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Alkoholabhängigkeit bei Erwachsenen. Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede?

Titre: Alkoholabhängigkeit bei Erwachsenen. Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede?

Dossier / Travail , 2019 , 16 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Lena Burmester (Auteur)

Travail Social
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Diese Hausarbeit befasst sich mit den geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Alkoholabhängigkeit bei Erwachsenen, der Entstehung und den Folgen der Erkrankung und was dies für die Profession der Sozialen Arbeit bedeutet. Die wichtigsten Begriffe zum Thema werden kurz definiert, die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Häufigkeit der Erkrankung erläutert und es wird Bezug auf den historischen Hintergrund genommen. Es wird zudem auf das Bedingungsgefüge der Entstehungsfaktoren eingegangen, außerdem werden der Krankheitsverlauf und entstehende Folgeschäden in vollem Umfang beleuchtet sowie eventuelle Unterschiede zwischen den Geschlechtern hervorgehoben.

Die Herstellung von alkoholischen Getränken, meist aus Fruchtsäften und Getreide oder Honig und Milch, war schon immer ein Teil von verschiedenen Kulturen. Ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. wurde durch zufällig entdeckte, natürliche, hefebedingte Gärungsvorgänge von den Bewohnern des alten Mesopotamiens Wein und Bier mit einem Alkoholgehalt von 15-18 % hergestellt. Es wird vermutet, dass um das Jahr 1 n. Chr. in China die ersten Methoden bekannt wurden, mit denen hochprozentige alkoholische Getränke hergestellt werden konnten. Um das Jahr 1000 n. Chr. gelang es auch im Abendland, alkoholische Getränke mit höherem Alkoholgehalt mit Hilfe von Destillation herzustellen, es wurde als „Lebenswasser“ gefeiert.

An den alkoholischen Getränken wurde besonders der hohe Energiegehalt als Nahrungsmittel und die psychoaktive Wirkung geschätzt. Zudem wurde Bier und Wein vorzugsweise im Altertum und im Mittelalter zur Löschung des Durstes genutzt, da das Wasser häufig von schlechter Qualität war und nur von der armen Bevölkerung getrunken wurde. In manchen Kulturen wurde die Bewusstseinserweiterung durch den Rausch des Alkohols bei sakralen Ritualen als „eine Art Fahrzeug des Übergangs in eine heilige Welt“ (Feuerlein, 2008) genutzt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsannäherungen

2.1 Alkohol

2.2 Sucht

2.3 Alkoholabhängigkeit und Alkoholmissbrauch

3 Alkoholabhängigkeit bei Erwachsenen

3.1 Historischer Hintergrund von Alkoholabhängigkeit

3.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Häufigkeit von Alkoholabhängigkeit

3.3 Entstehung von Alkoholabhängigkeit

3.3.1 Bedingungsgefüge der Alkoholabhängigkeit

3.3.2 Droge Alkohol

3.3.3 Individuum

3.3.4 Soziales Umfeld

3.4 Krankheitsverlauf und Folgen bei Alkoholabhängigkeit

3.4.1 Verlaufsphasen der Alkoholabhängigkeit

3.4.2 Medizinische Folgeschäden der Alkoholabhängigkeit

3.4.3 Psychosoziale Folgen der Alkoholabhängigkeit

4 Bewältigung durch die Soziale Arbeit

5 Diskussionsteil

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Alkoholabhängigkeit bei Erwachsenen zu untersuchen, zu beleuchten, wie diese die Entstehung und den Verlauf der Krankheit beeinflussen, und die Rolle der Sozialen Arbeit in diesem Kontext zu definieren.

  • Historischer Kontext und Begriffsdefinitionen der Alkoholabhängigkeit
  • Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede in Häufigkeit und Entstehung
  • Medizinische und psychosoziale Folgeschäden der Abhängigkeit
  • Ansätze und Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit
  • Reflexion der Stigmatisierung und deren Einfluss auf das Hilfesuchverhalten

Auszug aus dem Buch

3.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Häufigkeit von Alkoholabhängigkeit

Alkoholabhängigkeit wurde und wird noch immer zumeist als „Männerkrankheit“ angesehen. Bis in die 1960er Jahre wurde die Problematik der Alkoholabhängigkeit fast nur an Männern erforscht (Jellinek, 1947) und die wenigen Veröffentlichungen über betroffene Frauen beschrieben die Erkrankten im Vergleich zu den Männern meist als „kränker, unmotivierter sowie schwerer therapierbar“ (Leménager & Torchalla, 2011). Zurzeit wird die Zahl der in Deutschland erkrankten Frauen, im Alter zwischen 18 und 64 Jahren, auf 1,4% geschätzt. Dies entspricht etwa einem Drittel der Häufigkeit alkoholabhängiger Männer, dessen Anzahl auf ca. 3,4% geschätzt wird. Diese Häufigkeitsverteilung ist in den letzten 10 Jahren relativ konstant geblieben und deckt sich mit der Anzahl der Männer und Frauen, die Hilfsangebote in Anspruch nehmen und/oder sich in Behandlung begeben (Leménager & Torchalla, 2011). Die Dunkelziffer der alkoholabhängigen Frauen wird jedoch höher geschätzt, da vermutet wird, dass viele Frauen auf Grund von Schamgefühlen durch die gesellschaftliche Stigmatisierung sowie depressiven Symptomatiken keine Hilfen wahrnehmen. So weisen Studien darauf hin, dass der übermäßige Alkoholkonsum bei Frauen mit einem größeren Schamgefühl verbunden und „stärker mit gesellschaftlichen Sanktionen“ (Wilsnack, 1996) einhergeht als dies bei Männern der Fall ist. Nolen-Hoeksema und Hilt (2006) stellten zum Beispiel anhand einer Umfrage fest, dass Frauen mit einem hohen Alkoholkonsum gesellschaftlich eher abgelehnt werden als Männer und zudem als aggressiver und sexuell verfügbarer eingeschätzt werden als Frauen die abstinent leben. Es ist also davon auszugehen, dass die Häufigkeit alkoholabhängiger Frauen immer noch unterschätzt wird. Insgesamt sind laut Soyka und Küfner (2008) 1,375 Millionen Menschen der Gesamterwachsenenbevölkerung Deutschlands alkoholabhängig.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Alkoholabhängigkeit ein und formuliert die Forschungsfrage, ob solche Unterschiede existieren und wie sie sich auswirken.

2 Begriffsannäherungen: Hier werden die zentralen Begriffe Alkohol, Sucht sowie der Unterschied zwischen Alkoholabhängigkeit und Alkoholmissbrauch wissenschaftlich definiert.

3 Alkoholabhängigkeit bei Erwachsenen: Dieses Kapitel betrachtet den historischen Hintergrund, die unterschiedliche Häufigkeit zwischen den Geschlechtern, das Bedingungsgefüge der Entstehung und die verschiedenen Krankheitsphasen sowie Folgeschäden.

4 Bewältigung durch die Soziale Arbeit: Das Kapitel beschreibt Präventionsprogramme und Beratungsansätze der Sozialen Arbeit, um Betroffene und Angehörige zu unterstützen.

5 Diskussionsteil: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und die zentrale Forschungsfrage wird beantwortet, wobei die Bedeutung des bewussten Umgangs mit geschlechtsspezifischen Unterschieden betont wird.

Schlüsselwörter

Alkoholabhängigkeit, Sucht, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Prävention, Soziale Arbeit, Bedingungsgefüge, Krankheitsverlauf, Folgeschäden, Stigmatisierung, Hilfesuchverhalten, Männerkrankheit, Substanzkonsum, Beratungsangebote, Psychosoziale Folgen, Medizinische Folgen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Thematik der geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Alkoholabhängigkeit unter Berücksichtigung von Entstehungsfaktoren, Krankheitsverläufen und Folgeschäden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Begriffsdefinition, dem historischen Kontext, der geschlechtsspezifischen Häufigkeitsverteilung, der Ätiologie, den gesundheitlichen sowie psychosozialen Auswirkungen und den Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Fragestellung lautet: „Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei Alkoholabhängigkeit?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung bestehender wissenschaftlicher Erkenntnisse unterschiedlicher Fachautoren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet den historischen Hintergrund, die Entstehung durch ein Bedingungsgefüge, den Krankheitsverlauf sowie medizinische und psychosoziale Folgen, jeweils unter Einbeziehung geschlechtsspezifischer Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Alkoholabhängigkeit, Sucht, geschlechtsspezifische Unterschiede, Prävention, Soziale Arbeit und Stigmatisierung.

Warum wird Alkoholabhängigkeit oft noch als „Männerkrankheit“ bezeichnet?

Historisch wurde die Forschung fast ausschließlich an Männern durchgeführt, und Frauen erfahren aufgrund gesellschaftlicher Stigmatisierung und Schamgefühlen eine höhere Hemmschwelle, Hilfe zu suchen.

Welche Rolle spielt das Bedingungsgefüge bei der Suchtentstehung?

Das Bedingungsgefüge erklärt die Entstehung der Abhängigkeit durch das komplexe Zusammenspiel der Wirkung der Droge Alkohol, der individuellen Disposition und dem sozialen Umfeld.

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Résumé des informations

Titre
Alkoholabhängigkeit bei Erwachsenen. Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede?
Université
University of Applied Sciences and Medical University
Note
1,3
Auteur
Lena Burmester (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
16
N° de catalogue
V514772
ISBN (ebook)
9783346115041
ISBN (Livre)
9783346115058
Langue
allemand
mots-clé
alkoholabhängigkeit Abhängigkeit Sucht Suchterkrankung Soziale Arbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lena Burmester (Auteur), 2019, Alkoholabhängigkeit bei Erwachsenen. Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514772
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Extrait de  16  pages
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