Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten in der Entwicklung zwischen Kindern mit und ohne dem Down-Syndrom aufzuweisen, wobei der Fokus allein auf der Sprachentwicklung liegt und die motorische oder soziale Entwicklung nicht untersucht werden. Denn die größte Schwierigkeit bei Kindern mit dem Down-Syndrom ist die Sprache. Dies gibt B. Giel (2015) in ihrem Buch der Sprachförderung bei Kindern mit dem Down-Syndrom an.
Diese Lektüre ist als erste Basis dieser Arbeit für die Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom zu sehen. In meiner Arbeit ist für die normale Sprachentwicklung größtenteils das Buch von E. Richter „So lernen Kinder sprechen, die normale und die gestörte Sprachentwicklung“ (1984) als Grundlage zu betrachten. Richter war Sprachtherapeut und viele heutige noch sehr bekannte und genutzte Sprachtherapiebücher bauen auf seine Arbeit aus den frühen Jahren auf. Richter (1984) gibt in seinem Buch bekannt, dass die Sprache das wichtigste Kommunikationsmittel der Menschen ist. Nur durch die Benutzung der Sprache können zwischenmenschliche Beziehungen aufgebaut, aufrechterhalten und gefördert werden. Es können Gefühle, Wünsche o.ä. ausgedrückt werden und die Sprache dient als Medium der Botschaften gegenüber anderen.
Das Gedächtnis wird bereits vor der Geburt gebildet und ist für jede zu erlernende Fähigkeit des Kindes als Grundlage zu sehen (W. & J. Butzkamm, 2008). Alles, was wir lernen bedarf eines bereits aufgenommen und verarbeiteten Musters, sodass das neu erlernte diesem zugeordnet werden kann. Dabei muss jedes neue Muster einzeln verarbeitet und im Lernprozess verankert werden (Schirp, 2012). Es lässt sich sagen, dass das Gehirn früh darauf programmiert ist, Muster in den Sprachen zu erkennen und daraus Regeln zu bilden (Tracy, 2008). Somit ist davon auszugehen, dass sehr früh eine Anlage für die Sprache gebildet wird, sie ist nicht angeboren, sondern jedes Kind muss diese mühselig erlernen (Richter, 1984).
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Auswirkung des Down-Syndroms auf das Sprachlernen bei Kindern
2.1 Wie lernen Kinder ohne das Down-Syndrom das Sprechen?
2.2 Wie lernen Kinder mit dem Down-Syndrom das Sprechen?
2.3. Vergleich
3 Fazit
4 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Spracherwerb zwischen Kindern mit und ohne Down-Syndrom, um die spezifischen Herausforderungen bei der Sprachentwicklung bei Kindern mit dieser genetischen Besonderheit herauszuarbeiten.
- Grundlagen der normalen Sprachentwicklung bei Kindern
- Physiologische und kognitive Auswirkungen des Down-Syndroms auf das Sprechen
- Vergleichende Analyse der Sprachentwicklung beider Gruppen
- Bedeutung der gebärdenunterstützten Kommunikation (GUK)
- Einfluss von Umweltfaktoren und individueller Förderung
Auszug aus dem Buch
Wie lernen Kinder ohne das Down-Syndrom das Sprechen?
Zu Beginn ist ein nach Wolfgang und Jürgen Butzkamm (2008) beschriebenes Experiment aufzuführen. Bei diesem Experiment lasen die Mütter in den letzten sechseinhalb Wochen vor der Geburt zwei Mal täglich ihren Babys im Mutterleib ein Kindergedicht vor. Nach der Geburt wollten die Kinder immer öfter dieses früh kennengelernte Gedicht, im Gegensatz zu allen anderen, vorgelesen haben. Es zeigt nach Aussage der beiden Autoren, dass sich Babys schon früh mit der Umwelt außerhalb des Mutterleibes auseinandersetzen können. Dementsprechend gehen W. und J. Butzkamm (2008) davon aus, dass der Klang der Stimme, in diesem Fall der Mutter, sehr früh wahrgenommen und abgespeichert wird. Kinder können angesichts der Autoren nicht nur nach der Geburt die verschiedenen Texte, die vorgelesen wurden, sondern auch die Stimme ihrer Mutter im Gegensatz zu denen anderer Menschen, unterscheiden. Somit lässt sich nach Annahme von W. und J. Butzkamm (2008) festhalten, dass der Säugling schon früh die Sprache der Mutter im Gedächtnis abgespeichert hat und diese wiedererkennen kann.
Das Gedächtnis wird bereits vor der Geburt gebildet und ist für jede zu erlernender Fähigkeit des Kindes als Grundlage zu sehen (W. & J. Butzkamm, 2008). Alles, was wir lernen bedarf eines bereits aufgenommen und verarbeiteten Musters, sodass das neu erlernte diesem zugeordnet werden kann. Dabei muss jedes neue Muster einzeln verarbeitet und im Lernprozess verankert werden (Schirp, 2012). Es lässt sich sagen, dass das Gehirn früh darauf programmiert ist, Muster in den Sprachen zu erkennen und daraus Regeln zu bilden (Tracy, 2008).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Sprachentwicklung bei Kindern mit Down-Syndrom ein, erläutert die Relevanz der Förderung und definiert das Ziel der Arbeit, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur normalen Sprachentwicklung aufzuzeigen.
2 Auswirkung des Down-Syndroms auf das Sprachlernen bei Kindern: Dieses Kapitel beschreibt zunächst die Grundlagen der Sprachentwicklung bei Kindern ohne Down-Syndrom, beleuchtet anschließend die durch Trisomie 21 bedingten Einschränkungen beim Spracherwerb und vergleicht beide Gruppen unter Berücksichtigung kognitiver und anatomischer Faktoren.
3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kinder mit Down-Syndrom eine individuelle und oft verzögerte Sprachentwicklung aufweisen, wobei unterstützende Maßnahmen wie die GUK einen bedeutenden Beitrag zur Kommunikation leisten können.
4 Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der Arbeit verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen aufgeführt.
Schlüsselwörter
Sprachentwicklung, Down-Syndrom, Trisomie 21, Spracherwerb, Sprachförderung, Gebärdenunterstützte Kommunikation, GUK, Kognition, Kommunikation, Sprachstörung, Lallperiode, Sprachproduktion, Sprachverständnis, Individuelle Entwicklung, Inklusion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, wie Kinder sprechen lernen und welche spezifischen Auswirkungen das Down-Syndrom auf diesen komplexen Entwicklungsprozess hat.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die normale Sprachentwicklung, die biologischen und kognitiven Besonderheiten bei Trisomie 21 sowie Methoden der Sprachförderung.
Was ist das primäre Ziel dieser Hausarbeit?
Das Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Spracherwerb zwischen Kindern mit und ohne Down-Syndrom aufzuzeigen und die Herausforderungen der Sprachentwicklung bei Betroffenen zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zusammenzutragen, sowie einen praktischen Abgleich anhand einer Entwicklungstabelle.
Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der normalen Sprachentwicklung, eine detaillierte Analyse der sprachlichen Defizite bei Kindern mit Down-Syndrom und einen direkten Vergleich beider Gruppen.
Welche Schlüsselwörter beschreiben diese Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Sprachentwicklung, Down-Syndrom, Sprachförderung, Gebärdenunterstützte Kommunikation (GUK) und Spracherwerb.
Warum ist die Gebärdenunterstützte Kommunikation für betroffene Kinder so wichtig?
Da die Lautsprache bei Kindern mit Down-Syndrom oft verzögert ist oder Defizite aufweist, ermöglicht GUK eine frühzeitige und effektive Form der Kommunikation und Interaktion mit der Umwelt.
Welche Rolle spielen Umwelteinflüsse bei der Sprachentwicklung von Kindern mit Down-Syndrom?
Obwohl genetische Faktoren die Entwicklung stark beeinflussen, spielt eine unterstützende und positive Umwelt eine wesentliche Rolle, um die Kommunikationsfähigkeiten der Kinder zu fördern.
- Citar trabajo
- Alicia Behrend (Autor), 2018, Sprachentwicklung bei Kindern. Wie erlernen Kinder mit Down-Syndrom das Sprechen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513202