Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Media, Art, Music

Die soziologische Betrachtung des Schüler-VZ

Title: Die soziologische Betrachtung des Schüler-VZ

Seminar Paper , 2009 , 14 Pages

Autor:in: Christian Schwambach (Author)

Sociology - Media, Art, Music
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Schülerverzeichnis ist ein Phänomen, welches in den letzten zwei Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat. Mit mehr als fünf Millionen Mitgliedern stellt das Schülerverzeichnis nicht bloß eine Randerscheinung dar, sondern entwickelte sich zur meistbesuchten deutschsprachigen Seite. Laut einer Studie des Internationalen Währungsfonds wurde das Schülerverzeichnis 5,1 Milliarden mal im Januar 2009 aufgerufen. Diese Arbeit untersucht inwieweit das Schüler-VZ das Leben Jugendlicher beeinflusst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Soziologische Betrachtung des Schülerverzeichnisses

2. Soziale Netzwerke als Sozialisationsinstanz

2.1. Auswirkung des Schülerverzeichnisses auf die Entwicklung von Jugendlichen

2.2 Die Beeinflussung der Sprache durch das Schülerverzeichnis

2.3. Einfluss auf die politische Willensbildung

3. Veränderungen im Schülerverzeichnis – Ein Wertewandel

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminarfacharbeit untersucht das soziale Netzwerk Schüler-VZ aus einer soziologischen Perspektive, um dessen Rolle als Sozialisationsinstanz für Jugendliche zu analysieren und den Einfluss auf die Identitätsbildung sowie das Kommunikationsverhalten der Nutzer zu beleuchten.

  • Soziologische Einordnung des Schüler-VZ als Sozialisationsinstanz
  • Einfluss des Netzwerks auf die Sprachentwicklung (Netzjargon)
  • Auswirkungen auf die politische Willensbildung und Radikalisierungspotenziale
  • Analyse des Wertewandels innerhalb der Plattform
  • Empirische Untersuchung des Nutzungsverhaltens und der Sicherheitsaspekte

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Beeinflussung der Sprache durch das Schülerverzeichnis

„Ein weiteres typisches Merkmal eines sozialen Netzwerkes ist die Chatsprache, denn im gleichen Maße wie sich das Internet entwickelte, so entwickelte sich auch ein eigener Netzjargon. Dieser lässt sich vor allem dadurch charakterisieren, dass er kurz und prägnant ist. Emotionen werden beispielsweise durch Smileys oder einzelne Begriffe dargestellt. Lautes Lachen wird beispielsweise im Chat mit „LOL“ ausgedrückt, welches sich aus dem Englischen „Laughing Out Loud“ abgeleitet hat. Des weiteren werden auch Zahlen verwendet, um Wortsilben auszutauschen. So lässt sich auch „Gute Nacht“ mittels „gn8“ ausdrücken. Die dritte Besonderheit der Chatsprache besteht darin, dass Zahlen und Sonderzeichen Buchstaben direkt ersetzen können. So wird häufig eine drei anstatt des „E“ verwendet, da die Form einem gespiegelten „E“ ähnelt. Des weiteren zeichnet sich das Schriftbild dadurch aus, dass für den Inhalt nicht relevante Schriftzeichen benutzt werden. Öfters entfallen daher Vokale. Auch die Verwendung von Sonderzeichen ist charakteristisch.“ Der Groß- und Kleinschreibung wird ebenfalls wenig Bedeutung beigemessen, denn nur so ist eine schnellere Kommunikation möglich. Selbstverständlich birgt dies eine große Gefahr, da die Schwierigkeit besteht den Gebrauch des Chatjargons lediglich auf das Schülerverzeichnis zu beschränken.

Natürlich ist die Chatsprache ein wesentlicher Teil des Internets, über den sich viele Jugendliche definieren. Aber auch die negativen Impulse auf die Muttersprache können nicht negiert werden. Zwei meiner Studien belegen dies. Einerseits habe ich mit meinem Teamkollegen die Profile der Schüler der Klasse 7 b unter die Lupe genommen und deren Rechtschreibung analysiert. Die Profile der 12- und 13-jährigen wiesen durchschnittlich 19 Rechtschreibfehler auf. In Hinblick, dass auch Erwachsene, wie Lehrer, Professoren oder sonstige Arbeitgeber Zugriff auf das Schülerverzeichnis haben, ist dies keine besonders gute Werbung für das eigene Image.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Soziologische Betrachtung des Schülerverzeichnisses: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die soziologische Relevanz des Schüler-VZ als soziales Phänomen und definiert den grundlegenden Prozess der Sozialisation bei Jugendlichen.

2. Soziale Netzwerke als Sozialisationsinstanz: Hier wird untersucht, wie das Schüler-VZ als virtuelle Parallelgesellschaft fungiert, welche die Identitätsbildung durch Kommunikation und Kontaktknüpfung aktiv beeinflusst.

2.1. Auswirkung des Schülerverzeichnisses auf die Entwicklung von Jugendlichen: Dieser Abschnitt analysiert das Nutzungsverhalten, die altersspezifische Verteilung und widerlegt die Hypothese, dass die Plattform zwangsläufig zu schlechteren schulischen Leistungen führt.

2.2 Die Beeinflussung der Sprache durch das Schülerverzeichnis: Hier wird der Einfluss des Internets auf die Sprachentwicklung, insbesondere die Entstehung eines fehleranfälligen „Netzjargons“, kritisch beleuchtet.

2.3. Einfluss auf die politische Willensbildung: Dieses Kapitel thematisiert die politische Instrumentalisierung der Plattform durch Interessensverbände und die Herausforderungen bei der Moderation rechtsextremer Inhalte.

3. Veränderungen im Schülerverzeichnis – Ein Wertewandel: Abschließend wird das Schüler-VZ im Kontext eines gesamtgesellschaftlichen Wertewandels betrachtet und die stetige technische sowie inhaltliche Weiterentwicklung der Plattform diskutiert.

Schlüsselwörter

Schüler-VZ, Sozialisation, Jugendliche, Soziologie, Netzjargon, Identitätsbildung, Online-Sozialisation, Politische Willensbildung, Virtuelle Parallelgesellschaft, Wertewandel, Internetnutzung, Medienkompetenz, Gruppenkommunikation, Datensicherheit, Soziales Netzwerk

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die soziologische Bedeutung des sozialen Netzwerks Schüler-VZ für Jugendliche in den Jahren um 2009 und dessen Einfluss auf ihre Sozialisation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Identitätsbildung, die Veränderung der Sprache, die politische Willensbildung sowie der allgemeine Wertewandel in einer virtuellen Umgebung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, inwiefern das Schüler-VZ als Sozialisationsinstanz das tägliche Leben und die individuelle Entwicklung seiner Nutzer prägt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor stützt sich auf soziologische Theoriegrundlagen sowie eine eigene empirische Umfrage unter 300 Jugendlichen und eine Analyse von Nutzerprofilen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von sozialen Netzwerken als Sozialisationsinstanzen, die Auswirkungen auf Sprache und Politik sowie eine kritische Betrachtung des Wertewandels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schüler-VZ, Sozialisation, Identitätsbildung, Netzjargon, politische Willensbildung und Wertewandel sind die zentralen Begriffe der Publikation.

Wie bewertet der Autor den Einfluss auf die Sprache der Jugendlichen?

Der Autor sieht eine negative Tendenz, da die im Netzjargon vernachlässigte Grammatik und Rechtschreibung zunehmend die Alltagssprache der Jugendlichen beeinflussen könnte.

Warum ist die politische Willensbildung auf der Plattform problematisch?

Aufgrund der enormen Gruppenzahl ist eine effektive Moderation von rechtsextremen Inhalten für das Schüler-VZ-Supportteam nur sehr schwer zu bewältigen.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Die soziologische Betrachtung des Schüler-VZ
Author
Christian Schwambach (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V512718
ISBN (eBook)
9783346095879
ISBN (Book)
9783346095886
Language
German
Tags
betrachtung schüler-vz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Schwambach (Author), 2009, Die soziologische Betrachtung des Schüler-VZ, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512718
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint