Textaufbau und Orthografie in Lernertexten von Grundschülern


Hausarbeit, 2014
18 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Lernertexte von GrundschülerInnen

2. Das Stufenmodell der Schreibentwicklung nach Valtin

3. Anwendung des Stufenmodells der Schreibentwicklung nach Valtin auf die Lernertexte

4. Graphematische Analyse der Lernertexte
4.1 Das phonographische Prinzip
4.2 Das silbische Prinzip
4.3 Das morphologische Prinzip

5. Merkmale von Textualität nach Hausendorf und Kesselheim

6. Zeitschriftenaufsätze zur Didaktik der Orthographie

1. Lernertexte von GrundschülerInnen

Aufgabe: Wählen Sie aus dem Seminarkorpus oder Ihrer eigenen Sammlung zwei Lernertexte von GrundschülerInnen aus. Stellen Sie diese beiden Texte kurz dar und geben Sie eine erste Einschätzung hinsichtlich Textaufbau und Orthographie.

Die Inhalte des folgenden Portfolios beziehen sich auf zwei Texte von GrundschülerInnen, die dem Corpus ,Kartoffelkäfergeschichten‘ entstammen und im weiteren Verlauf kurz inhaltlich zusammengefasst werden. Des Weiteren soll eine erste Einschätzung hinsichtlich ihres Textaufbaus und ihrer Orthographie gegeben werden. Die beiden Texte, die im Folgenden als,Text 1‘ und ,Text 2‘ bezeichnet werden, beginnen mit dem vorgegebenen Satz „Es war einmal ein kleiner Kartoffelkäfer“ (Zum besseren Verständnis wird von den beiden AutorInnen als männlich ausgegangen).

Der erste Text handelt von einem kleinen Kartoffelkäfer, der durch die Stadt fliegt und auf der Suche nach seiner Mutter ist. Zusätzlich dazu hat er „fürchterlichen Hunger“ (Text 1, Z. 3-4), der jedoch von einer Plastik-Erdbeere nicht gestillt werden kann. Als der Käfer an ein Kartoffelfeld gelangt begegnen ihm viele Menschen, die auf ihn aufmerksam werden („die Menschen sagen da ist ein Kartoffelkäfer“ (Text 1, Z. 7-8)). An dem Feld isst der Kartoffelkäfer so viel, dass er Bauchschmerzen bekommt und zu seinem Freund Nickolas Spinne geht, dem er von seinen Erlebnissen berichtet. Bei der Spinne findet er auch seine Mutter wieder.

Der Autor dieses Textes hat meines Erachtensbereits einige Regeln hinsichtlich des Textaufbaus verinnerlicht. Die Geschichte wurde durcheine gute Interpunktion in Sätze gegliedert, die fortlaufend aufeinander aufbauen. Inhaltlich ist der Text leicht verständlich, da er primär das Thema des fürchterlichen Hungers und der Suche nach der Mutter des Kartoffelkäfers behandelt und nicht davon abschweift.Alle Handlungen des Protagonisten dienen der Befriedigung dieser beiden Bedürfnisse und erreichenihren Höhepunkt in dem letzten Satz des Textes in welchem beschrieben wird, wie die Suche des Käfers ein Ende findet: „bei Nickolas war seine Muter“ (Text 1, Z. 12). Der Spannungsbogen der Geschichte wird von dem Verfasser dadurch aufrechterhalten, dass unvorhergesehene Dinge geschehen, die dem Erfolg der Suche im Wege stehen, wie beispielsweise die Erdbeere, die nur aus Plastik ist. Zusätzlich dazu werden abgesehen von dem Kartoffelkäfer noch weitere Charaktere erwähnt, wie die Menschen oder sein Freund Nickolas Spinne, die die Geschichte vielseitig machen und nicht langweilig werden lassen.

Abgesehen vom Textaufbau beherrscht der Autor auch bereits wichtige Regeln der Orthographie. Obwohl der Text noch einige Rechtschreibfehler enthält wurden gleichzeitig viele Regeln zur Prävention vor Fehlern beachtet, wie zum Beispiel die der Groß- und Kleinschreibung: Die meisten Satzanfänge wurden ebenso groß geschrieben wie die Mehrheit der Nomen. Obwohl die Zeitformen innerhalb des Textes mehrfach wechseln tragensie genauso wenig wie die Anzahl der orthographischen Fehler dazu bei, dass dem Leser das Verständnis der Wörter erschwert wird. Zusammenfassend beachtet der Verfasser meiner Meinung nach sowohl im Hinblick auf den Textaufbau als auch auf die Orthographie wichtige Regeln, die aus der Geschichte über den kleinen Kartoffelkäfer einen guten und verständlichen Text machen.

Im zweiten Text, der deutlich kürzer ist als der erste, wird von einem Kartoffelkäfer erzählt, der zum Wasser geht weil er Durst hat. Nachdem er etwas getrunken hat, fliegt er ins Wasser, wo er stirbt und somit auch einem Stein nicht ausweichen kann, der plötzlich auf ihn zufliegt. Die Geschichte endet damit, dass der Käfer am Strand liegt.

Inhaltlich ergeben sich aus dieser Geschichte einige Fragen für den Leser, die das Verständnis des Textes erschweren: Beispielsweise wird nicht deutlich, warum der Kartoffelkäfer ins Wasser fliegt und stirbt oder wo der Stein herkommt, der auf ihn zufliegt. Auch kann aus dem Verlauf der Geschichte nicht gut nachvollzogen werden, wie der Käfer zum Schluss an den Strand gelangt ist. Die fast vollständig fehlende Interpunktion erschwert dabei das Textverständnis ebenso wie die Tatsache, dass mehrere Wörter häufig zusammengeschrieben werden und dadurch oft nicht ganz eindeutig ist, welche Buchstaben ein einzelnes Wort darstellen sollen (s. 3. Anwendung des Stufenmodells der Schreibentwicklung nach Valtin auf die Lernertexte). Trotzdem hat der Autor offensichtlich versucht darauf zu achten, dass sich einige Sätze aufeinander beziehen: So wird in etwa der vorher beschriebene Tod des Kartoffelkäfers als Grund dafür angegeben, dass er nicht wegschwimmen kann um dem Stein auszuweichen. Zusätzlich dazu weist der deutliche Punkt am Ende des letzten Satzes darauf hin, dass der Verfasser begriffen hat, dass ein Punkt den Schluss einer Geschichte darstellt (vgl. Text 2, Z. 11).

Auch orthographisch weist die Schrift des Autors deutliche Schwierigkeiten auf. Die Groß- und Kleinschreibung scheint an vielen Stellen willkürlich gewählt zu sein, da häufig Buchstaben mitten in einem Wort groß geschrieben werden. Einige Rechtschreibfehler tragen zusätzlich dazu bei, dass Wörter nicht ganz eindeutig erkannt werden können;ein Beispiel dafür ist das Wort „trennt“ (Text 2, Z. 4), was wahrscheinlich „trinkt“ bedeuten soll.Zusammenfassend scheint der Autor zwar bemüht darum zu sein die Geschichte schlüssig aufzubauen, was jedoch nicht vollständig gelingt. Aus der fehlerhaften Orthographie ergeben sich dabei zusätzliche Fragestellungen, die dem Leser das Textverständnis erschweren.

Literatur

Kartoffelkäfergeschichten S. 9, 22

2. Das Stufenmodell der Schreibentwicklung nach Valtin

Aufgabe: Stellen Sie das Stufenmodell der Schreibentwicklung nach Valtin (1993) dar.

Renate Valtin (1993, S. 23-53) entwickeltewährend ihrer Arbeit „Kinder lernen schreiben und über Sprache nachzudenken: Eine empirische Untersuchung zur Entwicklung schriftsprachlicher Fähigkeiten“ ein Stufenmodell zum Verschriftungsniveau von Schreibanfängern. DieStudien, auf deren gewonnenen Ergebnissen das Modell aufbaut, dienten dazu herauszufinden „welche Strategien die Schüler bei der Verschriftung von Sätzen verwenden“ (Valtin 1993, S. 44). Dafür wurden Kinder zu unterschiedlichen Zeitpunkten des ersten Schuljahres vor die Aufgabe gestellt, bestimmte vorgegebene Sätze aufzuschreiben. Aus den Versuchen ergab sich eine Unterscheidung vonsieben Niveaustufen, die die Schreibversuche der Kinder charakterisieren und dabei helfen sollen, die Schreibfähigkeiten der Kinder einordnen zu können. Dieses Stufenmodell der Schreibentwicklung soll im Folgenden kurz dargestellt werden.

Zu Beginn ihres Schreibprozesses befinden sich Kinder in der Stufe 0, der Kritzelstufe.Charakteristisch hierfür ist, dass schon erste Anzeichen von Segmentierung erkannt werden können; das Geschriebene kann dabei für den Leser jedoch noch nicht als lesbare Schrift identifiziert werden (vgl. Valtin 1993, S. 44).

Die nächste Stufe ist die Phase des Buchstabenmalens: Kinder, die sich in dieser Phase befinden sind bereits in der Lage, einzelne Buchstaben zu verschriften oder wenigstens Zeichen zu malen, die Buchstaben ähnlich sehen. Auch hierbei fehlt allerdings das Verständnis für die tatsächliche Lautung der Wörter und das Wissen, wie man diese zusammenhängend so aufschreiben kann, dass sie einen Sinn für den Leser ergeben. Gleichzeitig wird die Unterscheidung von Groß- und Kleinbuchstaben in dieser Phase noch nicht erkannt, da Kinder sie willkürlich und nach eigenem Belieben verwenden (ebd.).

Vorphonetisches Niveau wird die zweite Phase des Stufenmodells der Schreibentwicklung nach Valtin genannt. Im Gegensatz zur ersten Stufe hat ein Kind, welches sich in dieser Phase befindet, bereits eine grobe Vorstellung einer lautorientierten Schrift, wobei jedoch nicht jedes Wort einzeln segmentiert wird.Stattdessen werden häufig ganze Wörter ausgelassen, da das Verständnis für die Bedeutung des Aufbaus von Wörtern und Sätzen noch nicht vorhanden ist. Kennzeichnend für diese Niveaustufe ist eine rudimentäre Schreibweise (vgl. Valtin 1993, S. 45).

Renate Valtin (1993, S. 45f.) gab der dritten Stufe den Namen Halbphonetisches Niveau und beschrieb damit eine Phase in der sich Kinder befinden, die bereits fast alle Wörter und vor allem die wichtigsten Laute wiedergeben können. Auch eine erste Vorstellung von Silben kann schon bestehen, da diese oft zumindest durch einen einzelnen Buchstaben dargestellt werden. Die meisten Kinder mit dem Niveau dieser dritten Stufe haben dabei noch keine Erkenntnisse darüber, wie oder mit welchem Zweck einzelne Wörter voneinander durch Spatien getrennt werden.

Die vierte Stufedes Modells der Schreibentwicklung ist die Phonetische Strategie. Kinder mit einem Schreibniveau dieser Phase versuchen bereits das, was sie hören, wenn sie Wörter (meist langsam) aussprechen, zu verschriften. Dabei können sie bereits alle Laute vollständig phonetisch abbilden, auch wenn häufig Übergangskonsonanten nicht mitgeschrieben werden. Sowohl die Umgangssprache der Kinder als auch die gedehnte Artikulation wirken sich dabei wesentlich auf das entstehende Schriftbild aus (vgl. Valtin 1993, S. 46).

Wenn Kinder bereits Übergangskonsonanten berücksichtigen und ihre Schriftsprache schon weiterentwickelt ist, befinden sie sich in der Phase Phonetische Umschriftung und erste Verwendung orthographischer Muster (vgl. Valtin 1993, S. 47) – die fünfte Stufe von Valtins Stufenmodell. Charakteristisch ist hierbei, dass wichtige phonographische, silbische oder morphologische Regeln beachtet werden, die zu einer weitgehend korrekten Schreibweise führen.

Zum Schluss wird noch auf eine letzte Niveaustufe hingewiesen:Vollständige, richtige orthographische Wiedergabe der Wörter (ebd.). Diese ist gekennzeichnet von einem ausgeprägten Verständnis von Sprache und der Fähigkeit, die gehörten Laute vollkommen richtig wiederzugeben.

Valtins Stufenmodell der Schreibentwicklung trug maßgeblich zu der Erkenntnis bei, dass Kinder der ersten Klasse sich in der Entwicklung des Schreibenlernens auf verschiedenen Niveaustufen befinden, „die sich in der Regel jedoch nur um eine Stufe unterscheiden“ (Valtin 1993, S. 47). Nach nur wenigen Monaten Schulunterricht wurde jedoch deutlich, dass sich die Schreibfähigkeiten der Kinder erheblich verbesserten, sie mit zunehmender Zeit ein immer besseres Verständnis für Laute und Buchstaben entwickelten und dadurch gleichzeitig ein immer ausgeprägteres Bewusstsein für Sprache erhielten.

Literatur

Valtin, Renate. 1993. Kinder lernen schreiben und über Sprache nachzudenken: Eine empirische Untersuchung zur Entwicklung schriftsprachlicher Fähigkeiten. In: Renate Valtin & Ingrid Naegele (Hsg.), “Schreiben ist wichtig!” Grundlagen und Beispiele für kommunikatives Schreiben(lernen), 23–53. 2. Aufl. Frankfurt am Main: Arbeitskreis Grundschule

3. Anwendung des Stufenmodells der Schreibentwicklung nach Valtin auf die Lernertexte

Aufgabe: Wenden Sie das Modell auf Ihre beiden Texte an: Wie würden Sie die Texte einordnen? Warum? Wie bewerten Sie die Fruchtbarkeit des Modells für die Analyse der Schreibkompetenzen Ihrer beider AutorInnen?

Das Stufenmodell der Schreibentwicklung nach Renate Valtin lässt sich gut auf die beiden Lernertexte aus dem Corpus ,Kartoffelkäfergeschichten‘ anwenden. Im Folgenden soll herausgearbeitet werden, welcher Niveaustufe die Schreibkompetenzen der beiden Autoren zuzuordnen sind und woran zu erkennen ist, dass bereits ein Verständnis für die Struktur von Sprache vorhanden ist.

Der Verfasser des ersten Textes beherrscht bereits eine äußerst sichere Zeichenführung: Die Buchstaben werden korrekt wiedergegeben und es wird gleichzeitig bewusst zwischen Klein- und Großbuchstaben unterschieden. Dies deutet darauf hin, dass sich das Kind, welches diese Geschichte aufschrieb, mindestens in der Phase des Vorphonetischen Niveaus befindet (vgl. Valtin 1993, S. 45). Zusätzlich dazu werden alle Wörter aufgeschrieben, ohne dass der Eindruck entsteht, dass einzelne Wörter, die als weniger wichtig empfunden werden, fehlen. Diese Tatsache weist darauf hin, dass die Schreibfähigkeiten des Autors mindestens der dritten Phase zuzuordnen sind. Kennzeichnend für die Phase der Phonetischen Strategie ist eine „vollständige phonetische Abbildung aller zu hörenden Laute“ (Valtin 1993, S. 46). Auch diese ist bei dem vorliegenden Text bereits vorhanden: Der Verfasser der Kartoffelkäfergeschichte bildet alle Phoneme genau ab, was dadurch deutlich wird, dass der Text und die Wörterfür den Leser sehr leicht verständlich sind.

Meines Erachtens geht das Schreibniveau des Autors jedoch bereits über die vierte Phase hinaus und kann stattdessen der Phase der Phonetischen Umschrift zugeordnet werden, was an einigen Beispielen deutliche gemacht werden soll. Bei der Geschichte über den Kartoffelkäfer werden bereits Einsichten in eine morphologische Schreibung deutlich: Beispielsweise wird das Wort Plastik mit g am Ende geschrieben (vgl. Text 1, Z. 5), was deutlich macht, dass der Verfasser bereits erste orthographische Regeln anzuwenden versucht (insbesondere die der Auslautverhärtung). Dies kann man auch an dem Nomen Feld erkennen, welches der Autor mit einem <d> schreibt statt des lautlich eher naheliegenden <t>‘s. Zusammenfassend würde ich daher das Schreibniveau des Verfassers des ersten Textes der fünften Stufe des Stufenmodells nach Valtin zuordnen, da ein ausgeprägtes Phonembewusstseinerkenntlich ist und zusätzlich dazu erste silbenbezogene und morphologische Regeln beachtet werden.

Auch der Autor des zweiten Kartoffelkäfertextes ist bereits in der Lage, Buchstaben richtig aufzuschreiben. Darüber hinaus werden alle Wörter wiedergegeben, was dafür spricht, dass sich das Kind mindestens in der dritten Stufe von Valtins Stufenmodell der Schreibentwicklung befindet. Im Gegensatz zu dem Autor der ersten Geschichte lässt das Kind, das den zweiten Text verfasste, kaum Leerzeichen zwischen den Wörtern, was kennzeichnend für das Halbphonetische Niveau ist (vgl. Valtin 1993, S. 45f.). Dies wird zum Beispiel deutlich an der aufeinandergereihten Buchstabenfolge in Zeile 7in der es heißt: „einma FlikteeinStein“ (Text 2). Die drei letzten Wörter wurden dabei nicht durch Spatien getrennt sondern weitgehend zusammengeschrieben.

In dem Text finden sich aber auch Schreibungen, die für eine Zuordnung zur vierten Stufe sprechen würden: Viele der vorliegenden Fehler scheinen aufgrund der gedehnten Sprechweise entstanden zu sein, bei der der Autor oder die Autorin versucht hat, alle Laute, die zu hören sind, abzubilden. Dazu gehören exemplarisch die Wörter Doast statt Durst (vgl. Text 2, Z. 3), zom statt zum (ebd.) oder wal statt weil (vgl. Text 2, Z. 5). Außerdem ist die Tatsache, dass bei einzelnen Wörtern die Übergangskonsonanten weggelassen wurden und so eine Skelettschreibung entsteht charakteristisch für Kinder, die sich in der Phase der Phonetischen Strategie befinden. Dies ist unter anderem bei den Wörtern nit statt nicht (vgl. Text 2, Z. 8) oder wl statt weil (vgl. Text 2, Z. 9) der Fall. Eine „erste Verwendung orthographischer Muster“ ist in dem vorliegenden Text nicht erkennbar, somit hat der Verfasser des zweiten Textes die fünfte Stufe noch nicht erreicht. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen befindet sich das Kind meinem Erachten nach entweder in der dritten oder der vierten Phase des Stufenmodells von Valtin, da die noch sehr fehlerhafte Schreibweise Merkmale beider Stufen wiederspiegelt.

Anschließend an die Einordnung der Lernertexte in das Stufenmodell der Schreibentwicklung nach Valtin soll im Folgenden kurz die Fruchtbarkeit des Modells für die Analyse der Schreibkompetenzen der beiden Autoren bewertet werden. Wie in der vorangehenden Interpretation beobachtet lassen sich Lernertexte von GrundschülerInnen gut anhand des Stufenmodells einordnen. Als positiv zu bewerten ist dabei, dass sowohl Schreibanfänger, die noch keine Vorstellung von Schrift haben, als auch fortgeschrittene SchülerInnen, die bereits alle orthographischen Regeln beachten können, Valtins Modell zugeordnet werden können. Auch kann eine Lehrperson anhand einer Zuteilung zu diesem Modell schnell einen Überblick darüber gewinnen, welche SchülerInnen weniger Schwierigkeiten mit dem Schreiben haben als andere. Jedoch lässt sich nicht immer eindeutig bestimmen, welcher Stufe ein bestimmtes Schreibniveau zuzuordnen ist, da viele Texte Merkmale mehrerer Stufen aufweisen. Abgesehen davon lässt sich zusammenfassen, dass das Stufenmodell der Schreibentwicklung insbesondere für Schreibanfänger – und so auch für die Autoren der vorliegenden Kartoffelkäfergeschichten – geeignet ist, um die Schreibkompetenzen bestimmen und einordnen zu können.

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Textaufbau und Orthografie in Lernertexten von Grundschülern
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V512635
ISBN (eBook)
9783346094766
ISBN (Buch)
9783346094773
Sprache
Deutsch
Schlagworte
textaufbau, orthografie, lernertexten, grundschülern
Arbeit zitieren
Jessica Deifel (Autor), 2014, Textaufbau und Orthografie in Lernertexten von Grundschülern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512635

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