Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF

Künstlicher bilingualer Erstspracherwerb

Welche Faktoren beeinflussen den Erwerb, worin liegen die Unterschiede zur natürlichen Erwerbssituation und welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Titel: Künstlicher bilingualer Erstspracherwerb

Hausarbeit , 2018 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Yaki Bilmez (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll die Situation des künstlichen bilingualen Erstspracherwerb untersucht werden und welche Fördermöglichkeiten in Frage kommen. Dabei soll zunächst diese Erwerbsituation abgegrenzt und definiert werden. Im weiteren Verlauf werden Faktoren und ein Fall künstlicher bilingualer Zweisprachigkeitserziehung vorgestellt, sowie Unterschiede zur natürlichen Zweisprachigkeitserziehung dargestellt. Abschließend werden mögliche Fördermöglichkeiten genannt, die in Aufrechterhaltung und Verbesserung der sprachlichen Kompetenzen der Heranwachsenden resultieren sollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abgrenzung und Definition

3 Faktoren des bilingualen Erstspracherwerb

3.1 Spracherziehung und Merkmale der Eltern

3.2 Ethnische Identität und Sprachprestige

3.3 Einstellungen zur kindlichen Zweisprachigkeit

4 Künstlicher bilingualer Erstspracherwerb

4.1 Der Fall George Saunders

4.1.1 Rahmenbedingungen des Falls

4.1.2 Interpretation und Bewertung des Falls

4.2 Unterschiede zum natürlichen bilingualen Erstspracherwerb

5 Förderungsmöglichkeiten der schwachen Sprache

5.1 Außerfamiliäre Bezugspersonen

5.2 Medien

5.3 Reisen

5.4 Zusatzunterricht und ausländische Schulen

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedingungen und Herausforderungen des sogenannten künstlichen bilingualen Erstspracherwerbs, bei dem Kinder in einem monolingualen Umfeld mit einer zweiten Sprache aufwachsen, die nicht die Muttersprache der Eltern ist. Ziel ist es, die spezifischen Faktoren einer solchen Erziehung zu analysieren, den Fall George Saunders als Langzeitstudie zu beleuchten und effektive Fördermöglichkeiten für die schwächere Sprache aufzuzeigen.

  • Definition und Abgrenzung des künstlichen bilingualen Spracherwerbs
  • Einflussfaktoren wie Erziehungsmethoden, Sprachprestige und elterliche Einstellungen
  • Analyse des Falls George Saunders als Best-Practice-Beispiel
  • Unterschiede zwischen natürlichem und künstlichem Erwerb
  • Evaluation von Fördermöglichkeiten wie Medien, Reisen und Zusatzunterricht

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Rahmenbedingungen des Falls

George Saunders begann mit der Geburt seines ersten Kindes mit den Aufzeichnungen und seinem Experiment der Bilingualität seiner Kinder. Beide, Mutter und Vater, sind monolingual mit der Erstsprache Englisch aufgewachsen und haben zu einem späteren Zeitpunkt in Rahmen ihrer schulischen Ausbildung Deutsch erlernt. Die Familie entschied sich bewusst für eine zweisprachige Erziehung und investiert viel Zeit in die Vermittlung der Sprache. Nur der Vater, dessen Sprachkenntnisse des Deutschen als hoch einzustufen sind, kommuniziert mit den drei Kindern auf Deutsch. Die restliche innerfamiliäre Kommunikation, also sowohl zwischen Vater und Mutter, Kinder und Mutter und zwischen den Kindern, verläuft größtenteils auf Englisch. Da die Mutter selbst gute Deutschkenntnisse hat, diese aber kaum innerhalb der Familie anwendet, kommt es zu keiner Spannung innerhalb der Familie, die auf die verwendete Sprache zurückzuführen ist, denn es fühlt sich niemand von Konversationen ausgeschlossen. Die Familie lebt in Australien. Die Umgebungssprache ist daher Englisch. Die Vermittlung der deutschen Sprache beschränkt sich fast ausschließlich auf den Vater. Während ihrer Jugend waren die Kinder nur einmal zusammen mit ihren Eltern für sechs Monate in Deutschland. Er berichtet von Komplimenten, die er und seine Kinder für ihre Sprachkenntnisse bekommen. (vgl. Saunders 1990:118f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des bilingualen Erwerbs im globalisierten Kontext ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des künstlichen Spracherwerbs.

2 Abgrenzung und Definition: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung, die den simultanen von dem sukzessiven Spracherwerb abgrenzt und den Begriff der künstlichen Zweisprachigkeit definiert.

3 Faktoren des bilingualen Erstspracherwerb: In diesem Kapitel werden wesentliche Einflussfaktoren analysiert, darunter Erziehungsstile, das soziale Ansehen der Sprache sowie die Einstellungen der Eltern.

4 Künstlicher bilingualer Erstspracherwerb: Dieses Kapitel präsentiert anhand des Falls George Saunders eine Fallstudie und arbeitet die Unterschiede zum natürlichen bilingualen Spracherwerb heraus.

5 Förderungsmöglichkeiten der schwachen Sprache: Hier werden praxisnahe Methoden wie der Einsatz von Medien, Reisen oder außerfamiliäre Bezugspersonen evaluiert, um die Kompetenz in der schwächeren Sprache zu erhalten.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf moderne Möglichkeiten, wie digitale Medien und Immersionsprogramme, den Spracherwerb zu unterstützen.

Schlüsselwörter

Künstlicher Spracherwerb, Bilingualismus, Erstspracherwerb, George Saunders, Erziehungsmethoden, Sprachprestige, Zweisprachigkeit, Immersion, Sprachförderung, Familiensprache, Elite-Bilingualismus, Spracherziehung, Sprachkompetenz, Fremdsprachenerwerb, Identitätsentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem sogenannten künstlichen bilingualen Erstspracherwerb, bei dem Kinder von monolingualen Eltern in einer zweiten Sprache erzogen werden, die nicht deren Muttersprache ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Rahmenbedingungen der Zweisprachigkeit, Einflussfaktoren wie Erziehungsstile und Sprachprestige sowie die praktische Umsetzung durch verschiedene Fördermethoden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Faktoren den künstlichen bilingualen Spracherwerb beeinflussen, wie er sich von natürlichen Erwerbssituationen unterscheidet und welche Strategien zur Förderung der schwächeren Sprache erfolgreich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zusammenzufassen, ergänzt durch eine tiefgehende Analyse der Langzeitstudie von George Saunders.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Erwerbssituation, die Analyse von Erfolgsfaktoren, die detaillierte Vorstellung des Falls Saunders sowie die Untersuchung von praktischen Förderungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bilingualismus, künstlicher Spracherwerb, Sprachprestige, Erziehungsmethoden, Elite-Bilingualismus und die Förderung durch Medien und Auslandsaufenthalte.

Warum wird der Begriff "künstlich" im Kontext der Zweisprachigkeit kritisch hinterfragt?

Der Begriff impliziert eine gewisse Unnatürlichkeit und einen Mangel an Echtheit, was laut Saunders den tatsächlichen Erfolg und die emotionale Qualität der Eltern-Kind-Beziehung nicht korrekt widerspiegelt.

Welche Rolle spielt das Sprachprestige für den Erfolg der bilingualen Erziehung?

Ein hohes soziales Ansehen der Zielsprache fördert die Motivation und verhindert eher die Verweigerung der Sprache durch das Kind, während Sprachen mit geringem Prestige es schwieriger machen können, die Förderung konsequent durchzuhalten.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Künstlicher bilingualer Erstspracherwerb
Untertitel
Welche Faktoren beeinflussen den Erwerb, worin liegen die Unterschiede zur natürlichen Erwerbssituation und welche Fördermöglichkeiten gibt es?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,7
Autor
Yaki Bilmez (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V511459
ISBN (eBook)
9783346093752
ISBN (Buch)
9783346093769
Sprache
Deutsch
Schlagworte
künstlicher erstspracherwerb welche faktoren erwerb unterschiede erwerbssituation fördermöglichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yaki Bilmez (Autor:in), 2018, Künstlicher bilingualer Erstspracherwerb, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511459
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  15  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum