Demographischer Wandel in Bezug auf Bund, Land und Metropolregion Nürnberg


Essay, 2014

8 Seiten, Note: 1,3

Alina Funkner (Autor:in)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Demographischer Wandel

3. Demographischer Wandel in Bezug auf Bund- Land- Metropolregion
3.1 Deutschland
3.2 Bayern
3.3 Metropolregionen Nürnberg

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis:

1.Einleitung

Demographischer Wandel ist ein Schlagwort, welches in den Industrieländern, vor allem in Bezug auf Deutschland zur Realität geworden ist. Zwar ist diese Entwicklung ein schon länger vorherrschendes Phänomen, doch es gewinnt zurzeit wieder an Bedeutung. Vor allem Deutschland muss sich dieser Herausforderung wieder stellen.

In dieser Hausarbeit wird im Weiteren dargestellt, was unter einem Demographischen Wandel explizit verstanden wird und aus welchem Hauptkomponenten dieser besteht. Dabei steht der Bezug zu Deutschland im Vordergrund, wobei auch noch auf Bundeslandebene und Kreisebene, hier Bayern und Metropolregion Nürnberg, eingegangen wird. Im Abschluss wird noch die Stellung des Demographischen Wandels in der Gesellschaft erläutert.

2. Demographischer Wandel

Oft wird der Begriff des demographischen Wandels als Synonym zum Demographischen Übergang verwendet. Doch dies ist ein häufiger Trugschluss der Gesellschaft. Der erste demographische Übergang bezeichnet die natürliche Bevölkerungsentwicklung, diese wird in dem Modell des demographischen Übergangs beschrieben. Dieses Modell stellt eine Verallgemeinerung der Entwicklung in den europäischen Industrieländern dar und bietet die Möglichkeit für weitere Prognosen (vgl. Schmid 1984:46f).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Idealtypischer Verlauf des „demographischen Übergangs“ ( verändert nach Laux 1993:30)

Die Abbildung 1 stellt den typischen Verlauf einer Bevölkerungsentwicklung in fünf Entwicklungsphasen dar. Diese kennzeichnen sich durch regelmäßige Veränderungen der Geburten- und Sterberaten aus. Aus der Abbildung 1 kann man entnehmen, dass die Geburtenrate während dieser fünf Phasen erst langsam und dann steil absinkt. Dabei sinkt die Sterberate fast parallel zu der Geburtenrate. In der posttransformativen Phase ist teilweise eine negative Wachstumsrate zu verzeichnen, das heißt, dass die Geburtenrate kleiner als die Sterberate ist. Dies ist die Schnittstelle, an der der zweite demographische Übergang ansetzt. Dieser wird als auch demographischer Wandel bezeichnet (vgl. van de Kaa 1987:5). Zu der Komponente der natürlichen Bevölkerungsentwicklung kommen nun die Konsequenzen der Migrationen und die gesellschaftlichen Veränderungen dazu.

„Two key words characterize the norms and attitudes behind the first and second demographic transition and highlight the contrast between them: altruistic and individualistic. The first transition to low fertility was dominated by concerns for family and offspring, but the second emphasizes the rights and self-fulfillment of individuals“(van de Kaa 1987:5)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Modell des ersten und zweiten demographischen Übergangs (van de Kaa 2002:2)

Dieses Zitat von van de Kaa zeigt auf, dass vor allem die Veränderung der gesellschaftlichen Wertevorstellungen eine große Rolle bei der Bevölkerungsentwicklung spielt und heute im Gegensatz zu früher, die Selbstverwirklichung des Einzelnen im Vordergrund steht.

So ergeben sich drei Hauptkomponenten des zweiten demographischen Übergangs. Zu einem gehört der Rückgang dazu. Es entsteht eine Bevölkerungsdynamik, vor allem durch die Schrumpfung der Bevölkerung, sodass ein Wachstumsgewinn nur aufgrund von Wanderungen entstehen kann. Auch zählt der Aspekt der Alterung dazu. Damit meint man, dass die Zahl der jüngeren Menschen immer weiter abnimmt und gleichzeitig die Zahl der älteren Menschen jedoch immer weiter zunimmt. Der letzte Punkt ist die Heterogenisierung. Der Anteil der Immigranten wächst stetig und die Variabilität an unterschiedlichen Haushalts- und Lebensformen nimmt zu. Beispielsweise sind heute ein Personen Haushalte, viel öfters als früher, anzutreffen. Dabei fällt diese Variabilität bei der Vorhersage der Bevölkerungsentwicklung ins größere Gewicht (vgl. Friedrich, Schlömer 2013:51).

3. Demographischer Wandel in Bezug auf Bund- Land- Metropolregion

Es ist wichtig aufzuzeigen, dass der demographische Wandel zwar vorwiegend die alten Industrieländer prägt, doch auch konkrete Beispiele aufzuführen. So wird im weiteren Verlauf eine immer stärkere Fokussierung, in Bezug auf die unterschiedlichen Verwaltungsebenen, vorgenommen.

3.1 Deutschland

Wenn man über den demographischen Wandel in Deutschland spricht, muss man bedenken, dass die Bevölkerungsentwicklung hauptsächlich politisch bedingte Ursachen hat. Dazu zählt zum Beispiel die Wiedervereinigung 1989, sodass in diesem Zusammenhang von Ost- und Westdeutschland die Rede ist. Diese wiesen zwar früher eine unterschiedliche Entwicklung in der Bevölkerungsdynamik auf, doch heute kann man sagen, dass sowohl Ost-, als auch Westdeutschland gleich stark vom demographischen Wandel betroffen ist. Doch um diese Entwicklung besser zu verstehen, muss man sich die einzelnen Phasen anschauen.

In der Nachkriegszeit bis zum Anfang der 80er Jahren, kann man von einer Wachstumsphase sprechen. Zu dieser Zeit hatten ostdeutsche Gebiete eine Schrumpfung der Bevölkerung, aufgrund massiven Abwanderungen nach Westen zu verzeichnen. Daraus resultierte ein Bevölkerungszuwachs in Westdeutschland. In den darauf folgenden zehn Jahren hielt die Stagnationsphase an. Der Grund dafür war zu einem der Mauerbau 1961 und zum anderen wurden die Einwanderungsgesetze verschärft. Schließlich gingen die Geburtenzahlen zurück und die Anzahl an älteren Menschen nimmt immer weiter zu. Dieser Trend hat dazu geführt, dass das Bevölkerungswachstum heute nicht nur auf ökonomisch starke Wachstumsinseln, sondern auch lokal und zeitlich, begrenzt ist (vgl. Schlömer 2012:91). Auch können die Wanderungsgewinne, diese Entwicklung nicht mehr ausreichend kompensieren (vgl. Schwarz et al. 2009:517). So wurde im Jahr 2012 vom Statistischen Bundesamt Deutschland eine Bevölkerungsberechnung durchgeführt und eine Zahl von 80,5 Millionen in Deutschland lebenden Menschen erhoben (vgl. Statistisches Bundesamt 2014).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine Bevölkerungsvorausberechnung von Statistischen Bundesamt hat eine Bevölkerungspyramide erstellt, welche deutlich zeigt, dass in Deutschland zwischen 2012 und 2060 die Verschiebung der Bevölkerungsverteilung sich weiter entwickeln wird. In Blau ist die Verteilung 2012 angegeben, die blaue Linie zeigt die Obergrenze und die Gelbe die Untergrenze der mittleren Bevölkerung, für das Jahr 2060 an. So kann man in Bezug auf das gesamte Bundesgebiet Deutschland von einer demographischen Alterunng landesweit sprechen.

Im weitern Verlauf wird auf Landesebene eingegangen, wobei die Auswirkungen des Demographischen Wandels in Bezug auf das Bundesland Bayern näher erläutert werden.

3.2 Bayern

Schaut man sich die geschichtliche Entwicklung des demographischen Übergangs und den daraus resultierenden demographischen Übergang in Bayern an, so kann man sagen, dass diese eine weitgehend flächenhafte Übereinstimmung mit der Entwicklung auf Bundesebene aufweist. Doch vor allem die gegenwärtigen Tendenzen unterschieden sich jedoch gegenüber dem Bundesland. Die derzeitige Bevölkerungszahl für Bayern liegt bei circa 12,5 Millionen Menschen. Diese Zahl soll in den nächsten ca. 5 Jahren sich noch etwas Erhöhen, doch danach wird auch der bundesweite Trend in Bayern sich durchsetzten, sodass die Bevölkerung 2060 auf circa 11 Millionen zurückgeht (vgl. Statistisches Landesamt Bayern 2014). Hierbei ist anzumerken, dass diese Entwicklung landesweit, regional sehr unterschiedlich vollziehen wird.

Zufolge der Bevölkerungsvorausberechnung bis 2032 vom Statistischen Landesamt, welches den Bevölkerungsbestand von 2012 verwendet, kann man Prognosen für die einzelnen Regionen treffen. In dieser Vorausberechnung wurden die Parameter Fertilität, Mortalität und die Wanderungsströme aufgegriffen. So ist in oberen Teilen Bayerns, hauptsächlich in Unter- und Oberfranken generell mit Bevölkerungsverlusten zu rechnen. So wird Mittelfranken jedoch eine stabile Einwohnerentwicklung vorzeigen können. Dabei soll bis 2032 eine Bevölkerungszunahme in Oberbayern passieren.

So wird sich auch die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Bezug auf Bayern tendenziell negativ entwickeln.

So ist es wichtig sich auch eine Metropolregion näher anzuschauen, sodass man einen Vergleich zwischen Bundes, Landes- und Stadtebene hat. Als regionales Beispiel wurde die Metropolregion Nürnberg ausgewählt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Demographischer Wandel in Bezug auf Bund, Land und Metropolregion Nürnberg
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Geographie, Lehramt
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
8
Katalognummer
V513919
ISBN (eBook)
9783346115645
Sprache
Deutsch
Schlagworte
demographischer, wandel, bezug, bund, land, metropolregion, nürnberg
Arbeit zitieren
Alina Funkner (Autor:in), 2014, Demographischer Wandel in Bezug auf Bund, Land und Metropolregion Nürnberg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/513919

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