Die Arbeit beschreibt die Projektausarbeitung der "Hessen Mobility+ Card", welche das Ziel verfolgt, den öffentlichen Nahverkehr für ausländische Gäste attraktiver zu gestalten.
Durch die Entwicklung der "Hessen Mobility+ Card" soll vor allem die Lücke im Angebot des Rhein-Main-Verkehrsbunds hinsichtlich eines Mobilitätsangebotes speziell für Touristen aus dem Ausland, die nach Hessen reisen, geschlossen werden. Dabei ist es essentiell, dem Touristen ein verständliches, sinnvolles und attraktives Angebot zu unterbreiten, welches er letztendlich auch wahrnimmt und eine echte, sowie günstigere Alternative zu Mietwagen oder Gruppenreise im Reisebus erhält.
Die Basis des Tickets stellt ein ÖPNV Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Hessen und einige Übergangsgebiete an den hessischen Grenzen dar. Damit wird sichergestellt, dass es keine Verwirrungen oder Unklarheiten über Gültigkeit und Einsetzbarkeit gibt, denn es wird potentiellen Kunden ermöglicht, das ganze Bundesland per Bus und Bahn zu erkunden. Zusätzlich bietet das Ticket in Kooperation mit diversen Partnern in Einzelhandel, Gastronomie und Lifestyle eine Rabatt-Funktion. Ein weiterer entscheidender Baustein des Mobilitätsangebots und damit das "+" im Namen, ist der modulare Aufbau. Der Kunde kann sich verschiedene attraktive zusätzliche Erweiterungen, die seinen Aufenthalt in Hessen qualitativ noch stärker aufwerten, zum Basispaket hinzubuchen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
2 Konzept Hessen Mobility+
2.1 Festlegung relevanter Zielgruppen
3 Zielgruppenbeschreibung „Young Travellers“
3.1 Chancen
3.2 Risiken
4 Erweiterungsangebote – Modularer Aufbau
5 Marketing
6 Distribution und Logistik
7 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel der Arbeit ist die Konzeption der „Hessen Mobility+ Card“, um eine Lücke im Mobilitätsangebot des RMV für ausländische Touristen zu schließen, ihre Reise in Hessen zu erleichtern und die Destination durch individuelle, modulare Angebote attraktiver zu gestalten.
- Entwicklung eines bedarfsgerechten Mobilitätstickets für ausländische Inbound-Touristen.
- Fokus auf die Zielgruppe der „Young Travellers“ (15-30 Jahre).
- Konzeption eines modularen Aufbaus mit Zusatzleistungen (Mobility+, Activity, Art & Culture).
- Strategien zur digitalen Vermarktung und Distribution.
- Analyse der Chancen und Risiken im touristischen Kontext.
Auszug aus dem Buch
3 Zielgruppenbeschreibung „Young Travellers“
In die Zielgruppe der „Young Travellers“ werden alle Touristen in der Altersspanne zwischen 15-30 Jahren eingeordnet. Die Zielgruppe der „Young Travellers“ zeichnet sich durch mehrere Aspekte aus. Sie sind eine junge, dynamische Gruppe, die ein großes Interesse besonders an Städtereisen aufweist und einen überdurchschnittlichen Anteil ihres Vermögens für Reisen ausgibt. Weiterhin lässt sich festhalten, dass diese Zielgruppe überwiegend im Internet Reisen bucht und sich zum Großteil auch über das Internet oder Social Media von den potentiellen Reisezielen inspirieren lässt.
3.1 Chancen
Mit zunehmendem Bewusstsein für den Umweltschutz und der „Flugscham“ wird es für junge Menschen immer wichtiger, möglichst klimafreundlich zu reisen (Rauch, 2019). Hessen befindet sich mitten in Deutschland und ist aus den Top-Quellmärkten für Hessen wie den Niederlanden oder dem Vereinigten Königreich mittlerweile schnell und komfortabel mit dem Zug erreichbar und bildet damit eine klimafreundlichere Alternative zu weiter entfernt gelegenen Reisezielen, wie Barcelona oder Lissabon, die zumeist nur per Flugzeug erreichbar sind (Deutsche Zentrale für Tourismus, 2019). Der nachhaltige Gedanke setzt sich dementsprechend auch in der Mobilität im Zielgebiet fort und an diesem Punkt setzt das HM+ Ticket an. Mit dem ÖPNV lässt sich Hessen umweltfreundlich und effizient bereisen. Weiterhin sollen die geplanten Erweiterungen die Verzahnung der einzelnen Verkehrsmittel vorantreiben. Insgesamt besitzt Hessen, besonders im Großraum Rhein-Main ein überdurchschnittlich gut ausgebautes ÖPNV-Netz, was einen weiteren Vorteil darstellt, da „Für viele [wird] die Mobilitätsfrage zur Grundlage ihrer Reisezielentscheidung [...]“ wird (Rauch, 2019).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten ausländischer Touristen im deutschen Tarifsystem und definiert die Zielsetzung zur Etablierung eines attraktiveren Mobilitätsangebots.
1.1 Zielsetzung: Hier wird der Fokus auf die Schließung der Angebotlücke des RMV für ausländische Touristen durch die Entwicklung der Hessen Mobility+ Card gelegt.
2 Konzept Hessen Mobility+: Das Kapitel erläutert die Basis des Tickets als ÖPNV-Fahrschein für ganz Hessen inklusive Rabattfunktionen und modularem Erweiterungskonzept.
2.1 Festlegung relevanter Zielgruppen: Die Segmentierung in vier verschiedene touristische Gruppen wird erläutert, um zielgruppenspezifische Angebote zu ermöglichen.
3 Zielgruppenbeschreibung „Young Travellers“: Diese Sektion analysiert das Profil der 15- bis 30-jährigen Reisenden, ihre Affinität zu Social Media und ihr ausgeprägtes Interesse an Städtereisen.
3.1 Chancen: Chancen werden insbesondere durch den Trend zum nachhaltigen Reisen und die gute Erreichbarkeit Hessens aus europäischen Nachbarländern begründet.
3.2 Risiken: Als Risiken werden die geringere Kaufkraft der jüngeren Zielgruppe sowie kurze Aufenthaltsdauern (Stopover-Tourismus) identifiziert.
4 Erweiterungsangebote – Modularer Aufbau: Das Kapitel beschreibt die drei Leistungs-Cluster: „Mobility+“, „Activity“ und „Art & Culture“.
5 Marketing: Die Marketingstrategie setzt auf einen crossmedialen Mix aus On- und Offline-Kanälen mit starkem Fokus auf Social Media.
6 Distribution und Logistik: Hier werden die Vertriebswege wie Handytickets, Fahrkartenautomaten und Hotels sowie das Pfandsystem für die Karte erläutert.
7 Fazit: Das Fazit bestätigt die Umsetzbarkeit des Konzepts zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs in Hessen für Inbound-Touristen.
Schlüsselwörter
Hessen Mobility+ Card, Inbound-Tourismus, Young Travellers, Mobilitätslösungen, RMV, nachhaltiger Tourismus, modulares Angebot, ÖPNV, Städtereisen, Zielgruppenmarketing, End-to-End-Mobility, digitale Distribution, Tourismusmanagement, Deutschlandtourismus, Reiseerlebnis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und strategischen Ausrichtung eines neuartigen Mobilitätstickets, der „Hessen Mobility+ Card“, speziell für ausländische Touristen in Hessen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Tourismusmanagement, Mobilitätskonzepte des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) und zielgruppenspezifisches Marketing für ausländische Reisende.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines verständlichen, attraktiven und modularen Ticketkonzepts, das die Komplexität des deutschen Tarifsystems für Ausländer reduziert und Hessen als Reiseziel stärkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine projektorientierte Konzeptionsarbeit, die auf einer Zielgruppenanalyse, einer Chancen-Risiko-Bewertung sowie einer strategischen Ableitung von Marketing- und Distributionswegen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Ticketkonzepts, die detaillierte Analyse der Zielgruppe „Young Travellers“, die Ausarbeitung modularer Zusatzangebote sowie Marketing- und Logistikstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hessen Mobility+ Card, Inbound-Tourismus, modulares Mobilitätsangebot und Zielgruppenmarketing bestimmt.
Warum wurde explizit die Zielgruppe der „Young Travellers“ gewählt?
Die „Young Travellers“ (15-30 Jahre) wurden aufgrund ihrer hohen Social-Media-Affinität, ihres Interesses an Städtereisen und ihres Potentials als zukünftige Stammkunden für den hessischen Tourismus identifiziert.
Welches Risikopotential sieht der Autor für das Projekt?
Als Hauptrisiken werden die begrenzte Kaufkraft der jüngeren Zielgruppe sowie kurze Aufenthaltsdauern bei Überseegästen identifiziert, die eine Nutzung des Mobilitätsangebots in der aktuellen Form unattraktiv machen könnten.
Wie funktioniert der modulare Aufbau der Hessen Mobility+ Card?
Auf Basis eines ÖPNV-Grundtickets kann der Kunde das Produkt individuell um Leistungs-Cluster wie „Mobility+“ (E-Scooter, Car-Sharing), „Activity“ (Bars, Events) oder „Art & Culture“ (Museen) erweitern.
- Arbeit zitieren
- Jonathan Wolf (Autor:in), 2019, Urlaubs- und Freizeittourismus in Hessen. Hessen Mobility+ Card als zukünftige Mobilitätslösung für Touristen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513876