Die vorliegende Hausarbeit untersucht, ob und inwiefern sich Belohnung von Mitarbeitern in Form von Lob auf die Produktivität von Unternehmen auswirkt.
Hierfür werden zunächst die zentralen Begriffe "Belohnung" beziehungsweise "Verstärkung" definiert und dessen wissenschaftlicher Ursprung erläutert. Anschließend wird darauf eingegangen, warum nach bisherigen Forschungsergebnisse Belohnung zur Verhaltensänderung in Unternehmen erfolgreich eingesetzt werden kann. Aus der kritischen Fragestellung dieser Hausarbeit, ob sich Lob von Mitarbeitern auf dessen Produktivität auswirkt, wird ein entsprechendes Hypothesenpaar abgeleitet. Mittels der vorliegenden Daten des für die Hausarbeit durchgeführten Feldexperiments werden deskriptive Statistiken berechnet und graphisch dargestellt. Im Rahmen der Inferenzstatistik in Form von Signifikanztests wird letztlich die Gültigkeit der Hypothesen abschließend überprüft. Im zweiten Kapitel wird hierfür zunächst auf die Methodik des Experiments detailliert eingegangen. Im dritten Kapitel erfolgt die Auswertung und graphische Darstellung der erhobenen Daten sowie die Hypothesenprüfung.
Ziel der Hausarbeit ist letztendlich, die zentralen Ergebnisse der Literaturrecherche und des Experiments vor dem Hintergrund der aufgestellten Hypothesen zu diskutieren und kritisch zu beleuchten. Abschließend erfolgt eine persönliche Einschätzung zur zentralen Fragestellung nach der Auswirkung von Mitarbeiterbelohnung auf die Produktivität in Unternehmen. Ferner werden Optimierungsvorschläge aufgezeigt, was bei zukünftigen Untersuchungen dieser Fragestellung beachtet werden sollte.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Methoden
2 Ergebnisse
3 Diskussion
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftlich, ob und inwiefern der Einsatz von Lob durch Führungskräfte als positiver Verstärker die Produktivität von Mitarbeitern in einem Unternehmen steigern kann, gemessen anhand von Vertragsabschlüssen und Krankmeldungsraten.
- Grundlagen der behavioristischen Verstärker-Theorie
- Empirische Untersuchung der Auswirkungen von Lob auf die Mitarbeiterleistung
- Vergleichende Feldexperiment-Analyse (Bereich Nord vs. Bereich Süd)
- Statistische Auswertung mittels Chi-Quadrat-Test und Mann-Whitney-U-Test
- Diskussion von Störvariablen und Optimierungspotenzial in der Personalführung
Auszug aus dem Buch
Einleitung
Ob im Umgang mit Kindern, in der Familie oder im Berufsleben – die Technik der Belohnung bzw. Verstärkung eignet sich zum Erlernen, Behalten oder Intensivieren eines gewünschten Verhaltens (Gerrig & Zimbardo, 2008).
Begrifflichkeiten wie Belohnung bzw. Verstärkung haben ihren wissenschaftlichen Ursprung im Behaviorismus. Der Behaviorismus basiert auf beobachtbaren Verhalten (Gerrig & Zimbardo, 2008, S. 193). Eine Verhaltensweise mit einem beobachtbaren Effekt auf die Umwelt wird dabei als operant beschrieben. Bei der operanten Konditionierung wiederrum wird durch eine Manipulation der Effekte, die ein bestimmtes Verhalten auf die Umwelt hat, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieses Verhaltens erhöht oder gesenkt (Gerrig & Zimbardo, 2008, S. 206-207). Diesbezüglich zeigte Edward Lee Thorndike mit seinem Effektgesetz erstmals auf, dass Verhaltensweisen, die angenehme Konsequenzen zur Folge haben, häufiger auftreten, während Verhaltensweisen, denen unangenehme Konsequenzen folgen, seltener gezeigt werden (Myers, 2008, S.951). Der Psychologe und bekannteste Vertreter des Behaviorismus Burrhus Frederic Skinner setze auf Thorndike’s Forschungen auf. Er erforschte die Anwendbarkeit des Effektgesetzes im psychologischen Sinne und zeigte sowohl Möglichkeiten, als auch Grenzen auf.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die behavioristischen Grundlagen von Belohnung und Verstärkung ein und leitet aus der Literaturrecherche die Forschungsfrage sowie die aufzustellenden Hypothesen ab.
1 Methoden: Hier wird das Versuchsdesign des Feldexperiments detailliert beschrieben, einschließlich der Aufteilung in Versuchs- und Kontrollgruppe sowie der Wahl der statistischen Verfahren zur Datenanalyse.
2 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten, stellt diese grafisch sowie tabellarisch dar und führt die Signifikanztests zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen durch.
3 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch vor dem theoretischen Hintergrund reflektiert, Störvariablen betrachtet und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Personalführung ausgesprochen.
Schlüsselwörter
Lob, Belohnung, Verstärkung, Behaviorismus, Mitarbeiterführung, Produktivität, Vertragsabschlüsse, Krankmeldungen, Feldexperiment, Signifikanztest, Arbeitspsychologie, Motivation, Mitarbeiterbindung, Operante Konditionierung, Personalführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, ob Lob als positiver Verstärker die Arbeitsleistung von Mitarbeitern messbar steigern kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit verknüpft behavioristische Lerntheorien mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie Produktivität und Fehlzeiten.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Ziel ist der Nachweis, ob durch den gezielten Einsatz von Lob durch Führungskräfte eine Verhaltensänderung bei Mitarbeitern provoziert werden kann, die sich positiv auf Unternehmenskennzahlen auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde ein Feldexperiment (Between-subjects-Design) durchgeführt, dessen Ergebnisse mittels deskriptiver und inferenzstatistischer Verfahren (Chi-Quadrat-Test, Mann-Whitney-U-Test) ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die methodische Planung, die Präsentation der Messergebnisse in Diagrammen und Tabellen sowie die statistische Überprüfung der Hypothesen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Lob, Verstärkung, Mitarbeiterführung, Produktivität, Vertragsabschlüsse und Signifikanztests.
Wie wurde der Einfluss von Lob auf die Krankmeldungen konkret gemessen?
Es wurde ein Chi-Quadrat-Test angewandt, um zu prüfen, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Erhalt von Lob und der Häufigkeit von Krankmeldungen besteht.
Warum wurde für die Variable "Vertragsabschlüsse" ein Mann-Whitney-U-Test gewählt?
Da für die Vertragsabschlüsse metrisch skalierte Daten vorlagen, die eine unabhängige Stichprobenprüfung erforderten, wurde dieses nonparametrische Verfahren zur Bestimmung der zentralen Tendenz genutzt.
- Citation du texte
- Nathalie Viet (Auteur), 2019, Die Belohnung von Mitarbeitern in Form von Lob und die Auswirkungen auf die Produktivität von Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512007