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Gegenstandsbereich einer Erziehungspsychologie

Title: Gegenstandsbereich einer Erziehungspsychologie

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 29 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Oliver Zachert (Author), Johannes Fromm (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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In diesem zweiten Teil zur Thematik der Erziehungspsychologie werden spezielle Begriffe dieses Fachgebietes behandelt. Sozialisation, Enkulteration und Kultivation werden dabei hauptsächlich in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt und an praktischen Beispielen verdeutlicht.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Warum ist der Mensch auf Erziehung angewiesen?

2.1 Was ist Erziehung?

2.2 Erziehung – eine Begriffsdefinition

2.3 Ein Strukturmodell von Erziehung

3. Aufgaben einer Erziehungspsychologie

3.1 Erziehungspsychologische Konzepte von Veränderung

3.2 Lernen

3.3 Entwicklung

3.4. Anknüpfende Worte zur ersten Darstellung

3.5. Sozialisation in der Erziehungspsychologie

3.6. Enkulturation und Akkulturation als Formen der Kultur

3.7. Kultivation

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

5.1 Internetadressen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Gegenstandsbereich der Erziehungspsychologie auf theoretischer Grundlage des Lehrbuchs von Urs Fuhrer, mit dem Ziel, den abstrakten Erziehungsbegriff zu definieren und dessen Einbettung in psychologische sowie soziologische Zusammenhänge zu verdeutlichen.

  • Psychologische und anthropologische Grundlagen der Erziehungsbedürftigkeit des Menschen
  • Strukturelle Analyse von Erziehung als Interaktionsprozess
  • Theoretische Konzeptionen zu Lernen, Entwicklung und Sozialisation
  • Bedeutung von Enkulturation, Akkulturation und Kultivation für die Erziehungspsychologie

Auszug aus dem Buch

3.7. Kultivation

Wie immer gilt es, bevor man über einen Begriff spricht, diesen zu allererst zu definieren, um keine falschen Aussagen über die Inhalte dieses Begriffes zu treffen. Die Kultivation zu umschreiben, stellt sich jedoch nicht als besonders einfach dar, wenn man nicht unbedingt den Ausführungen Fuhrers Folge leisten möchte. Dieser gibt zwar an, dass der Begriff aus dem Englischen von cultivation stammt und auch in deutscher Übersetzung vorliegt, jedoch wirkt der Umgang mit dem Wort Kultivation in der deutschen Sprache sehr befremdlich. Dagegen ist der Begriff des sich Kultivierens mehreren befragten Personen geläufig. Dieser Begriff kann auf verschiedenen „Sinnesebenen“ angewendet werden, wie z. B. bei der Kultivierung von Landschaften oder aber auch der Kultivierung von Menschen. Da der Wortstamm beider genannten Begriffe ein und derselbe ist, lassen sich von dem einen Rückschlüsse auf den anderen ziehen. So wird mit Kultivation ein Prozess gemeint sein, bei dem Menschen meist unwissenhaft, bestimmte Inhalte der Kultur pflegen und diese schützen und vermehren, wie das bspw. bei der Weitergabe von Traditionen erkennbar ist.

Fuhrer (2005) beschreibt zusätzlich, dass es sich bei der Kultivation um einen selbstaktiven Prozess handelt, bei dem man sich etwas zu eigen macht, sodass somit Kultivation mit dem Begriff der Entwicklung verwandt ist, da Ziele entwickelt, differenziert und verworfen werden, wodurch das Selbst zum Inbegriff der Kultivation wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel thematisiert die kritische Auseinandersetzung mit Erziehung anhand popkultureller Beispiele wie Pink Floyd und grenzt klassische Pädagogik von Strömungen wie der Antipädagogik ab.

2. Warum ist der Mensch auf Erziehung angewiesen?: Es wird erläutert, dass der Mensch als instinktreduziertes Mängelwesen auf Erziehung angewiesen ist, um sich als Kulturwesen in der Welt zu orientieren.

2.1 Was ist Erziehung?: Der Abschnitt kontrastiert verschiedene Erziehungsstile, von der Montessori-Pädagogik bis hin zu totalitären Instrumentalisierungen, und problematisiert den Begriff der Erziehung.

2.2 Erziehung – eine Begriffsdefinition: Hier werden wissenschaftliche Definitionen von Erziehung als soziale Interaktion zur zielgerichteten Verhaltensänderung diskutiert und wesentliche Merkmale herausgearbeitet.

2.3 Ein Strukturmodell von Erziehung: Dieses Kapitel präsentiert ein Strukturmodell, das den Lebenskontext, die Institutionen und die wechselseitige Interaktion zwischen Erzieher und Zögling veranschaulicht.

3. Aufgaben einer Erziehungspsychologie: Der Text erörtert die Rolle der Erziehungspsychologie innerhalb der Pädagogischen Psychologie und definiert deren Anspruch, Wissen für nachhaltige psychische Veränderungen bereitzustellen.

3.1 Erziehungspsychologische Konzepte von Veränderung: Dieser Teil leitet die Diskussion ein, wie Veränderungsprozesse durch erziehungspsychologische Ansätze theoretisch gefasst werden können.

3.2 Lernen: Lernen wird hier als notwendiger, erfahrungsbasierter Anpassungsprozess definiert, der sowohl kognitive Schemata als auch handlungsorientierte Fähigkeiten umfasst.

3.3 Entwicklung: Entwicklung wird als komplexer, lebenslanger Veränderungsprozess betrachtet, der untrennbar mit kulturellen Einflüssen und dem Erziehungsgeschehen verbunden ist.

3.4. Anknüpfende Worte zur ersten Darstellung: Ein kurzes Resümee der bisherigen Ausführungen, das den Übergang zu den soziokulturellen Themenfeldern der Sozialisation einleitet.

3.5. Sozialisation in der Erziehungspsychologie: Das Kapitel befasst sich mit dem Modell der Sozialisation und wie Individuen durch Umweltfaktoren, Peer Groups und Institutionen zu gesellschaftlichen Akteuren werden.

3.6. Enkulturation und Akkulturation als Formen der Kultur: Die Begriffe werden als essenzielle Prozesse der Kulturanpassung und Identitätsbildung sowie als Formen der Kulturübertragung definiert.

3.7. Kultivation: Das Kapitel schließt den inhaltlichen Teil ab, indem Kultivation als selbstaktiver Prozess der Kulturaneignung und -pflege durch das Individuum analysiert wird.

4. Fazit: Eine abschließende Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse zur Bedeutung der Erziehungspsychologie als Wissenschaft.

Schlüsselwörter

Erziehungspsychologie, Erziehung, Sozialisation, Kultivation, Enkulturation, Akkulturation, Lernen, Entwicklung, Intentionalität, Pädagogik, Persönlichkeitsentwicklung, Individuum, Umwelt, Kultur, Erziehungsstile.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition und dem Gegenstandsbereich der Erziehungspsychologie, eingebettet in einen interdisziplinären Kontext aus Pädagogik und Psychologie.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen das Verständnis von Erziehung, Lernen, Entwicklung, Sozialisation, Kulturübertragung sowie der spezifische Prozess der Kultivation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Komplexität erzieherischer Prozesse theoretisch zu durchdringen und die Notwendigkeit von Erziehung aus psychologischer Sicht zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende fachwissenschaftliche Konzepte, insbesondere nach Urs Fuhrer, aufbereitet, analysiert und durch exemplarische Fallbeispiele illustriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung der Erziehung sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit zentralen Begriffen wie Lernen, Entwicklung und kulturellen Transformationsprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Erziehungspsychologie, Sozialisation, Kultivation, Enkulturation und das Zusammenspiel von Individuum und Umwelt.

Inwiefern beeinflusst die Kultur die Erziehung laut dem Text?

Der Text argumentiert, dass Erziehung untrennbar mit Kultur verbunden ist, da der Mensch als "Natur- und Geisteswesen" durch Enkulturation und Akkulturation erst zu einer gesellschaftsfähigen Persönlichkeit heranreift.

Wie unterscheidet sich "Selbstsozialisation" von traditioneller Erziehung?

Selbstsozialisation betont die zunehmende Eigenverantwortung und Autonomie des Individuums bei der Regulation der eigenen Lebensführung, im Gegensatz zu einer rein von außen gesteuerten Fremdsozialisation.

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Details

Title
Gegenstandsbereich einer Erziehungspsychologie
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Psychologie)
Course
Erziehungspsychologie: Psychologische Beratung, Intervention und Prävention
Grade
2+
Authors
Oliver Zachert (Author), Johannes Fromm (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V51449
ISBN (eBook)
9783638474207
ISBN (Book)
9783638731843
Language
German
Tags
Gegenstandsbereich Erziehungspsychologie Psychologische Beratung Intervention Prävention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Zachert (Author), Johannes Fromm (Author), 2005, Gegenstandsbereich einer Erziehungspsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51449
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