Ich habe mich entschieden, Metaphern vor allem aus der Fußballsprache zu untersuchen und zu bearbeiten, da Fußball hier in Deutschland die größte mediale Aufmerksamkeit genießt und zugleich in allen Altersgruppen Beachtung findet. Sport und Fußball sind heute ein Thema, über das ständig und überall gesprochen wird. Egal ob im Smalltalk mit Kommilitonen und Freunden oder auch in Sportsendungen in Fernsehen und Radiobeiträgen über die aktuelle Leistung eines bestimmten Spitzensportlers. Durch die Medien und auch durch den Einfluss von Fans und Sportlern selbst hat sich die Sportsprache über die Jahre sehr stark verändert, erweitert und verbreitet. Neuschöpfungen, Wörter aus anderen Sprachen und vor allem Metaphern werten den Wortschatz völlig neu auf.
Um das Sportgeschehen möglichst lebendig und interessant darzustellen greifen die Leute oft zu sehr militärischen und kraftvollen Ausdrücken, an die sich inzwischen jeder gewöhnt hat und es gar nicht so auffällt, wenn Wörter wie "in Angriff nehmen", "attackieren", "den Gegner schlagen" oder "Sieg und Niederlage" in Sportmagazinen oder Sportübertragungen fallen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Konzeptuelle Metapher: Ansatz zur Begriffserklärung
3 Definition von Sportsprache
4 Metaphern in der Sprache der Sportberichterstattung
5 Metaphern in Sportarten
5.1 Metaphern im Fußball
5.1.1 Fußballsprache und Fußballjargon
5.1.2 Sport als Kampf/Krieg
5.2 Metaphern in anderen Sportarten
6 Vergleich: Metaphern in deutschen und französischen Sportberichten
6.1 Metaphern im deutschen Sportmagazin „Kicker“ (02 / 2017)
6.2 Metaphern in französischer Sport-Tageszeitung „L’Équipe“ (02 / 2017)
7 Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Funktion von Metaphern innerhalb der Sportberichterstattung, mit einem besonderen Fokus auf die deutsche und französische Fußballberichterstattung. Dabei wird analysiert, wie durch den Einsatz bildhafter Sprache, insbesondere militärischer Begriffe, sportliche Ereignisse lebhafter dargestellt und für das Publikum emotionalisiert werden.
- Grundlagen konzeptueller Metaphern nach Lakoff und Johnson
- Definition und Besonderheiten der Sportsprache und des Fußballjargons
- Die Dominanz kriegerischer und militärischer Metaphorik im Sport
- Vergleichende Analyse deutscher und französischer Sportmedien
- Einfluss von Medien auf die Sprachprägung im Sport
Auszug aus dem Buch
4 Metaphern in der Sprache der Sportberichterstattung
In der Sportberichterstattung werden Metaphern immer mehr zum Einsatz gebracht, um Spannung, Überraschung und auch emotionale Effekte wiederzugeben und sportliche Wettkämpfe dementsprechend besonders lebhaft darzustellen. Es wird häufig mit Metaphern gearbeitet, die die Leser oder Zuhörer und Zuschauer mit Nervenkitzel verbinden (vgl. Schwarz-Friesel/Skirl 2007:82).
„So alt wie der Sport selbst, ist die Sprache um diesen herum. […] [S]ie ist einem permanenten Wandel unterworfen.“ (Born 2009:11).
In letzter Zeit beeinflussen in erster Linie die Medien und ihre vielfältige Berichterstattung die Sportsprache. Eine Sprache, die immer grenzenloser und variantenreicher wird und kaum noch zu vergleichen ist mit der Sprache, die in den Anfängen des Sportes angewandt wurde, um den Spielverlauf oder Spielregeln zu kommentieren.
Überall wird sich heute über Fußball ausgetauscht. Auf den Fußballplätzen, auf denen das tatsächliche Spiel stattfindet, in den Fußballkabinen vor und nach den Partien. Was man außerdem nicht vergessen darf, sind die globalen Medien auf der ganzen Welt. In etlichen Bereichen der Gesellschaft, im Privatleben und zu Hause innerhalb der Familie und Freunde, am Arbeitsplatz unter Kollegen und auf Reisen mit Menschen anderer Kulturen hat sich Fußball zu einem unverzichtbaren Thema entwickelt. (vgl. Burkhardt 2006:8)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Sport und Fußball als gesellschaftliche Themen und Darlegung der wachsenden Rolle von Metaphern in der modernen Sportberichterstattung.
2 Konzeptuelle Metapher: Ansatz zur Begriffserklärung: Theoretische Einordnung der drei Arten konzeptueller Metaphern (strukturell, räumlich, ontologisch) nach Lakoff und Johnson.
3 Definition von Sportsprache: Erläuterung der Sportsprache als Fachsprache und Jargon sowie deren differenzierte Ausprägungen und Sprachebenen.
4 Metaphern in der Sprache der Sportberichterstattung: Analyse der Funktion von Metaphern zur Spannungssteigerung und Darstellung des Wandels der Sportsprache durch mediale Einflüsse.
5 Metaphern in Sportarten: Untersuchung spezifischer Metaphern im Fußball, einschließlich des Vergleichs von Sport mit Kampf oder Krieg, sowie ein kurzer Blick auf andere Sportarten.
6 Vergleich: Metaphern in deutschen und französischen Sportberichten: Praxisnahe Analyse der Metaphorik in den Publikationen „Kicker“ und „L’Équipe“ zur Identifikation gemeinsamer Sprachmuster.
7 Schluss: Reflexion der eigenen Erkenntnisse über die ständige Weiterentwicklung der Sportsprache und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten zu kulturellen Unterschieden.
Schlüsselwörter
Metaphern, Sportsprache, Fußball, Sportberichterstattung, Medien, Konzeptuelle Metapher, Kriegssprache, Fußballjargon, Sprachwandel, Sportmedien, Linguistik, Kicker, L'Équipe, Kommunikation, Bildsprache
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Untersuchung von Metaphern in der Sportberichterstattung und deren Funktion bei der Vermittlung sportlicher Ereignisse.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der konzeptuellen Metaphern, der Definition der Sportsprache und der Analyse der kriegerisch-militärischen Sprachbilder im Sport.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Metaphern dazu dienen, Sportgeschehen emotional lebhaft darzustellen, und wie sich diese Sprachmuster in verschiedenen Sportkulturen manifestieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine theoretische Herleitung über Fachliteratur mit einer anschließenden exemplarischen Analyse von Zeitungsartikeln durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Konzepte von Lakoff/Johnson erläutert sowie die praktische Anwendung von Metaphern, speziell kriegerischen Bildern, im Fußball und anderen Disziplinen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Metaphern, Sportsprache, Fußballberichterstattung, Medienwirkung und kriegerische Metaphorik.
Warum wird im Sport so häufig auf eine „Kriegssprache“ zurückgegriffen?
Der Autor legt dar, dass der Wettkampfcharakter, der Sieg- und Niederlage-Aspekt sowie die Dynamik von Sportspielen durch militärische Begriffe besonders anschaulich und emotional wirkungsvoll beschrieben werden können.
Wie unterscheidet sich die Berichterstattung in „Kicker“ und „L’Équipe“?
Beide Publikationen nutzen ähnliche kriegerische Metaphern, zeigen aber auch sprachspezifische Eigenheiten, wobei die französische Berichterstattung ebenso stark auf eine dramaturgische Sprache setzt.
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- Yaki Bilmez (Autor), 2018, Metaphern in der Sportberichterstattung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511453