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Der Lebensraum der Großstadtkinder. Die Sozialstruktur in Deutschland

Titre: Der Lebensraum der Großstadtkinder. Die Sozialstruktur in Deutschland

Dossier / Travail , 2006 , 10 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Luisa Bellmann (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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In der Arbeit betrachtet der Autor die Veränderungen der Kindheitsbedingungen in den letzten Jahrzehnten, die Problematik des öffentlichen Raumes für Kinder und deren soziale Beziehungen. In erster Linie bezieht sich der Autor hierbei auf "Orte und Zeiten der Kinder" von Hartmut J. Zeiher und Helga Zeiher und auf "Der Lebensraum des Großstadtkindes" von Martha Muchow und Hans Heinrich Muchow. Des Weiteren werden Vergleiche und Standpunkte aus der Arbeit "Die Großstädte und das Geistesleben" von Georg Simmels herbeigezogen

Hierfür gibt der Autor einen kurzen Einblick in die Sozialstruktur Deutschlands, insbesondere auf den Strukturwandel der Familie. Das soll veranschaulichen, wo die Entdeckung der Kindheit entstand und in welcher Weise die Altersstruktur einen Einfluss auf die Bevölkerung ausübt. Anschließend geht der Autor auf die die Faktoren Raum und Zeit in der Kindheit ein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

2. Die historische Ausgangssituation

2.1. Die Sozialstruktur Deutschlands

2.2. Kindliche Lebenswelten

2.2.1.Kinder in "postmodernen" Gesellschaften

2.2.2. Die ökonomische Situation von Kindern

2.2.3. Kinder als Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung

3. Orte und Zeiten der Kinder

3.1. Veränderung räumlicher Bedingungen in den letzten Jahrzehnten

3.2. Funktionstrennung und Spezialisierung

3.3. Öffentlicher Raum

3.4. Die Straße als Lebensraum

3.5. Die Verinselung - Zwei Lebensraum Modelle

3.6. Zeitraster der Kindheit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Veränderungen der Kindheitsbedingungen in den letzten Jahrzehnten, wobei der Fokus insbesondere auf der Transformation des öffentlichen Raums und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die sozialen Beziehungen von Kindern liegt.

  • Strukturwandel der Familie und historische Einordnung der Kindheit
  • Sozioökonomische Faktoren und Lebenswelten von Kindern
  • Räumliche Segregation und "Verinselung" des kindlichen Lebensraums
  • Verlust des öffentlichen Raums ("Spielwüste") und wachsende Institutionalisierung
  • Veränderung von Zeitrhythmen und kindlicher Freizeitgestaltung

Auszug aus dem Buch

3.5. Die Verinselung - Zwei Lebensraum Modelle

Nicht die Betrachtung der einzelnen Kinderräume steht nun hier im Vordergrund, sondern die Verteilung in der gesamten räumlichen Welt. Große Stücke der räumlichen Welt sind zunehmend funktionsgebunden, am häufigsten für die Nutzung der Erwachsenen.

Von der räumlichen Welt insgesamt ist der individuelle Lebensraum zu unterscheiden. Dieser definiert sich durch den vom Individuum dauerhaft genutzter und somit vertrauter Teil der räumlichen Welt.

1965 hat Elisabeth Pfeil die Aneignung der räumlichen Welt durch Kinder als allmähliche Ausdehnung des Lebensraums in konzentrischen Kreisen beschrieben. Der Lebensraum des Kindes erweitert sich, erst z.B. auf die ganze Wohnung, dann auf das Haus, später auf die gesamte Umgebung, mit zunehmendem Alter, er bleibt aber immer ein Areal innerhalb des Wohnortes.

Dieses traditionale Modell des einheitlichen Lebensraums setzt allerdings voraus, dass das Kind alles was es braucht und tun möchte in der näheren Umgebung findet. Leider ist diese Voraussetzung heutzutage nicht mehr gegeben. Hier ist auch die Kritik Zeihers an Pfeil zu finden. Ihre Kritik liegt in der Heterogenität der modernen Lebensräume: "Dieses Modell des einheitlichen Lebensraumes setzt voraus, daß alle Funktionstrennungen so gleichmäßig gestreut und so dicht im Raum verteilt sind, daß im Prinzip um jede Wohnung herum ein Segment herausgeschnitten werden kann, in dem alles Tun seinen Ort finden kann", (Zeiher 1983, S.187).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der Forschungsgegenstände und der theoretischen Bezüge zu Autoren wie Zeiher, Muchow und Simmel.

2. Die historische Ausgangssituation: Analyse des familiären Strukturwandels und der gesellschaftlichen Neubewertung von Kindheit.

2.1. Die Sozialstruktur Deutschlands: Erörterung der Entwicklung der bürgerlichen Familie und der Entdeckung der Kindheit im 18. und 19. Jahrhundert.

2.2. Kindliche Lebenswelten: Untersuchung der demografischen und sozioökonomischen Situation von Kindern in modernen Gesellschaften.

2.2.1.Kinder in "postmodernen" Gesellschaften: Darstellung empirischer Daten zum rückläufigen Anteil von Kindern an der Gesamtpopulation.

2.2.2. Die ökonomische Situation von Kindern: Erläuterung der materiellen Benachteiligung von Kindern und Armutsrisiken.

2.2.3. Kinder als Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung: Diskussion des Paradigmenwechsels vom Kind als "Werdendes" zum Kind als eigenständiges Subjekt.

3. Orte und Zeiten der Kinder: Übergang zur Analyse räumlicher und zeitlicher Faktoren der kindlichen Entwicklung.

3.1. Veränderung räumlicher Bedingungen in den letzten Jahrzehnten: Betrachtung des Wandels der Lebensräume von der Nachkriegszeit bis zur heutigen Wohnsituation.

3.2. Funktionstrennung und Spezialisierung: Analyse der räumlichen Entmischung und Monofunktionalität in modernen Wohnsiedlungen.

3.3. Öffentlicher Raum: Erörterung der sozialen Kontrolle und des Verlusts an kindlichem Freiraum im öffentlichen Bereich.

3.4. Die Straße als Lebensraum: Untersuchung der Aneignung des Straßenraums und dessen Bedeutung für die Sozialisation.

3.5. Die Verinselung - Zwei Lebensraum Modelle: Kontrastierung des einheitlichen Lebensraums mit dem modernen, fragmentierten Konzept des "verinselten Lebensraums".

3.6. Zeitraster der Kindheit: Analyse der Institutionalisierung und Verfestigung kindlicher Zeitabläufe.

Schlüsselwörter

Kindheit, Lebensraum, Großstadtkinder, Öffentlicher Raum, Verinselung, Sozialisation, Familienstruktur, Funktionstrennung, Zeitraster, Institutionelle Betreuung, Spielraum, Räumliche Bedingungen, Stadtsoziologie, Kindheitsforschung, Generationenkonflikt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die veränderten Lebensbedingungen von Kindern in Großstädten und untersucht, wie sich die räumliche und zeitliche Struktur der Umwelt auf deren Entwicklung und soziale Kontakte auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind der historische Wandel der Familie, die ökonomische Lage von Kindern, die räumliche Entmischung (Verinselung) sowie die zunehmende Institutionalisierung von Freizeit und Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Problematik des schwindenden öffentlichen Raums für Kinder aufzuzeigen und zu verstehen, wie Kinder heute trotz spezialisierter Räume ihren Lebensraum aneignen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, die auf soziologischer Fachliteratur (z.B. Zeiher, Muchow, Simmel) und empirischen Daten zur Bevölkerungsstruktur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den räumlichen Veränderungen, der Spezialisierung des urbanen Raums, dem Verlust des Straßenraums als Spielort und der neuen Strukturierung kindlicher Zeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Kindheitsbedingungen, öffentliche Räume, Verinselung, soziale Beziehungen, Kindheitsforschung und Stadtsoziologie.

Was bedeutet der Begriff "Verinselung" im Kontext der Arbeit?

Die Verinselung bezeichnet ein Modell, bei dem der Lebensraum eines Kindes nicht mehr aus einem zusammenhängenden Areal besteht, sondern aus räumlich getrennten "Inseln", zwischen denen das Kind transportiert werden muss.

Warum wird die moderne Großstadt als "Spielwüste" bezeichnet?

Der Begriff beschreibt den Eindruck, dass aufgrund von Bebauung, Verkehrsaufkommen und sozialen Verboten kaum noch geeignete Orte für das freie, selbstorganisierte Spiel von Kindern im öffentlichen Raum existieren.

Wie hat sich die kindliche Freizeit im Vergleich zu früher verändert?

Freizeit findet heute zunehmend weniger familiär oder nachbarschaftlich statt, sondern ist in spezialisierte, institutionelle Programme (wie Sportvereine) eingebunden, die ein festes Zeitraster vorgeben.

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Résumé des informations

Titre
Der Lebensraum der Großstadtkinder. Die Sozialstruktur in Deutschland
Université
Technical University of Darmstadt  (Institut für Soziologie)
Note
2,0
Auteur
Luisa Bellmann (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
10
N° de catalogue
V514826
ISBN (ebook)
9783346100702
ISBN (Livre)
9783346100719
Langue
allemand
mots-clé
Zeiher Verinselung Sozialstruktur Lebenswelten Orte und Zeiten der KInder Georg Simmel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Luisa Bellmann (Auteur), 2006, Der Lebensraum der Großstadtkinder. Die Sozialstruktur in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514826
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