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Konrad Duden und sein Wirken auf die deutsche Orthographie

Titel: Konrad Duden und sein Wirken auf die deutsche Orthographie

Hausarbeit , 2015 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie sah die deutsche Schreibung vor 1901 aus und welche Wege haben zu einer amtlich normierten Rechtschreibung für den deutschen Sprachraum geführt? Weiter stehen im Fokus dieser Arbeit auch die Fragen: Welche Rolle der Person Konrad Duden zukommt und was seine persönlichen Beweggründe für den großen Einsatz waren.

Die geschriebene Sprache macht einen großen und wichtigen Teil unseres Lebens aus: Selbst wenn uns das oft nicht bewusst ist, sind wir in jedem Bereich unseres Lebens gefordert zu schreiben und uns dadurch mitzuteilen. Wir lernen in der Schule das Schreiben, wovon wir unser ganzes Leben lang Gebrauch machen. Während des Studiums oder einer Einstellung im Arbeitsmarkt legen wir schriftliche Prüfungen ab. Ein großer Teil unserer Kommunikation in der sich globalisierenden Welt hat sich in die sozialen Medien verlegt, wo wir uns schriftlich austauschen.

Dies erfordert aber eine einheitliche Schreibung, um allgemein verstanden werden zu können, die jedoch nicht immer selbstverständlich war: Noch vor mehr als 100 Jahren herrschte eine uneinheitliche, willkürliche Schreibung des Deutschen. Nicht einmal in der ein und derselben Schule gab es eine einheitliche Schreibung, weswegen viele Lernende gefordert waren, sich auf die jeweils favorisierte Schreibung des jeweiligen Lehrers einzustellen. Heute schlagen wir bequem in einem Duden nach, wenn uns die Schreibung eines Wortes nicht bekannt ist. Doch diese Möglichkeit gibt es erst seit 1901, deren Durchbruch kein einfacher war. Diese Arbeit beschäftigt sich deswegen mit der Frage, welche Person und welche Anstrengungen hinter der deutschen Einheitsschreibung stehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Person Konrad Duden und seine orthographischen Ziele

2.1 Konrad Duden von der Schulzeit bis zum Beruf

2.2 Eine Schule ohne einheitliche Schreibnormen

2.3 Erste Schritte: Der Schleizer Duden

3. Konrad Dudens Wirken bei der Vereinheitlichung der deutschen Orthographie

3.1 Die deutsche Schreibschrift vor der Ersten Orthographischen Konferenz

3.2 Der Verlauf und das Scheitern der I. Orthographischen Konferenz

3.3 Dudens Bemühungen um eine Einheitsschreibung nach der Konferenz

3.4 Die Vereinheitlichung mit der II. Orthographischen Konferenz

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Konrad Duden im Kontext der Vereinheitlichung der deutschen Orthographie. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, welche Rolle Duden bei diesem Prozess einnahm, welche persönlichen Motive ihn antrieben und wie sein Beitrag zur Schaffung einer einheitlichen, amtlich normierten Rechtschreibung zu bewerten ist.

  • Biographische Hintergründe und Motivation Konrad Dudens
  • Die Situation der deutschen Rechtschreibung vor 1901
  • Die Entwicklung von Dudens orthographischen Prinzipien und dem "Schleizer Duden"
  • Verlauf und Auswirkungen der I. und II. Orthographischen Konferenz
  • Einfluss des "Vollständigen Orthographischen Wörterbuchs" auf die Standardisierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die deutsche Schreibschrift vor der Ersten Orthographischen Konferenz

Zu seiner Zeit war Konrad Duden nicht der Einzige der die Vereinheitlichung der deutschen Orthographie sich zum Ziel gemacht hat. Er konkurrierte mit vielen anderen Germanisten und Wissenschaftlern. Sie alle folgten zwar demselben Ziel, doch mit anderen Vorstellungen und Prinzipien, die sie durchsetzen wollten. Duden gehörte deswegen eher einem revolutionärem Flügel an: Er wollte nicht nur Vereinheitlichung, sondern eine Veränderung der Schreibschrift im Sinne des gesamten Volkes und nicht nur eines höheren, gebildeten Klientels. Doch nicht alle waren beeindruckt von dem Bestreben, das Bestehende, Bekannte aufzugeben für etwas Neues. Die bisherige deutsche Schreibschrift war nur einer höheren, gebildeten Schicht zugänglich und das einfache Volk de facto außen vor. Duden war entschieden dagegen und für eine „für jedermann zugängliche und unabhängig von der Art seiner Bildung leicht zu erlernenden Rechtschreibung“.

Dies war für ihn lediglich mit dem phonetischen Prinzip möglich. Die Schreibung soll sich an der Lautung orientieren und nicht nach alten Mustern funktionieren, die man nur erlernen und nicht logisch schlussfolgern kann. Mit diesen Forderungen stand er gegen die Wortführer des historischen Prinzips: Unter anderem gegen den Literaturhistoriker Philipp Wackernagel und dem Germanist Karl Weigand, die rückgreifend auf Jacob Grimms altertümliche Reformvorschläge für eine deutsche Rechtschreibung auf der Grundlage des Mittelhochdeutschen plädierten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Ausgangslage der deutschen Rechtschreibung vor der Normierung und formuliert die Forschungsfragen hinsichtlich Konrad Dudens Rolle und Motivation.

2. Die Person Konrad Duden und seine orthographischen Ziele: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Dudens nach und erläutert, wie seine Erfahrungen als Lehrer und sein Verständnis von Vereinfachung zu seinem orthographischen Engagement führten.

3. Konrad Dudens Wirken bei der Vereinheitlichung der deutschen Orthographie: Dieser Hauptteil analysiert die verschiedenen Phasen der Rechtschreibreform, inklusive der orthographischen Konferenzen und Dudens strategisches Vorgehen durch seine Wörterbücher.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Arbeit und differenziert zwischen Dudens praktischem Beitrag zur Vereinheitlichung und seiner Rolle als Theoretiker.

Schlüsselwörter

Konrad Duden, deutsche Orthographie, Rechtschreibreform, Vereinheitlichung, phonetisches Prinzip, Schleizer Duden, orthographische Konferenz, Sprachgeschichte, Preußen, Willmanns, Rechtschreibnorm, Schulkultur, Bildungsgeschichte, Lautung, Wörterbuch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Leben und den Einfluss von Konrad Duden auf die Standardisierung der deutschen Rechtschreibung am Ende des 19. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die biographische Entwicklung Dudens, die orthographische Situation des 19. Jahrhunderts und die institutionellen Prozesse der Rechtschreibreformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, welche Rolle Duden persönlich bei der Vereinheitlichung der deutschen Orthographie spielte und welche Beweggründe ihn dazu motivierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-deskriptive Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um Dudens Wirken in den zeitgenössischen Kontext einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den verschiedenen orthographischen Strömungen, dem Verlauf der ersten und zweiten Orthographischen Konferenz sowie Dudens praktischen Bemühungen durch seine Wörterbücher.

Was zeichnet die Arbeit inhaltlich aus?

Sie liefert eine kritische Perspektive, indem sie Dudens Verdienste anerkennt, ihn aber zugleich nicht als originären Theoretiker der Reformen überhöht.

Wie bewertet der Autor Dudens Rolle in Bezug auf die erste Konferenz?

Dudens Rolle wird als die eines realistischen Praktikers beschrieben, der durch seine kompromissbereite Haltung den Weg für die spätere amtliche Einigung ebnete.

Welche Bedeutung hatte das preußische Regelbuch für Duden?

Obwohl es nicht seinen idealen Vorstellungen entsprach, erkannte Duden die Notwendigkeit, sich am preußischen Regelwerk zu orientieren, um eine Einigung auf breiter Basis zu erreichen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konrad Duden und sein Wirken auf die deutsche Orthographie
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
27
Katalognummer
V511799
ISBN (eBook)
9783346088987
ISBN (Buch)
9783346088994
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Orthographie Rechtschreibung KonradDuden Duden Deutschunterricht Sprachwissenschaft OrthographischeKonferenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Konrad Duden und sein Wirken auf die deutsche Orthographie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511799
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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