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Das Gruppenleben der Kinder. Wie gestalten Kinder ihre Spielbeziehungen?

Wissenschaftlicher Projektbericht

Title: Das Gruppenleben der Kinder. Wie gestalten Kinder ihre Spielbeziehungen?

Term Paper , 2017 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Solmaz Saligheh (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinder ihre Spielbeziehungen gestalten und wie sie in selbst erstellten Gruppen untereinander kommunizieren. Dabei werden unter anderem die Theorien von Piaget, Wygotski und Youniss mit einbezogen.

Kinder sind als soziale Wesen darauf angewiesen, mit anderen Kindern zu interagieren und zu kommunizieren. Beziehungen zu anderen bilden für die meisten von ihnen einen wichtigen, wenn nicht sogar den wichtigsten Bestandteil ihrer Lebensbahn. Fast jeder braucht in bestimmten Situationen und aus bestimmten Gründen andere Personen und wendet sich an sie. Eltern sind in der Regel die erste, aber keineswegs die einzige prägende Sozialisationsinstanz eines Kindes. Die ersten Kinderfreundschaften bilden sich bereits ab dem dritten Lebensjahr, in der Zeit des Eintritts in den Kindergarten. Hier suchen Kinder gezielt nach Spielkameraden. Wenn sich Kinder dann öfter begegnen und miteinander spielen, bilden sich Sympathien, die zur Freundschaft werden.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Definition „Peergroups“

2.1 spezifische Merkmale früher Peerbeziehungen

III. Soziale Beziehungen im Kindesalter

3.1. Entwicklungstheorien

3.2. Entstehung der Spielgruppen

IV. Kommunikationstheorie

4.1 Definition „Kommunikation“

4.2 Theorien und Modelle der Kommunikation

4.3 Nonverbale Kommunikationsform

4.4 Übersicht über wichtige Kommunikationsformen

4.5 Kommunikation der Kinder

V. Methode

5.1 Nicht-teilnehmende Beobachtung

5.2 Die durchgeführte Beobachtung

VI. Ergebnisse

VII. Diskussion und Interpretation

VIII. Schlussfolgerung

IX. Persönliches Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie Kinder im Kindergartenalter ihre Spielbeziehungen gestalten und auf welche Weise sie innerhalb selbstgebildeter Gruppen miteinander kommunizieren.

  • Grundlagen von Peerbeziehungen und sozialen Bindungen im Kindesalter.
  • Analyse entwicklungspsychologischer Theorien nach Piaget und Wygotski.
  • Theoretische Fundierung und Modelle der Kommunikation.
  • Empirische Beobachtung von Interaktionsprozessen in einer Kindertageseinrichtung.
  • Reflexion über die Bedeutung von Spielgruppen für die kindliche Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Entwicklungstheorien

Für die kindliche Entwicklung ist sowohl die kognitive-, als auch die soziale Entwicklung entscheidend. Krappmann bezieht sich in seinen Beiträgen (1994 und 2010) zu gleichaltrigen Beziehungen und ihre Bedeutung für die kindliche Entwicklung. Hierzu beschreiben Jean Piaget und Lew Semjonowitsch und Wygotski in ihrer Entwicklungstheorien, dass Beziehungen unter Kindern ein besonderes Entwicklungspotenzial im gesamten Verlauf der Kindheit prägt (vgl. Krappmann 1994, S. 496).

Jean Piagets Annahme über Kinder besteht darin, dass sie von Geburt an geistig ebenso aktiv sind wie körperlich und dass ihre Aktivität stark zu ihrer eigenen Entwicklung beiträgt.

In seinem konstruktivistischen Ansatz schreibt er den Beziehungen unter Kindern eine besondere Rolle für die Entwicklung sozialer und moralischer Kompetenzen, sowie der kognitiven Fähigkeiten zu. Er geht davon aus, dass Kinder aktiv und eigenständig ihre Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen in Interaktionen gestalten können (vgl. Textor 2000,S.1). Nach Piaget ist für das Kind zunächst schwierig, die eigene Persönlichkeit von denen der Eltern abzugrenzen (vgl. Krappmann 1994,S. 499). Die Beziehungen zwischen Bezugspersonen und Kindern sind durch Macht der Erwachsenen- den unilateralen Zwang geprägt (vgl. Youniss 1994,S.18). Dadurch werden Meinungen, Ansichten oder Regeln der Erwachsenen von Kindern übernommen. Beziehungen zwischen Kindern beruhen allerdings auf Gleichheit, da Kinder unabhängig voneinander sind. Durch diese Bedingungen wird das Kind das eigene Ich, mit den eigenen Ansichten und Meinungen von dem der Anderen differenzieren lernen (vgl. Krappmann 1994,S.499).

Jean Piaget entwickelte die Theorie der kognitiven Entwicklung von Kindern. Im Vordergrund steht dabei die Interaktion eines Kindes mit seiner Umwelt. Seine Beobachtungen beruhen auf seine Kinder, die altersabhängig bestimmte (Denk-) Fehler begingen. Piaget beschäftigte sich mit dem Aufbau der kindlichen Logik anhand seiner empirischen Beobachtungen und entwickelte daraus eine erkenntnistheoretische begründete Theorie. Er stellte den Zusammenhang zwischen dem kindlichen Denken und den unterschiedlichen Entwicklungsphasen dar. Er baute auf seine Beobachtungen ein Modell der vier Entwicklungsstufen auf:

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur Gestaltung von Spielbeziehungen und Kommunikation bei Kindern.

II. Definition „Peergroups“: Erläuterung des Peer-Begriffs und der Bedeutung von Gleichaltrigen als Sozialisationsinstanz.

2.1 spezifische Merkmale früher Peerbeziehungen: Analyse der sozialen Lernprozesse und der Entwicklung von Spielbeziehungen im Kleinkindalter.

III. Soziale Beziehungen im Kindesalter: Darstellung entwicklungspsychologischer Perspektiven auf Peer-Beziehungen und deren Bedeutung.

3.1. Entwicklungstheorien: Vergleich der Theorien von Piaget und Wygotski bezüglich kognitiver und sozialer Reifung.

3.2. Entstehung der Spielgruppen: Untersuchung der Gruppenbildungsprozesse und der Bedeutung des Spiels für Kinder.

IV. Kommunikationstheorie: Definition von Kommunikation und Überblick über wissenschaftliche Modelle.

4.1 Definition „Kommunikation“: Grundlagen des Kommunikationsbegriffs und dessen zentrale Elemente.

4.2 Theorien und Modelle der Kommunikation: Vorstellung gängiger Modelle wie das Sender-Empfänger-Prinzip und Watzlawicks Axiome.

4.3 Nonverbale Kommunikationsform: Bedeutung von Körpersprache und Mimik in der Interaktion.

4.4 Übersicht über wichtige Kommunikationsformen: Grafische und theoretische Einordnung der Kommunikationsarten.

4.5 Kommunikation der Kinder: Spezifische Merkmale kindlicher Interaktion und nonverbaler Signale.

V. Methode: Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der empirischen Untersuchung.

5.1 Nicht-teilnehmende Beobachtung: Definition und Vorteile der gewählten Beobachtungsmethode.

5.2 Die durchgeführte Beobachtung: Beschreibung des konkreten Settings und des Ablaufs in der Kindertageseinrichtung.

VI. Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten und Beobachtungsergebnisse aus der Praxis.

VII. Diskussion und Interpretation: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Theorie.

VIII. Schlussfolgerung: Zusammenfassende Erkenntnisse zur Bedeutung früher Peer-Beziehungen.

IX. Persönliches Fazit: Reflektion des Projektablaufs und des persönlichen Lernerfolgs.

Schlüsselwörter

Peerbeziehungen, Kindesentwicklung, Kommunikation, Sozialisation, Spielgruppen, Kindergarten, Piaget, Wygotski, nonverbale Kommunikation, Beobachtungsmethode, Interaktion, Gruppenbildung, Konstruktivismus, Vorschulalter, soziale Kompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Gruppenleben von Kindern im Kindergartenalter und fokussiert dabei besonders auf deren Spielbeziehungen und die Art ihrer Kommunikation untereinander.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören Peer-Beziehungen, Entwicklungstheorien, Kommunikationstheorie sowie die Durchführung und Auswertung einer empirischen Beobachtung in einer Kindertageseinrichtung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie gestalten Kinder ihre Spielbeziehungen und wie kommunizieren sie in selbst gebildeten Gruppen?

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine nicht-teilnehmende, systematische Beobachtung in einer Kindertageseinrichtung durchgeführt, um die Interaktionen der Kinder möglichst objektiv zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Piaget, Wygotski) und Kommunikationsmodelle erarbeitet. Danach folgen die methodische Beschreibung des Beobachtungssettings, die Ergebnisanalyse sowie eine fachliche Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Peerbeziehungen, Gruppenbildung, nonverbale Kommunikation, kindliche Entwicklung und soziale Interaktion.

Warum wurde die Methode der nicht-teilnehmenden Beobachtung gewählt?

Die Methode wurde gewählt, um die Kinder aus einer passiven Rolle heraus zu beobachten, ohne ihr Verhalten durch eine aktive Teilnahme der Forschenden zu verfälschen oder zu beeinflussen.

Welche Erkenntnis wird in Bezug auf die Rolle von Erziehern betont?

Die Arbeit stellt heraus, dass Erzieherinnen und Erzieher Spielgruppen zwar fördern sollten, sich aber im Hintergrund halten sollten, um die Lernmöglichkeiten und Aushandlungsprozesse der Kinder nicht zu behindern.

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Details

Title
Das Gruppenleben der Kinder. Wie gestalten Kinder ihre Spielbeziehungen?
Subtitle
Wissenschaftlicher Projektbericht
College
University of Applied Sciences Wiesbaden Rüsselsheim Geisenheim
Grade
1,7
Author
Solmaz Saligheh (Author)
Publication Year
2017
Pages
32
Catalog Number
V513001
ISBN (eBook)
9783346114952
ISBN (Book)
9783346114969
Language
German
Tags
gruppenleben kinder wissenschaftlicher projektbericht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Solmaz Saligheh (Author), 2017, Das Gruppenleben der Kinder. Wie gestalten Kinder ihre Spielbeziehungen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513001
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