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Prognose von Geldmultiplikatoren

Title: Prognose von Geldmultiplikatoren

Research Paper (undergraduate) , 2006 , 14 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Ina Seifert (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Einleitung

Thema der vorliegenden Arbeit ist die Prognose von Geldmultiplikatoren als Instrument der Geldmengesteuerung. Die Bundesbank versucht vorgegebene Geldmengenziele über die Steuerung der Geldbasis zu erreichen. Dazu werden verschiedene geldpolitische Instrumente eingesetzt. Das Geldmengenziel wird am Jahresende vom Zentralbankrat beschlossen und bekannt gegeben (Issing, 1995:22). Im Abschnitt 2 wird zunächst auf die Zusammensetzung der einzelnen Geldmengenaggregate eingegangen, sowie auf die Beziehung zwischen Geldmenge und Geldbasis. Diese Beziehung ist eine notwendige Voraussetzung für die sinnvolle Prognose von Geldmultiplikatoren. Wichtig ist hier die Frage, ob sich die Geldmenge an die Geldbasis anpasst oder die Geldbasis an die Geldmenge. Die Analyse bezieht sich auf eine Studie von Manfred Willms (1993), der für den Zeitraum von Januar 1981 bis Dezember 1989 die Beziehung zwischen Geldmenge und Geldbasis mit Hilfe der Kointegrationsanalyse und Fehlerkorrekturmodellen untersucht hat.

Mit der Prognose von Geldmultiplikatoren setzen sich zahlreiche Studien auseinander. Bomhoff (1977) entwickelte ein aggregiertes Modell für die USA. Johannes und Rasche (1979) argumentierten, dass das Komponenten Modell bessere Prognosen liefert als die bisherigen Zeitreigenmodelle und Hafer und Hein (1984) stellten in ihrer Studie fest, dass beide Modelle gleich gute Prognosen liefern. Ein Vergleich der zwei verschiedenen Multiplikatorprognosemodelle und deren Prognoseeigenschaften Bezug nehmend auf die Studie von Hafer und Hein (1984) folgt im Abschnitt 3. Hierbei handelt es sich zum einen um ein Prognosemodell, das den Geldmultiplikator in seine einzelnen Komponenten zerlegt und zum anderen um ein aggregiertes Modell. Anschließend werden die Probleme derartiger Multiplikatorprognosen im Hinblick auf die Geldmengensteuerung analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Geldmenge

3.1 Beziehung zwischen Geldbasis und Geldmenge

3.2 Zeitreihenanalyse

4. Prognose von Geldmultiplikatoren

4.1 Aggregierte Modelle vs. „Komponenten Modell“

4.2 Beurteilung der Prognosequalität

5. Fazit - Probleme der Geldmengensteuerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Prognose von Geldmultiplikatoren als Instrument zur Steuerung der Geldmenge durch die Zentralbank. Im Zentrum steht die wissenschaftliche Frage, ob und inwieweit eine Steuerung der Geldmenge über die Geldbasis mittels präziser Multiplikatorprognosen möglich und sinnvoll ist, wobei verschiedene Prognosemodelle miteinander verglichen werden.

  • Analyse der Beziehung zwischen Geldbasis und Geldmenge
  • Untersuchung von Zeitreihenmodellen zur Geldmengenprognose
  • Vergleich von aggregierten Modellen und Komponenten-Modellen
  • Beurteilung der Prognosequalität mittels statistischer Kennzahlen
  • Kritische Reflexion der Möglichkeiten und Grenzen der Geldmengensteuerung

Auszug aus dem Buch

4.1 Aggregierte Modelle vs. „Komponenten Modell“

Hafer und Hein (1984) vergleichen in ihrer Studie zwei Multiplikatorprognosemodelle in ihren Vorhersagefähigkeiten für die Daten von Januar 1980 bis Dezember 1982. Hierbei handelt es sich einerseits um die aggregierten Zeitreihenmodelle, mit denen sich Bomhoff (1977) in seinen Studien beschäftigte. Er war einer der ersten, der die Zeitreihenanalyse für die Prognose von Geldmultiplikatoren in den USA und Niederlanden nutzte. Er entwickelte ein Box-Jenkins Modell für die Prognose. Dieses Verfahren wurde auch von Fratianni und Nabli (1979) für sieben europäische Länder angewandt. Johannes und Rasche (1979) haben dieses Modell erweitert, indem sie den Multiplikator in seine einzelnen Komponenten zerlegt haben. Für die Modellierung und Prognose haben sie anstelle von eindimensionalen Zeitreihen einzelne Verhältniszahlen benutzt, die im Geldmultiplikator enthalten sind. Sie sahen hierin eine bessere Möglichkeit, um Ereignisse, die einzelne Komponenten beeinflussen, aufzuzeigen. Diese Einzeleinflüsse werden in der aggregierten Methode verdeckt.

Der Geldmultiplikator gibt die Beziehung zwischen der Geldbasis (B) und dem Geldmangenaggregat (M1) an, wobei mt der Geldmultiplikator ist.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der Prognose von Geldmultiplikatoren für die Geldmengensteuerung dar und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie relevante Studien.

3. Geldmenge: Dieses Kapitel erläutert die Zusammensetzung der Geldmengenaggregate und analysiert die theoretische sowie statistische Beziehung zwischen der Geldbasis und der Geldmenge.

4. Prognose von Geldmultiplikatoren: Hier werden verschiedene Modellansätze zur Vorhersage von Geldmultiplikatoren gegenübergestellt und ihre statistische Prognosequalität evaluiert.

5. Fazit - Probleme der Geldmengensteuerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert die praktische Umsetzbarkeit einer Geldmengensteuerung durch die Zentralbank basierend auf der Granger-Kausalität.

Schlüsselwörter

Geldmultiplikator, Geldmengesteuerung, Geldbasis, Geldmenge, Zeitreihenanalyse, Komponenten Modell, aggregiertes Modell, Prognosequalität, Kointegrationsanalyse, Fehlerkorrekturmodell, Granger-Kausalität, Bundesbank, Preisstabilität, Wirtschaft, ökonometrische Modelle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten der Steuerung der Geldmenge durch die Zentralbank, speziell durch die Nutzung und Prognose von Geldmultiplikatoren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die mathematische Beziehung zwischen Geldbasis und Geldmenge, die Prognosemethodik und die praktische Kontrolle der Geldpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob die Steuerung der Geldmenge über die Geldbasis durch eine genaue Vorhersage des Geldmultiplikators erfolgreich erreicht werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden Zeitreihenanalysen, Kointegrationsanalysen, Fehlerkorrekturmodelle sowie statistische Prognoseverfahren und Q-Statistiken angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Geldmenge, dem Vergleich zwischen aggregierten und Komponenten-Modellen zur Multiplikatorprognose sowie der Beurteilung der Prognosegüte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Geldmultiplikator, Geldmengensteuerung, Geldbasis, Kointegrationsanalyse und Prognosemodelle.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen aggregierten und Komponenten-Modellen eine Rolle?

Sie ist entscheidend, da Komponenten-Modelle versuchen, Einzeleinflüsse durch Zerlegung des Multiplikators besser abzubilden, während aggregierte Modelle diese Informationen in einer Gesamtrechnung verdecken.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Geldbasiskontrolle in Deutschland?

Aufgrund von Mindestreservevorschriften wird eine direkte Geldbasiskontrolle in Deutschland als praktisch nicht durchführbar bewertet.

Welche Rolle spielt das Granger-Kausalitätskonzept?

Es dient dazu zu prüfen, ob tatsächlich die Geldbasis die Geldmenge beeinflusst, wobei die Arbeit zu dem Schluss kommt, dass diese Kausalität empirisch oft nicht nachweisbar ist.

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Details

Title
Prognose von Geldmultiplikatoren
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Course
Geld und Fianzmärkte
Grade
2,3
Author
Ina Seifert (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V51355
ISBN (eBook)
9783638473538
ISBN (Book)
9783656787921
Language
German
Tags
Prognose Geldmultiplikatoren Geld Fianzmärkte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ina Seifert (Author), 2006, Prognose von Geldmultiplikatoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51355
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