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Demokratisierung der Europäischen Union

Title: Demokratisierung der Europäischen Union

Presentation (Elaboration) , 2005 , 13 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Julian Nagel (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Die Europäische Union stellt im heutigen Zeitalter einen internationalen Vertreter dar, welcher maßgebliche Entscheidungen für alle seine Mitgliedsstaaten trifft. Die Grund-lage dieser Situation waren die Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza. Durch sie wurde eine EU geschaffen, welche als internationales Gebilde eine bedeutende Rolle für Europa, aber auch für den Rest der Welt, spielt. Die Union wendet sich jedoch hauptsächlich an die in ihr lebenden Bürger. Diese sollen sich durch die EU und durch die Schaffung einer gemeinsamen europäischen Identität als Bürger Europas fühlen. Zum jetzigen Zeitpunkt wird in den Mitgliedsstaaten darüber abgestimmt, ob die EU eine neue und eigene Verfassung bekommen soll. Diese soll die bisherigen Verträge ablösen und der EU eine neue Grundordnung geben. Auf die einzelnen Änderungen soll hier nicht eingegangen werden. Diese neue Verfassung bringt jedoch auch Probleme mit sich, welche sich auch deutlich durch die Uneinigkeit in den Mitgliedsstaaten zeigt. So ist z. B. in Frankreich ein großer Teil der Bevölkerung gegen die Verfassung. Doch selbst wenn diese Verfassung nicht angenommen werden sollte, wird es eine Weiter-entwicklung der EU geben, so wie sie es immer gegeben hat. Hier stellt sich dann nur die Frage, ob die EU sich zu einem System entwickelt, welches die nationale Souveräni-tät nicht mehr weiter antastet, oder aber es zu einer EU kommt, welche in der Zukunft das nationale Souveränitätsrecht noch mehr beschneidet. Sollte man von der zweiten und wahrscheinlicheren Lösung ausgehen, so muss das jetzige System der EU hinter-fragt werden, um festzustellen, in welcher Position sich die EU befindet, wo ihre Prob-leme für eine solche Situation lägen und wie diese zu beheben wären. Ein zentraler As-pekt, welcher im Folgenden behandelt werden soll, ist die Frage nach der demokrati-schen Ordnung der EU. Die Nationalstaaten, welche der EU angehören, sind alles sou-veräne, demokratische Staaten, in welchen die Bürger die Regierungen wählen. Auf die EU trifft dies nicht ganz zu, obwohl sie für die Bürger wichtige Entscheidungen trifft. Deshalb stellt sich die Frage: Ist eine Demokratisierung der EU notwendig?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ist die Demokratisierung der Europäischen Union notwendig?

2. Aufbau der EU

3. Das Demokratiedefizit der Europäischen Union

4. Das Problem der Legitimation

5. Das kulturelle Problem

6. Lösungsansätze

6.1 Institutionelle Lösungsansätze

6.2 Kulturelle Lösungsansätze

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit einer Demokratisierung der Europäischen Union vor dem Hintergrund ihres institutionellen Aufbaus und bestehender Legitimationsdefizite. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage adressiert, inwiefern eine Demokratisierung der EU erforderlich ist, um eine legitimatorische Basis für zukünftiges politisches Handeln zu schaffen und das europäische Einigungsprojekt nachhaltig zu gestalten.

  • Analyse des institutionellen Aufbaus der Europäischen Union
  • Untersuchung des Demokratiedefizits und seiner Ursachen
  • Herausarbeitung der Legitimations- und kulturellen Probleme innerhalb der EU
  • Diskussion institutioneller sowie kultureller Lösungsansätze für die EU

Auszug aus dem Buch

1. Ist die Demokratisierung der Europäischen Union notwendig?

Die Europäische Union stellt im heutigen Zeitalter einen internationalen Vertreter dar, welcher maßgebliche Entscheidungen für alle seine Mitgliedsstaaten trifft. Die Grundlage dieser Situation waren die Verträge von Maastricht, Amsterdam und Nizza. Durch sie wurde eine EU geschaffen, welche als internationales Gebilde eine bedeutende Rolle für Europa, aber auch für den Rest der Welt, spielt. Die Union wendet sich jedoch hauptsächlich an die in ihr lebenden Bürger. Diese sollen sich durch die EU und durch die Schaffung einer gemeinsamen europäischen Identität als Bürger Europas fühlen.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird in den Mitgliedsstaaten darüber abgestimmt, ob die EU eine neue und eigene Verfassung bekommen soll. Diese soll die bisherigen Verträge ablösen und der EU eine neue Grundordnung geben. Auf die einzelnen Änderungen soll hier nicht eingegangen werden. Diese neue Verfassung bringt jedoch auch Probleme mit sich, welche sich auch deutlich durch die Uneinigkeit in den Mitgliedsstaaten zeigt. So ist z. B. in Frankreich ein großer Teil der Bevölkerung gegen die Verfassung.

Doch selbst wenn diese Verfassung nicht angenommen werden sollte, wird es eine Weiterentwicklung der EU geben, so wie sie es immer gegeben hat. Hier stellt sich dann nur die Frage, ob die EU sich zu einem System entwickelt, welches die nationale Souveränität nicht mehr weiter antastet, oder aber es zu einer EU kommt, welche in der Zukunft das nationale Souveränitätsrecht noch mehr beschneidet. Sollte man von der zweiten und wahrscheinlicheren Lösung ausgehen, so muss das jetzige System der EU hinterfragt werden, um festzustellen, in welcher Position sich die EU befindet, wo ihre Probleme für eine solche Situation lägen und wie diese zu beheben wären. Ein zentraler Aspekt, welcher im Folgenden behandelt werden soll, ist die Frage nach der demokratischen Ordnung der EU. Die Nationalstaaten, welche der EU angehören, sind alles souveräne, demokratische Staaten, in welchen die Bürger die Regierungen wählen. Auf die EU trifft dies nicht ganz zu, obwohl sie für die Bürger wichtige Entscheidungen trifft. Deshalb stellt sich die Frage: Ist eine Demokratisierung der EU notwendig?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ist die Demokratisierung der Europäischen Union notwendig?: Das Kapitel führt in die aktuelle Rolle der EU ein und begründet die Relevanz der Frage nach ihrer demokratischen Ordnung angesichts zunehmender integrationspolitischer Eingriffe.

2. Aufbau der EU: Hier werden die zentralen Organe – Europäischer Rat, Europäisches Parlament und Europäische Kommission – in ihrer Struktur und ihren Kompetenzen kurz skizziert.

3. Das Demokratiedefizit der Europäischen Union: Dieses Kapitel analysiert das Demokratiedefizit auf institutioneller Ebene, insbesondere das Fehlen eines echten parteipolitischen Wettbewerbs bei Europawahlen.

4. Das Problem der Legitimation: Es wird erörtert, dass die EU Schwierigkeiten hat, eine direkte Legitimation durch das Volk zu erlangen, da sie stark von nationalen Regierungen abhängig ist.

5. Das kulturelle Problem: Der Autor thematisiert hier das Fehlen eines gemeinsamen europäischen Volkes und einer Kommunikationsgemeinschaft als Hindernis für die soziale Legitimität.

6. Lösungsansätze: Dieses Kapitel bündelt institutionelle und kulturelle Strategien zur Überwindung der genannten Defizite.

6.1 Institutionelle Lösungsansätze: Es werden Vorschläge wie die Stärkung des Europäischen Parlaments, Direktwahlen des Kommissionspräsidenten oder europäische Referenden diskutiert.

6.2 Kulturelle Lösungsansätze: Der Fokus liegt hier auf der Entwicklung eines europäischen Wir-Gefühls und der Rolle einer Verfassung als identitätsstiftendem Moment.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass eine Demokratisierung notwendig ist und die Reform der Institutionen ein entscheidender Schritt zur Förderung europäischer Identität sein kann.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Demokratisierung, Demokratiedefizit, Legitimation, Europäisches Parlament, Europäische Kommission, Europäischer Rat, Europawahl, Europäische Identität, Volkssouveränität, Institutionelle Reform, Politische Integration, Verfassung, Soziale Legitimität, Wettbewerbsdemokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob eine Demokratisierung der Europäischen Union notwendig ist und welche institutionellen und kulturellen Bedingungen hierfür geschaffen werden müssen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf das Demokratiedefizit der EU, die Herausforderungen der demokratischen Legitimation, das Fehlen einer europäischen Identität sowie mögliche Lösungsansätze auf institutioneller und gesellschaftlicher Ebene.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit einer Demokratisierung der EU zu begründen und zu eruieren, wie durch Reformen eine legitimatorische Basis für das zukünftige politische Handeln der EU geschaffen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung bestehender Theorieansätze zur europäischen Integration und Institutionenforschung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der EU-Organe, die Analyse des demokratischen Defizits, die Untersuchung von Legitimation und kulturellen Problemen sowie die Diskussion von Lösungsstrategien wie institutionellen Reformen und der Förderung einer europäischen Identität.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Demokratiedefizit, Legitimation, Europäisches Parlament, europäische Identität und institutionelle Reformen.

Warum wird im Dokument das Fehlen eines europäischen "Wir-Gefühls" als problematisch angesehen?

Das Fehlen dieses Wir-Gefühls wird als Hindernis für die soziale Legitimität betrachtet, da ohne eine gemeinsame Kommunikationsgemeinschaft und Identität eine Akzeptanz für politische Entscheidungen nach dem Mehrheitsprinzip auf europäischer Ebene kaum zu realisieren sei.

Welche Rolle spielt das Europäische Parlament bei den Lösungsansätzen?

Das Europäische Parlament wird als entscheidende Institution angesehen; eine Stärkung seiner Entscheidungsbefugnisse und eine echte Parlamentarisierung könnten laut Autor dazu beitragen, das Demokratiedefizit zu verringern und die Legitimation zu erhöhen.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Demokratisierung der Europäischen Union
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
2,7
Author
Julian Nagel (Author)
Publication Year
2005
Pages
13
Catalog Number
V51405
ISBN (eBook)
9783638473903
ISBN (Book)
9783638922029
Language
German
Tags
Demokratisierung Europäischen Union
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Nagel (Author), 2005, Demokratisierung der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51405
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