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Leibniz' System der prästabilierten Harmonie. Eine Lösung des Leib-Seele-Problems?

Titre: Leibniz' System der prästabilierten Harmonie. Eine Lösung des Leib-Seele-Problems?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2019 , 16 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Teresa Graf (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Diese Arbeit befasst sich mit dem von Gottfried Wilhelm Leibniz entwickelten System der prästabilierten Harmonie in Hinblick auf das Leib-Seele-Problem. Es wird die Frage untersucht, inwieweit die prästabilierte Harmonie eine zufriedenstellende Lösung für das Leib-Seele-Problem darstellt. Außerdem wird die Monadenlehre beziehungsweise das System der prästabilierten Harmonie auf ihre Schwierigkeiten hin untersucht und insbesondere Bayles Kritik an Leibniz sowie Leibniz Apologie dargelegt.

Uneinigkeit unter den Philosophen herrscht in der Debatte über das Leib-Seele-Problem, welches vor allem durch den cartesianischen Dualismus im 17. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung gewann. In seiner Monadenlehre greift Leibniz den Dualismus Descartes auf und entwickelt diesen mit dem System der prästabilierten Harmonie weiter. Ziel seiner Lehre ist es, die Schwierigkeiten der cartesianischen Lehre, derer sich der Okkasionalismus bereits erfolglos annahm, zu eliminieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leib Seele Problem

2.1 Der cartesianische Dualismus

2.2 Die Probleme des cartesianischen Dualismus

2.3 Der Okkasionalismus

3. Die Monadenlehre

3.1 Die Eigenschaften der Monaden

3.2 Die prästabilierte Harmonie

3.3 Die Probleme der Leibniz’schen Monadenlehre

3.3.1 Kritik am Substanzbegriff

3.3.2 Bayles Kritik am System der prästabilierten Harmonie

3.3.3 Weitere Probleme der Monadenlehre

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das von Gottfried Wilhelm Leibniz entwickelte System der prästabilierten Harmonie als Antwort auf das Leib-Seele-Problem. Dabei wird analysiert, inwieweit dieser Ansatz die Schwachstellen des cartesianischen Dualismus sowie des Okkasionalismus erfolgreich überwinden kann, wobei auch kritische Einwände, insbesondere durch Pierre Bayle, eingehend erörtert werden.

  • Cartesianischer Dualismus und dessen Interaktionsproblematik
  • Okkasionalismus als Lösungsversuch und seine Mängel
  • Leibniz' Monadenlehre als ontologisches Fundament
  • Die prästabilierte Harmonie und das Uhrengleichnis
  • Kritik an der Substanzkonzeption und Bayles Einwände

Auszug aus dem Buch

3.2 Die prästabilierte Harmonie

Nachdem nun die Eigenschaften der Monaden aus Leibniz Monadenlehre exzerpiert wurden, widme ich mich den Schwierigkeiten, die die Hypothese über die Vereinigung zwischen Seele und Körper mit sich gebracht hat. Leibniz nahm sich dessen an und versuchte mittels des Systems der prästabilierten Harmonie, das in Bezug auf den Leib-Seele-Problem auch die Bezeichnung ontologischer Parallelismus trägt, eine Lösung zu finden.

Es wurde bereits erwähnt, dass die Monaden bei Leibniz als fensterlos beschrieben werden, da sie ein in sich geschlossenes System darstellen. Untereinander können sie korrespondieren, weil ihre Perzeptionen einander entsprechen, sofern es sich um perzeptionsfähige Monaden handelt, die Seelen genannt werden. Doch wie lässt sich die Verbindung zwischen einfachen Monaden und Seelen erklären?

Ein zentrales Element der prästabilierten Harmonie stellt das Uhrengleichnis dar, dessen Ursprung in den Lehren des Okkasionalismus lokalisiert ist und von Leibniz zur Veranschaulichung seiner Theorie aufgegriffen wird. An der Stelle von Körper und Geist stehen zwei Uhren, die vollkommen synchron zueinander laufen. Als mögliche Ursachen für diese Übereinstimmung gibt es nach Leibniz drei Möglichkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische und philosophische Ausgangslage ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich Leibniz' Lösungsansatz für das Leib-Seele-Problem.

2. Das Leib Seele Problem: Dieses Kapitel erläutert den cartesianischen Dualismus sowie den Okkasionalismus als Vorläufer und thematisiert die damit verbundenen, ungelösten Probleme der Interaktion zwischen Körper und Geist.

3. Die Monadenlehre: Hier werden die metaphysischen Grundlagen der Monaden, die Theorie der prästabilierten Harmonie und die spezifische Kritik an diesen Konzepten, insbesondere durch Bayle, analysiert.

4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch über die Stimmigkeit sowie die theologischen Voraussetzungen der Leibniz'schen Philosophie aus heutiger Sicht.

Schlüsselwörter

Leibniz, Leib-Seele-Problem, Cartesianischer Dualismus, Okkasionalismus, Monadenlehre, prästabilierte Harmonie, Substanzbegriff, Pierre Bayle, Uhrengleichnis, Ontologischer Parallelismus, Res cogitans, Res extensa, Metaphysik, Determinismus, Teleologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der metaphysischen Lösung des klassischen Leib-Seele-Problems durch den Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Kritik am cartesianischen Dualismus, die Funktionsweise der Monadenlehre sowie die teleologische Harmonie des Universums.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist die Untersuchung, ob die prästabilierte Harmonie eine logisch schlüssige Antwort auf die Interaktionsschwierigkeiten zwischen Materie und Geist bietet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine systematische, philosophiegeschichtliche Analyse, die Leibniz' Originalschriften mit zeitgenössischer Kritik und modernen fachphilosophischen Kommentaren konfrontiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine problemorientierte Darstellung der Vorgängermodelle und eine detaillierte Erläuterung von Leibniz' Monadenlehre und deren Problematisierung durch Pierre Bayle.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am stärksten?

Die zentralen Charakteristika sind die Begriffe der Fensterlosigkeit der Monaden, des ontologischen Parallelismus und der durch Gott festgelegten Übereinstimmung der Substanzen.

Wie erklärt Leibniz die Interaktion, ohne eine direkte Kausalverbindung anzunehmen?

Er nutzt das Bild der prästabilierten Harmonie: Gott hat die Substanzen bei der Schöpfung so perfekt aufeinander abgestimmt, dass ihre Zustände korrespondieren, ohne dass ein direkter physikalischer Einfluss notwendig ist.

Inwiefern stellt Pierre Bayle eine Herausforderung für Leibniz' Theorie dar?

Bayle kritisiert insbesondere das Uhrengleichnis und die Frage der moralischen Verantwortung, da die absolute Determiniertheit durch Gott die menschliche Freiheit und die Kausalität innerhalb der Monaden in Frage stellt.

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Résumé des informations

Titre
Leibniz' System der prästabilierten Harmonie. Eine Lösung des Leib-Seele-Problems?
Université
University of Cologne
Note
1.3
Auteur
Teresa Graf (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
16
N° de catalogue
V514265
ISBN (ebook)
9783346100498
ISBN (Livre)
9783346100504
Langue
allemand
mots-clé
leibniz system harmonie eine lösung leib-seele-problems
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Teresa Graf (Auteur), 2019, Leibniz' System der prästabilierten Harmonie. Eine Lösung des Leib-Seele-Problems?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514265
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Extrait de  16  pages
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