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ZERA-Modell. Aufbau einer Gesprächsgruppe für chronisch psychisch Kranke

Am Beispiel einer 'Werkstatt für behinderte Menschen'

Title: ZERA-Modell. Aufbau einer Gesprächsgruppe für chronisch psychisch Kranke

Diploma Thesis , 2003 , 89 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sylvena Voll (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Aufbau einer Gesprächsgruppe für chronisch psychisch kranke Menschen in einer Werkstatt für behinderte Menschen anhand des ZERA – Modells“.
Die Abkürzung ZERA bedeutet: Zusammenhang zwischen Erkrankung, Rehabilitation und Arbeit.
Dieses Modell ist sehr neu, deshalb gibt es nur begrenzt Informationen und Materialien aus der Literatur. Weitestgehend alle vorhandenen Schriften, die dieses Thema bearbeiten, finden sich in dieser Arbeit wieder.
Dieses Modell ist nur eine Form der Hilfe für chronisch psychisch kranke Menschen. Andere Angebote werden nicht in Frage gestellt.
Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, ob die gesteckten Ziele von ZERA in der Werkstatt für behinderte Menschen, in der ich meinen praktischen Studienteil absolvierte, umsetzbar und realisierbar sind.
Im Buch „Psychosoziale Arbeitshilfen“ von Irmgard Plößl, Matthias Hammer und
Ulrich Schelling heißt es: „Das ZERA – Programm greift Fragen, Ängste und Informationsdefizite auf und vermittelt in strukturierter Form Informationen und Problemlösestrategien, wobei zusätzlich gruppenspezifische Wirkfaktoren gezielt genutzt werden. Die übergeordnete Zielsetzung dabei ist, die TeilnehmerInnen darin zu unterstützen, das jeweils individuell optimale Anforderungsniveau herauszufinden und somit Über- und Unterforderung im beruflichen Bereich so weit wie möglich zu vermeiden.“
Zielgruppe des Modells sind chronisch psychisch kranke Menschen in Bereich der beruflichen Bildung. Diese Voraussetzung ist in der Werkstatt nicht realisierbar, da sich derzeit niemand aus dieser Personengruppe im Berufsbildungsbereich befindet. Die Gesprächsrunden wurden mit chronisch psychisch kranken Menschen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen der Werkstatt durchgeführt. Ich denke, der Grund für die Zielgruppe „Chronisch psychisch krank und im Berufsbildungsbereich“ wurde deshalb gewählt, weil diese Menschen am Anfang einer Werkstatttätigkeit stehen und somit unter Umständen erst kurze Zeit vorher den ersten Arbeitsmarkt verlassen haben. Bei ihnen ist eine Rückführung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wahrscheinlicher als bei Menschen, die schon viele Jahre in einer Werkstatt arbeiten.
Doch auch wenn die Rückführung nicht oder nicht mehr wahrscheinlich ist, denke ich dass auch in den Arbeitsbereichen genügend Probleme auftreten, wo Klärungsbedarf besteht. Es fand zeitweise ein reger Gedanken- und Informationsaustausch unter den Teilnehmern statt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. FRAGESTELLUNG

3. ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR EINRICHTUNG; DER SITUATION IN DER WERKSTATT UND ZU VERSCHIEDENEN AUSGEWÄHLTEN PSYCHISCHEN ERKRANKUNGEN

3.1 Informationen über die Lukaswerkstatt und das Leitbild

3.2 Zusammenarbeit von geistig behinderten Menschen und chronisch psychisch kranken Menschen in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)

3.3 Darstellung der Situation in der Lukaswerkstatt

3.4 Allgemeine Bemerkungen zu Formen psychischer Erkrankungen

3.4.1 Die Psychose

3.4.2 Die Neurose

3.4.3 Die Borderline – Störung

3.4.4 Die Schizophrenie

3.4.5 Die Depression

3.4.6 Die Manie

3.4.7 Angst- und Zwangsstörungen

3.5 Vorhandene Formen in der Gesprächsgruppe

4. ZERA – WAS IST DAS?

4.1 Allgemeine Punkte zum ZERA – Modell

4.2 Konzeption des ZERA – Modells

5. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUR DURCHFÜHRUNG DER GESPRÄCHSGRUPPE

5.1 Zielgruppe und Zielsetzungen

5.2 Methoden und Rahmenbedingungen

5.3 Durchführungsweise

5.4 Wissenschaftliche Begleitforschung

6. DURCHFÜHRUNG DER GESPRÄCHSGRUPPE

6.1 Umsetzung der Konzeption in der Lukaswerkstatt

6.2 Vorstellung der Gruppe anhand des Krankheitsbildes

6.2.1 Frau W.

6.2.2 Frau B.

6.2.3 Frau G.

6.2.4 Herr S.

6.3 Verlauf, Beobachtungen und Ergebnisse der Sitzungen

6.3.1 Erste Sitzung

6.3.2 Zweite Sitzung

6.3.3 Dritte Sitzung

6.4 Feedback

7. EIN BEISPIEL FÜR DIE SOZIALE ARBEIT MIT CHRONISCH PSYCHISCH KRANKEN MENSCHEN UND EINIGE BERUFSETHISCHE GRUNDPOSITIONEN

7.1 Soziale Arbeit mit chronisch psychisch kranken Menschen

7.2 Berufsethische Grundpositionen

8. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Anwendbarkeit des ZERA-Modells (Zusammenhang zwischen Erkrankung, Rehabilitation und Arbeit) zur Förderung chronisch psychisch kranker Menschen in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob durch gezielte Gesprächsgruppen das Anforderungsniveau individuell angepasst und die berufliche Situation der Betroffenen stabilisiert oder deren Rückführung auf den ersten Arbeitsmarkt gefördert werden kann.

  • Analyse der Zusammenarbeit von geistig behinderten und chronisch psychisch kranken Menschen in einer WfbM.
  • Erläuterung verschiedener psychischer Erkrankungsformen und deren Auswirkungen auf den Arbeitskontext.
  • Konzeptionelle Darstellung und praktische Umsetzung des ZERA-Programms in der Lukaswerkstatt.
  • Evaluation der Gesprächsgruppen hinsichtlich Wirksamkeit, Akzeptanz und individueller Zielerreichung der Teilnehmer.
  • Reflexion sozialpädagogischer Aufgaben und berufsethischer Aspekte in der Arbeit mit dieser Zielgruppe.

Auszug aus dem Buch

3.4 Allgemeine Bemerkungen zu Formen psychischer Erkrankungen

Bis heute weiß niemand genau, wie psychische Erkrankungen entstehen. Gewiss ist, dass es nicht nur eine Ursache dafür gibt. In Frage kommende Faktoren sind biologischer, genetischer, somatischer, psychosozialer und biochemischer Form. Dennoch kann keiner dieser Faktoren alleiniger Auslöser für eine psychische Erkrankung sein. Allerdings kann es durch Zusammenwirken zweier oder mehrerer Faktoren bei besonders empfindlichen Menschen zur Auslösung einer Erkrankung kommen.

In der modernen Psychiatrie hat sich das Vulnerabilitäts - Stress - Konzept durchgesetzt. Dieses besagt, dass Menschen mit erhöhter Empfindsamkeit auf Dauerstress und Überforderung oder auch auf Schicksalsschläge mit einer Psychose reagieren können. Sie haben nicht das berühmte „dicke Fell“ und können sich somit schwerer gegen die Außenwelt schützen. Doch das Verhalten hat keinen Einfluss auf die Entstehung einer Krankheit. (vgl. J. Bäuml, 2002)

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit unter besonderer Berücksichtigung des ZERA-Modells sowie der Ausgangslage in der Werkstatt.

2. FRAGESTELLUNG: Formulierung der zentralen Forschungsfrage zur Förderfähigkeit chronisch psychisch kranker Menschen in Bezug auf eine mögliche Rückführung auf den ersten Arbeitsmarkt.

3. ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR EINRICHTUNG; DER SITUATION IN DER WERKSTATT UND ZU VERSCHIEDENEN AUSGEWÄHLTEN PSYCHISCHEN ERKRANKUNGEN: Hintergrundinformationen zur Lukaswerkstatt, den Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit behinderter Menschen und fachliche Erläuterungen zu verschiedenen Krankheitsbildern.

4. ZERA – WAS IST DAS?: Einführung in das ZERA-Modell, dessen theoretische Herleitung sowie die Konzeption der einzelnen Unterprogramme.

5. THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUR DURCHFÜHRUNG DER GESPRÄCHSGRUPPE: Darstellung der methodischen Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und der wissenschaftlichen Begleitforschung für die Gruppenarbeit.

6. DURCHFÜHRUNG DER GESPRÄCHSGRUPPE: Detaillierte Dokumentation der praktischen Umsetzung, inklusive Vorstellung der Teilnehmer und der Ergebnisse der einzelnen Sitzungen.

7. EIN BEISPIEL FÜR DIE SOZIALE ARBEIT MIT CHRONISCH PSYCHISCH KRANKEN MENSCHEN UND EINIGE BERUFSETHISCHE GRUNDPOSITIONEN: Reflexion über die Rolle des Sozialpädagogen und ethische Leitlinien in der psychiatrischen und werkstattbezogenen Sozialarbeit.

8. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse hinsichtlich der Machbarkeit der gesetzten Ziele und persönliches Fazit der Autorin.

Schlüsselwörter

ZERA-Modell, Werkstatt für behinderte Menschen, chronisch psychisch kranke Menschen, Gesprächsgruppe, berufliche Rehabilitation, Vulnerabilitäts-Stress-Konzept, Arbeitstherapie, soziale Integration, psychische Erkrankung, Sozialpädagogik, Arbeitsförderung, Arbeitsalltag, Krisenmanagement, Berufsbiographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Implementierung des ZERA-Programms als Unterstützungsmethode für chronisch psychisch kranke Menschen in einer Werkstatt für behinderte Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Integration psychisch Kranker in Werkstätten, die theoretische Aufarbeitung von Krankheitsbildern und die praktische Durchführung von moderierten Gesprächsgruppen zur beruflichen und persönlichen Stabilisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist zu prüfen, ob die durch ZERA gesteckten Ziele – wie die individuelle Anpassung des Anforderungsniveaus und die Förderung der beruflichen Perspektiven – in der betrieblichen Praxis der Lukaswerkstatt realisierbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Fallstudie (Projektversuch), bei der eine Gesprächsgruppe anhand der Unterprogramme des ZERA-Modells geleitet, dokumentiert und anschließend evaluiert wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Einrichtung und zu Krankheitsbildern, eine detaillierte Erläuterung des ZERA-Konzepts sowie die praktische Durchführung und Auswertung dreier Gesprächssitzungen mit Werkstattbeschäftigten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben ZERA und WfbM vor allem Vulnerabilitäts-Stress-Modell, berufliche Rehabilitation, Arbeitsgrundfertigkeiten und die Rolle des Sozialpädagogen im psychiatrischen Kontext.

Wie bewerten die Teilnehmer das ZERA-Modell?

Die Teilnehmer empfanden den Austausch über spezifische Probleme und Warnzeichen als bereichernd, lehnten jedoch eine langwierige Fortführung des Programms über 24 Stunden als zu anstrengend ab.

Gibt es geschlechterspezifische Unterschiede bei der Mitarbeit?

Die Autorin konnte während der Durchführung der Gesprächsgruppe keine signifikanten Unterschiede in der Mitarbeit oder dem Umgang mit der eigenen Krankheit zwischen männlichen und weiblichen Teilnehmern feststellen.

Wie beeinflusst das Alter die berufliche Motivation?

Während jüngere Teilnehmer eine Rückkehr auf den ersten Arbeitsmarkt als theoretisch möglich erachten, zeigen ältere Teilnehmer kurz vor der Rente deutlich weniger Interesse an einer beruflichen Veränderung und schätzen die Sicherheit der Werkstatt.

Welche Konsequenzen zieht die Autorin aus dem Projekt?

Die Autorin empfiehlt, das Programm auf einen moderateren zeitlichen Rahmen von 10 bis 15 Sitzungen zu kürzen und die Gesprächsgruppen eher als begleitendes, weniger eng getaktetes Angebot zu konzipieren.

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Details

Title
ZERA-Modell. Aufbau einer Gesprächsgruppe für chronisch psychisch Kranke
Subtitle
Am Beispiel einer 'Werkstatt für behinderte Menschen'
College
University of Cooperative Education Breitenbrunn
Grade
2,0
Author
Sylvena Voll (Author)
Publication Year
2003
Pages
89
Catalog Number
V51227
ISBN (eBook)
9783638472517
ISBN (Book)
9783638687768
Language
German
Tags
Aufbau Gesprächsgruppe Kranke WfbM ZERA-Modells
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sylvena Voll (Author), 2003, ZERA-Modell. Aufbau einer Gesprächsgruppe für chronisch psychisch Kranke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51227
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