Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der Europäischen Union anhand ihrer Verträge. Dabei geht es dem Autor vor allem darum, welche vertraglichen Entwicklungsschritte die EU anhand ihrer Verträge durchlief. Wie veränderten sich die Organe und ihre damit verbunden Kompetenzen?
Die Arbeit beginnt mit der inhaltlichen Ausarbeitung kurz nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges und endet mit dem Vertrag von Lissabon 2007/09. Zuerst kommt es zu einer kurzen Beschreibung der ersten europäischen Verteidigungspakte, darunter fallen der Vertrag von Dünkirchen, der Brüsseler Pakt und die Westeuropäischen Union. Der Vertrag von Maastricht 1992/93 und seine Änderungsverträge von Amsterdam 1997/99 und von Nizza 2001/03 stellen die Schwerpunkte in der Arbeit dar. Mit der Darstellung des Vertrages von Lissabon 2007/09 endet die Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1 THEMATISCHE EINLEITUNG, DEREN INHALTE UND FRAGESTELLUNGEN
2 DIE BEDEUTENDSTEN VERTRAGLICHEN MEILENSTEINE DER EU - BEGINNEND KURZ NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG BIS ZUM VERTRAG VON LISSABON 2007/09
2.1 Vertrag von Dünkirchen 1947 - Brüsseler Pakt 1948 - WEU 1954/55
2.2 Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl 1951/52
2.3 Römische Verträge 1957/58
2.3.1 Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
2.3.2 Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft
2.4 Fusionsvertrag von Brüssel 1965/67 und die EEA 1986/87
2.4.1 Fusionsvertrag von Brüssel 1965/67
2.4.2 Die Einheitliche Europäische Akte 1986/87
2.5 Gründung der EU durch den Vertrag von Maastricht 1992/93
2.6 Reformen durch den Vertrag von Amsterdam 1997/99
2.7 Der Vertrag von Nizza 2001/03
2.8 Der völkerrechtlicher Vertrag von Lissabon 2007/09
3 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND MÖGLICHE ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN
Zielsetzung & Themen
Diese Semesterarbeit analysiert die historische und strukturelle Entwicklung der Europäischen Union (EU) durch ihre prägenden Verträge, angefangen bei den sicherheitspolitischen Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zum Vertrag von Lissabon. Ziel ist es, die vertraglichen Entwicklungsschritte und die damit verbundenen Veränderungen der Kompetenzen und Funktionen der europäischen Institutionen nachzuvollziehen.
- Historische Meilensteine der europäischen Integration seit 1945
- Entwicklung und Wandlung der europäischen Institutionen und Organe
- Vertragliche Grundlagen der Wirtschafts- und Währungsunion
- Herausforderungen der EU-Erweiterung und institutionelle Anpassungen
- Analyse der sogenannten "Left-overs" und zukünftiger Reformbedarf
Auszug aus dem Buch
2.1 Vertrag von Dünkirchen 1947 - Brüsseler Pakt 1948 - WEU 1954/55
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten sich einige Siegerstaaten zu einem Militärbündnis gegen mögliche zukünftige Aggressionen Deutschlands zusammenzuschließen. 1947 vereinbarten das Vereinigte Königreich von Großbritannien und die Republik Frankreich, mit dem Vertrag von Dünkirchen, einen Bündnis- und Beistandsvertrag. Dieser Vertrag fand dann im Brüsseler Pakt von 1948 seine Fortsetzung. Aus einem bilateralen Vertrag wurde ein Vertrag über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zusammenarbeit und über kollektive Selbstverteidigung geschaffen. Daran beteiligten sich bereits mehrere Staaten, das heißt neben Frankreich und Großbritannien auch die Beneluxstaaten. Die Bundesrepublik Deutschland war zu diesem Zeitpunkt noch entmilitarisiert und als ein möglicher Aggressor betrachtet und war daher nicht Mitglied dieses Paktes.
1955 ging die WEU, durch den Vertrag von Paris 1954/55, aus dem Brüsseler Pakt hervor. Der Inhalt dieses Paktes sah eine automatische Beistandspflicht bei einem Angriff auf einem Bündnispartner vor. Durch den Vertrag von Paris 1954/55 wurden mit Deutschland, gemäß der Londoner Schlussakte 1954 und Italien weitere Bündnispartner in die WEU aufgenommen. Als vorrangige Bedrohung wurde nun nicht mehr Deutschland, sondern der Einfluss des kommunistischen Regimes der Sowjetunion angesehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 THEMATISCHE EINLEITUNG, DEREN INHALTE UND FRAGESTELLUNGEN: Die Einleitung bettet das Integrations- und Friedensprojekt Europa in den aktuellen politisch-wirtschaftlichen Kontext ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach den vertraglichen Entwicklungsschritten der EU.
2 DIE BEDEUTENDSTEN VERTRAGLICHEN MEILENSTEINE DER EU - BEGINNEND KURZ NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG BIS ZUM VERTRAG VON LISSABON 2007/09: Dieses Hauptkapitel detailliert chronologisch die Entwicklung von den ersten Militärbündnissen über die Gründung der EGKS bis hin zum Vertrag von Lissabon.
3 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND MÖGLICHE ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN: Das Abschlusskapitel bietet eine Zusammenfassung der untersuchten Prozesse und erörtert offene Zukunftsfragen, insbesondere zur Handlungsfähigkeit der EU bei wachsender Mitgliederzahl.
Schlüsselwörter
Europäische Union, Vertrag von Maastricht, Vertrag von Lissabon, EGKS, Europäische Integration, Friedensprojekt, Brüsseler Pakt, WEU, Römische Verträge, Fusionsvertrag, Währungsunion, Institutionen, Europäisches Parlament, EU-Erweiterung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Europäischen Union und ihrer rechtlichen Grundlagen, ausgehend von der Nachkriegszeit bis zum Vertrag von Lissabon.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung europäischer Verträge, die Entstehung der Organe der EU sowie die wirtschaftliche und politische Integration Europas.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, welche Entwicklungsschritte die EU anhand ihrer Verträge durchlief und wie sich dabei die Kompetenzen ihrer Organe im Laufe der Zeit verändert haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine umfassende Literaturrecherche, die Bücher, Fachartikel, Sammelbände und relevante Internetquellen in deutscher und englischer Sprache miteinander vergleicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die wichtigsten vertraglichen Etappen, beginnend bei den Verteidigungspakten (Dünkirchen/Brüssel), über die Gründung der EGKS und der Römischen Verträge bis hin zur EU-Gründung und den Reformverträgen von Amsterdam, Nizza und Lissabon.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Europäische Union, Integrationsprozess, vertragliche Entwicklung, Institutionen und Friedensprojekt.
Wie hat sich die Rolle des EU-Parlaments entwickelt?
Das EU-Parlament hat durch verschiedene Verträge, insbesondere durch die Einführung des Mitentscheidungsverfahrens und die Ausweitung der qualifizierten Mehrheit, zunehmend an legislativer Bedeutung und Mitspracherechten gewonnen.
Was versteht der Autor unter den "Amsterdam-left-overs"?
Damit sind die im Vertrag von Amsterdam nicht gelösten Punkte gemeint, insbesondere die Fragen zur Größe der Kommission und zur Stimmengewichtung im Rat, die erst in nachfolgenden Verhandlungen adressiert wurden.
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- Gerhard Kuttner (Autor), 2019, Die Europäische Union. Ihre Entwicklung vom Zweiten Weltkrieg bis zum Vertrag von Lissabon, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513516