Die Strukturen dieses internationalen Handels wird zunächst im ersten Kapitel näher erläutert werden. Dabei wird deutlich, dass dabei Gewinner und Verlierer im internationalen Vergleich entstehen. Die Verlierer des globalen Handelns sind die Entwicklungsländer, während die Gewinner die Industrieländer sind. Was die Klassifizierungen Entwicklungsland, Schwellenland und Industrieland im globalen Markt bedeuten und wie die wirtschaftlichen Situationen dieser Länder aussehen wird in Kapitel zwei beschrieben. Des Weiteren werden die Probleme mit denen sich die Entwicklungsländer konfrontiert sahen, sowie ein paar Reformen der Regelungen des internationalen Handels im Laufe der Nachkriegszeit dargestellt.
Nachfolgend wird eine Möglichkeit erörtert, wie die Entwicklungsländer versuchten erfolgreich am Weltmarkt teilzunehmen und konkurrierend gegen die etablierten Unternehmen zu handeln. Die populäre Wirtschaftstheorie der Nachkriegszeit war der Strukturalismus, der eine große Rolle des Staates im industriellen Entwicklungsprozess sah. Dieser Theorie folgend habend Entwicklungsländer unter anderem in Lateinamerika und Subsahara-Afrika versucht ihre Wirtschaft zu industrialisieren und mit Hilfe der so genannten Importsubstituierenden Industrialisierung sich erfolgreich am globalen Markt zu etablieren. Diese Importsubstituierenden Industrialisierung wird in Kapitel drei behandelt und die Vor- und Nachteile aufgezeigt.
Auch die ostasiatischen Länder sahen sich mit ähnlichen Problemen konfrontiert, wie die in Lateinamerika und Subsahara-Afrika, haben jedoch nach ihrem eigenen Markt- beziehungsweise Wirtschaftsmodell gehandelt. Wie diese Staaten es mit Hilfe des ostasiatischen Modells erreichen konnten inzwischen nicht mehr als ein Entwicklungsland, sondern als ein Schwellenland klassifiziert zu werden wird in Kapitel vier analysiert.
Zum Abschluss wird die Forschungsfrage anhand der zuvor dargestellten Beispiele der Importsubstituierenden Industrialisierung und des ostasiatischen Modells beantwortet.
Seit den Weltkriegen wuchs die Welt immer mehr zu einer globalen Einheit zusammen und besonders in Bezug auf den Weltmarkt immer deutlicher für jeden Weltbürger / jede Weltbürgerin erkennbar. So können beispielsweise alle Europäer nicht nur Produkte aus anderen europäischen Staaten kaufen, sondern auch ohne Schwierigkeiten mit Produkten aus aller Welt, wie beispielsweise Amerika, Afrika oder Asien, zu handeln.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Internationaler Handel
2 Entwicklungsland, Schwellenland, Industrieland
2.1 Industrieländer und Schwellenländer
2.2 Entwicklungsländer
3 Importsubstituierende Industrialisierung
3.1 Strukturalismus
3.2 Importsubstituierende Industrialisierung
3.3 Kritik an der Importsubstituierenden Industrialisierung
4 das ostasiatische Modell
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Industrialisierung und der Teilnahme am internationalen Handel auf die wirtschaftliche Entwicklung von Entwicklungsländern. Dabei wird analysiert, wie unterschiedliche Strategien, insbesondere die importsubstituierende Industrialisierung (ISI) und das ostasiatische Modell, die wirtschaftliche Transformation dieser Staaten beeinflussen.
- Strukturen und Problemfelder des internationalen Handels
- Klassifizierung von Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern
- Theorie und Praxis der importsubstituierenden Industrialisierung (ISI)
- Analyse des ostasiatischen Erfolgsmodells als Alternative
- Vergleichende Betrachtung von staatlicher Lenkung und marktfreundlichen Strategien
Auszug aus dem Buch
3.1 Strukturalismus
Während der Nachkriegszeit wurde außerdem die Wirtschaftstheorie der Strukturalismus entwickelt. Dieser argumentierte, dass der Markt der Entwicklungsländer unvollkommen sei und es deshalb nicht schaffe die Ressourcen von der Landwirtschaft auf die Industrie eigenmächtig umzuverteilen. Dies begründen Strukturalisten mit zwei Koordinationsproblemen. Zum einen das Problem der ergänzenden Nachfrage und zum anderen die finanzielle Außenwirtschaft (siehe Oatley: 2011).
In einer Wirtschaft, in der nur wenige Menschen einen Lohn verdienen, könnte keine einzige Produktionsfirma ihre Produkte verkaufen, wenn nicht gleichzeitig eine große Anzahl anderer verarbeitender Industrien gleichzeitig gegründet würde. Diese Problematik ist jedoch in einer Wirtschaft vorhanden, die von der Landwirtschaft dominiert wird, in derer die Bürgerinnen und Bürger keinen Lohn bekommen. Die Strukturalisten bezweifelten, dass ein unkoordiniertes Marktverhalten zu einer gleichzeitigen Investition in mehrere Fertigungsindustrien führen würde, da kein einzelner Unternehmer einen Anreiz hat, in ein industrielles Unternehmen zu investieren, es sei denn, es ist koordiniert, dass andere gleichzeitig in andere Branchen investieren werden. Die Strukturalisten befürchtet mit dem Problem der ergänzenden Nachfrage, dass wenig in Industrien investiert werden würde, wenn sich der Markt dazu selbst überlassen werden würde.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung führt in die globalen Handelsstrukturen ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung durch Industrialisierung.
1 Internationaler Handel: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des globalen Handels, inklusive der Spezialisierung und des Hecksher-Ohlin-Modells.
2 Entwicklungsland, Schwellenland, Industrieland: Hier werden die ökonomischen Definitionen und Merkmale der unterschiedlichen Ländertypen sowie deren historischer Kontext dargestellt.
3 Importsubstituierende Industrialisierung: Das Kapitel behandelt die Theorie des Strukturalismus, die Strategie der ISI sowie die daraus resultierenden wirtschaftlichen Vor- und Nachteile.
4 das ostasiatische Modell: Dieses Kapitel analysiert das ostasiatische Erfolgsmodell und diskutiert das Zusammenspiel von staatlicher Industriepolitik und marktfreundlichen Ansätzen.
Schlüsselwörter
Internationaler Handel, Entwicklungsländer, Industrialisierung, Importsubstituierende Industrialisierung, Strukturalismus, Ostasiatisches Modell, Wirtschaftswachstum, Weltmarkt, Handelspolitik, Schwellenländer, Industriepolitik, Handelsbarrieren, Leistungsbilanzdefizit, Produktionsfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss Industrialisierung und die Teilnahme am internationalen Handel auf die ökonomische Entwicklung von Entwicklungsländern haben.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Handelsstrukturen, der importsubstituierenden Industrialisierung (ISI) und dem Vergleich zum ostasiatischen Entwicklungsmodell.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu klären, unter welchen Bedingungen Industrialisierung für Entwicklungsländer erfolgreich sein kann und welche Rolle der Staat dabei spielt.
Welche wissenschaftlichen Theorien finden Anwendung?
Die Arbeit stützt sich primär auf den Strukturalismus, das Hecksher-Ohlin-Modell sowie Analysen zur internationalen politischen Ökonomie von Oatley.
Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die Analyse der ISI-Strategie samt ihrer Kritikpunkte sowie die Untersuchung des ostasiatischen Modells.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind ISI (Importsubstituierende Industrialisierung), Strukturwandel, Weltmarkt, Exportorientierung und staatliche Planung.
Warum kritisieren die Autoren die ISI-Strategie?
Die ISI-Strategie führte laut Arbeit zu Haushaltsungleichgewichten, Leistungsbilanzdefiziten und Korruption, da staatlich gelenkte Unternehmen oft nicht profitabel waren.
Was unterscheidet das ostasiatische Modell von anderen ISI-Ansätzen?
Im Gegensatz zu reinen ISI-Ansätzen setzten die ostasiatischen Staaten frühzeitig auf eine exportorientierte Strategie und ein stabiles makroökonomisches Umfeld.
- Citar trabajo
- Mira Wiegand (Autor), 2018, Wie wirken sich die Industrialisierung und die Teilnahme am internationalen Handel auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Entwicklungslandes aus?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512473