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Die Wirkung und der Einfluss von Massenmedien auf die Mediensozialisation des mündigen Bürgers und die daraus resultierende Verantwortung der Medienkompetenz

Titel: Die Wirkung und der Einfluss von Massenmedien auf die Mediensozialisation des mündigen Bürgers und die daraus resultierende Verantwortung der Medienkompetenz

Bachelorarbeit , 2016 , 57 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Cristian Claus (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Medien haben Macht - Medien haben Einfluss. Die einen halten die Medien neben der Judikative, der Exekutive und der Legislative für die vierte Gewalt im Staat. Die anderen halten sie für die Handlanger der Reichen und Mächtigen. Wir leben in einem Medienzeitalter in welchem die Medien einen großen Teil unserer Wirklichkeitskonstruktionen darstellen. Medien beeinflussen Meinungen und Urteile, sie generieren Wahrheiten über gesellschaftliche Vorgänge und spielen somit eine zentrale Rolle im Leben der jeweiligen Bevölkerung. Wenn die Medien Nachrichten nicht veröffentlichen, oder nur sehr spärlich über eine Thematik berichten, ist es für den Rezipienten schwierig, sich eine ausgeglichene Meinung zu bilden, was die Gefahr der Einseitigkeit verstärkt und das Tor für Manipulationen und Propaganda öffnet und somit gegen das Prinzip des aufgeklärten Menschen spricht.

Die Erziehungswissenschaften haben den Auftrag, den Menschen zu einem mündigen Bürger zu erziehen, welcher autonom sein Leben gestaltet und durch reflektierendes und analytisches Denken eine eigene Meinung bildet. In einer Demokratie wird von einem mündigen Bürger ausgegangen, welcher informiert und partizipiert am politischen Leben teilnimmt. Eine Demokratie braucht Demokraten und Demokraten brauchen Informationen, welche zu Bildung generiert werden können und so für die politische Willensbildung unerlässlich sind.

Diese Bachelorarbeit untersucht kritisch die Zusammenhänge einer modernen Mediensozialisation im Hinblick auf den mündigen Bürger und Leitmedien, ihrer demokratischen Verpflichtungen und die daraus resultierende Verantwortung einer Medienkompetenz der Gesellschaft. Inwieweit ist die Demokratie gefährdet, wenn Leitmedien ihre demokratischen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und was kann die Pädagogik tun, um junge Menschen auf ein Leben im spätmodernen Medienzeitalter vorzubereiten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bildung des mündigen Bürgers in der Demokratie

2.1 Der mündige Bürger

2.2 Bildung

2.3 Die Bildung des mündigen Bürgers in der Demokratie

3. Medien

3.1 Was versteht man unter Medien?

3.2 Funktionen der Medien

3.3 Die Massenmedien

3.3.1 Definition und Unterbegriffe

3.3.2 Aufgaben der Massenmedien in einer Demokratie

4. Medienpädagogik: Mediensozialisation und Medienkompetenz

4.1 Mediensozialisation als Bestandteil der Medienpädagogik

4.1.1 „Sozialisation“ als Begriffsbestandteil von Mediensozialisation

4.1.2 Theoretische Grundlagen zur Mediensozialisation

4.2 Medienkompetenz als Bestandteil der Medienpädagogik

4.2.1 „Kompetenz“ als Begriffsbestandteil von Medienkompetenz

4.2.2 Theoretische Grundlagen zur Medienkompetenz

5. Kritik an den Leitmedien und Beispiele der medialen Einflussnahme auf den mündigen Bürger

5.1 Ökonomische Abhängigkeiten der Leitmedien

5.2 Elitenorientierung und Ideologische Abhängigkeiten der Leitmedien

5.3 Fallbeispiele von Beeinflussung des mündigen Bürgers durch Leitmedien anhand der Frage nach Krieg und Frieden

6. Konsequenzen für den mündigen Bürger, die Medien und die Medienpädagogik durch die Beeinflussung der Massenmedien

6.1 Konsequenzen für die Medien

6.1 Konsequenzen für den mündigen Bürger und die Demokratie

6.3 Konsequenzen für die Medienpädagogik (Mediensozialisation und Medienkompetenz)

7. Fazit

8. Literaturangaben

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss und die Wirkungsweise von Massenmedien auf den mündigen Bürger zu untersuchen sowie die daraus resultierenden Implikationen für die Mediensozialisation und Medienkompetenz in einer Demokratie kritisch zu reflektieren.

  • Grundlagen der mündigen Bürgerschaft und Bildungsaspekte in einer Demokratie
  • Struktur und Funktionen von Medien und Massenmedien
  • Kritische Analyse von ökonomischen und ideologischen Abhängigkeiten der Leitmedien
  • Medienpädagogische Konzepte: Mediensozialisation und Medienkompetenz
  • Dokumentation von Einflussnahme durch Leitmedien anhand politischer Konfliktsituationen

Auszug aus dem Buch

Die Bildung des mündigen Bürgers in der Demokratie

Im Folgenden wird die Bildung des mündigen Bürgers in der Demokratie beschrieben. Dies hat den Sinn und Zweck, Bildung zu erläutern, ein Idealbild des aufgeklärten Menschen zu zeichnen und die Verbindung des mündigen Bürgers mit Bildung und der freiheitlichen Demokratie zu ziehen, um die Relevanz der Mündigkeit des Menschen hinsichtlich der Bildung, der Demokratie aber auch hinsichtlich des Menschseins auf die Gesellschaft zu übertragen.

2.1 Der mündige Bürger

„Thema der Pädagogik ist die Erziehung, die den Menschen im Zustand der Unmündigkeit antrifft. Erziehung muß diesen Zustand verändern, aber nicht beliebig, sondern orientiert an einer unbedingten Zwecksetzung, an der Mündigkeit des Menschen“ (Blankertz 1982: 306).

Der Terminus Bürger bezeichnet alle Staatsbürger in einem politischen Gemeinwesen, welchen bestimmte Rechte und Pflichten zugestanden werden (Klein/Schubert 2011: 62ff). Mündigkeit ist demgegenüber „auf Vormundschaft über sich selbst“ (Maier 1981: 15) ausgerichtet, was bedeutet, um Mündigkeit zu verwirklichen, muss beim Menschen die Fähigkeit des eigenen, autonomen Denkens vorausgesetzt werden (ebd.: 28). Angewandte Mündigkeit ist also nichts anderes als eigenständiges Denken. Dieses eigenständige Denken kam erstmals in der Aufklärung zum tragen, als Kant die Frage: „Was ist Aufklärung“ mit dem Satz beantwortete: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen“ (Kant 1784: 481). Aufklärung ist somit der Anspruch des Individuums nach Mündigkeit und fordert demzufolge die geistige und politische Selbstbestimmung (Borst 2016: 29).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss der Massenmedien auf den mündigen Bürger und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Die Bildung des mündigen Bürgers in der Demokratie: Es wird das theoretische Fundament erarbeitet, warum Bildung und Mündigkeit für den Erhalt demokratischer Gesellschaftsformen unerlässlich sind.

3. Medien: Dieses Kapitel definiert den Medienbegriff, erläutert die Funktionen von Massenmedien und hebt deren Rolle in einem demokratischen System hervor.

4. Medienpädagogik: Mediensozialisation und Medienkompetenz: Hier werden die medienpädagogischen Kernkonzepte der Sozialisation und Kompetenzbildung detailliert theoretisch fundiert.

5. Kritik an den Leitmedien und Beispiele der medialen Einflussnahme auf den mündigen Bürger: Das Kapitel analysiert kritisch die ökonomischen sowie ideologischen Abhängigkeiten der Leitmedien und belegt die Beeinflussung anhand von Fallbeispielen zu Kriegen.

6. Konsequenzen für den mündigen Bürger, die Medien und die Medienpädagogik durch die Beeinflussung der Massenmedien: Basierend auf der Kritik werden die Folgen für die Gesellschaft, den einzelnen Bürger und pädagogische Handlungsfelder abgeleitet.

7. Fazit: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Medienkompetenz als Schutzmechanismus für den mündigen Geist in einer komplexen Medienwelt.

8. Literaturangaben: Eine umfassende Liste der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

Schlüsselwörter

Mediensozialisation, Medienkompetenz, Mündiger Bürger, Demokratie, Massenmedien, Leitmedien, Medienkritik, Aufklärung, Politische Bildung, Propaganda, Öffentlichkeitsarbeit, Vierte Gewalt, Medienpädagogik, Politische Partizipation, Medienwirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Massenmedien, der Bildung des mündigen Bürgers und den Anforderungen, die eine funktionierende Demokratie an ihre Bürger stellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen Bildungstheorie, Medienpädagogik, die Funktionsweise von Massenmedien in der Demokratie sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Macht der Leitmedien.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die zentrale Frage lautet, welchen Einfluss Massenmedien auf den mündigen Bürger haben und welche Auswirkungen dies auf die Mediensozialisation sowie die notwendige Medienkompetenz hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Aufarbeitung pädagogischer und medienwissenschaftlicher Diskurse sowie der kritischen Auswertung von Fallbeispielen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung von Mündigkeit und Bildung, eine Analyse des Medienbegriffs, medienpädagogische Konzepte sowie eine kritische Untersuchung von Einflussnahme-Mechanismen der Massenmedien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Mediensozialisation, kritische Medienkritik, politische Bildung und demokratische Teilhabe beschreiben.

Welche Rolle spielt der sogenannte Beutelsbacher Konsens in dieser Arbeit?

Der Beutelsbacher Konsens dient als pädagogischer Referenzrahmen, um die freie Entfaltung des Schülers zu gewährleisten und Indoktrination in der politischen Bildung zu vermeiden.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Leitmedien hinsichtlich ökonomischer Abhängigkeiten?

Der Autor zeigt auf, dass ökonomischer Druck, wie etwa die Jagd nach Einschaltquoten und Werbeeinnahmen, die Qualität der Berichterstattung beeinträchtigen und zu einseitigen oder interessengeleiteten Darstellungen führen kann.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Medienkompetenz?

Medienkompetenz wird als essenzielle Schlüsselkompetenz definiert, die es dem Individuum ermöglicht, mediale Suggestionen zu durchschauen und sich als selbstständiges, analytisches Wesen in der Demokratie zu behaupten.

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Details

Titel
Die Wirkung und der Einfluss von Massenmedien auf die Mediensozialisation des mündigen Bürgers und die daraus resultierende Verantwortung der Medienkompetenz
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,0
Autor
Cristian Claus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
57
Katalognummer
V512000
ISBN (eBook)
9783346095213
ISBN (Buch)
9783346095220
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medien Medienkompetenz Mediensozialisation mündige Bürger Mündigkeit Massenmedien Demokratie Funktionen von Medien Leitmedien mediale Einflussnahme Eliten Alphajournalismus Krieg und Frieden Bildung Pädagogik Erziehungswissenschaft Medienpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cristian Claus (Autor:in), 2016, Die Wirkung und der Einfluss von Massenmedien auf die Mediensozialisation des mündigen Bürgers und die daraus resultierende Verantwortung der Medienkompetenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512000
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Leseprobe aus  57  Seiten
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