Diese Arbeit stellt eine theoretische Auseinandersetzung mit allen relevanten Aspekten der Ressourcenorientierung in der Sozialen Arbeit vor. Es werden Begrifflichkeiten definiert und voneinander abgegrenzt. Um die Bandbreite von Ressourcen darzustellen, werden diese gruppiert und insbesondere nach der Taxonomie Herrigers (2014) aufgeführt. Anschließend werden diagnostische Herangehensweisen dargelegt. Die professionelle Haltung und wichtige Ansätze werden besprochen. Daraufhin erfolgt eine Beschreibung der Vorgehensweise bei der Ressourcenaktivierung. Abschließend soll die Ressourcenorientierung hinsichtlich ihres Nutzens und möglicher Schwierigkeiten diskutiert werden.
Als professionalisierte und institutionalisierte Form des Helfens legitimiert sich die Soziale Arbeit durch ihren Einsatz bei Problemlagen respektive bei Scheitern an Bewältigungsaufgaben. Die Soziale Arbeit hat es sich jedoch zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit den Klienten und Klientinnen an einem gelingenderen Alltag zu arbeiten. Der Blick auf die Ressourcen ist dabei unerlässlich, da diese für Veränderungsprozesse notwendig sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffe und Abgrenzungen
3. Ressourcendiagnostik
4. Haltung und Ansätze bei der Ressourcenaktivierung
5. Vorgehensweise Ressourcenaktivierung
6. Schwierigkeiten und Nutzen der Ressourcenarbeit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretische Fundierung sowie die praktische Anwendung der Ressourcenorientierung innerhalb der Sozialen Arbeit. Sie verfolgt das Ziel, den Perspektivwechsel von einer rein defizitorientierten Betrachtungsweise hin zu einer ressourcenorientierten Haltung aufzuzeigen und dabei konkrete diagnostische Instrumente sowie methodische Vorgehensweisen zur Ressourcenaktivierung zu beleuchten.
- Historische Entwicklung und theoretische Einordnung des Ressourcenbegriffs
- Taxonomische Differenzierung und Kategorisierung von Ressourcen
- Instrumente und Methoden der Ressourcendiagnostik in der Praxis
- Verknüpfung von Ressourcenaktivierung mit Empowerment und Lebensweltorientierung
- Diskussion von Herausforderungen und Nutzen der ressourcenorientierten Arbeit
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Als professionalisierte und institutionalisierte Form des Helfens legitimiert sich die Soziale Arbeit durch ihren Einsatz bei Problemlagen (vgl. Nestmann 1997, S.29; Wüsten und Schmid 2012, S. 306) respektive bei Scheitern an Bewältigungsaufgaben (vgl. Böhnisch 2012, S. 219ff.). Der Blick auf die Stärken und Kraftquellen einer Person liegen daher nicht in der Natur der Profession:
„Pursuing a practice based on the ideas of resilience, rebound, possibility and transformation is difficult, oddly enough, it is not natural to the world of helping and service.“ (Saleebey 1996, S. 297).
Die Soziale Arbeit hat es sich jedoch zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit den Klienten und Klientinnen an einem gelingenderen Alltag (vgl. Thiersch, Grunwald et al. 2012, S. 178) zu arbeiten. Der Blick auf die Ressourcen ist dabei unerlässlich, da diese für Veränderungsprozesse notwendig sind (vgl. Wüsten und Schmid 2012, S. 306). In der deutschsprachigen Literatur der klassischen Theoretiker und Theoretikerinnen der Sozialen Arbeit ist der Begriff Ressource nicht zu finden, in der amerikanischen nur eingeschränkt (vgl. Bünder 2002, S. 21; Röh 2012, S. 190). Es handelt sich damit um eine relative junge Bezeichnung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik der Ressourcenorientierung in der Sozialen Arbeit ein und verortet den historischen sowie fachlichen Kontext dieser Perspektive.
2. Begriffe und Abgrenzungen: Hier werden unterschiedliche Definitionen des Ressourcenbegriffs diskutiert und Ansätze zur systematischen Kategorisierung vorgestellt.
3. Ressourcendiagnostik: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit einer ressourcenorientierten Diagnostik und stellt verschiedene, in der Praxis anwendbare Instrumente vor.
4. Haltung und Ansätze bei der Ressourcenaktivierung: Der Fokus liegt auf der professionellen Haltung sowie theoretischen Ansätzen wie dem Empowerment-Konzept und der Lebensweltorientierung.
5. Vorgehensweise Ressourcenaktivierung: Das Kapitel beschreibt den praktischen Prozess der Ressourcenaktivierung, unterteilt in die Stärkenförderung sowie die Einbindung brachliegender Potenziale.
6. Schwierigkeiten und Nutzen der Ressourcenarbeit: Hier werden mögliche Herausforderungen bei der Umsetzung reflektiert sowie der generelle Nutzen der Ressourcenarbeit für die psychische Gesundheit diskutiert.
Schlüsselwörter
Ressourcenorientierung, Soziale Arbeit, Ressourcenaktivierung, Ressourcendiagnostik, Empowerment, Lebensweltorientierung, Kraftquellen, Konsistenzprinzip, Kompetenzorientierung, Problemlage, psychische Gesundheit, Potentiale, Selbstorganisation, Klientenarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und Umsetzung der Ressourcenorientierung in der professionellen Sozialen Arbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Definition von Ressourcen, diagnostische Verfahren, die professionelle Haltung der Fachkraft sowie Methoden zur praktischen Aktivierung von Ressourcen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine ressourcenorientierte Perspektive Veränderungsprozesse bei Klienten und Klientinnen erfolgreich angestoßen werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse der aktuellen Fachliteratur und der Darstellung etablierter Konzepte basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die diagnostischen Ansätze, die professionelle Haltung, die operative Vorgehensweise sowie die Diskussion über Chancen und Hürden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Ressourcenorientierung, Empowerment, Ressourcendiagnostik und Lebensweltorientierung geprägt.
Wie definiert die Arbeit den Begriff der Ressource?
Ressourcen werden als vieldeutig verstanden; als hilfreich oder wertgeschätzt erlebte Aspekte der Person oder Umwelt, die zur Bewältigung konkreter Aufgaben genutzt werden können.
Welche Rolle spielt die Psychoedukation bei der Ressourcenarbeit?
Psychoedukation ist essenziell, um ein gemeinsames Verständnis zwischen Fachkraft und Klientel über Ressourcen zu entwickeln und die Transparenz über das Vorgehen zu wahren.
Was ist laut Autorin bei der Arbeit mit verschütteten Ressourcen zu beachten?
Es wird ein sensibler Umgang empfohlen, da die Auseinandersetzung mit diesen Themen bei Klienten belastende Erinnerungen und gedrückte Stimmung hervorrufen kann.
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- Anonym (Author), 2018, Ressourcenorientierung in der Sozialen Arbeit. Die richtige Etablierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/512995