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Auswirkungen der Insurance Distribution Directive auf den Versicherungsvertrieb

Titre: Auswirkungen der Insurance Distribution Directive auf den Versicherungsvertrieb

Travail de Projet (scientifique-pratique) , 2019 , 30 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Gestion d'entreprise - Banque, Bourse, Assurance
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die wichtigsten theoretischen Grundlagen der „Insurance Distribution Directive“ (im Folgenden nur noch IDD) aufzuzeigen und ihre Auswirkungen auf den Versicherungsvertrieb empirisch zu untersuchen. Aufgrund einer Vielzahl an Anforderungen in Bezug auf die Beratung und Betreuung von Kunden wird die Vertriebsrichtlinie als massive Einschränkung für den Versicherungsvertrieb bezeichnet. Um der Problemstellung nachzugehen, wurden im ersten Schritt, neben den Besonderheiten des Versicherungsmarktes, auch die Besonderheiten der Versicherungsprodukte theoretisch dargestellt. Ehe die Grundlagen der IDD und die der Vorgängerrichtlinie Insurance Mediation Directive (im Folgenden nur noch IMD) ausgearbeitet werden, erfolgt ein Überblick über die allgemeinen regulatorischen Maßnahmen.

Mit rund 513.000 Beschäftigten hat die Versicherungsbranche einen signifikanten Anteil am deutschen Bruttoinlandsprodukt. Darunter befinden sich in etwa 220.800 selbstständige Vermittler und Berater und rund 292.200 Beschäftigte im Anstellungsverhältnis. Zusätzlich ist die Hauptaufgabe der Versicherungswirtschaft der Risikotransfer zwischen dem Versicherungsnehmer, als Bezieher der Leistung, und dem Versicherungsunternehmen, als Anbieter selbiger. Durch immer wiederkehrende Eingriffe des Gesetzgebers in die Versicherungswirtschaft, die Digitalisierung und die Schwierigkeit, Gewinne auf dem Kapitalmarkt zu erwirtschaften, steht die Versicherungsbranche vor einem Umbruch. Außerdem ist davon auszugehen, dass sich das Konsumentenverhalten in Zukunft ändert und die Branche somit auf neue Prozesse und Produktwelten zurückgreifen müssen wird. In folgender Arbeit soll vor allem das Eingreifen des Gesetzgebers prophylaktisch anhand der Richtlinien IMD und IDD dargestellt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Besonderheiten des Versicherungsmarktes

2.1 Begriffsdefinition

2.2 Rahmenbedingungen des Versicherungsmarktes

2.3 Besonderheiten von Versicherungsprodukten

2.4 Interesse an Versicherungsprodukten

3 Regulatorische Bestrebungen und Richtlinien zum Schutz des Verbrauchers

3.1 Allgemeine regulatorische Herausforderungen

3.2 Vorgänger Insurance Mediation Directive

3.3 Grundlagen der Insurance Distribution Directive

3.3.1 Verhaltens- und Kommunikationspflichten

3.3.2 Besondere Informationspflichten

3.3.3 Vermeidungs- und Offenlegungspflichten

3.3.4 Vergütungspflichten

4 Empirische Untersuchung zu den Auswirkungen der Insurance Distribution Directive auf den Versicherungsvertrieb

4.1 Begriffsdefinition

4.2 Forschungsfrage und Ziel der Umfrage

4.3 Konstruktion der Umfrage

4.4 Durchführung der Umfrage

4.5 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse

4.6 Diskussion

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen der "Insurance Distribution Directive" (IDD) und untersucht deren Auswirkungen auf den Versicherungsvertrieb mittels einer empirischen Online-Umfrage, um zu prüfen, ob die neuen Anforderungen die Tätigkeit der Vermittler einschränken.

  • Theoretische Grundlagen des Versicherungsmarktes und der Versicherungsprodukte
  • Regulatorische Entwicklung von der IMD zur IDD
  • Detaillierte Analyse der neuen Verhaltens- und Informationspflichten für Vermittler
  • Empirische Erhebung unter Branchenvertretern zu Arbeitsaufwand und Produktivität
  • Diskussion der Auswirkungen auf die Beratungsqualität und den Arbeitsalltag

Auszug aus dem Buch

2.3 Besonderheiten von Versicherungsprodukten

Im Gegensatz zu Konsumgütern haben Versicherungsprodukte zahlreiche Besonderheiten, welche den Absatz dieser hemmen und erschweren (vgl. Farny, 1971, S.8).

Eine dieser Besonderheiten, welche zugleich das Grundmerkmal einer Versicherung ist, ist die Immaterialität. Bei Abschluss einer Versicherung kommt es zum Risikotransfer zwischen dem Versicherungsunternehmen und dem Versicherungsnehmer. Dieser ist, im Gegensatz zu anderen materiellen Produkten, für den Kunden nicht greifbar und vorstellbar. Vereint mit der Immaterialität und der schwierigen Erfassbarkeit eines Versicherungsproduktes durch komplexe Versicherungsbedingungen und Vertragsbestimmungen resultiert ein hoher Erklärungsbedarf. Trotz Erfahrungs- und Wissensübermittlung kann davon ausgegangen werden, dass einem Versicherungsnehmer und potenziellen Konsumenten eine Bewertung der Leistung nicht möglich ist (vgl. Farny, 1971, S. 8).

Verglichen mit der Konsumgüterindustrie wird deutlich, dass Prestige ein entscheidender Faktor bei der Entscheidung zum Erwerb eines bestimmten Gutes sein kann, da es zu den grundlegenden Bedürfnissen eines Menschen gehört, in der Gesellschaft ein hohes Ansehen zu erlangen (vgl. teachSam, 2019). So belief sich beispielsweise der Absatz des Apple iPhones, trotz stetig steigender Preise, im letzten Quartal des Jahres 2018 auf 68,4 Mio. Stück (vgl. Statista, 2018). Im Gegensatz hierzu sind Versicherungsprodukte fernab von jeglichem Geltungsstreben und Prestige (vgl. Farny, 1971, S. 8). Des Weiteren kann sich ein Versicherungsnehmer anderen gegenüber nicht profilieren, indem er beispielsweise Produkte von einer bestimmten Gesellschaft bezieht, da Versicherungsbedingungen keinerlei Schutzrechten unterliegen und oft, sogar innerhalb weniger Monate, von anderen Konkurrenten kopiert und am Markt angeboten werden (vgl. Kubli, 1988, S.87). Erschwerend kommt hinzu, dass Konsumenten ihren Bedarf, welcher erst aufgezeigt werden muss (vgl. Delisle, 1988, S. 3), meist nicht kennen und kein Verlangen nach Versicherungsprodukten haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der Versicherungsbranche für das BIP dar und skizziert den Wandel durch Digitalisierung und regulatorische Eingriffe wie die IMD und IDD.

2 Besonderheiten des Versicherungsmarktes: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe des Versicherungssektors, beleuchtet Rahmenbedingungen wie die Demografie und analysiert, warum Versicherungsprodukte als "Low-Interest-Produkte" gelten.

3 Regulatorische Bestrebungen und Richtlinien zum Schutz des Verbrauchers: Es wird die Entwicklung der Regulierung von den Anfängen über die IMD bis hin zur IDD nachgezeichnet und die neuen Verhaltens-, Informations- und Vergütungspflichten detailliert erläutert.

4 Empirische Untersuchung zu den Auswirkungen der Insurance Distribution Directive auf den Versicherungsvertrieb: Dieser Abschnitt beschreibt die Durchführung einer quantitativen Online-Umfrage, präsentiert die Ergebnisse zur Veränderung des Arbeitsalltags und interpretiert die kritische Haltung der Befragten gegenüber der IDD.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die IDD von Versicherungsvertretern primär als Belastung wahrgenommen wird, und diskutiert die langfristigen Auswirkungen auf den Markt und die Beratungsqualität.

Schlüsselwörter

Insurance Distribution Directive, IDD, Versicherungsvertrieb, Versicherungsmarkt, Verbraucherschutz, Vermittler, Beratungsqualität, Dokumentationspflicht, Online-Umfrage, Versicherungsprodukte, Regulatorik, IMD, Arbeitsaufwand, Informationspflichten, Provisionsverbot

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die regulatorischen Auswirkungen der EU-weiten "Insurance Distribution Directive" (IDD) auf den praktischen Arbeitsalltag von Versicherungsvertretern und Maklern in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Besonderheiten von Versicherungsprodukten, die Entwicklung der EU-Vermittlerrichtlinien sowie die empirische Analyse von Arbeitsbelastung und Produktivität unter den neuen gesetzlichen Vorgaben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob die IDD-Anforderungen zu einer signifikanten Einschränkung der Tätigkeit von Versicherungsmitarbeitern führen und wie diese die Richtlinie bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse zu den regulatorischen Rahmenbedingungen mit einer quantitativen Online-Umfrage unter 112 Mitarbeitern der Versicherungsbranche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Besonderheiten des Versicherungsmarktes und der Produkte dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung der spezifischen Pflichten der IDD und deren Auswirkungen auf den Vertriebsprozess.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind IDD, Versicherungsvertrieb, Verbraucherschutz, Dokumentationspflicht und Beratungsqualität.

Welche Auswirkung hat die IDD laut Umfrage auf den Zeitaufwand pro Vorgang?

Die Mehrheit der Teilnehmer gab an, dass sie seit Einführung der IDD im Durchschnitt etwa 5,25 Minuten länger pro Vorgang benötigen, was bei mehreren Vorgängen täglich eine spürbare Arbeitsbelastung darstellt.

Wie stehen die Führungskräfte zur IDD laut der Untersuchung?

Die Umfrage ergab, dass ca. 81,82% der Führungskräfte schätzen, dass die Einstellung ihrer Mitarbeiter gegenüber der IDD negativ ausfällt.

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Résumé des informations

Titre
Auswirkungen der Insurance Distribution Directive auf den Versicherungsvertrieb
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
30
N° de catalogue
V513474
ISBN (ebook)
9783346144010
ISBN (Livre)
9783346144027
Langue
allemand
mots-clé
auswirkungen insurance distribution directive versicherungsvertrieb
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2019, Auswirkungen der Insurance Distribution Directive auf den Versicherungsvertrieb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513474
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