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Das Reflexionsmodell nach John Dewey als Hilfsmittel zur Bewältigung der pädagogischen Professionalität

Title: Das Reflexionsmodell nach John Dewey als Hilfsmittel zur Bewältigung der pädagogischen Professionalität

Term Paper (Advanced seminar) , 2019 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Luisa-Viktoria Schäfer (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Das Reflektieren der eigenen Handlungen ist in zahlreichen Professionen ein essentieller Teil der alltäglichen Berufspraxis. Der Lehrberuf ist mit seinen Antinomien und den hohen Anforderungen an die professionellen Handlungskompetenzen ebenso ein Beruf, welcher reflexives Denken erfordert, um zukünftig ein vielfältiges Repertoire an Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben. Die professionelle Kompetenz einer Lehrkraft setzt sich folglich neben der Planung und Organisation auch aus der Reflexion der Lehr- und Lernprozesse zusammen. Diese müssen gemäß den Standards von der Lehrkraft anschließend bewertet und evaluiert werden. Nur so kann die Qualität in der eigenen Handlungsfähigkeit und damit auch der Unterricht an sich verbessert werden.

Diese Arbeit thematisiert die genannten Reflexionsprozesse im Hinblick auf die Selbstreflexion der Lehrkraft sowie ihrer Aufgabe zur Schulung der Selbstreflexion bei Lernenden. Dabei werden insbesondere die Grundgedanken des Philosophen und Pädagogen John Dewey zur Hilfe genommen, dessen Reflexionsverständnis bereits Anfang des 20. Jahrhunderts Ansätze des erfahrungsbasierten und selbstbestimmten Lernens liefert. Des Weiteren wird in dieser Arbeit überprüft, inwiefern sich Deweys Reflexionsbegriff in Andrew Pollards "How can we develop the quality of our teaching?" aus dem Jahre 2014 wiederfindet, um die Aktualität von Deweys Thesen zu analysieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Herausforderungen pädagogischer Professionalität im Lehrberuf nach Terhart

1.1 Drei Bestimmungsansätze von pädagogischer Professionalität

1.2 Der Strukturtheoretische Bestimmungsansatz

2 Das Reflexionsmodell nach John Dewey (1859-1952)

2.1 How we think, 1910

2.1.1 Reflexives Denken

2.1.2 Die konstruktivistische Lerntheorie bei Dewey

2.2 Democracy and Education, 1930

2.2.1 Das Problem der Trennung von geistiger und körperlicher Aktivität

2.2.2 Die Methode des Erkennens als reflexives Denken

2.2.3 Vier Grundhaltungen für einen erfolgreichen Umgang mit dem Lehr- und Lernstoff

3 Deweys reflexives Denken und Grundhaltungen bei Pollard

3.1 How can we develop the quality of our teaching?, 2014

3.1.1 Das „Reflective Teaching“ und die evidenzbasierte Praxis zur Verbesserung der Lehrkompetenz und der Unterrichtsqualität

3.1.2 Sieben Schlüsselkompetenzen von reflexiver Praxis

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der reflexiven Praxis für die pädagogische Professionalität im Lehrberuf. Dabei wird analysiert, wie die philosophischen Grundlagen von John Dewey zum reflexiven Denken zur Bewältigung der Anforderungen und Antinomien im Schulalltag beitragen und inwiefern sich diese Konzepte in aktuellen Modellen der Lehrerbildung, insbesondere bei Andrew Pollard, widerspiegeln.

  • Pädagogische Professionalität und deren Bestimmungsansätze nach Terhart
  • Die Reflexionsmodelle von John Dewey (How we think & Democracy and Education)
  • Evidenzbasierte Praxis und "Reflective Teaching" bei Pollard
  • Bedeutung der Selbstreflexion für die Qualität der Unterrichtsgestaltung
  • Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität, Erfahrung und reflexiven Prozessen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Reflexives Denken

In How we think nennt Dewey drei ineinander übergehende Formen des Denkens: Gedanken, Denken und Überzeugungen (vgl. übers. aus Dewey 1910, S. 1). Gedanken sind bei Dewey alles, was uns wahllos durch den Kopf geht. „Everything that comes to mind, that goes throught our heads, is called a thought.“ (ebd., S.1) Das Wort Denken beschreibt bei Dewey hingegen den Vorgang bei dem die Sinne nicht mehr beteiligt sind. Also sind damit die inneren Vorgänge gemeint, die sich mit Vorstellungen, Erinnerungen und Begriffen beschäftigen, die nicht unmittelbar durch die Sinne aufgenommen werden. „We think (or think of) only such things as we do not directly see, hear, smell or taste.”(ebd., S. 1). Überzeugungen sind bei Dewey, diejenigen Gedanken, die auf Beweisen und Gründen beruhen (vgl. ebd., S. 1). Er meint damit alles, was wir für wahr halten, ist eine Überzeugung. Diese Überzeugungen, im englischen Original auch believes genannt, unterteilen sich gemäß Dewey in zwei Unterkategorien. In der ersten Kategorie bilden sich Überzeugungen durch Traditionen, Belehrung oder Nachahmung heraus. In der zweiten Kategorie werden Überzeugungen durch das eigene, intensive Forschen nach Gründen und Beweisen entwickelt (vgl. ebd. S.4ff). Dewey beschreibt dies folgendermaßen:

„Active, persistent and careful consideration of any belief or supposed form of knowledge in the light of the grounds that support it, and the further conclusions to which it tends.”(ebd., S. 6)

Diese letzte Unterkategorie der Überzeugungen beschreibt also die Idealsituation des reflexiven Denkens, welches als reges, andauerndes sorgfältiges Prüfen von etwas, das für wahr gehalten wird, beschrieben werden kann (vgl. Dewey 1951, S. 5). Hieraus werden nach Dewey im Anschluss Konsequenzen für das eigene Handeln gezogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Herausforderungen pädagogischer Professionalität im Lehrberuf nach Terhart: Das Kapitel erläutert die Antinomien des Lehrberufs und begründet, warum gerade der strukturtheoretische Ansatz die Selbstreflexion als zentrales Element professionellen Handelns hervorhebt.

2 Das Reflexionsmodell nach John Dewey (1859-1952): Es werden die zentralen Thesen Deweys zu "How we think" und "Democracy and Education" vorgestellt, wobei der Fokus auf dem reflexiven Denken, der konstruktivistischen Lerntheorie und der "Methode des Erkennens" liegt.

3 Deweys reflexives Denken und Grundhaltungen bei Pollard: In diesem Kapitel wird die Brücke zur modernen Pädagogik geschlagen, indem Pollards Ansätze zur evidenzbasierten Praxis und seine Schlüsselkompetenzen mit den Grundgedanken Deweys verglichen werden.

4 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Reflexion als essenzielles Werkzeug zur Professionalisierung auch nach fast 80 Jahren hochaktuell bleibt und die Grundlage für einen qualitätsvollen Unterricht bildet.

Schlüsselwörter

John Dewey, Reflexive Praxis, Pädagogische Professionalität, Lehrerbildung, Ewald Terhart, Andrew Pollard, Reflective Teaching, Evidenzbasierte Praxis, Selbstreflexion, Konstruktivismus, Didaktik, Antinomien, Democracy and Education, How we think, Unterrichtsqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz der reflexiven Praxis für Lehrerinnen und Lehrer, basierend auf den philosophischen Ansätzen von John Dewey und deren Anwendung in modernen pädagogischen Konzepten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind pädagogische Professionalität, der Prozess des reflexiven Denkens, die Bedeutung von Erfahrung für das Lernen sowie der evidenzbasierte Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Deweys Reflexionskonzepte zur Bewältigung der Herausforderungen des Lehrberufs beitragen und inwieweit diese durch den Vergleich mit Andrew Pollard für das heutige Bildungssystem als aktuell bestätigt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der primär die Werke von Dewey und Pollard im Hinblick auf ihre pädagogischen Thesen verglichen und in Bezug auf Terharts Strukturtheorie reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der beruflichen Anforderungen nach Terhart, eine detaillierte Analyse der Reflexionsmodelle von Dewey und deren Abgleich mit Pollards Modell des "Reflective Teaching".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen John Dewey, Reflexive Praxis, Pädagogische Professionalität, Reflective Teaching und Evidenzbasierte Praxis.

Warum spielt die körperliche Aktivität bei Dewey eine so große Rolle für den Lernprozess?

Dewey betont, dass körperliche Aktivität eine untrennbare Einheit mit geistiger Tätigkeit bildet; ihre Unterdrückung in der Schulpraxis verhindert echtes, erfahrungsbasiertes Lernen und reflexives Denken.

Inwiefern unterscheiden sich die "routinierten Handlungen" von "reflexiven Handlungen" nach Pollard?

Routinierte Handlungen sind statisch und folgen Traditionen oder Autoritäten, während reflexive Handlungen eine ständige Selbstbewertung und eine bewusste Weiterentwicklung der Lehrkompetenz beinhalten.

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Details

Title
Das Reflexionsmodell nach John Dewey als Hilfsmittel zur Bewältigung der pädagogischen Professionalität
College
University of Frankfurt (Main)  (INSTITUT FÜR PSYCHOLOGIE)
Grade
1,0
Author
Luisa-Viktoria Schäfer (Author)
Publication Year
2019
Pages
16
Catalog Number
V512805
ISBN (eBook)
9783346095640
ISBN (Book)
9783346095657
Language
German
Tags
John Dewey Reflexion Professionalität pädagogische Professionalität Ewald Terhart Andrew Pollard strukturtheoretischer Bestimmungsansatz reflexives Denken How we think Democracy and Education konstruktivistische Lerntheorie How we develop the quality of our teaching Reflective Teaching professionelle Handlungskompetenzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luisa-Viktoria Schäfer (Author), 2019, Das Reflexionsmodell nach John Dewey als Hilfsmittel zur Bewältigung der pädagogischen Professionalität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512805
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