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Analyse und kritische Betrachtung Edward Saids Buch "Orientalism"

Titre: Analyse und kritische Betrachtung Edward Saids Buch "Orientalism"

Dossier / Travail , 2000 , 18 Pages , Note: 1

Autor:in: Dr. Jürgen Budde (Auteur)

Politique - Région: Proche-Orient
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Die folgende Arbeit soll sich mit ‚dem Orient‘ beschäftigen. Nicht im Sinne der Vermehrung des Wissens über das, was wir – die europäische Wissenschaft, die europäische Erzählung - für den Orient halten, sondern genau mit den Diskursen, die in einer bestimmten Tradition westlichen Denkens den Orient erst hervorbringen. Orient wir hier also nicht verstanden als ein lokalisierbarer Ort, als ein kohärentes Set an religiösen Praktiken, kulturellen, medizinischen, philosophischen oder sprachlichen Eindeutigkeiten, als eine authentische Identität, die es wissenschaftlich zu entdecken gilt. Orient ist hier zuallererst der Diskurs über ihn, der ihn hervorbringt, codiert und recodiert, inszeniert, kurz: konstruiert. Die Hausarbeit möchte zweierlei. In dem ersten Abschnitt geht um die Nachzeichnung der Gedankengänge Saids. Um einen umfassenderen Überblick über die theoretischen Wurzeln des Werkes zu geben, werde ich zuerst Foucaults Diskursbegriff und Gramscis Hegemoniebegriff darstellen, da diese beiden maßgeblich für das Verständnis Saids sind. Nach der Ausführung der wesentlichen Gedanken des Buches Orientalism werde ich verschiedene Stränge in der darauffolgenden Diskussion nachzeichnen. Dabei stelle ich lediglich eine Auswahl an RezipientInnen vor. Neben allgemeinen Kritiken werde ich ein Augenmerk auf die feministische Kritik werfen, da diese gerade viele der theoretischen Annahmen Saids teilt. Darüber hinaus werde ich mich insbesondere dem Verhältnis Orient-Okzident zuwenden. Zu Abschluß werde ich eine eigene Einschätzung vornehmen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

Diskurse bei Foucault

GRAMSCIS HEGEMONIEBEGRIFF

Said: Orientalism

Weitergehende Diskussionen

ORIENT UND OKZIDENT

Zum Ende

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk "Orientalism" von Edward Said und analysiert, wie der westliche Diskurs das Bild des Orients als Konstrukt hervorbringt und zur Machtausübung nutzt. Dabei wird erforscht, inwiefern westliche Denktraditionen durch die Abgrenzung zum als fremd und unterlegen imaginierten Orient ihr eigenes Selbstbild formen.

  • Analyse des Diskursbegriffs nach Michel Foucault
  • Untersuchung von Gramscis Hegemoniebegriff im Kontext von Said
  • Kritische Auseinandersetzung mit Saids Konzept des Orientalismus
  • Darstellung der feministischen und postkolonialen Kritik an Saids Werk
  • Reflektion über das Verhältnis zwischen Orient und Okzident

Auszug aus dem Buch

SAID: ORIENTALISM

Seitdem 1979 Saids Orientalism erschienen ist, hat das Buch für viele Auseinandersetzungen gesorgt. In diesem Buch beschäftigt sich Said mit der Frage, wie die Vorstellung des Orients durch den Diskurs des Westens erschaffen wurde und wird und untersucht zur Untermauerung seiner These verschiedenste Textarten. In dem Buch behauptet Said, dass der Gegenstand des Orientalismus abhängig vom Betreiber/ von der Betreiberin dieser Wissenschaft ist.

Said unterscheidet drei Formen, in denen er Orientalismus versteht. Erstens wird die klassische Forschung, die Aussagen über den Orient trifft als Orientalismus verstanden. Neben dieser sehr klassischen Sichtweise existiert eine Vorstellung, die Orientalismus immer in der Binarität mit dem Okzidentalismus betrachtet, wobei diese Binarität unterschiedlich, aber letztendlich als unüberbrückbar betrachtet wird. Die dritte Vorstellung betrachtet Orientalismus als den westlichen Diskurs über den Orient, der der Beherrschung dient, indem der Orient der eigenen Hegemonie unterworfen wird. Orientalism ist zum einen der Wille oder das Interesse zum Verstehen und zum anderen das Wissen, um zu kontrollieren und zu manipulieren.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, den Diskurs über den Orient als westliche Konstruktion zu entlarven, und führt in die methodischen Grundlagen ein.

Diskurse bei Foucault: Dieses Kapitel erläutert Foucaults Verständnis von Diskursen als machtvolle Regulierungsmechanismen und deren Bedeutung für die Produktion von vermeintlicher Wahrheit.

GRAMSCIS HEGEMONIEBEGRIFF: Es wird dargelegt, wie Gramscis Konzept der Hegemonie die sprachlich vermittelte Dominanz und Diskursführerschaft innerhalb gesellschaftlicher Gruppen erklärt.

Said: Orientalism: Das Kapitel analysiert Saids Kernthesen, nach denen der Orientalismus ein westliches Machtinstrument zur Kontrolle und Manipulation des Orients darstellt.

Weitergehende Diskussionen: Hier werden verschiedene Kritikstränge beleuchtet, darunter die Vorwürfe wissenschaftlicher Ungenauigkeit, Essentialisierung und die feministische Kritik an Saids "monolithischer Analyse".

ORIENT UND OKZIDENT: Das Kapitel untersucht die Konstruktion des Orients als Negativfolie, die es Europa ermöglichte, ein einheitliches Selbstbild zu entwickeln, und thematisiert das heutige Bedrohungsszenario.

Zum Ende: Die Arbeit schließt mit einer Würdigung der bahnbrechenden Wirkung von Saids Werk für die Postcolonial Studies trotz der berechtigten Kritik an der Uneindeutigkeit seiner Theorie.

Schlüsselwörter

Orientalismus, Edward Said, Diskurs, Foucault, Hegemonie, Gramsci, Postcolonial Studies, Westlicher Diskurs, Identitätskonstruktion, Macht, Repräsentation, Feministische Kritik, Orient-Okzident-Verhältnis, Islam, Kolonialismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das einflussreiche Werk "Orientalism" von Edward Said und untersucht, wie der Westen durch Diskurse ein Bild vom Orient konstruiert hat, das Machtverhältnisse zementiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Machtdiskurse, die Konstruktion von Identität durch Abgrenzung, Hegemonie, postkoloniale Theorie und die historische Rezeptionsgeschichte von Saids Thesen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die theoretischen Wurzeln von Saids Werk (Foucault/Gramsci) freizulegen und kritisch zu prüfen, wie der Orient als diskursives Phänomen im Gegensatz zum Okzident hervorgebracht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diskursanalytische Methode, um die theoretischen Konzepte von Said vor dem Hintergrund von Foucaults Diskursbegriff und Gramscis Hegemoniekonzept zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, die Analyse von Saids Werk, die Erörterung verschiedener Kritikstränge sowie die Untersuchung der kulturellen Binarität von Orient und Okzident.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Orientalismus, Diskurs, Hegemonie, Postcolonial Studies, kulturelle Binarität und Macht.

Inwiefern äußert sich die feministische Kritik an Said?

Feministische Kritikerinnen wie Reina Lewis werfen Said vor, eine monolithische Analyse zu betreiben, die die Rolle von Frauen und die Vielschichtigkeit von Geschlechterverhältnissen in der orientalistischen Wissensproduktion systematisch ausblendet.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen latentem und manifestem Orientalismus eine Rolle?

Yegenoglu argumentiert, dass diese Unterscheidung wichtig ist, da sie aufzeigt, dass der Orient zwar im latenten Bereich widersprüchlich sein mag, sich aber im manifesten Diskurs als einheitliches, hegemoniales Bild verfestigt hat.

Wie wird das Spannungsverhältnis zwischen Islam und Westen heute bewertet?

Die Arbeit stellt fest, dass nach dem Ende des Sozialismus kulturelle Differenzen an Bedeutung gewonnen haben und der Islam häufig als "neue" Bedrohung oder als "Negativfolie" für die Definition westlicher Werte herhalten muss.

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Résumé des informations

Titre
Analyse und kritische Betrachtung Edward Saids Buch "Orientalism"
Université
University of Hamburg  (Fachbereich Politikwissenschaft)
Cours
Politik, Kultur und Kommunikation
Note
1
Auteur
Dr. Jürgen Budde (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
18
N° de catalogue
V51335
ISBN (ebook)
9783638473378
ISBN (Livre)
9783656774570
Langue
allemand
mots-clé
Orientalism Edward Said Kritik Politik Kultur Kommunikation
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. Jürgen Budde (Auteur), 2000, Analyse und kritische Betrachtung Edward Saids Buch "Orientalism", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51335
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Extrait de  18  pages
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