich die immersiven Inszenierungspraktiken in der Ausstellung "Welt ohne Außen. Immersive Räume seit den 60er Jahren" auf die individuelle Kunsterfahrung von Besuchern auswirken.

Hierfür beschreibt der Autor zunächst die Inszenierung der "Welt ohne Außen". Anschließend wird analysiert, wodurch sich der individuelle Ereignischarakter einzelner Kunstwerke sowie der Ausstellung als Gesamtkonzept, konstituiert. Ziel ist es aufzuzeigen, weshalb sich die Ausstellung von anderen Ausstellungen unterscheidet und darüber hinaus einen kurzen Einblick in die Entwicklung des Ausstellungsformats und den Wandel des klassischen Verhältnisses zwischen Kunstbetrachter und Kunstobjekt hin zum modernen Ansatz der immersiven Inszenierung zu geben. Außerdem soll erläutert werden, in welcher Form die Subjekt-Objekt-Relation bei immersiver Kunst neu verhandelt wird, sodass es überhaupt zu einer individuellen Kunsterfahrung kommen kann.

Die Ausstellung "Welt ohne Außen. Immersive Räume seit den 60er Jahren", welche im Martin Gropius Bau in Berlin zu sehen war, zeichnet sich als Gegenentwurf zur klassischen Ausstellung aus. Sie stellt das Bedürfnis der individualisierten Kunsterfahrung in den Mittelpunkt. Nicht nur das Werk, sondern auch dessen Ereignischarakter, seine Performativität, werden ausgestellt. Im Vordergrund steht die sinnliche Erfahrbarkeit der ausgewählten Kunstwerke.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Welt ohne Außen. Immersive Räume seit den 60er Jahren.

2.1 Mein Gang durch die Ausstellung – Erinnerungsprotokoll

3.0 Vom Werk zum Ereignis

4.0 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie immersive Inszenierungspraktiken in der Ausstellung „Welt ohne Außen“ die individuelle Kunsterfahrung beeinflussen und inwiefern dadurch ein neuer Wahrnehmungsmodus etabliert wird, der über die klassische Subjekt-Objekt-Distanz hinausgeht.

  • Wandel des klassischen Ausstellungsformats
  • Performativität und Ereignischarakter von Kunst
  • Psychologische und physische Wirkung immersiver Räume
  • Neuaushandlung der Subjekt-Objekt-Relation
  • Sensorische Stimulation als Teil der Kunstrezeption

Auszug aus dem Buch

2.1 Mein Gang durch die Ausstellung – Erinnerungsprotokoll

Jeder meiner insgesamt vier Besuche der Welt ohne Außen bringt für mich neue Aspekte der Ausstellung zum Vorschein und unterscheidet sich von den anderen Besichtigungen in unerwartet hohem Maße. Die ersten vier Räume zeigen Arbeiten aus den 60er und 70er Jahren. Alle Installationen haben gemein, dass sie uneingeschränkt frei begehbar sind und neben visuellen Reizen, auch mit Ihrer jeweils eigenen Materialität spielen und somit eine haptische und physische Wirkung auf die Besucher*innen haben. Die physische Wirkungskraft einiger Kunstwerke wird – wie sich bei der gemeinsamen Reflektion am Ende des Ausstellungsbesuches zeigen wird - sowohl von mir, als auch von allen Personen, mit denen ich die Ausstellung besuche, als allgegenwärtig und geradezu unvermeidbar empfunden.

Ich möchte hier besonders auf die Arbeit von Doug Wheeler aus dem Jahr 1969 hinweisen, dem dritten Raum der Welt ohne Außen. Zunächst werden die Besucher*innen aufgefordert, grobe Filzschuhe über Ihre Straßenschuhe zu ziehen, um nicht die Integrität des weißen Bodens zu verletzen. Ein schmaler Gang führt in einen leeren weißen Raum an dessen gegenüberliegenden Seite, ein in etwa zwei mal zwei Meter großes Quadrat aus weißen Leuchtstoffröhren angebracht ist, dessen Ecken abgerundet sind, ebenso die Ecken des Raums selbst. Die Abrundung führt dazu, dass die Orientierung zunehmend schwerer fällt. Die Maße des Raumes einzuschätzen, nur ein bloßes Gefühl für die Breite und Tiefe zu gewinnen, wird durch das weiche, weiße Licht, dass sich wie trockener Nebel um einen schließt, beinahe unmöglich. Der Blick wird wie magnetisch von der Strahlkraft des weißen Quadrates angezogen. Ein entfaltet sich ein Gefühl von Benommenheit bis hin zu körperlicher Taubheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Defizite klassischer, distanzorientierter Ausstellungsformate und führt die Ausstellung „Welt ohne Außen“ als immersiven Gegenentwurf ein.

2.0 Welt ohne Außen. Immersive Räume seit den 60er Jahren.: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau sowie deren Kuratoren und den performativen Ansatz der präsentierten Werke.

2.1 Mein Gang durch die Ausstellung – Erinnerungsprotokoll: Hier reflektiert die Autorin ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke, insbesondere hinsichtlich der physischen und sinnlichen Wirkungskraft spezifischer Installationen wie der von Doug Wheeler.

3.0 Vom Werk zum Ereignis: Das Kapitel analysiert den historischen Ursprung der klassischen Ausstellung und den Prozess der Verschiebung hin zum modernen, immersiven Ereignischarakter.

4.0 Fazit: Das Fazit resümiert die erfolgreiche Etablierung eines neuen Wahrnehmungsmodus in der untersuchten Ausstellung und bestätigt den Mehrwert der immersiven Erfahrung gegenüber traditionellen Formaten.

Schlüsselwörter

Immersive Räume, Kunsterfahrung, Welt ohne Außen, Tino Sehgal, Performativität, Ereignischarakter, Subjekt-Objekt-Relation, Ausstellungsformat, Sensorik, Kunstgeschichte, Martin-Gropius-Bau, Wahrnehmungsmodus, Rauminstallation, Konstruierte Situationen, Ästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert am Beispiel der Berliner Ausstellung „Welt ohne Außen“, wie immersive Inszenierungspraktiken die Kunsterfahrung verändern und Besucher*innen aktiver einbeziehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung von Ausstellungsformaten, die Bedeutung von Performativität in der Kunst sowie die Verschiebung von einer kognitiven Distanz hin zu einer ganzheitlichen, sinnlichen Kunsterfahrung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch moderne Inszenierung die Beziehung zwischen dem Betrachter und dem Kunstobjekt neu verhandelt wird und welche Rolle der „Ereignischarakter“ dabei spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus einer deskriptiven Analyse der Ausstellung und einem persönlichen Erinnerungsprotokoll, ergänzt durch kulturwissenschaftliche Theorieansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der Ausstellung, dem Wandel der Wahrnehmung vom klassischen Betrachten hin zum aktiven Erleben sowie der theoretischen Einbettung dieser Entwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Immersivität, Performativität, Kunsterfahrung, Subjekt-Objekt-Relation und der Ereignischarakter von Kunst.

Warum wird Doug Wheelers Arbeit explizit als Beispiel angeführt?

Wheeler dient als Beispiel, um die durch visuelle und physische Reize induzierte Orientierungslosigkeit und die damit einhergehende immersive Wirkung auf den Betrachter zu verdeutlichen.

Welche Bedeutung kommt der Arbeit „Cosmodrome“ zu?

Die Autorin hebt das Werk als persönlichen Höhepunkt hervor, da es durch die Erschaffung eines „schwarzen Raums“ die Loslösung von der Realität am konsequentesten umsetzt.

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Details

Titel
Immersive Kunst zur Förderung der individualisierten Kunsterfahrung
Untertitel
Die Ausstellung "Welt ohne Außen. Immersive Räume seit den 60er Jahren"
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Note
1,0
Autor
Anne Inken Bickert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
11
Katalognummer
V511336
ISBN (eBook)
9783346084361
ISBN (Buch)
9783346084378
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Immersion Erlebnisgesellschaft Kuratieren Werk Ereignis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne Inken Bickert (Autor:in), 2018, Immersive Kunst zur Förderung der individualisierten Kunsterfahrung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511336
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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