Eines der zurzeit sowohl präsentesten, als auch brisantesten Themen in den Nachrichten ist die Debatte bezüglich der Brexit-Verhandlungen. „Brexit“ setzt sich aus den Worten „Britain“ (z.dt.: Großbritannien) und „Exit“ (z.dt.: Ausgang oder Ausstieg) zusammen und steht für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) .
Welche Auswirkungen das auf die Touristikbranche hat und welche Handlungsempfehlungen, sowie Risiken und Chancen sich daraus für die Unternehmen ergeben wird in dieser Arbeit analysiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Auswirkungen des Brexit-Referendums
2 Sonderstellung Großbritanniens in der Europäischen Union
3 Potenzielle Auswirkungen auf den Tourismus
3.1 Einreisebedingungen
3.2 EU-Binnenmarkt
3.3 Mobilität
3.4 Internetnutzung
3.5 Versicherung
3.6 Finanzen
4 Ausschlaggebende Aspekte für Reiseunternehmen
5 Zukünftige Herausforderungen für die Unternehmensgruppe XY
5.1 Die Unternehmensgruppe XY
5.2 Aktuelle Geschäftstätigkeiten im Vereinigten Königreich
5.3 Notwendige interne Maßnahmen
5.3.1 Einreise
5.3.2 Mobilität
5.3.3 Finanzen
5.4 Beeinflussung der zukünftigen Angebotsstruktur
6 Perspektiven nach dem Brexit
6.1 Risiken
6.2 Chancen
7 Ergebnisse und Erkenntnisse
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen des Brexits auf deutsche Reiseunternehmen am Beispiel der Unternehmensgruppe XY, um Handlungsempfehlungen für den Umgang mit den entstehenden Chancen und Risiken im Tourismussektor zu identifizieren.
- Analyse der Brexit-Verhandlungen und ihrer Auswirkungen auf den EU-Tourismus.
- Untersuchung kritischer Faktoren wie Einreisebedingungen, Mobilität und Währungsentwicklungen.
- Evaluierung betriebswirtschaftlicher Herausforderungen für Busreiseveranstalter.
- Durchführung einer empirischen Erhebung zur Einschätzung der Situation bei Vertriebspartnern.
- Ableitung von Chancen und Risiken zur strategischen Positionierung nach dem EU-Austritt.
Auszug aus dem Buch
3.1 Einreisebedingungen
Zurzeit kann man als Staatsangehöriger eines EU-Mitgliedstaates sowohl mit einem (vorläufigen) Reisepass, als auch mit einem (vorläufigen) Personalausweis in das UK einreisen. Anders als in anderen EU-Staaten müssen Touristen auch heute schon bei der Einreise in das UK durch stärkere Grenzkontrollen. Das lässt sich, wie in Kapitel 2 bereits erläutert, auf die Nicht-Mitgliedschaft Großbritanniens am Schengener Abkommen zurückführen. Dies hat zur Folge, dass die Einreisebedingungen auch nach einem harten Brexit vorerst bestehen bleiben, da Änderungen erst nach Ablauf der geplanten Übergangsphase (bis Ende 2020) möglich wären. Im Falle des harten Brexits ohne jegliche Zusatzabsprachen wäre ab 2021 für alle Einreisenden ein Reisepass sowie ein Visum erforderlich. Laut offizieller Mitteilung der britischen Regierung soll die Einreise für EU-Bürger jedoch auch dann weiterhin visumsfrei verlaufen. Lediglich bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten könnte ein Visum notwendig werden. Diese Sonderregelung mit der EU steht jedoch noch aus, da diesbezüglich bisher keine Einigungen getroffen werden konnte. Allerdings bestehen solche Sonderregelungen bereits mit einigen Nicht-EU-Staaten, wie z.B. der Schweiz, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass unabhängig von den Austrittsbedingungen keine weiteren Verschärfungen bei der Einreise erfolgen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Auswirkungen des Brexit-Referendums: Das Kapitel erläutert den zeitlichen Ablauf der Brexit-Verhandlungen und die formale Basis des Austrittsgesuchs nach Artikel 50 des Vertrages von Lissabon.
2 Sonderstellung Großbritanniens in der Europäischen Union: Hier werden die historischen und vertraglichen Ausnahmestatus des Vereinigten Königreichs innerhalb der EU analysiert.
3 Potenzielle Auswirkungen auf den Tourismus: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der veränderungsrelevanten Bereiche wie Einreise, Mobilität, Versicherung und Finanzen für Touristen.
4 Ausschlaggebende Aspekte für Reiseunternehmen: Dieses Kapitel fokussiert auf die organisatorischen Anforderungen an Busreiseveranstalter beim Wegfall von Abkommen wie dem Interbus-Übereinkommen.
5 Zukünftige Herausforderungen für die Unternehmensgruppe XY: Eine praxisorientierte Analyse der spezifischen Geschäftstätigkeiten und der internen Vorbereitungsmaßnahmen der Unternehmensgruppe XY.
6 Perspektiven nach dem Brexit: Abschließende Synthese der identifizierten Risiken und Chancen für die Touristikbranche bei einem möglichen ungeregelten EU-Austritt.
7 Ergebnisse und Erkenntnisse: Zusammenfassende Bewertung der Gesamtsituation und Appell an die Unternehmen, trotz Unsicherheiten proaktive Strategien zu entwickeln.
Schlüsselwörter
Brexit, Tourismus, Reiseveranstalter, Busreisen, EU-Binnenmarkt, Großbritannien, Unternehmensgruppe XY, Einreisebedingungen, Mobilität, Wirtschaftlichkeit, Währungsrisiko, Interbus, Risikomanagement, Reisefreimengen, EU-Mitgliedschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Analyse der Chancen und Risiken, die der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union für deutsche Reiseunternehmen mit sich bringt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Auswirkungen auf Einreisebestimmungen, den grenzüberschreitenden Personenverkehr (insbesondere Busreisen), Versicherungsfragen sowie die wirtschaftliche Rentabilität touristischer Angebote.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die spezifischen Auswirkungen des Brexits zu durchleuchten und Handlungsempfehlungen für ein konkretes Praxisbeispiel, die Unternehmensgruppe XY, abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Neben einer umfassenden Literaturanalyse wurde eine empirische Befragung bei 50 Vertriebspartnern der Unternehmensgruppe XY durchgeführt, um aktuelle Markttendenzen zu erfassen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Brexit-Folgen und eine praktische Anwendung auf die Unternehmensgruppe XY, inklusive einer Analyse interner Maßnahmen und Angebotsstrukturen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Brexit, Busreisen, Tourismusbranche, Unternehmensgruppe XY, wirtschaftliche Rentabilität und EU-Austritt.
Welche konkreten Probleme sieht der Autor für Busreiseveranstalter nach dem Brexit?
Bei einem ungeregelten Brexit befürchtet der Autor den Wegfall bestehender Abkommen (wie dem Interbus-Übereinkommen), was zu längeren Grenzkontrollen, höheren Personalkosten durch notwendige Doppelbesetzungen und unklaren Führerscheinregelungen führt.
Wie schätzt die Unternehmensgruppe XY laut Umfrage die Situation ein?
Die Umfrage unter den Vertriebspartnern zeigt, dass die Mehrheit mit einem ungeregelten Brexit rechnet, jedoch bisher kaum vorbeugende Maßnahmen getroffen wurden, da das Angebot an Großbritannien-Reisen ohnehin gering ist.
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- Momo Knohl (Autor), 2019, Chancen und Risiken des Brexits für deutsche Reiseunternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513900