Nero. Regierungsantritt und erste Maßnahmen


Hausarbeit, 2003

15 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Voraussetzungen für Neros Regierungsantritt
2.1) Rolle Agrippinas der Jüngeren auf Neros Weg zum Kaisertitel

3.) Übernahme der Regierungsgeschäfte durch Nero und seine ersten Maßnahmen
3.1) Neros Regierungsantritt in den Schriften des Tacitus und des Sueton
3.2) Rolle Senecas und Burrus‘
3.3) „Quinquennium Neronis“
3.4) Wichtigste Maßnahmen

4.) Schlussbemerkungen

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

1.) Einleitung

Lucius Domitius Ahenobarbus, besser bekannt unter dem Namen Nero, wuchs unter dem dominanten Einfluss seiner habsüchtigen, herrschsüchtigen, skrupellosen und machtsüchtigen Mutter auf.

Sein Adoptivvater, Claudius, war der Vorgänger Neros, sein Stiefbruder Britannicus, der leibliche Sohn des Claudius, sollte nicht der Nachfolger seines eigenen Vaters werden – ein Erfolg für Agrippina, die so hoffte, ihre eigene Macht zu stärken.

Neros Regierungsantritt und seine ersten Maßnahmen sind ein sehr interessantes Thema, da sich vieles für eine spätere Entwicklung schon jetzt herauskristallisiert.

Ich gehe in meiner Ausarbeitung zuerst auf die Vorraussetzungen für Neros Regierungsantritt ein, wer nahm Einfluss, was wurde unternommen, damit Nero die Macht erlangt. Anschließend wird die Rolle von Agrippina, Neros Mutter, näher beleuchtet. Schließlich folgt die Untersuchung der Regierungsübernahme durch Nero und seine ersten Maßnahmen, eine wichtige Rolle spielen dabei unter anderem auch die Schriften des Tacitus und des Sueton.

Ich möchte einen präzisen Einblick in eine meines Erachtens sehr interessante Zeit der Alten Geschichte geben und befasse mich neben der Politik Neros mit dem Menschen „Nero“.

Maria Enderlein

2.) Voraussetzungen für Neros Regierungsantritt

Die Regierungszeit des Caligula von 37 – 41 n. Chr. hatte gezeigt, dass der Senat völlig hilflos einem Autokraten ausgeliefert war, solange dieser auf das Heer und insbesondere auf die Prätorianer zählen konnte. Zudem hatte sich der Senat in sehr würdelosen Szenen vor dem Princeps gedemütigt. Das Ergebnis der Regierung des Caligula war verheerend: der Staatsschatz des Tiberius war leer und die Bevölkerung Roms nagte am Hungertuch, viele reiche Bürger wurden des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt, ihr beschlagnahmtes Vermögen sollte wiederum das Loch in der Staatskasse stopfen.

Die Ermordung Caligulas am 24. Januar 41 n. Chr. durch Offiziere war eine Schicksalsstunde des römischen Prinzipats.

Die beiden römischen Konsuln Cn. Sentius Saturninus und Q. Pomponius Secundus waren für die Wiederherstellung der res publica libera, andere Senatoren dagegen für die Einsetzung eines Princeps aus dem julischen Haus.

Die Prätorianer hatten als Kaisermacher ihre Wahl bereits getroffen: Claudius, der bereits einen Tag nach Caligulas Ermordung, am 25. Januar 41 n. Chr. vom Senat als Princeps anerkannt wurde und alsbald den Prätorianern ein reiches Geldgeschenk (donativum) spendete. Im ganzen war seine Regierungszeit (41 – 54 n.Chr.) ein Segen für das römische Reich.

2.1) Rolle Agrippinas der Jüngeren auf Neros Weg zum Kaisertitel

Verhängnisvoll war für Claudius die ständige Abhängigkeit von seinen Frauen. So stand er während seiner Regierungszeit großteils unter dem Einfluss seiner Frau Messalina, welche später von den engsten Vertrauten des Kaisers ermordet wurde. Ihre Nachfolgerin wurde die Schwester des Caligula, Agrippina der Jüngeren, Tochter des Germanicus und Nichte des Claudius, nachdem das Verbot der Onkel-Nichte-Ehe aufgehoben wurde. Agrippina wollte durch diese Ehe jedoch nur ihrem Sohn, L. Domitius Ahenobarbus (Nero) zur Macht verhelfen und ihm die Nachfolge auf den Thron sichern. Claudius adoptierte auf Agrippinas Drängen hin im Jahr 50 n. Chr. Nero, um Thronstreitigkeiten nach seinem Tod zwischen Nero und seinem leiblichen Sohn Tiberius Claudius Germanicus (Sohn der Messalina, später Britannicus genannt) im Vorfeld zu vermeiden und verlieh Nero den Titel des princeps inventutis. Nero nahm daraufhin den Namen Nero Claudius Drusus Germanicus an.

Während Britannicus zunehmend in den Hintergrund gedrängt wurde, häufte man alle möglichen Ehren auf Nero: er wurde im Jahre 51 n. Chr., erst 13jährig, zum Konsul designiert, dazu erhielt das imperium proconsulare und fand Eingang in die vier höchsten Priesterkollegien.

Am 13. Oktober 54 n. Chr. ließ Agrippina ihren Gatten, den Princeps, durch Gift aus dem Weg räumen, so dass dieser im Alter von 63 Jahren starb und der Weg zum Thron geräumt wurde.

Britannicus wurde in der Thronfolge übergangen und Agrippina sorgte nun mit Unterstützung des Prätorianerpräfekten Burrus dafür, dass Nero den Thron erhielt. Da der junge Kaiser bei seiner Thronbesteigung aber noch nicht 17 Jahre alt war, führte zunächst Agrippina die Regierungsgeschäfte, war sie doch Schwester und Gattin früherer Kaiser und nun auch noch Mutter eines dritten.

Nero verdankte seiner Mutter faktisch die Krone. Die herrschsüchtige, von vielen gehasste Frau gedachte sich als Regentin aufzuspielen, doch der Sohn konnte sich allmählich ihrem Einfluss entziehen. In dem Kampf um die Macht zwischen Mutter und Sohn fand Nero Bundesgenossen bei seinen beiden Ratgebern Burrus und Seneca. In ihrer Verblendung versuchte die Kaiserinmutter sogar ihren Stiefsohn Britannicus gegen Nero auszuspielen, mit dem Ergebnis, dass der Kaiser (Nero) den unglücklichen Knaben im Jahre 55 n. Chr. durch Gift aus dem Weg räumen ließ.

Der beispiellose Einfluss einer Frau auf die römische Regierung findet Ausdruck auf Münzen aus Neros früher Regierungszeit, diese Münzen zeigen einander zugewandte Köpfe von Sohn und Mutter, wobei letztere besonders hervorgehoben wird (siehe Anlage 1). Wenn der „Kaiserrat“ (consilium principis) tagte, soll Agrippina hinter einem Vorhang zugehört haben. Ihr alles beherrschender Einfluss dauerte aber nur kurze Zeit, im Jahre 55 n. Chr. dominierte auf Münzen der Sohn über die Mutter, auf den Münzen der folgenden Jahre erschien ihr Name und ihr Bild überhaupt nicht mehr.

3.) Übernahme der Regierungsgeschäfte durch Nero und seine ersten Maßnahmen

3.1) Neros Regierungsantritt in den Schriften des Tacitus und des Sueton

Neros Leben und in diesem Fall den für meine Ausarbeitung interessanten Regierungsantritt sowie seine ersten Maßnahmen findet besonders in den Schriften des Historikers Tacitus, des Biographen Sueton und des griechischen Historikers Cassius Dio Beachtung.

Ich erachte es für notwendig, hier Auszüge aus den Schriften des Tacitus und des Sueton, welche beide mehr oder weniger detailliert den Regierungsantritt schildern, zu zitieren.

Suet. Ner. 8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Suet. Ner. 9

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Suet. Ner. 10

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 zitiert nach: Suetonius Tranquillus, Gaius: Kaiserbiographien, S. 333

2 zitiert nach: Suetonius Tranquillus, Gaius: Kaiserbiographien, S. 333

3 zitiert nach: Suetonius Tranquillus, Gaius: Kaiserbiographien, S. 333-334

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Nero. Regierungsantritt und erste Maßnahmen
Hochschule
Universität Leipzig
Note
2,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V51136
ISBN (eBook)
9783638471831
ISBN (Buch)
9783656058052
Dateigröße
510 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nero, Regierungsantritt, Maßnahmen
Arbeit zitieren
Maria Enderlein (Autor), 2003, Nero. Regierungsantritt und erste Maßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51136

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