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Formen der Streitregelung jenseits des Staates und immaterielles Kulturerbe als Friedensstifter

Titre: Formen der Streitregelung jenseits des Staates und immaterielles Kulturerbe als Friedensstifter

Essai , 2016 , 8 Pages , Note: 1,4

Autor:in: Tatjana Mayroth (Auteur)

Ethnologie / Anthropologie Culturelle
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dem folgenden Essay werden anhand einer Gegenüberstellung von Georg Klutes "Formen der Streitregelung jenseits des Staates" und Birgit Bräuchlers "Immaterielles Kulturerbe als Friedensstifter", Ähnlichkeiten und Unterschiede der Argumentationsstränge beider Autoren aufgezeigt.

Im weiteren wird auf Michael F. Browns "HeritageTrouble: Recent Work on the Protection of Intangible Cultural Property" eingegangen. Ich wählte Michael F. Browns Artikel zur Anknüpfung an die Diskussion da der Autor den aktuellen Diskurs über den Schutz von Kulturgüter, ins besonders der der immateriellen analysiert. Der Autor legt im Gegensatz zu Bräuchler oder Klute den Fokus auf die Neugestaltung, die Performance, den Schutz und die Weiterverbreitung durch die globale, mediale Vernetzung
des intangible cultural property. Es wird die Frage nach der Definiton von Indigentität aufgeworfen und wer Sie für sich
verwenden kann. Es wird dabei eine Kommerzialisierung von Indigentität hin zu einer profitablen Ware beschrieben.

In Verbindung dazu wird zudem das Thema Kulturerbe und Konfliktschlichtung näher beleuchtet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Formen der Streitregelung jenseits des Staates von Georg Klute

3. Immaterielles Kulturerbe als Friedensstifter von Birgit Bräuchler

4. Gegenüberstellung und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede

5. Heritage Trouble: Recent Work on the Protection of Intangible Cultural Property von Michael F. Brown

6. Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieses Essays ist die vergleichende Analyse der Argumentationsstränge von Georg Klute und Birgit Bräuchler hinsichtlich traditioneller Streitregelungsmechanismen jenseits staatlicher Strukturen sowie die Untersuchung der Rolle von immateriellem Kulturerbe als Friedenswerkzeug, um daraus Schlussfolgerungen für eine effektive Friedenspolitik abzuleiten.

  • Streitregelung in Kontexten schwacher Staatlichkeit
  • Traditionelle und kulturell eingebettete Konfliktlösungsmechanismen
  • Die Rolle von immateriellem Kulturerbe im Friedensprozess
  • Folgen internationaler Interventionen auf lokaler Ebene
  • Kritik an der Kommerzialisierung und Konstruktion von Traditionen

Auszug aus dem Buch

„Formen der Streitregelung jenseits des Staates“ von Georg Klute

An den Aussagen Georg Klutes. zu den verschiedenen Formen der Streitregelung abseits des Staates, ist festzustellen dass man in innerstaatliche Konflikten und Kleinkriegen die Gründe für die Auseinandersetzung mit traditionellen Streitschlichtungsmethoden benennen kann. Mit der daraus entstandenen Suche internationaler Institutionen nach Möglichkeiten der Prävention begann der Aufbau von Präventionsnetzwerken, Konfliktlösungs- und Streitregelungsmechanismen (Klute 2004: 298).

Angesichts der Schwäche des Staates in vielen Entwicklungsländern selbst zu intervenieren ist nach Ansicht des Autors die entscheidenden Frage also, wie jeweils konkret mit Konflikten und Streit umgegangen werden soll und ob es erfolgreiche Streitregelungsmechanismen, auch jenseits des Staates westlicher Prägung, gebe. Auf Grund der Kritik, dass westliche Vorstellungen von Staatlichkeit und sozialer Ordnung nicht zwangsläufig auch auf andere Kulturen übertragen werden können, begann die Suche nach traditionellen und kulturell eingebetteten Mechanismen der friedlichen Konfliktaustragung oder Regelung (Klute 2004: 299).

Trotz der offensichtlichen Vorteile der internationalen Bemühungen sieht der Autor in der Errichtung lokaler bzw. traditioneller Streitregelungsmechanismen durch Projekte der Entwicklungszusammenarbeit eine doppelte Problematik. Und zwar, dass sie zum einen mit vielen lokalen Initiativen der Entwicklungshilfewelt von außen induziert sei und zum anderen, dass sie Potential für die Anhäufung von lokaler Macht und für die Errichtung einer lokalen Herrschaft darstelle, wie die der parasouveränen Herrschaftsbildung. Von außen finanzierte Friedensstifter oder Streitregelungseinrichtungen stellen somit seiner Meinung nach eine Bedrohung für die Herrschaft eines betroffenen Staates dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die beiden Hauptautoren Georg Klute und Birgit Bräuchler vor und erläutert die Zielsetzung, deren Argumente hinsichtlich traditioneller Streitregelung zu vergleichen.

2. Formen der Streitregelung jenseits des Staates von Georg Klute: Dieses Kapitel analysiert Klutes Thesen zur Relevanz traditioneller Konfliktlösung in Gebieten schwacher Staatlichkeit und warnt vor den negativen Folgen extern induzierter Herrschaftsstrukturen.

3. Immaterielles Kulturerbe als Friedensstifter von Birgit Bräuchler: Hier wird Bräuchlers Untersuchung zur Bedeutung immaterieller Kulturaspekte für die soziale Wiederherstellung und Konfliktprävention nach Gewaltkonflikten dargelegt.

4. Gegenüberstellung und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede: Dieser Abschnitt vergleicht die Ansätze beider Autoren und stellt fest, dass beide zwar Traditionen als wichtige Friedensressourcen sehen, aber kritische Reflexion bei deren Anwendung fordern.

5. Heritage Trouble: Recent Work on the Protection of Intangible Cultural Property von Michael F. Brown: Dieses Kapitel betrachtet Browns Analyse zur globalen medialen Vernetzung und Kommerzialisierung von immateriellem Kulturgut.

6. Stellungnahme: Die Autorin resümiert, dass erfolgreiche Friedensarbeit zwingend eine Synergie aus internationalem Engagement und lokaler Einbindung erfordert.

Schlüsselwörter

Streitregelung, immaterielles Kulturerbe, Friedensstifter, politische Ethnologie, Konfliktlösung, parasouveräne Herrschaft, internationale Intervention, Tradition, Staatlichkeit, Konfliktprävention, soziale Wiederherstellung, Indigenität, Friedenspolitik, Kultur, lokale Bevölkerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht im Rahmen der politischen Ethnologie verschiedene Ansätze zur Konfliktlösung und Streitschlichtung in Regionen, in denen staatliche Institutionen schwach sind oder versagen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle traditioneller Schlichtungsmechanismen, das Konzept des immateriellen Kulturerbes im Friedenskontext sowie die Problematik internationaler Interventionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Argumente von Georg Klute und Birgit Bräuchler zu vergleichen und aufzuzeigen, wie traditionelle Methoden sinnvoll in Friedensprozesse integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die durch eine eigene Stellungnahme der Autorin zur Friedens- und Entwicklungspolitik ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Thesen von Klute zur staatlichen Schwäche, Bräuchlers Fokus auf kulturelle Friedensaspekte und Browns Kritik an der Kommerzialisierung von Kulturerbe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Streitregelung, immaterielles Kulturerbe, Friedensstifter, lokale Partizipation und parasouveräne Herrschaft.

Warum warnt Klute vor der Förderung lokaler Streitregelungsmechanismen?

Klute warnt, dass diese von außen induzierten Projekte Machtmissbrauch fördern und zur Bildung parasouveräner Herrschaftsstrukturen führen können, die den Staat untergraben.

Welche Rolle spielt das immaterielle Kulturerbe laut Bräuchler?

Es fungiert als identitätsstiftendes Werkzeug, das bei der Wiederherstellung beschädigter sozialer Beziehungen hilft und somit einen entscheidenden Beitrag zur Aussöhnung leistet.

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Résumé des informations

Titre
Formen der Streitregelung jenseits des Staates und immaterielles Kulturerbe als Friedensstifter
Université
University of Frankfurt (Main)
Cours
Politische Ethnologie
Note
1,4
Auteur
Tatjana Mayroth (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
8
N° de catalogue
V513003
ISBN (ebook)
9783346105035
ISBN (Livre)
9783346105042
Langue
allemand
mots-clé
immaterielles Kulturerbe Streitregelung Friedensstifter
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tatjana Mayroth (Auteur), 2016, Formen der Streitregelung jenseits des Staates und immaterielles Kulturerbe als Friedensstifter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513003
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Extrait de  8  pages
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