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Dadaistische Manifestliteratur im Kontext der subversiven Diskurse

Título: Dadaistische Manifestliteratur im Kontext der subversiven Diskurse

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2010 , 86 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Florian Höh (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Diese Arbeit untersucht dadaistische Manifeste. Ziel ist es, dadaistische Manifeste daraufhin zu untersuchen, in welche Diskurse der Subversion sie sich einschreiben. Dabei werde ich mich auf zwei der vier von Ernst beschriebenen Diskurse, den politisch-institutionellen Diskurs der Subversion und den künstlerisch-avantgardistischen Diskurs der Subversion, beschränken. Eine Analyse ließe sich diesbezüglich auch für den minoritär-distinktiven wie auch für den poststrukturalistisch-dekonstruktivistischen Diskurs der Subversion
durchführen, doch gab es verschiedene Gründe meinerseits, diese Diskurse im Zuge dieser Arbeit außen vor zu lassen. Zum Einen entstanden diese Diskurse weit nach der Zeit des Dadaismus und eine Einschreibung in diese Diskurse wäre somit ein im Nachhinein interpretiertes Konstrukt, das von den Autoren keinesfalls intendiert war.

Mein Interesse bei der Analyse liegt unter anderem darin, ob es einen signifikanten Wechsel zwischen den Verteilungen der Ergebnisse gibt, welcher die oft vertretene und meiner Ansicht nach zutreffende These einer Politisierung der Dada-Bewegung in Berlin bestätigt. Falls dies der Fall sein sollte, dann müssten sich die beiden von mir ausgewählten dadaistischen Manifeste aus Berlin, Richard Huelsenbecks Dadaistisches Manifest und Raoul Hausmanns Manifest "Was ist der Dadaismus und was will er in Deutschland?", weit mehr in den politisch-institutionellen Diskurs der Subversion einschreiben, wohingegen Hugo Balls Eröffnungs-Manifest, das 1916 in Zürich entstand, sich tendenziell eher in den künstlerisch-avantgardistischen Diskurs der Subversion einschreiben würde.

Durch die von den Dadaisten angestrebte Verbindung von Kunst und Lebensrealität ist zu erwarten, dass die Texte sich nicht nur in jeweils einen der Diskurse einschreiben, da die Grenzen der Sphären der Kunst und der Politik ständig in Frage gestellt und aufgebrochen werden. Neben der Frage nach der Quantität der Einschreibung in die jeweiligen Diskurse ist weiterhin von Interesse, welche Subversionsstrategien in den Texten angewendet werden, um die jeweiligen Ziele zu erreichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Avantgarde

2.1 Dadaismus

2.1.1 Personenspezifische Heterogenitäten

2.1.2 Topographische Heterogenitäten

2.1.3 Historische Heterogenitäten

3. Subversion und die subversiven Diskurse

3.1 Der politisch-institutionelle Diskurs der Subversion

3.2 Der künstlerisch-avantgardistische Diskurs der Subversion

4. Das Manifest als Textgattung

4.1 Das Manifest

4.2 Dadaistische Manifeste

5. Beispielanalysen dadaistischer Manifeste

5.1 Das Eröffnungs-Manifest, 1. Dada-Abend in Zürich, 14. Juli 1916 – Hugo Ball

5.1.1 Inhalts- und Strukturanalyse

5.1.2 Verortung des Testes in den Diskursen der Subversion

5.1.2.1 Der politisch-institutionelle Diskurs der Subversion

5.1.2.2 Der künstlerisch-avantgardistische Diskurs der Subversion

5.1.3 Zwischenfazit

5.2 Dadaistisches Manifest – Richard Huelsenbeck

5.2.1 Inhalts- und Strukturanalyse

5.2.2 Verortung des Textes in den Diskursen der Subversion

5.2.2.1 Der politisch-institutionelle Diskurs der Subversion

5.2.2.2 Der künstlerisch-avantgardistische Diskurs der Subversion

5.2.3 Zwischenfazit

5.3 Was ist der Dadaismus und was will er in Deutschland – Raoul Hausmann

5.3.1 Inhalts- und Strukturanalyse

5.3.2 Verortung des Textes in den Diskursen der Subversion

5.3.2.1 Der politisch-institutionelle Diskurs der Subversion

5.3.2.2 Der künstlerisch-avantgardistische Diskurs der Subversion

5.3.3 Zwischenfazit

6. Zusammenfassung und Auswertung der Analyseergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht dadaistische Manifeste auf ihre subversive Qualität und ihre Einschreibung in den politisch-institutionellen sowie den künstlerisch-avantgardistischen Diskurs. Ziel ist es zu analysieren, wie dadaistische Texte durch Formverstöße und sprachliche Mittel die Institutionen von Kunst und Gesellschaft subvertieren und ob eine Politisierung der Dada-Bewegung nachweisbar ist.

  • Analyse der dadaistischen Manifeste als subversive Textgattung.
  • Untersuchung der Verortung von Texten in politisch-institutionellen Diskursen.
  • Differenzierung der Rolle von Dada Zürich und Dada Berlin.
  • Erforschung der Verbindung zwischen dadaistischer Kunst und Lebensrealität.
  • Dekonstruktion von bürgerlichen Kunstkonventionen und Sprachnormen.

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Inhalts- und Strukturanalyse

Um diesen Text richtig verstehen zu können, halte ich es für notwendig, zuerst einen genaueren Blick auf die Struktur des Textes zu werfen, um dann in einem weiteren Schritt den Inhalt zu analysieren. Die Ergebnisse der Strukturanalyse sind im Hinblick auf die inhaltliche Analyse stets mit zu bedenken, da sie für die Einschreibung in die jeweiligen Diskurse der Subversion entscheidende Hinweise geben können.

Legt man ein sehr grobes Raster an den Text, so wird klar, dass er im Prinzip aus zwei großen inhaltlichen Teilen besteht. Zu Beginn des Manifests stellt Huelsenbeck die bisherige Situation der Kunst dar und grenzt den Dadaismus entschieden davon ab. Im zweiten Teil stellt er nun vor, was er unter dem Dadaismus versteht und wie er seiner Meinung nach umzusetzen sei. Betrachtet man nur diese Grobstruktur, so ist der Aufbau des Textes dem des Eröffnungs-Manifests von Hugo Ball sehr ähnlich, der ebenfalls eine zweigeteilte Struktur aufweist, die sich mit den Fragen auseinandersetzt, was der Dadaismus sei und wie dieser umzusetzen sei.

Bei genauerer Untersuchung der beiden übergeordneten Teile des Texts lässt sich feststellen, dass diese jeweils noch einmal in kleinere Teilbereiche beziehungsweise Themengebiete und in einem letzten Schritt in konkrete Themen unterteilbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Phänomen Dadaismus und Darlegung der Zielsetzung zur Analyse dadaistischer Manifeste im Kontext subversiver Diskurse.

2. Avantgarde: Theoretische Einordnung des Avantgarde-Begriffs und dessen Bedeutung für künstlerische Bewegungen sowie spezifische Merkmale des Dadaismus.

3. Subversion und die subversiven Diskurse: Definition und Herleitung des Subversionsbegriffs mit Fokus auf politisch-institutionelle und künstlerisch-avantgardistische Diskursfelder.

4. Das Manifest als Textgattung: Untersuchung der Textsorte Manifest hinsichtlich ihrer Funktionsweise und Abgrenzung sowie der Besonderheiten dadaistischer Manifeste.

5. Beispielanalysen dadaistischer Manifeste: Detaillierte Untersuchung und diskursive Verortung der Manifeste von Hugo Ball, Richard Huelsenbeck und Raoul Hausmann.

6. Zusammenfassung und Auswertung der Analyseergebnisse: Synthese der Erkenntnisse zur subversiven Qualität der analysierten Manifeste und Überprüfung der These zur Politisierung der Berliner Dada-Bewegung.

Schlüsselwörter

Dadaismus, Subversion, Avantgarde, Manifest, politisch-institutioneller Diskurs, künstlerischer Diskurs, Hugo Ball, Richard Huelsenbeck, Raoul Hausmann, Lebensrealität, Sprachkritik, Berliner Dada, Expressionismus, Provokation, Textgattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert dadaistische Manifeste als subversive Texte und untersucht, wie diese in gesellschaftliche und künstlerische Diskurse eingebunden sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen der Subversionsbegriff, die Textgattung Manifest, die Theorie der Avantgarde sowie die spezifische Entwicklung und Politisierung des Dadaismus in Zürich und Berlin.

Welche Forschungsfrage verfolgt die Arbeit?

Die Arbeit fragt danach, in welche Diskurse der Subversion sich dadaistische Manifeste einschreiben und welche Subversionsstrategien genutzt werden, um das System Kunst und gesellschaftliche Normen zu unterwandern.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse genutzt?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Inhalts- und Strukturanalyse der Primärtexte durchgeführt, kombiniert mit einer diskurstheoretischen Verortung der Manifeste.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Gattungsbeschreibung des Manifests sowie die konkrete Analyse dreier ausgewählter Manifeste von Ball, Huelsenbeck und Hausmann.

Welche Keywords charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Dadaismus, Subversion, Avantgarde, Manifest, politisch-institutioneller Diskurs und Lebensrealität.

Wie unterscheidet sich die Analyse von Hugo Balls "Eröffnungs-Manifest" von den anderen Beispielen?

Balls Manifest wird stärker als künstlerisch-avantgardistisch verortet, während die späteren Texte aus Berlin eine deutliche Tendenz zur politischen Parodie aufweisen.

Inwiefern parodiert Raoul Hausmann politische Manifeste?

Hausmann nutzt Forderungskataloge und utopische oder absurde Punkte, um die Praxis des politischen Manifestierens selbst als Form zu entlarven und zu unterwandern.

Final del extracto de 86 páginas  - subir

Detalles

Título
Dadaistische Manifestliteratur im Kontext der subversiven Diskurse
Universidad
University of Trier
Calificación
1,7
Autor
Florian Höh (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
86
No. de catálogo
V513558
ISBN (Ebook)
9783346101044
ISBN (Libro)
9783346101051
Idioma
Alemán
Etiqueta
Dada Dadaismus Avantgarde Manifest Subversion Hugo Ball
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Florian Höh (Autor), 2010, Dadaistische Manifestliteratur im Kontext der subversiven Diskurse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513558
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