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Zwei Konzepte der inklusiven Schule. Weiterentwicklung des Schul- und Bildungssystems im Umgang mit Heterogenität

Titel: Zwei Konzepte der inklusiven Schule. Weiterentwicklung des Schul- und Bildungssystems im Umgang mit Heterogenität

Hausarbeit , 2017 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Inklusion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Katzenbach und Schroeder haben zwei Konzepte dargelegt, wie das Schul- und Bildungssystem im Umgang mit Heterogenität weiterentwickelt werden kann. In dieser Hausarbeit werden die beiden Konzepte gegenübergestellt und es wird der Frage nachgegangen, ob diese Konzepte unabhängig voneinander funktionieren oder ob sie sich gegenseitig ergänzen. Der erste Teil der Arbeit beschreibt das Recht auf Bildung, welches im Kontext der inklusiven Pädagogik einen besonderen Stellenwert einnimmt und die Basis aller pädagogischen und konzeptionellen Bemühungen in der Inklusionspädagogik darstellt. Das Recht auf Bildung wird konkretisiert im Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, welches im weiteren Verlauf der Arbeit dargelegt wird. Daran schließt sich eine Definition der relevanten Begrifflichkeiten Inklusion und Heterogenität an. In einem nächsten Schritt wird der Zustand des deutschen Bildungssystems betrachtet. Der Hauptteil der Arbeit stellt die Konzepte "die Inklusive Schule - eine Schule für alle Kinder und die lebenslagenorientierten Profilbildungen - Milieusensible Bildungslandschaften" dar. Im abschließenden Fazit werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die eingangs gestellte Frage beantwortet.

Inklusive Pädagogik beschreibt erziehungswissenschaftliche Ansätze, die einen erfolgreichen Umgang mit der Vielfalt von Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext anstreben. So können Behinderungen, Armut oder Migrationshintergründe Gefahren von Ausgrenzungen darstellen, sodass das Ausschöpfen ihres vollen Lernpotenzials nicht gewährleistet werden kann. Vor dem Hintergrund unseres mehrgliedrigen und hochselektierenden Schulsystems in Deutschland ist es naheliegend, dass der Umgang mit Heterogenität gegenwärtig eine der zentralen Herausforderungen des deutschen Bildungssystems ist. Dabei ist Heterogenität im schulischen Kontext kein neues Phänomen. Schon im Jahr 1806 stellte der Pädagoge Johann Friedrich Herbart fest, dass "[d]ie Verschiedenheit der Köpfe [..] das größte Hindernis aller Schulbildungen" darstellt. Das deutsche Schulsystem steht aktuell vor der großen Aufgabe, allen Kindern und Jugendlichen das gleiche Recht auf Bildung und die gleichen Zugangschancen zu Schulen zu gewährleisten. Die Inklusionspädagogik hat sich das Ziel gesetzt, die Teilhabe aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religionszugehörigkeit, Bildung, eventuellen Behinderungen oder individuellen Merkmalen zu ermöglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Menschenrechte als zentrales Instrument zur Verwirklichung von Chancengleichheit im Bildungssystem

3. Begriffsdefinition

3.1 Inklusion

3.2 Heterogenität

4. Zum Zustand des deutschen Bildungssystems

5. Visionäre Konzepte zur Entwicklung der Inklusionspädagogik

5.1 Die Inklusive Schule - Eine Schule für alle Kinder

5.2 Lebenslagenorientierte Profilbildungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld des deutschen Bildungssystems im Kontext der Inklusionspädagogik. Ziel ist es, das Recht auf Bildung als Basis zu beleuchten, aktuelle Missstände aufzuzeigen und zwei zentrale, von Katzenbach und Schroeder vorgeschlagene Visionen zur Weiterentwicklung des Schulsystems kritisch gegenüberzustellen sowie deren Komplementarität zu bewerten.

  • Menschenrechte als völkerrechtliche Grundlage für Bildung
  • Defizite und Selektionsmechanismen im deutschen Schulsystem
  • Konzept der „Schule für alle“ und interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Lebenslagenorientierte Profilbildungen zur Reduktion sozialer Ungleichheit
  • Synergien zwischen verschiedenen inklusiven pädagogischen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

3.2 Heterogenität

Zur Zeit ist zu dem Begriff der Heterogenität im schulischen Kontext keine einheitliche Definition in der deutschen Wissenschaftsliteratur zu finden. Auch Ve Wittig stellt in ihrer Dissertation fest, dass die Begriffserklärung unklar sei. Im Fremdwörterlexikon wird Heterogenität mit den Begriffen „Verschiedenartigkeit, Ungleichartigkeit, verschiedenartige Zusammensetzung und Inhomogenität“ beschrieben. Im erziehungswissenschaftlichen Kontext wird der Begriff Heterogenität im Zusammenhang mit der Beschreibung einer Gruppe gesehen und nicht mit der eines einzelnen Schülers.

Die Zuschreibung des Attributes heterogen kann dabei nicht als Tatsache betrachtet werden, sondern ist als Konstrukt zu verstehen, das durch einen von außen erfolgenden Beobachtungsprozess einer Gruppe zugeschrieben wird. So variiert eine Klasse hinsichtlich ihrer Heterogenität bzw. Homogenität je nachdem welches Merkmal der Gruppe in den Blick genommen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Rechts auf Bildung ein, definiert den Rahmen der Inklusionspädagogik und skizziert die Fragestellung nach der Weiterentwicklung des selektiven deutschen Bildungssystems.

2. Menschenrechte als zentrales Instrument zur Verwirklichung von Chancengleichheit im Bildungssystem: Das Kapitel verankert das Recht auf Bildung in der Allgemeinen Menschenrechtserklärung und der UN-Behindertenrechtskonvention als universelles Gebot.

3. Begriffsdefinition: Hier werden die zentralen Termini „Inklusion“ und „Heterogenität“ theoretisch fundiert und in ihren pädagogischen Kontext eingeordnet.

4. Zum Zustand des deutschen Bildungssystems: Dieses Kapitel analysiert die selektive Struktur des deutschen Schulwesens und verweist auf kritische Berichte über Benachteiligungen marginalisierter Gruppen.

5. Visionäre Konzepte zur Entwicklung der Inklusionspädagogik: Die beiden Ansätze „Schule für alle“ und „Lebenslagenorientierte Profilbildungen“ werden detailliert vorgestellt, um Wege aus der Segregation aufzuzeigen.

6. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und schlussfolgert, dass die verschiedenen inklusiven Konzepte sich ergänzen und notwendig sind, um das Menschenrecht auf Bildung für alle Kinder zu sichern.

Schlüsselwörter

Inklusion, Inklusionspädagogik, Recht auf Bildung, Heterogenität, deutsches Bildungssystem, UN-Behindertenrechtskonvention, Schule für alle, Lebenslagenorientierung, Selektion, Segregation, Bildungslandschaften, Menschenrechte, interdisziplinäre Zusammenarbeit, soziale Benachteiligung, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Visionen für die Umsetzung einer inklusiven Pädagogik innerhalb des deutschen Schulsystems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die menschenrechtliche Begründung von Bildung, die Kritik am selektiven deutschen Schulsystem sowie zwei spezifische Konzepte zur inklusiven Schulentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Konzepte der „Schule für alle“ und der „lebenslagenorientierten Profilbildungen“ zu vergleichen und zu prüfen, ob diese sich zur Lösung bildungspolitischer Probleme ergänzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, um bestehende pädagogische Ansätze und Konzepte gegenüberzustellen und kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Zustand des Bildungssystems, definiert die Begriffe Inklusion und Heterogenität und stellt die Konzepte von Katzenbach und Schroeder vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Inklusion, Selektion, Menschenrechte, Heterogenität und Schulentwicklung charakterisiert.

Warum wird das deutsche Bildungssystem in der Arbeit als hochgradig selektiv bezeichnet?

Aufgrund seiner Struktur, die bereits frühzeitig durch Schulformen wie die Förderschule oder durch soziale Filter entscheidet, welche Bildungswege Kindern offenstehen.

Welchen Stellenwert nimmt die UN-Behindertenrechtskonvention in den Überlegungen ein?

Sie dient als rechtliche und moralische Basis, die den Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder am allgemeinen Bildungssystem untermauert.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwei Konzepte der inklusiven Schule. Weiterentwicklung des Schul- und Bildungssystems im Umgang mit Heterogenität
Hochschule
Universität Bremen
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
15
Katalognummer
V511854
ISBN (eBook)
9783346085023
ISBN (Buch)
9783346085030
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zwei konzepte schule weiterentwicklung schul- bildungssystems umgang heterogenität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Zwei Konzepte der inklusiven Schule. Weiterentwicklung des Schul- und Bildungssystems im Umgang mit Heterogenität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/511854
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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