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Der Einsatz von Hunden in der Lebenswelt Schule. Wie ein Schulhund bei der Umsetzung der Kinderrechte unterstützen kann

Título: Der Einsatz von Hunden in der Lebenswelt Schule. Wie ein Schulhund bei der Umsetzung der Kinderrechte unterstützen kann

Trabajo Escrito , 2017 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Annika Gaisbauer (Autor)

Pedagogía - Pedagogía social
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In dieser Arbeit soll geklärt werden, ob der Einsatz eines Schulhundes die Lebenswelt Schule der Kinder verbessern und helfen kann, ihre Rechte umzusetzen. Zunächst wird hierzu die Lebenswelt Schule und ihre Problematiken genauer betrachtet. Es folgt ein Einblick in die UN-Kinderrechtskonvention, von welcher Artikel 28 - Das Recht auf Bildung - genauer analysiert wird. Auch geht es darum, ob und wie Kinderrechte in der Schule konkret umgesetzt werden. Als Letztes wird in die Thematik der hundegestützten Intervention eingeführt. Es wird die Frage geklärt, welche pädagogischen Ziele ein Schulhund verfolgt und wie Hunde auf den Menschen wirken.

Im ersten Moment stehen viele Menschen dieser Art der Pädagogik skeptisch gegenüber. Dass ein Hund den Unterricht nicht stört, die SchülerInnen nicht aufwühlt, sondern diese beruhigt und fördert, kann schwer zu begreifen sein. Jedoch sind Hunde in der Schule, sogenannte "Schulhunde", Teil eines ausgearbeiteten Konzepts und werden gezielt eingesetzt, um das Klassenklima zu verbessern und das Wohlbefinden der Kinder in der Lebenswelt Schule zu fördern.

In jeder Lebenswelt existieren spezifische Umgangsformen, Drehbücher und Handlungsannahmen. Da sich diese Merkmale in verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich äußern, spricht man von einer Vielzahl an Lebenswelten und nicht von einer allumfassenden. Beispiele für Lebenswelten von Kindern sind Familie, Schule oder Freizeit. Diese verschiedenen Lebenswelten eines Kindes existieren nicht ohne Beziehung nebeneinander, sondern beeinflussen sich permanent gegenseitig. Eine solche Beeinflussung kann sich sowohl positiv, als auch negativ auf die anderen Lebenswelten auswirken. Dieser Einfluss lässt sich am Beispiel einer Handlungsannahme erklären.

Eine Handlung kann in einer bestimmten Lebenswelt erfolgreich sein; ist dies der Fall, so wird meist auch in den anderen Lebenswelten auf diese Art gehandelt. Es wird angenommen, dass diese Handlung für alle Lebenswelten die richtige ist. So kann ein Kind, welches in der Familie einen offenen und herzlichen Umgang mit den Familienmitgliedern erfährt und lebt, dies an die Lebenswelt Schule anknüpfen und wird dort offen auf MitschülerInnen zugehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Schule als Lebenswelt

3 Kinderrechte

3.1 Kinderrechte im Überblick

3.2 Das Recht auf Bildung in Deutschland

3.3 Kinderrechte in der schulischen Umsetzung

4 Schulhunde

4.1 Hundegestützte Intervention und Allgemeines

4.2 Pädagogische Ziele

4.3 Wirkfaktoren von Schulhunden

4.3.1 Physische und psychische Stressreduktion

4.3.2 Förderung positiver sozialer Interaktionen

4.4 Rückmeldungen von SchülerInnen und Lehrkräften

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern der Einsatz von Schulhunden einen positiven Beitrag zur Lebenswelt Schule leisten und dabei unterstützen kann, Kinderrechte, insbesondere das Recht auf Bildung und Wohlbefinden, im Schulalltag effektiver umzusetzen.

  • Analyse der Lebenswelt Schule und auftretender Spannungsfelder für Kinder
  • Untersuchung der UN-Kinderrechtskonvention und ihrer Umsetzung an deutschen Schulen
  • Darstellung der tiergestützten Pädagogik und des Konzepts „Schulhund“
  • Evaluation der Wirkfaktoren von Schulhunden auf Stressreduktion und Sozialverhalten
  • Betrachtung von Rückmeldungen aus der Schulpraxis zur Wirksamkeit des Einsatzes

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Physische und psychische Stressreduktion

Um Wissen ideal aufnehmen zu können, sollten SchülerInnen aufmerksam, aber entspannt lernen können. Jedoch erleben Kinder, speziell in Prüfungssituationen, häufig Stress oder sogar Angst. Dies kann das Lernen und die Leistungsfähigkeit bei einigen Kindern stören. Die Minderung von schulischem Stress und die Herstellung eines entspannten Zustandes der SchülerInnen ist somit sehr wichtig für deren Förderung. Auch kann das Erreichen eines Zieles mit entsprechenden Ressourcen zu einem guten Gefühl führen und das Selbstbewusstsein stärken. Viele Kinder können sich jedoch in solchen Situationen überfordert fühlen, woraufhin sie Stress entwickeln, welcher ihre Leistung nachweislich senkt. Dies ist ein Teufelskreis, welcher durch das Beisein eines Hundes durchbrochen werden kann, da dieser nachweislich Stress und Angst reduziert, sowie Ruhe und Entspannung fördert. (Beetz 2015, S. 75)

Studien in diesem Bereich zeigen die beruhigende Wirkung von Hunden in stressigen Situationen. So senkt das Streicheln eines Hundes den Blutdruck von StudentInnen mehr, als eine nette Unterhaltung oder einige Minuten entspanntes Lesen. (Beetz 2015, S. 69f)

Beetz selbst hat 2011 eine Untersuchung an Jungen im Alter von sieben bis zwölf durchgeführt, welche die Grundschule und Schulen für Kinder mit Lernproblemen und Emotions- oder Verhaltensstörungen besuchten. Die Kinder bekamen die Aufgabe eine Geschichte vor zwei unbekannten Erwachsenen möglichst spannend zu erzählen. Im Anschluss an die Erzählung musste eine mathematische Aufgabe unter Zeitdruck gelöst werden. Dieses Verfahren ist als „Trier-Sozial-Stress-Test“ bekannt, bei welchem anschließend meist ein erhöhter Spiegel des Stresshormons Kortisol gemessen wird. Bei Beetzs Untersuchung gab es insgesamt drei Versuchsgruppen. Die erste war in Begleitung eines echten Hundes, die zweite in Begleitung eines Stoffhundes, während die dritte von einer Studentin betreut wurde. Mit diesen BegleiterInnen durften die Studienteilnehmer vor, während und in der halben Stunde nach dem Verfahren frei interagieren. Während des Verlaufs der Testsitzung wurden insgesamt fünf Speichelproben genommen um den Kortisolanteil zu messen. Es zeigte sich, dass die Kinder mit realem Hund während dem Test weniger Kortisol im Speichel, also eine deutlich mildere Stressreaktion, hatten und sich im Nachhinein auch schneller erholten als die Vergleichsgruppen. Auch die Häufigkeit und Dauer des Streichelns hatte Einfluss auf das Stresslevel der Jungen, je intensiver die Streicheleinheiten, umso geringer war ihre physiologische Stressreaktion. (Beetz 2015, S. 71)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, problematisiert die Skepsis gegenüber Hunden in der Schule und definiert die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Verbesserung des Wohlbefindens in der Lebenswelt Schule.

2 Schule als Lebenswelt: Dieses Kapitel beleuchtet Schule als einen zentralen Lebensbereich, der durch spezifische Anforderungen und Konfrontationen mit verschiedenen Sozialmustern oft Spannungen oder Krisen bei Schülern hervorruft.

3 Kinderrechte: Hier werden die Grundlagen der UN-Kinderrechtskonvention dargelegt, ihre Bedeutung für Deutschland analysiert und der aktuelle Umsetzungsstatus anhand empirischer Berichte kritisch bewertet.

4 Schulhunde: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der hundegestützten Pädagogik, definiert pädagogische Einsatzziele sowie Wirkmechanismen und analysiert die Akzeptanz und Wirkung aus Sicht von Schülern und Lehrkräften.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die Ergebnisse zusammen und bewertet den Schulhundeinsatz als wirksames Instrument zur Stressreduktion und Integrationsförderung im schulischen Kontext.

Schlüsselwörter

Schulhund, Kinderrechte, UN-Kinderrechtskonvention, Pädagogik, Lebenswelt Schule, Stressreduktion, Kortisol, Sozialkompetenz, Schulklima, tiergestützte Intervention, Bildungsauftrag, Schülerwohlbefinden, soziale Interaktion, Klassenklima, Stressbewältigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Schulhunden als pädagogischem Mittel, um Lernatmosphäre und Wohlbefinden von Kindern in der Lebenswelt Schule zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Schule als Lebenswelt, die rechtliche Verankerung von Kinderrechten und deren praktische Umsetzung sowie die wissenschaftliche Fundierung hundegestützter Interventionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Klärung, ob ein Schulhund dazu beitragen kann, die Lebenswelt Schule für Kinder positiv zu verändern und ihre verbrieften Rechte, wie das Recht auf Bildung, besser umzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die offizielle Staatenberichte, pädagogische Fachliteratur sowie empirische Studien, wie den Trier-Sozial-Stress-Test, integriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der schulischen Lebenswelt, eine detaillierte Betrachtung der Kinderrechte sowie eine fundierte Untersuchung von Schulhunden hinsichtlich ihrer Einsatzziele und Wirkungsweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Schulhund, Kinderrechte, Stressreduktion, Soziale Kompetenz, Lebenswelt Schule und tiergestützte Intervention.

Wie reagieren Kinder auf einen Schulhund?

Laut den zitierten Befragungen sind 90% der Schüler von ihrem Schulhund begeistert, wobei auch Kinder mit anfänglichen Zweifeln oder Ängsten nach einer Eingewöhnungszeit eine positive Bindung aufbauen.

Welche Kritik äußern Lehrkräfte an diesem Konzept?

Trotz der Vorteile gibt es auch kritische Rückmeldungen, insbesondere von Eltern oder Kollegen, die Bedenken bezüglich Hygiene, Angst vor Hunden oder allgemeinem Unverständnis gegenüber der tiergestützten Pädagogik äußern.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Einsatz von Hunden in der Lebenswelt Schule. Wie ein Schulhund bei der Umsetzung der Kinderrechte unterstützen kann
Universidad
Catholic University of Applied Sciences München
Calificación
1,3
Autor
Annika Gaisbauer (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
16
No. de catálogo
V511694
ISBN (Ebook)
9783346082886
ISBN (Libro)
9783346082893
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schulhund Kinderrechte Lebenswelten Recht auf Bildung Artikel 28 UN-Kinderrechtskonvention Schule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Annika Gaisbauer (Autor), 2017, Der Einsatz von Hunden in der Lebenswelt Schule. Wie ein Schulhund bei der Umsetzung der Kinderrechte unterstützen kann, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511694
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