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Die Entwicklung der Pädiatrie in Deutschland in der Jahrhundertwende

Título: Die Entwicklung der Pädiatrie in Deutschland in der Jahrhundertwende

Tesis (Bachelor) , 2019 , 31 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Annika Königs (Autor)

Medicina - Historia
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Diese Bachelorarbeit untersucht das Kind im Rahmen der Medizin und die Herausbildung der neuen Fachrichtung der Pädiatrie näher beleuchtet. Diese Thematik wird anhand folgender Fragestellung untersucht: "Wie wirkte sich das veränderte Verständnis vom Kind auf pädiatrische Konzepte und Therapieformen in Deutschland an der Wende zum 20. Jahrhundert aus?"

Die Kinderheilkunde hat erst im Laufe des 19. Jahrhunderts begonnen, sich als eigenständige Fachrichtung zu entwickeln. Zu Beginn der Frühen Neuzeit gab es vereinzelte Bücher über den Umgang und die Pflege von Säuglingen und die Behandlung von Krankheiten bei Kleinkindern. Die hohe Mortalitätsrate bei beiden Altersstufen wurde jedoch größtenteils als unabdingbares Schicksal angesehen. Am höchsten war die Sterblichkeit in ärmlichen Familien und in den Findelhäusern. Die Säuglingssterblichkeit betrug bis zu 90%. Die Gründe waren meistens Ernährungsstörungen oder Infektionskrankheiten. Die Ärzte der anderen Fachrichtungen, vor allem die Internisten, sahen keinen Anlass, eine spezielle Fachrichtung für Kinder zu schaffen. Diese verheerenden Umstände führten schließlich zu einem Umdenken und die Kinder wurden in einem anderen Licht gesehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kinder, eigene Individuen

2.1 Entwicklung in der Pädagogik und Psychologie

2.2 Entwicklung in der Medizin

3. Therapieansätze und Behandlung von Kinderkrankheiten

3.1 Diphtherie

3.2 Herzerkrankungen

3.3 Erkrankungen bei Neugeborenen

4. Fazit und Ausblick

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das wandelnde Verständnis vom Kind an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Deutschland pädiatrische Behandlungsansätze und medizinische Konzepte beeinflusste, insbesondere im Hinblick auf die Etablierung der Pädiatrie als eigenständige Fachdisziplin.

  • Historische Entwicklung der Pädagogik, Psychologie und Medizin in Bezug auf das Kindesalter
  • Entstehung und Institutionalisierung der ersten Kinderkliniken (Beispiel Charité Berlin)
  • Vergleichende Analyse zeitgenössischer Lehrbücher zur Behandlung von Kinderkrankheiten
  • Untersuchung spezifischer Krankheitsbilder (Diphtherie, Herzfehler, Asphyxie) und deren Therapien
  • Herausbildung der Pädiatrie als eigenständiges medizinisches Fach und Prüfungsdisziplin

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Diphtherie

Die Diphtherie galt in der Mitte des 19. Jahrhunderts als eine der schwerwiegendsten Krankheiten des Kindes. Sie wurde nicht umsonst als „Rache- oder Todesengel“ der Kinder bezeichnet. Die größte Sterberate lag laut Heubner bei Kindern im Alter von zwei bis sieben Jahren. Im folgenden Abschnitt lege ich dar, wie sich das Verständnis des Kindes in Bezug auf die Behandlung und Therapie der Diphtherie gewandelt hat.

Otto Heubner gibt zu Beginn seines Kapitels über die Diphtherie einen sehr ausführlichen Einblick über die historische Entwicklung und Epidemie der Krankheit. Er gibt Auskunft über die bakteriologische Forschung, beispielsweise, dass Löffler 1884 den Diphtheriebazillus erkannt hat. Ebenfalls skizziert er die verschiedenen Auslöser der Diphtherie. Die Diphtherie kann von klimatischen Verhältnissen beeinflusst werden. In den Sommermonaten gäbe es in der Regel weniger Todesfälle als in den Wintermonaten.

Zudem kann sich die Diphtherie rapide ausbreiten, wenn nicht die erforderlichen Hygiene- und Quarantänemaßnahmen befolgt werden. Wie in Kapitel 2.2 am Beispiel der Entwicklung der Universitätskinderklinik an der Charité in Berlin aufgezeigt, spielten die Hygienevorschriften eine nicht unerhebliche Rolle, um die Ansteckungsgefahr zu mindern. Bruno Salge nimmt in seinem Lehrbuch nicht ohne Grund Bezug auf die von Heubner durchgeführten Sicherheitsmaßnahmen. Wenn man sich die Beschreibung der Symptome in den drei Lehrwerken anschaut, fällt auf, dass alle Autoren auf einen detaillierten Bericht wertlegen. Alle Autoren beschreiben die Tage, an welchen die unterschiedlichen Symptome auftreten, beziehungsweise zu erwarten sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Kindeswohls an der Wende zum 20. Jahrhundert und Formulierung der Forschungsfrage zur Wirkung des veränderten Kindheitsverständnisses auf die Pädiatrie.

2. Kinder, eigene Individuen: Überblick über die historische Entwicklung des Kindheitsbegriffs in Pädagogik, Psychologie und Medizin sowie die Institutionalisierung der Kinderheilkunde.

3. Therapieansätze und Behandlung von Kinderkrankheiten: Detaillierte Analyse und Vergleich medizinischer Behandlungsansätze bei Diphtherie, Herzfehlern und Neugeborenerkrankungen anhand zeitgenössischer Lehrbücher.

4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Leitfrage und Reflexion über die positive Entwicklung des medizinischen Verständnisses vom Kind im 20. Jahrhundert.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen (Lehrbücher) und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Pädiatrie, Kinderheilkunde, Medizingeschichte, Kindheitsgeschichte, Diphtherie, Kinderklinik, Entwicklungspsychologie, Medizinische Fachrichtung, Säuglingssterblichkeit, Therapiekonzepte, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Charité Berlin, Medikamentendosierung, Neugeborenenmedizin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Pädiatrie in Deutschland an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und untersucht den Einfluss des sich wandelnden Kindheitsverständnisses auf medizinische Behandlungsmethoden.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Etablierung der Kinderheilkunde als wissenschaftliches Fach, die Entstehung von Kinderkliniken und die Analyse historischer Therapiemethoden für spezifische Kinderkrankheiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, wie das veränderte Verständnis vom Kind als eigenständiges Individuum die pädiatrischen Therapieformen und Konzepte in der Zeit um 1900 beeinflusste.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine historische Quellenarbeit, die schwerpunktmäßig zeitgenössische medizinische Lehrbücher und Fachpublikationen von Autoren wie Heubner, Salge und Feer vergleichend analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Behandlung von Diphtherie, angeborenen Herzfehlern und Erkrankungen von Neugeborenen, wobei insbesondere Unterschiede in der medikamentösen Dosierung und Pflege zwischen den Lehrbuchautoren hervorgehoben werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Pädiatrie, Medizingeschichte, Kindheitsgeschichte, Therapiekonzepte und Krankenhausentwicklung sind die zentralen Begriffe.

Warum spielt die Berliner Charité eine so wichtige Rolle in der Arbeit?

Die Charité dient als exemplarisches Fallbeispiel für die Entwicklung der ersten Kinderabteilungen und der Institutionalisierung der Kinderheilkunde in Deutschland.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Medikamentendosierung?

Die Autorin stellt fest, dass sich das Wissen über die Notwendigkeit einer alters- und gewichtsadaptierten Dosierung bei Kindern erst im Laufe des 20. Jahrhunderts durch die Etablierung der Pädiatrie als eigenständiges Fach signifikant verbesserte.

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Detalles

Título
Die Entwicklung der Pädiatrie in Deutschland in der Jahrhundertwende
Universidad
Free University of Berlin
Calificación
2,0
Autor
Annika Königs (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
31
No. de catálogo
V512008
ISBN (Ebook)
9783346095589
ISBN (Libro)
9783346095596
Idioma
Alemán
Etiqueta
entwicklung pädiatrie deutschland jahrhundertwende
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Annika Königs (Autor), 2019, Die Entwicklung der Pädiatrie in Deutschland in der Jahrhundertwende, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512008
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