Für diese Hausarbeit wurde der Medienverbund zum Bilderbuch "Der Grüffelo" ausgewählt, das 1999 von Julia Donaldson und Axel Scheffler verfasst und illustriert wurde. Einführend wird die Geschichte, welche die fiktionale Grundlage des Medienverbundes darstellt, kurz inhaltlich zusammengefasst und dessen Auswahl begründet. Im weiteren Verlauf werden die Angebote, die im Medienverbund entstanden sind, vorgestellt und die für diese Hausarbeit relevanten Medien, das Bilderbuch und der Kurzfilm, literarisch analysiert und miteinander verglichen. Die sich daraus ergebenen Chancen und Potenziale für den Lese- und Literaturunterricht werden in einem letzten Punkt herausgearbeitet und die zentralen Aussagen der Hausarbeit in einem abschließenden Fazit zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Möglichkeiten der Medienverbundintegration in den Lese- und Literaturunterricht am Beispiel von Julia Donaldsons und Axel Schefflers Der Grüffelo
2.1 Kurzzusammenfassung und Begründung des Medienverbunds
2.2 Analytische Aspekte von Der Grüffelo
2.2.1 Das Medium Bilderbuch
2.2.2 Das Medium Film
2.3 Analytischer Vergleich der Medien Buch und Film und deren Potenziale für den Lese- und Literaturunterricht
3. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht die didaktische Notwendigkeit und das Potenzial von Medienverbünden im Lese- und Literaturunterricht der Grundschule. Anhand des exemplarischen Werks „Der Grüffelo“ wird analysiert, wie der intermediale Einsatz von Bilderbuch und Film literarische Lernprozesse unterstützen und die Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern fördern kann.
- Medienverbunddidaktik im Deutschunterricht
- Analytischer Vergleich von Bilderbuch und Kurzfilm
- Intermediale Lektüre als didaktisches Werkzeug
- Förderung literarischer Kompetenzen in der Grundschule
- Bedeutung von "Medienkindheit" für den Unterricht
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Das Medium Bilderbuch
Michael Staiger (2013) beschreibt in seinem Artikel „Erzählen mit Bild-Schrifttext-Kombination. Ein fünfdimensionales Modell der Bilderbuchanalyse“ fünf Dimensionen, anhand welcher die unterschiedlichen Facetten eines Bilderbuches analysiert werden können. Diese werden bei der weiterführenden Analyse grundlegend sein.
Die Geschichte des Grüffelos wird im Bilderbuch auf 24 farblich gestalteten Seiten von einem auktorialen Erzähler in Form von Reimen erzählt. Die Erzählung folgt dabei stets der Wanderung der Maus durch den Wald, wodurch verschiedene Orte innerhalb des Waldes aufgegriffen werden – dabei wird der erzählte Raum jeweils durch die gemalten Bilder dargestellt. Die einsträngige Handlung weist chronologische Strukturen auf, die durch das Wiederkehren bestimmter Reime besonders hervorgehoben werden. So verlaufen die Begegnungen der Maus mit den verschiedenen Tieren immer nach dem gleichen Muster: Die Maus spaziert im Wald, die Waldtiere sehen die Maus, freuen sich und laden sie zu sich nach Hause ein. Die Maus winkt ab und verweist auf das Treffen mit dem Grüffelo, woraufhin die Tiere jeweils fragen: „Beim Grüffelo? Sag, was ist das für ein Tier?“ (Donaldson / Scheffler 1999) und die Maus jedes Mal antwortet: „Den kennst du nicht? Dann beschreib ich ihn dir“ (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Medienkindheit und leitet die didaktische Forschungsfrage zur Integration von Medienverbünden im Grundschulunterricht ab.
2. Möglichkeiten der Medienverbundintegration in den Lese- und Literaturunterricht am Beispiel von Julia Donaldsons und Axel Schefflers Der Grüffelo: Dieses Kapitel begründet die Auswahl des Grüffelo-Medienverbunds und führt in die Analyse der verschiedenen medialen Ausprägungen ein.
2.1 Kurzzusammenfassung und Begründung des Medienverbunds: Hier wird der Inhalt des Werkes kurz dargestellt und die Eignung des Medienverbunds für den Anfangsunterricht durch dessen inhaltliche und formale Gestaltung begründet.
2.2 Analytische Aspekte von Der Grüffelo: Das Kapitel bietet eine detaillierte literatur- und filmwissenschaftliche Untersuchung des Bilderbuchs sowie der filmischen Adaption.
2.2.1 Das Medium Bilderbuch: Analyse der narrativen Strukturen, der Bildgestaltung und der Reimform im ursprünglichen Kinderbuch.
2.2.2 Das Medium Film: Untersuchung der filmischen Mittel wie Kameraeinstellungen, Filmmusik und atmosphärische Inszenierung im Vergleich zur literarischen Vorlage.
2.3 Analytischer Vergleich der Medien Buch und Film und deren Potenziale für den Lese- und Literaturunterricht: Dieses Kapitel synthetisiert die Analyseergebnisse und zeigt auf, wie ein intermedialer Unterrichtseinsatz literarisches Lernen konkret fördern kann.
3. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt die Notwendigkeit, Medienverbünde als festen Bestandteil in den Literaturunterricht zu integrieren.
Schlüsselwörter
Medienverbund, Leseunterricht, Literaturunterricht, Grundschule, Der Grüffelo, Intermedialität, Kinderliteratur, Medienkindheit, Filmanalyse, Bilderbuchanalyse, Literarisches Lernen, Medienintegration, Didaktik, Leseförderung, Narratologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem didaktischen Einsatz von Medienverbünden (Buch und Film) im Deutschunterricht der Grundschule am Beispiel von „Der Grüffelo“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit verknüpft Ansätze der Medienpädagogik mit literaturdidaktischen Konzepten, insbesondere im Hinblick auf intermediales Lernen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll begründet werden, warum die Integration von Medienverbünden in den Unterricht notwendig ist und welches Potenzial sich dadurch für die Kompetenzförderung von Kindern ergibt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf Literaturanalysen und vergleichende medienanalytische Ansätze, basierend auf fachdidaktischen Modellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Bilderbuch und den Kurzfilm „Der Grüffelo“ hinsichtlich ihrer spezifischen Ausdrucksmöglichkeiten und vergleicht diese miteinander.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Medienverbund, Intermedialität, Literarisches Lernen und Grundschuldidaktik.
Wie unterscheidet sich die Darstellung des Waldes im Buch vom Film?
Das Buch zeichnet den Wald idyllischer und in hellen Farben, während der Film durch dunklere Töne und unheimliche Geräusche eine bedrohliche Atmosphäre schafft.
Welche Funktion hat die Reimform für das Lernen?
Die Reimform unterstützt das Mitsprechen und den Verstehensprozess, wodurch Kinder den Handlungsstrang besser verinnerlichen können.
- Citation du texte
- Jessica Deifel (Auteur), 2016, Das Potenzial von intermedialer Lektüre. Der "Grüffelo" im Lese- und Literaturunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512633