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Entwicklung eines Analysetools zum Aufbau von Akzeptanzkriterien im Kontext der User Experience von Pflegepersonal

Titre: Entwicklung eines Analysetools zum Aufbau von Akzeptanzkriterien im Kontext der User Experience von Pflegepersonal

Texte Universitaire , 2019 , 90 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sergio Staab (Auteur)

Informatique - Programmation
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der vorliegenden Arbeit wird im Rahmen einer weiterentwickelten Webanwendung ein Analysetool zum Aufbau von Akzeptanzkriterien entwickelt. Zunächst wird der Einzug der Informationswissenschaft in den engeren medizinischen Behandlungsbereich und in die Pflege analysiert. Die Ausarbeitung von Akzeptanzkriterien eines Pflegers während und nach der Interaktion mit einer Pflegedokumentationssoftware erfolgt auf Grundlage mehrerer Komponenten: Evaluationen aus dem Projekt INFODOQ, Facharbeiten sowie DIN EN ISO-Normen bezüglich der Gestaltung gebrauchstauglicher interaktiver Systeme.

Den herausgearbeiteten Akzeptanzkriterien zufolge müssen Interfaces in Richtung einer benutzerfreundlichen Interaktion von Pflegern verschiedene Anforderungen erfüllen: Sie müssen einfach sein, sodass eine Person aus der angesprochenen Zielgruppe grundlegend genug Pertinenz besitzt, den Prozess ohne Nutzerirritationen aufnehmen und durchführen zu können. Sie sollten außerdem emotional sein, sodass eine Person aus der angesprochenen Zielgruppe eine grundlegende Nützlichkeit in Bezug auf die Relevanz aus einem subjektiven Blickwinkel sieht.

Usability-Heuristiken zeigen keine ganzheitliche Nutzerbefriedigung auf. Pfleger müssen im Alltag viel schneller und unkomplizierter (einfacher) an gewünschte Informationen kommen. Innerhalb dieser Arbeit ergaben sich folgende Akzeptanzkriterien eines Pflegers während und nach der Interaktion mit einer Pflegedokumentationssoftware: Usability und User Experience, Begründungspflicht, sozialer Kontext des Kollegenkreises sowie subjektive Relevanz, Kompetenz und Pertinenz, die im direkten Zusammenhang mit der wahrgenommenen und gewünschten Beschaffenheit eines Systems steht.

Aus diesen Akzeptanzkriterien können funktionale und nicht-funktionale Anforderungen abgeleitet werden. Das Ziel ist, Usability-Analysten ein Analysetool zur Verfügung zu stellen, mit dem man Rückschlüsse über Charakteristika, Regelmäßigkeiten und die Akzeptanz der Anwender ziehen kann. Dabei lassen sich im Rahmen jedes Tasks Informationen über Erfolge, Misserfolge, den benötigten Aufwand etc. sowohl explizit für einen Anwender als auch für alle Anwender Task-spezifisch und Interface-spezifisch gegenüberstellen. Im Hinblick auf die Entwicklung werden etablierte und aktuelle Analyseverfahren herausgearbeitet, die als Grundlage für das technische Konzept dienen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Informationswissenschaft

2.1.1 Wissen

2.1.2 Information

2.2 Informationsübermittlung

2.2.1 Psychophysik

2.2.2 Skalierung von physikalischen Ereignissen

2.3 Usability

2.3.1 Der Usability-Eisberg

2.3.2 Messung von Usability

2.4 User Experience

2.4.1 UX-Anwendungs-Zyklus

2.4.2 UX im Gehirn

2.4.3 Messung von UX

2.5 Nutzerirritation

3 Akzeptanz

3.1 Problemstellung

3.2 INFODOQ

3.3 Akzeptanz in der Pflege

4 Anforderungsanalyse

4.1 Rahmenbedingungen

4.2 Benutzergruppen

4.3 Anforderungen

4.3.1 Funktionale Anforderungen

4.3.2 Nicht-funktionale Anforderungen

4.4 Ziele

5 Analyseverfahren

5.1 Interaktion von Anwendern

5.2 Performance-Analyse

5.3 Aufwandsbasierte Analyse

5.4 Psychologische Reaktions-Analyse

6 Konzept

6.1 Modellbildung

6.2 Interaktions-Tracking

6.3 Interaktions-Analyse

6.4 Visualisierung

7 Implementierung

7.1 Frameworks

7.2 Task und Interfaces

7.3 Datenermittlung

7.4 Datenspeicherung

7.5 Datenvisualisierung und -analyse

7.6 Qualitätssicherung

8 Evaluation/Test

8.1 Aufbau

8.2 Durchführung

8.3 Ergebnis

8.4 Diskussion / Schlussfolgerung

9 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Akzeptanz von Pflegepersonal gegenüber digitaler Pflegedokumentation zu untersuchen und zu fördern. Im Rahmen einer Webanwendung wird ein Analysetool entwickelt, das Nutzerinteraktionen erfasst, um Validierungsinformationen über Akzeptanzkriterien zu gewinnen und benutzerfreundliche Interface-Entwicklungen zu unterstützen.

  • Entwicklung eines Analysetools für User-Experience-Metriken im Pflegekontext
  • Analyse der Interaktionen von Pflegekräften mit Pflegedokumentationssystemen
  • Untersuchung von Faktoren für Akzeptanz und Nutzerirritationen in der Pflegebranche
  • Technische Umsetzung von Tracking-Methoden in einer Webanwendung (INFODOQ)
  • Evaluation der Gebrauchstauglichkeit durch empirische und analytische Methoden

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Der Usability-Eisberg

Das Merkmal Gebrauchstauglichkeit ist als abhängige Variable zu sehen. Genauer formuliert ist sie kausal abhängig von den Variablen Erlernbarkeit, Effektivität, Einprägsamkeit, Fehlertoleranz, Effizienz und Zufriedenheit. Ferner befinden wir uns im Themenkomplex der Usability. Erstmals definiert wurde Usability innerhalb der Normenreihe in der DIN-Norm 9241-11 (DIN EN ISO 9241-11: 1999-01) als „Ausmaß, in dem ein System, ein Produkt oder eine Dienstleistung durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um festgelegte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.“ (DIN EN ISO 9241-11: 1999-01, S. 94)

Ausgehend von der DIN EN ISO 9241-11: 1999-01 spricht man von Effektivität, wenn ein bestimmtes Ziel durch einen Prozess erreicht werden kann. Als Beispiel ist hier der Kaufabschluss eines Produktes durch einen Check Out-Prozess zu nennen.

Den Prozess bezeichnet man als effizient, wenn das Ziel gut erreicht werden kann bzw. als nicht effizient, wenn das Ziel nur schlecht erreicht wird. Effizienz definiert somit den Aufwand oder viel mehr die Differenz des optimalen Aufwandes zum Ist-Aufwand eines Prozesses. Zufriedenheit als solche ist schwierig zu definieren. Sie ist deutlich subjektiver als Effizienz oder Effektivität. Zufriedenheit spiegelt den Zustand des Nutzers während des Prozesses wider. Es ist der Grad zwischen der gewünschten und der physikalischen Beschaffenheit eines Systems (vgl. Abbildung 1, Kapitel 2.2.1).

Usability lässt sich wie folgt in ihre Bestandteile aufteilen und definieren:

Effektiv = Das Ziel erreichen können

Effizient = Auf dem kürzesten Weg ohne Nutzerhürden

Zufriedenheit = Mit einem Lächeln

Usability = Das Ziel schnell mit einem Lächeln erreichen.

In diesem Sinne tritt der Mehrwert der Usability auf, wenn aus einem irgendwie nutzbaren System ein nutzerfreundliches System entwickelt wird. Der wohl naheliegendste Aspekt hierfür ist das visuelle Design der Oberfläche, das nutzerfreundlich zu gestalten ist. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Abbildung 2 zeigt das Verhältnis des Aufwands zur Realisierung einer guten Usability-Software nach Johannes Robier [Ro16]. Damit Usability auftreten kann, ist demnach weit mehr als nur die Optimierung von visuellem Design nötig.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Pflegekräftemangels und der mangelnden Digitalisierung in der Pflege ein, motiviert die Entwicklung eines Analysetools zur Akzeptanzmessung und umreißt den Aufbau der Arbeit.

2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente aus Informationswissenschaft, Psychophysik, Usability und User Experience gelegt, die für das Verständnis des späteren Analysetools essenziell sind.

3 Akzeptanz: Dieses Kapitel definiert die Problemstellung der mangelnden Digitalisierungsakzeptanz in der Pflege und untersucht Einflussfaktoren wie soziale Kontexte und subjektive Referenzen auf die Systemakzeptanz.

4 Anforderungsanalyse: Auf Basis des bestehenden Systems INFODOQ werden hier spezifische funktionale und nicht-funktionale Anforderungen an das zu entwickelnde Analysetool definiert.

5 Analyseverfahren: Dieses Kapitel stellt etablierte Methoden zur Analyse von Nutzerinteraktionen vor, darunter Mouse-Tracking und Performance-Metriken wie Task Success und Time on Task.

6 Konzept: Hier wird das technische Modell zur Analyse von Charakteristika und Interaktionen der Anwender entwickelt, inklusive der Definition von Tracking-Daten und der Dashboard-Visualisierung.

7 Implementierung: Dieses Kapitel erläutert die praktische Umsetzung des Konzepts mittels Frameworks wie AngularJS und Ionic sowie die Realisierung der Datenspeicherung und Qualitätssicherung.

8 Evaluation/Test: Hier wird die Implementierung durch eine Teststudie evaluiert, bei der Probanden verschiedene Interfaces des Systems INFODOQ unter realitätsnahen Bedingungen nutzen.

9 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Entwicklung und Evaluation zusammen und zeigt Möglichkeiten für zukünftige Erweiterungen des Modells und weitere wissenschaftliche Analysen auf.

Schlüsselwörter

User Experience, Usability, Pflegepersonal, Akzeptanzkriterien, Digitalisierung, INFODOQ, Webanwendung, Anforderungsanalyse, Performance-Analyse, Mouse-Tracking, Nutzerirritation, Informationswissenschaft, Interaktionsanalyse, Dashboard, Modellbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Analysetools zur Unterstützung der Digitalisierung in der Pflegedokumentation. Ziel ist es, die Akzeptanz des Pflegepersonals durch die Messung von User-Experience-Daten besser nachvollziehen und durch gezielte Interface-Anpassungen erhöhen zu können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Schnittmenge aus User Experience und Usability, die spezifischen Anforderungen im Pflegesektor, die Digitalisierung von Arbeitsprozessen sowie die technische Umsetzung von Tracking-Verfahren für Webanwendungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, durch valide Analyseinformationen die Akzeptanzkriterien von Pflegern während und nach der Interaktion mit Dokumentationssoftware zu untermauern, um so eine benutzerfreundlichere Interface-Gestaltung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche und theoretische Fundierung (z.B. DIN-Normen, Usability-Heuristiken) mit einer Anforderungsanalyse, der methodischen Konzeption eines Tracking-Modells und einer abschließenden empirischen Evaluation in einer Testumgebung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Analyse der Akzeptanzproblematik in der Pflege, die Ableitung von Anforderungen an das Analysetool, dessen technisches Konzept sowie die konkrete Implementierung und anschließende Evaluation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie User Experience, Usability, Akzeptanzkriterien, digitale Pflegedokumentation und Interaktionsanalyse charakterisiert.

Wie definiert die Arbeit "Nutzerirritation" im Kontext der Pflege?

Eine Nutzerirritation liegt vor, wenn es für den Nutzer unangenehm, ineffizient oder unmöglich ist, seine Ziele zu erreichen. Dies führt bei Pflegekräften häufig zu erhöhtem Zeitaufwand, Frustration und einer verminderten Akzeptanz gegenüber dem eingesetzten IT-System.

Welche Rolle spielt die "Begründungspflicht" bei der Akzeptanz?

Die Begründungspflicht, die mit der Transparenz der Digitalisierung einhergeht, wird von Pflegekräften oft als Form der Fremdleitung oder Kontrolle empfunden, was eine signifikante Hemmschwelle für die positive Akzeptanz der IT-Unterstützung darstellt.

Was unterscheidet Interface1 von Interface2 in der Implementierung?

Interface1 setzt stärker auf visuelle Orientierungshilfen durch Bewohnerbilder, während Interface2 durch das Weglassen dieser Bilder eine kompaktere Darstellung ermöglicht, die routinierten Anwendern mehr Platz für die Dokumentationsmatrix bietet.

Welches Fazit ziehen die Evaluationstests für die Zukunft?

Die Evaluation zeigt, dass die Usability-Akzeptanz kein statischer Wert ist, sondern als ein fortlaufender Prozess begriffen werden muss. Für zukünftige Systeme wird empfohlen, die subjektive Benutzererfahrung noch stärker durch automatisierte, mathematisch fundierte Analysemethoden zu objektivieren.

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Résumé des informations

Titre
Entwicklung eines Analysetools zum Aufbau von Akzeptanzkriterien im Kontext der User Experience von Pflegepersonal
Université
Wiesbaden University of Applied Sciences
Note
1,0
Auteur
Sergio Staab (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
90
N° de catalogue
V511393
ISBN (ebook)
9783346095916
Langue
allemand
mots-clé
Usability UX
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sergio Staab (Auteur), 2019, Entwicklung eines Analysetools zum Aufbau von Akzeptanzkriterien im Kontext der User Experience von Pflegepersonal, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511393
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Extrait de  90  pages
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