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Das Frauenbild im Märchen "Hänsel und Gretel" der Brüder Grimm

Titre: Das Frauenbild im Märchen "Hänsel und Gretel" der Brüder Grimm

Epreuve d'examen , 2019 , 47 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Marcel Brand (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Die Arbeit behandelt das Frauenbild im Märchen "Hänsel und Gretel" der Brüder Grimm. Zunächst widmet sich der Autor dem Märchen als Gattung und zeigt auf, durch welche Eigenschaften sich diese Form der Erzählung auszeichnet. Danach werden stereotypische weibliche Märchenmotive, wie zum Beispiel die Hexe, näher erläutert. Da im deutsch-sprachigen Raum insbesondere die Brüder Grimm einen großen Beitrag zur Verbreitung und Bekanntheit der Märchen geleistet haben, leistet diese Arbeit einen kleinen Überblick auf das Leben und Schaffen der Brüder, wobei auch darauf eingegangen wird, inwiefern die Darstellung der Frauenfiguren in ihren Märchen erfolgt. Daran anknüpfend mündet diese Arbeit in einer Betrachtung ausgewählter Werke der Brüder Grimm. Neben der rein textlichen Analyse dieser Märchen soll zudem ein kurzer Vergleich zur filmischen Inszenierung gezogen werden.

Märchen gehören zu den mitunter ältesten Textgattungen unserer Geschichte. Sie entführen uns in eine Welt, die wir uns in unseren wunderbarsten Träumen nicht vorstellen könnten und die uns unsere Alltagssorgen vergessen lässt. Während ihre Inhalte und auch Figuren häufig am Geschehen der Zeit orientiert sind, so haben sie dennoch eine gesellschafts- und zeitübergreifende Moral, welche sie uns vermitteln will. Dabei ist es für die Gattung der Märchen typisch, dass die realistische Welt auf die des Phantastischen trifft.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Märchen

2.1. Kunstmärchen

2.2. Volksmärchen

2.3. Hexe und Stiefmutter im Märchen

3. Die Gebrüder Grimm

3.1. Die Frauenfiguren in den Märchen der Gebrüder Grimm

3.1.1. Die Frau als passiver Typ

3.1.2. Die aktive Frau

3.1.3. Die Frau zwischen Aktiv und Passiv

3.1.4. Die bösen Figuren

3.1.5. Die Frau als gute Figur

4. Hänsel und Gretel

4.1. Inhaltsangabe

4.2. Analyse und Interpretation von Hänsel und Gretel

4.3. Filmische Gestaltung Hänsel und Gretels

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Frauenbild in den Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, mit besonderem Fokus auf dem Märchen "Hänsel und Gretel" und dessen filmischer Umsetzung, um die stereotypen Rollenbilder und deren Funktion innerhalb der Erzählungen zu analysieren.

  • Definition und Gattungsmerkmale von Kunst- und Volksmärchen.
  • Typisierung weiblicher Rollenbilder (aktiv, passiv, gut, böse).
  • Detaillierte Analyse der Frauenfiguren in "Hänsel und Gretel".
  • Vergleich zwischen der literarischen Vorlage und der filmischen Inszenierung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Die Frau als passiver Typ

Wie sich vielleicht schon anhand der Betrachtung der Biografie der Gebrüder Grimm erkennen lässt, waren sie der Ansicht, dass das Ideal der Frau eine eher passive Haltung einzunehmen und nach den Wünschen sowie Regeln des Mannes zu leben hat. Damit vertraten sie allerdings auch den damaligen Zeitgeist, der die Frau als wenig bis gar nicht emanzipiert sah. Von ihr wurde erwartet, dass sie sich brav und ruhig dem ehelichen Haushalt und der Kindererziehung hingibt, während sich der Mann durch Tapferkeit und Mut auszeichnet. Eine aus heutiger Sicht undenkbare Vorstellung. „Es ist darum kein Zufall, dass am Ende des 20. Jahrhunderts aus sozialkritischer und insbesondere aus feministischer Sicht gerade die Frauenauffassung den Grimmschen Märchen die meiste Kritik eingebracht hat.“

Insgesamt lassen sich viele weibliche Figuren in den Märchen der Gebrüder Grimm finden, die stellvertretend für den Typus der passiven Frau stehen. Dabei stellt die Figur des Dornröschens das Beispiel schlechthin dar. Zwar findet sie alleine den Weg zur sie gefährlichen Spindel, verfällt nach dem Stich aber in einen hundertjährigen Schlaf, in welcher Zeit sie keine aktiven Handlungen vollziehen kann und auf die Rettung durch den Prinzen angewiesen ist. Selbst die Hochzeit mit dem Prinzen nach ihrem Erwachen stellt keine aktive Handlung dar, da sie keine Wahlfreiheit besitzt. „Das exemplarische weibliche Rollenverhalten ist klar: Ein schönes Mädchen hat nicht zu agieren, sondern zu warten, bis der Richtige vorbeikommt.“ Ähnlich ergeht es den Figuren Schneewittchen und Rotkäppchen. Beide nehmen eine passive Rolle ein und warten auf Hilfe von außerhalb. Während die eine im gläsernen Sarg ebenfalls auf einen Prinzen wartet, hofft die andere auf Rettung aus dem Wolfsmagen. Es wird deutlich, dass die Hauptaufgabe der weiblichen Figuren darin besteht, schön und abwartend zu agieren, um nach einer eventuellen Rettung dem Klischee des sozialen Frauenbildes zu entsprechen. Die passive Frau steht, neben ihrer Idealisierung des hilflos Schönen, für die unterdrückte Frau der damaligen Zeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Märchen als Gattung und die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Analyse von Frauenfiguren bei den Brüdern Grimm.

2. Märchen: Definition des Märchenbegriffs und Differenzierung zwischen Volks- und Kunstmärchen sowie grundlegende Merkmale wie Isolation und Allverbundenheit.

3. Die Gebrüder Grimm: Biografischer Abriss der Brüder Grimm und Einordnung ihres Schaffens sowie Einführung in die Typologie weiblicher Figuren.

4. Hänsel und Gretel: Zusammenfassung, Interpretation der Handlung und Analyse der Frauenfiguren sowie Vergleich mit der filmischen Adaption.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der stereotypen Frauenbilder in den Märchen und deren Wandel bzw. feste Zuordnung in Gut und Böse.

Schlüsselwörter

Märchen, Gebrüder Grimm, Frauenbild, Hänsel und Gretel, Rollenbilder, Passivität, Aktivität, Hexe, Stiefmutter, Heldin, Volksmärchen, Literaturanalyse, Filmische Gestaltung, Stereotype, Geschlechterrollen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Frauenbild in den Märchen der Gebrüder Grimm, insbesondere in "Hänsel und Gretel", und untersucht die zugrunde liegenden Stereotypen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Differenzierung von Märchengattungen, die historische Einordnung der Gebrüder Grimm und die Typisierung weiblicher Figuren in gute und böse Rollen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, durch welche Eigenschaften sich weibliche Märchenfiguren auszeichnen und wie diese in das soziale Rollenverständnis der damaligen Zeit einzuordnen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische Untersuchung der Märchen und führt einen komparativen Vergleich zwischen der literarischen Vorlage und einer filmischen Inszenierung durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Gattung Märchen, die Analyse der Frauenfiguren nach einer erstellten Typologie und die konkrete Fallstudie zu "Hänsel und Gretel".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Märchen, Gebrüder Grimm, Frauenbild, Hänsel und Gretel, Rollenbilder, Aktivität, Passivität, Hexe und Stiefmutter.

Wie unterscheidet sich die Hexe von der Stiefmutter in "Hänsel und Gretel"?

Beide verkörpern negative weibliche Stereotype, wobei die Stiefmutter als Auslöserin des Leidensweges durch soziale Not agiert, während die Hexe die destruktive, dämonische Gegenspielerin darstellt.

Warum wird Gretel im Verlauf des Märchens zur aktiven Heldin?

Gretel entwickelt sich von einem anfangs passiven, ängstlichen Mädchen zu einer handelnden Person, die durch List und Mut die Hexe besiegt und somit ihren Bruder rettet.

Wie verändert sich das Frauenbild in der filmischen Adaption von "Hänsel und Gretel"?

Der Film zeichnet die Mutter deutlich fürsorglicher als die literarische Vorlage, wodurch eine Verschiebung der moralischen Bewertung und der Rollenbilder erkennbar wird.

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Résumé des informations

Titre
Das Frauenbild im Märchen "Hänsel und Gretel" der Brüder Grimm
Université
University of Mannheim
Note
2,0
Auteur
Marcel Brand (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
47
N° de catalogue
V512126
ISBN (ebook)
9783346088130
ISBN (Livre)
9783346088147
Langue
allemand
mots-clé
frauenbild märchen hänsel gretel brüder grimm
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marcel Brand (Auteur), 2019, Das Frauenbild im Märchen "Hänsel und Gretel" der Brüder Grimm, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512126
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Extrait de  47  pages
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