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Die Aleviten und ihre Erwartungen an die religiöse Erziehung in Österreich

Titre: Die Aleviten und ihre Erwartungen an die religiöse Erziehung in Österreich

Thèse de Master , 2012 , 114 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Mehmet Bag (Auteur)

Théologie - Sciences des religion islamique
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Masterarbeit ging es mir erstens um die Erörterung des alevitischen Glaubenskomplexes, um herauszufinden, worin die Unterschiede zwischen Sunniten und Aleviten bestehen und welche die Hintergründe ihres Glaubens sind, was ich im ersten Teil dieser Arbeit erläutere. Zweitens soll gezeigt werden, wie und auf welche Art die Wissensaneignung bei den Aleviten erfolgt. Drittens ist zu eruieren, wie weit der in den alevitischen schriftlichen Quellen erwähnte theoretische Teil beziehungsweise Glaube den Alltag eines Aleviten beeinflusst, beziehungsweise ob und wie weit ihre Theologie im Praxisleben überhaupt stattfindet. Auf die letzten beiden Punkte gehe ich im zweiten Teil meiner Arbeit ein.

Diese Arbeit ist die erste empirische Studie, welche in Österreich unter diesem Thema durchgeführt wurde; daher hoffe ich, dass es einen Beitrag für zukünftige Forschungen über die Aleviten bzw. das Alevitentum leistet, was ich persönlich als notwendig
empfinde. Außerdem hoffe ich auch, dass diese Arbeit zur Abbau der vorhandenen Vorurteile von Sunniten über die Aleviten und umgekehrt und somit zur "Konfliktlösung" unter ihnen mitwirkt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragestellung und Methode

3. Forschungsstand

4. Begriffliche Definition

4.1 Alevite

4.2 Bektaschi

4.3 Kızılbasch

4.4 Tahtadschı

4.5 Sıradsch

4.6 Yörük

4.7 Çepni

4.8 Abdal

4.9 Nusayri

4.10 Andere Gruppen

5. Aleviten in Österreich

6. Glaube und Rituale der Aleviten

6.1 Glaube und die schriftlichen Quellen der Aleviten

6.2 Das Wertesystem bzw. die vier Tore und die vierzig Stufen bei Aleviten

6.2.1 Das Tor der Şeriat (des Gesetzes od. der Ordnung)

6.2.2 Das Tor der Tarikat (des Ordens bzw. des mystischen Weges)

6.2.3 Das Tor der Marifet (der Erkenntnis)

6.2.4 Das Tor der Hakikat (der Wahrheit)

6.3 Die Weggemeinschaft (Musahiplik)

6.4 Einverständnis (Rızalık) bei Aleviten

6.5 Die Cem-Zeremonie

6.5.1 Die 12 Bediensteten

6.5.2 Arten der Cem

6.5.3 Ablauf einer Cem-Zeremonie

6.6 Opferung im Alevitentum

6.7 Das Fasten bei Aleviten

6.8 Alevitische Feste

6.8.1 Hızırfest

6.8.2 Alis Geburtstag bzw. Nevruz (Neujahrsfest)

6.8.3 Opferfest

6.8.4 Aschura-Fest

6.8.5 Gedenktage

7. Auswertung der Fragebögen – Forschungsteil

7.1 Forschungsdesign und Vorgangsweise

7.2 Forschungserhebungen:

7.2.1 Demografische Erfassungen

7.2.2 Erhebungen zur Bidung

7.2.3 Erhebungen zur Organisation

7.2.4 Erhebungen zum Glauben

7.2.5 Erhebungen zur Praktizierung

7.2.6 Betrachtung des Alevitentums

8. Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die empirische Untersuchung der alevitischen Gemeinschaft in Österreich, um deren Erwartungen an eine religiöse Erziehung sowie ihre Glaubenspraxis und soziologische Struktur zu erfassen. Ausgehend von der Forschungsfrage, wie und in welcher Form alevitische Schülerinnen und Schüler religiöse Erziehung erfahren, wenn sie den islamischen Religionsunterricht ablehnen, beleuchtet die Arbeit die Identitätsproblematik sowie das Spannungsfeld zwischen traditionellen religiösen Wurzeln und dem modernen Lebensumfeld in der Diaspora.

  • Etymologische und soziologische Definition alevitischer Identität
  • Religiöse Grundlagen, Rituale und Wertesysteme im Alevitentum
  • Empirische Analyse der demografischen Lage und Bildungsbedürfnisse alevitischer Migranten
  • Vertretungsansprüche und organisationsstrukturelle Herausforderungen in Österreich

Auszug aus dem Buch

Die Cem-Zeremonie

Obwohl im Buyruk das rituelle Gebet des Islam als unerlässlicher Gottesdienst erwähnt wird bzw. vorkommt, kommt dessen Praktizierung – bis auf Einzelpersonen und eine bestimmte Gruppe unter den Aleviten – nicht vor. Manche von ihnen verstehen sogar das arabische Wort für das rituelle Gebet As-Salatu (türk.: Namaz) nur als Bittgebet und behaupten somit, dass im Qur’an Namaz (dt.: rituelles Gebet) wörtlich nicht vorkommt. Dafür bildet für die Aleviten die Cem-Zeremonie den Hauptgottesdienst, wobei die Durchführung der Cem-Zeremonie sich vom rituellen Gebet völlig unterscheidet. Dabei ist ihre Gebetsrichtung nicht die Kaaba, sondern beim Cem sitzen sie im Kreis und blicken sich gegenseitig an, was auch dem Menschenbild nach ihrer Vorstellung entspricht.

Ähnlich wie bei den zentralen Glaubensinhalten wird diese wichtige religiöse Zeremonie auch auf die Ereignisse der Himmelfahrt des Propheten Muhammed zurückgeführt. Kehl-Bodrogi fasste diese Legende im Buyruk in diesem Kontext wie folgt zusammen: Nachdem Mohammed seine Himmelfahrt beendet hatte, kam er an einem Palast vorbei. Aus dem Inneren hörte er Stimmen und begehrte Einlaß. Auf die Frage, wer sei, antwortete Mohammed: „ Ich bin der Gottesgesandte. Öffnet die Tür!“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation des Verfassers und die Relevanz der Untersuchung vor dem Hintergrund der alevitischen Abmeldungen vom islamischen Religionsunterricht in Österreich.

2. Fragestellung und Methode: Hier werden das Forschungsdesign, die quantitative Befragung sowie die Literaturbasis zur Untersuchung der alevitischen Lebenswelt in Österreich dargelegt.

3. Forschungsstand: Das Kapitel bietet einen Überblick über die begrenzte Quellenlage und die verschiedenen wissenschaftlichen Deutungsansätze des Alevitentums.

4. Begriffliche Definition: Es folgt eine etymologische Untersuchung zentraler Begriffe wie Alevite, Bektaschi, Kızılbasch und weiterer Gruppierungen zur Klärung der alevitischen Identität.

5. Aleviten in Österreich: Dieser Abschnitt beschreibt die Migrationsgeschichte der Aleviten nach Österreich und die Entstehung der alevitischen Vereine als kulturelle und religiöse Vertretungen.

6. Glaube und Rituale der Aleviten: Das umfangreiche Kapitel analysiert die theologischen Grundlagen, die Bedeutung der vier Tore, die Cem-Zeremonie, Opferrituale sowie Fasten- und Festpraktiken.

7. Auswertung der Fragebögen – Forschungsteil: Die Auswertung präsentiert die empirischen Daten der durchgeführten Befragung zu Demografie, Bildung, Organisation und Glaubenspraktizierung.

8. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen und benennt die Identitätsproblematik sowie das Fehlen einer einheitlichen Lektüre als Kernherausforderungen.

Schlüsselwörter

Alevitentum, Österreich, Religion, Cem-Zeremonie, Identität, Musahiplik, Islam, Migration, Religiöse Erziehung, Integration, AABF, ALEVI, Bektaschitentum, Glaubenspraxis, Empirische Studie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit befasst sich mit der alevitischen Gemeinschaft in Österreich, ihren Erwartungen an eine religiöse Erziehung und der Analyse ihrer Glaubensinhalte und Rituale.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit thematisiert die Identität der Aleviten, ihre Organisationsstruktur, ihre Glaubenslehre sowie die Herausforderungen bei der religiösen Bildung von alevitischen Kindern im österreichischen Schulsystem.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, erstmals empirische Daten zur Lebenswelt und den religiösen Vorstellungen der in Österreich lebenden Aleviten zu erheben und diese mit dem theoretischen Hintergrund ihrer Glaubenslehre zu verknüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser nutzt einen quantitativen Forschungsansatz mittels einer standardisierten schriftlichen Befragung, um Meinungen und Praktiken innerhalb der alevitischen Gemeinde zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Abhandlung über alevitische Begriffe, Riten und Glaubensgrundsätze sowie in einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten statistisch auswertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Alevitentum, Cem-Zeremonie, Identitätsdiskurs, religiöse Bildung, Musahiplik und der soziologische Wandel innerhalb der Gemeinschaft in der Diaspora.

Welche Bedeutung hat die Cem-Zeremonie für das Alevitentum?

Die Cem-Zeremonie stellt den zentralen Hauptgottesdienst dar, der sich rituell deutlich vom sunnitischen Gebet unterscheidet und als Nachahmung einer mythologischen Versammlung der Vierzig gilt.

Wie gehen die Aleviten in Österreich mit dem islamischen Religionsunterricht um?

Die Mehrheit der alevitischen Teilnehmer lehnt den islamischen Religionsunterricht ab, da sie das Gefühl haben, dort werde nichts über ihre eigene Glaubensrichtung gelehrt, und sie streben stattdessen eine eigene alevitische religiöse Bildung an.

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Résumé des informations

Titre
Die Aleviten und ihre Erwartungen an die religiöse Erziehung in Österreich
Université
University of Vienna
Note
1,0
Auteur
Mehmet Bag (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
114
N° de catalogue
V512361
ISBN (ebook)
9783346089304
ISBN (Livre)
9783346089311
Langue
allemand
mots-clé
aleviten erwartungen erziehung österreich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mehmet Bag (Auteur), 2012, Die Aleviten und ihre Erwartungen an die religiöse Erziehung in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512361
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Extrait de  114  pages
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