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Die Rolle der Identität und der medialen Verbreitung in der Entwicklung der deutschen und spanischen Jugendsprache

Title: Die Rolle der Identität und der medialen Verbreitung in der Entwicklung der deutschen und spanischen Jugendsprache

Bachelor Thesis , 2016 , 46 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Malene Heil (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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In der vorliegenden Arbeit wird ein Vergleich der spanischen und deutschen jugendsprachlichen Varietäten im Kontext von Migration, Identität und Medien vorgenommen. Im Kontext der aktuellen Flüchtlingskrise sind Identität und Sprache im Zusammenhang mit Integration, sowohl in Fachkreisen als auch populärwissenschaftlich, viel diskutierte Themen. Die gegenwärtigen Entwicklungen verändern das Bild von Europa, machen es bunter und vielfältiger. Neben finanziellen und organisatorischen Herausforderungen, die bewältigt werden müssen, ist auch die Sprachpolitik gefragt zu handeln, um ein multikulturelles Zusammenleben und interkulturelle Bereicherungen zu ermöglichen. Ein Großteil der Migranten ist im Jugendalter, die meisten von ihnen werden in den Aufnahmeländern die staatlichen Schulen besuchen und kommen so in Kontakt mit der einheimischen Jugend und ihrer Kultur. Diese Vermischung wird in den kommenden Jahren ein interessantes und sehr weitläufiges Forschungsfeld bieten, auch im Kontext der Linguistik.

Da Einwanderung kein neues Phänomen ist, lohnt es sich, auf die Vergangenheit zu blicken und zu untersuchen, welchen Einfluss migrationsbedingte Entwicklungen bisher auf die Sprache hatten. Im Zentrum dieser Untersuchungen werden die Jugendsprachen deutscher und spanischer Jugendlicher stehen. Der Vergleich zwischen Deutschland und Spanien bietet sich an, da trotz relativer räumlicher Nähe die Migrationsentwicklungen sehr heterogen sind und sich somit voraussichtlich erkenntnisreiche Kontraste aufzeigen werden. Um den Forschungsgegenstand einzugrenzen, bezieht sich die Arbeit lediglich auf die Jugendsprachen. Ein Grund für diese Begrenzung ist, dass Jugendsprachen - wie sich im Verlauf der Arbeit zeigen wird - besonders dynamisch sind und Neues und Anderes schnell und gerne adaptieren.

Einen weiteren Schwerpunkt werden die (neuen) Medien darstellen. Jugendsprachen und Medien befinden sich in einer komplexen Wechselbeziehung. Zudem stellt die Ausbreitung der Medien eine globale Entwicklung dar, sodass dieselben Inhalte international und kontinental in der industrialisierten Welt Verbreitung finden. Weiterhin muss die Rolle der (jugendlichen) Identität untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Migration in Deutschland und Spanien

2.1 Migration in Deutschland

2.2 Migration in Spanien

3 Jugend – Jugendsprache – Jugendsprachforschung

3.1 Jugend

3.2 Jugendsprachforschung

3.3 Jugendsprache

3.3.1 Jugendsprache als Soziolekt

3.3.2 Jugendsprache als Sondersprache

3.3.3 Jugendsprache als Sprechstil

3.3.4 Jugendsprache als Varietät

3.4 Charakteristika der Jugendsprache

3.5 Jugendsprache und Medien

4 Identität und Sprache

4.1 Kiezdeutsch

4.2 Cheli

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle von Identität und medialer Verbreitung bei der Entwicklung von Jugendsprachen in Deutschland und Spanien, um die These zu prüfen, dass sich Jugendsprachen international zunehmend angleichen.

  • Vergleichende Analyse deutscher und spanischer Jugendsprachvarietäten im Kontext von Migration.
  • Untersuchung des Einflusses digitaler Medien auf die jugendliche Kommunikationsweise.
  • Analyse der identitätsstiftenden Funktion von Jugendsprache bei der Abgrenzung von Erwachsenennormen.
  • Fallstudien zur mischsprachlichen Varietät „Kiezdeutsch“ und zum spanischen „Cheli“.

Auszug aus dem Buch

3.3.4 Jugendsprache als Varietät

„Eine Varietät ist ein sprachliches System, das durch außersprachliche Parameter näher definiert werden kann. Sie kann areal definiert sein (= Dialekt) oder funktional (= Fachsprache) oder soziologisch (= Soziolekt)“ (Platz-Schliebs et al. 2012: 46, zit. n. Veith 2005: 14).

Einfluss auf die Ausprägung einer Varietät haben außerdem auch die Kategorien Alter, Geschlecht, Beruf, Einkommen, Religion und Ausbildung, u.a. Coseriu unterteilt historische Sprachen in Diatopische, Diastratische und Diaphasische (vgl. Coseriu 1973: 32 ff.). Diatopisch gekennzeichnet sind Dialekte und Regiolekte, diaphasisch kann der Sprachgebrauch in der Familie, auf der Arbeit, unter Freunden usw. beschrieben werden, und als diastratisch kann zum Beispiel die gehobene Sprache der Gebildeten betrachtet werden. Die Unterteilung in diese drei Varietäten verläuft jedoch nicht streng getrennt. Bei der Jugendsprache gehen diese Kategorien ineinander über, wodurch ein Kontinuum entsteht (vgl. Wieland 2008: 99).

In der Anfangszeit der Jugendsprachforschung wurde zunächst der Versuch unternommen, die Sprache von Jugendlichen in das Varietätensystem als diastratische oder diaphasische Varietät bzw. Register, sowie als gruppengeprägten Sprechstil innerhalb der diaphasischen Varietät einzuordnen (vgl. Wieland 2008: 102). Wie dem Kapitel zum Begriff Jugend zu entnehmen ist, existiert aber nicht eine homogene Jugend, sie ist in sich stark differenziert und hat einen heterogenen gesellschaftlichen Hintergrund (Neuland 2008: 68), somit ist die Beschränkung auf eine Varietät, als diaphasisch oder diastratisch, nicht sinnvoll.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Identität und Sprache im Kontext von Migration, Medien und Jugendsprache sowie die Begründung der Thesis-These.

2 Migration in Deutschland und Spanien: Überblick über die historische und aktuelle Migrationsentwicklung in beiden Ländern als Basis für das Verständnis der Sprachentwicklung.

3 Jugend – Jugendsprache – Jugendsprachforschung: Definition des Jugendbegriffs, Entwicklung der Jugendsprachforschung und theoretische Einordnung der Jugendsprache.

4 Identität und Sprache: Untersuchung des Identitätsbegriffs im sprachwissenschaftlichen Kontext und detaillierte Analyse der Varietäten Kiezdeutsch und Cheli.

5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und kritischer Ausblick auf die internationale Angleichung von Jugendsprachen durch Medieneinfluss und Migration.

Schlüsselwörter

Jugendsprache, Identität, Migration, Kiezdeutsch, Cheli, Soziolekt, Varietät, Medien, Jugendsprachforschung, Sprachwandel, Integration, Kommunikation, Mehrsprachigkeit, Jugendkultur, globale Angleichung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und internationale Angleichung jugendsprachlicher Varietäten in Deutschland und Spanien unter Berücksichtigung von Migrationshintergründen, Identitätsbildung und Medieneinflüssen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Soziolinguistik der Jugendsprache, die Auswirkungen von Migration auf Sprachvarietäten sowie die Rolle digitaler Medien bei der Kommunikation Jugendlicher.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Untersuchung der These, dass sich Jugendsprachen weltweit zunehmend aneinander angleichen, veranschaulicht durch den Vergleich von deutschem Kiezdeutsch und spanischem Cheli.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kontrastiv-linguistische Analyse, die verschiedene theoretische Ansätze zur Jugendsprache (Soziolekt, Sondersprache, Varietät) gegenüberstellt und anhand bestehender Literatur und Daten vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Definitionen von Jugendsprache, die Migrationsgeschichten beider Länder sowie die sprachlichen Charakteristika von Kiezdeutsch und Cheli.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Jugendsprache, Identität, Migration, Kiezdeutsch, Cheli, Varietätengenese und mediale globale Angleichung.

Welche Bedeutung hat Kiezdeutsch für diese Untersuchung?

Kiezdeutsch dient als Fallbeispiel für eine multiethnische, mischsprachliche Varietät, die durch Migration und den Einfluss des Türkischen geprägt ist.

Was unterscheidet das spanische Cheli vom deutschen Kiezdeutsch?

Während Kiezdeutsch stark durch den ungesteuerten Zweitspracherwerb von Migrantengruppen und grammatische Reduktion geprägt ist, basiert das Cheli historisch eher auf Jargons von Randgruppen und dem Drogenmilieu.

Wie beeinflussen digitale Medien die Sprachentwicklung?

Medien fungieren als Motor für die globale Verbreitung jugendsprachlicher Merkmale und ermöglichen durch Kompensationsverfahren (wie Emoticons oder Großschreibung) neue Formen der nonverbalen Kommunikation in schriftlichen Chats.

Welches Fazit zieht die Autorin zur These der Angleichung?

Die Autorin bestätigt eine Tendenz zur internationalen Angleichung, betont jedoch, dass diese stark von der jeweiligen nationalen Migrationsgeschichte und den spezifischen soziokulturellen Gegebenheiten abhängt.

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Details

Title
Die Rolle der Identität und der medialen Verbreitung in der Entwicklung der deutschen und spanischen Jugendsprache
College
University of Wuppertal
Grade
1,0
Author
Malene Heil (Author)
Publication Year
2016
Pages
46
Catalog Number
V512864
ISBN (eBook)
9783346090836
ISBN (Book)
9783346090843
Language
German
Tags
Jugendsprache Cheli Jugendsprachforschung Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Malene Heil (Author), 2016, Die Rolle der Identität und der medialen Verbreitung in der Entwicklung der deutschen und spanischen Jugendsprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512864
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