Beweglichkeits- und Koordinationstraining. Erstellen eines Trainingsplans für eine Testperson


Einsendeaufgabe, 2019

17 Seiten, Note: 0,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 DIAGNOSE DER TESTPERSON
1.1 Allgemeine und biometrische Daten

2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG

3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING
3.1 Durchführung der Dehnübungen

4 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING
4.1 Durchführung der Koordinationsübungen

5 LITERATURRECHERCHE

6 LITERATURVERZEICHNIS

7 TABELLENVERZEICHNIS

1 Diagnose der Testperson

Die Diagnose stellt den aktuellen Gesundheits- und Leistungszustand der Testperson dar, bezogen auf die spätere Belastbarkeit des Bewegungstestes. In der Anamnese finden sich die allgemeinen und biometrischen Daten der Testperson wieder. Sie werden zur späteren Analyse zusammenfassend aufgeführt und der Beweglichkeitstest nach Janda wird durch- geführt.

1.1 Allgemeine und biometrische Daten

Tab. 1: Allgemeine und biometrische Daten der Testperson

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhand der allgemeinen und biometrischen Daten der Testperson ist ein Beweglichkeits- training wichtig, da außer dem Freizeittennis keine weitere sportliche Aktivität auf dem Wochenplan steht. Ein Koordinationstraining ist unumgänglich, da die Testperson in der Anamnese über leichte koordinative Schwierigkeiten klagte. Da keine weiteren Ein- schränkungen vorliegen, kann die Testperson unbedenklich das Beweglichkeits- und Ko- ordinationstraining in ihren Alltag einbauen. Ein Dehntraining verbessert nicht nur die Beweglichkeit, sondern reduziert auch die Dehnungsspannung (Wydra, Glück & Roemer, 1999).

2 Beweglichkeitstestung

Zur Beweglichkeitstestung wird die Testung nach Janda (2000) durchgeführt. Es werden fünf Muskelgruppen manuell getestet:

1. Testdurchführung der Brustmuskulatur (nach Janda, 2000, S. 270):

Die Testperson legt sich mit dem Rücken flach auf eine Behandlungsliege. Die Beine werden angewinkelt und die Füße auf die Liege gestellt. Die Testperson wird gebeten, die Lendenwirbelsäule immer mit Kontakt zur Liege zu halten. Sie fixiert ihren Oberkör- per, durch den neben dem Körper abgelegten Arm der nicht zu testenden Seite. Der ge- testet Arm wird im Schultergelenk abduziert und außenrotiert. Desweiteren wird im El- lenbogen ein 90°-Winkel eingenommen. Gemessen wird die Haltung des Arms zur Waa- gerechten. Wichtig ist, dass das Becken stabil bleibt und nicht während der Testung an- gehoben wird. Hierdurch werden Testmanipulationen ausgeschlossen.

Testauswertung (nach Janda, 2000, S. 271):

Stufe 0: Der Oberarm der Testperson erreicht ohne Hilfe die Waagrechte, mit etwas Hilfe kommt der Oberarm unter die Waagrechte. Keine Defizite in der Beweglichkeit zu erken- nen.

Stufe 1: Der Oberarm der Testperson erreicht nicht ohne die Hilfe des Testers die Waag- rechte. Mit Hilfe gelangt es der Testperson den Oberarm in die Waagrechte zu bringen. Leichte Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

Stufe 2: Der Oberarm der Testperson erreicht auch mit Hilfe des Testers die Waagrechte nicht. Deutliche Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

2. Testdurchführung der Hüftbeugemuskulatur (nach Janda, 2000, S. 258):

Die Testperson legt sich mit dem Rücken flach auf eine Behandlungsliege. Das Gesäß liegt an der unteren Kante der Liege. Die Testperson wird gebeten, die Lendenwirbelsäule immer mit Kontakt zu Liege zu halten. Ein Bein wird von der Testperson oberhalb der Kniekehle umfasst und maximal zum Oberkörper gezogen. Das andere Bein wird über die Kante hängen gelassen. Gemessen wird der Hüftbeugewinkel anhand der Oberschen- kelposition zur Körperlängsachse. Wichtig ist, dass das Becken stabil bleibt und nicht während der Testung angehoben wird. Hierdurch werden Testmanipulationen ausge- schlossen. Die Fixierung der Lendenwirbelsäule ist durch das Heranziehen des angewin- kelten Beines weitestgehend gegeben, kann jedoch aber durch die freie Hand des Testers unter der Lendenwirbelsäule durch Druck der Testperson verstärkt werden.

Testauswertung (nach Janda, 2000, S. 259):

Stufe 0: Der Oberschenkel der Testperson erreicht ohne Hilfe die Waagrechte, mit etwas Hilfe gelangt es der Testperson den Oberschenkel unter die Waagrechte zu bringen. Keine Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

Stufe 1: Der Oberschenkel der Testperson erreicht nicht ohne die Hilfe des Testers die Waagrechte, mit Hilfe kommt der Oberschenkel in die Waagrechte. Leichte Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

Stufe 2: Der Oberschenkel der Testperson erreicht auch mit Hilfe des Testers die Waag- rechte nicht. Deutliche Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

3. Testdurchführung der Kniestreckmuskulatur (nach Janda, 2000, S. 258):

Die Testperson legt sich mit dem Rücken flach auf eine Behandlungsliege. Das Gesäß liegt an der unteren Kante der Liege. Die Testperson wird gebeten, die Lendenwirbelsäule immer mit Kontakt zu Liege zu halten. Ein Bein wird von der Testperson oberhalb der Kniekehle umfasst und maximal zum Oberkörper gezogen. Der Tester fixiert das andere Bein in der maximalen Hüftstreckung und führt das Bein in die maximale Kniebeugung. Gemessen wird der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel. Wichtig ist, dass das Be- cken stabil bleibt und nicht während der Testung angehoben wird. Hierdurch werden Testmanipulationen ausgeschlossen. Die Fixierung der Lendenwirbelsäule ist durch das Heranziehen des angewinkelten Beines weitestgehend gegeben. Die Behandlungsliege darf keine Störquelle der Beugung im Kniegelenk darstellen.

Testauswertung (nach Janda, 2000, S. 259):

Stufe 0: Der Unterschenkel der Testperson hängt vertikal herab, mit etwas Hilfe kann die Kniebeugung vergrößert werden. Keine Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

Stufe 1: Der Unterschenkel der Testperson erreicht nicht die Vertikale und ist somit leicht nach vorne gestreckt. Mit Hilfe kann der Unterschenkel in die Vertikale gebracht werden. Leichte Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

Stufe 2: Der Unterschenkel der Testperson ist deutlich nach vorne gestreckt. Auch mit Hilfe kann der Unterschenkel nicht in die Vertikale gebracht werden. Deutliche Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

4. Testdurchführung der Kniebeugemuskulatur (nach Janda, 2000, S. 261):

Die Testperson legt sich mit dem Rücken flach auf eine Behandlungsliege. Das nicht ge- testete Beine wird angewinkelt und der Fuß auf die Liege gestellt. Die Testperson wird gebeten, die Lendenwirbelsäule immer mit Kontakt zur Liege zu halten. Der Tester bringt das zu testende Bein in die Kniestreckung und führt es in die Senkrechte. Dabei greift der Tester nicht an die Patella. Gemessen wird der Winkel zwischen Beinachse und Körper- längsachse. Wichtig ist, dass das Becken stabil bleibt und nicht während der Testung an- gehoben wird. Hierdurch werden Testmanipulationen ausgeschlossen. Das nicht zu tes- tende Bein muss angewinkelt und aufgestellt bleiben. Desweiteren muss die Kniestre- ckung bei dem zu testenden Bein beibehalten werden.

Testauswertung (nach Janda, 2000, S. 262):

Stufe 0: Das gestreckte Bein kann in einen 90°-Winkel zur Longitudinalachse gebracht werden. Keine Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

Stufe 1: Das gestreckte Bein kann nur in einen 80°-90° Winkel zur Longitudinalachse gebracht werden. Leichte Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

Stufe 2: Das gestreckte Bein kann nur unter einen 80° Winkel zur Longitudinalachse ge- bracht werden. Deutliche Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

5. Testdurchführung der Wadenmuskulatur (nach Janda, 2000, S. 255):

Die Testperson legt sich mit dem Rücken flach auf eine Behandlungsliege. Das nicht ge- testete Beine wird angewinkelt und der Fuß auf die Liege gestellt. Die Testperson wird gebeten, die Lendenwirbelsäule immer mit Kontakt zur Liege zu halten. Das Bein, das getestet wird, muss ausgestreckt werden und die Wade an der Kante der Behandlungs- liege aufliegen. Die eine Hand des Testers greift den Fuß an der Ferse, die andere greift an die Fußaußenkante. Der Tester übt mit der Hand an der Ferse Zug aus und zieht sie in seine Richtung. Der Daumen der anderen Hand befindet sich an dem Fußballen und übt Druck nach oben aus, dass der Fuß eine maximale Dorsalextension Richtung Schienbein erreicht. Danach wird das Knie gebeugt, wenn nur der M. soleus allein getestet werden soll, um so das Bewegungsausmaß zu verbessern. Bei der späteren Testauswertung kann somit zwischen M. soleus und M. gastrocnemius differenziert werden. Wichtig ist, dass der Druck des Daumens über den Fußrand stattfinden. Der Test wäre verfälscht, wenn der Tester in der Fußsohlenmitte drückt, da es dadurch zu Anspannungen der Mm. triceps surae kommen kann. Der Zug an der Ferse ist für ein verwertbares Testergebnis aus- schlaggeben. Gemessen wird der Winkel zwischen Fuß und Schienbein.

Testauswertung (nach Janda, 2000, S. 255):

Stufe 0: Die Fußstellung erreicht mindestens einen 90°- Winkel zwischen Schienbein und Fuß. Keine Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

Stufe 1: Die Fußstellung erreicht keinen 90°-Winkel zwischen Schienbein und Fuß. Die Bewegung im Sprunggelenk Richtung Schienbein ist aber möglich. Leichte Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

Stufe 2: Die Fußstellung erreicht höchstens einen 100°-Winkel zwischen Schienbein und Fuß. Deutliche Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen.

Tab. 2: Beweglichkeitstestergebnisse der Testperson

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

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Details

Titel
Beweglichkeits- und Koordinationstraining. Erstellen eines Trainingsplans für eine Testperson
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
0,5
Autor
Jahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V514752
ISBN (eBook)
9783346114891
ISBN (Buch)
9783346114907
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beweglichkeits-, koordinationstraining, erstellen, trainingsplans, testperson
Arbeit zitieren
Sandra Rebholz (Autor), 2019, Beweglichkeits- und Koordinationstraining. Erstellen eines Trainingsplans für eine Testperson, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514752

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