Das dominierende politische und ökonomische Thema der heutigen Zeit ist der Klimawandel und wie man diesen aufhalten kann. Die Experten sind sich einig, dass Treibhausgasemissionen den größten Einfluss auf das Klima haben. Die größten Emittenten sind Industrieländer, welche aber gleichzeitig von der wachsenden Wirtschaft profitieren. Doch es sind Entwicklungsländer welche mit den gravierendsten Folgen des Klimawandels konfrontiert werden. Um das daraus resultierende Ungleichgewicht möglichst auszugleichen, unterstützen Industrieländer Entwicklungsländer finanziell bei Klimaschutzmaßnahmen. Mit dieser sogenannten Klimafinanzierung beschäftigt sich diese Arbeit.
Die Finanzflüsse können vertikal oder horizontal betrachtet werden. Bei der horizontalen Betrachtung wird der vom Ursprung der finanziellen Mittel bis hin zur letztendlichen Verwendung betrachtet. Die vertikale Betrachtung hingegen untersucht in jedem Schritt genau die Quelle des finanziellen Mittels, über welche unterschiedliche Kanäle Diese verteilt und wie sie genutzt werden. Um den Umfang dieser Arbeit nicht zu sprengen, wird der Fokus auf der vertikalen Betrachtung der Herkunft der finanziellen Mittel liegen. Es werden die verschiedenen klimaspezifischen Mechanismen untersucht, welche finanzielle Mittel generieren, die dann wiederum den Entwicklungsländern zugute kommen können. Dabei stellt sich die Frage nach der Effizienz der einzelnen Mechanismen und in welchen Volumen diese zur Klimafinanzierung beitragen. Außerdem wird untersucht werden ob Potentiale für die Zukunft noch nicht voll ausgeschöpft wurden. Bei der Klimafinanzierung darf auch die Frage nicht fehlen, ob die versprochenen Ziele der Industrieländer bezüglich bereitgestellter Mittel erreicht wurden und ob diese ausreichend sind, um die Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen.
Zu Beginn der Arbeit wird kurz ein allgemeiner Überblick über das Thema, die Strukturen und die vereinbarten Ziele gegeben. Im Folgenden werden dann die einzelnen Mechanismen beschrieben und am Ende deren Einfluss für die Klimafinanzierung verglichen. Daraufhin werden die aktuell disktutierten Kritikpunkte und Schwachstellen gezeigt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Allgemeines
- Definition Klimafinanzierung
- Finanzarchitektur und Akteure
- Ziele und Vereinbarungen
- Mechanismen der Klimafinanzierung
- Emissionshandel
- Clean Development Mechanism und Joint Implementation
- Steuern
- Mechanismen des Kapitalmarkts und der private Sektor
- Direkter Vergleich der einzelnen Mechanismen
- Kritik
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit untersucht die Mechanismen der Klimafinanzierung und deren Effizienz bei der Unterstützung von Entwicklungsländern im Kampf gegen den Klimawandel. Im Fokus stehen die verschiedenen Mechanismen, die zur Generierung finanzieller Mittel für Klimaschutzmaßnahmen eingesetzt werden.
- Vertikale Betrachtung der Herkunft von Finanzmitteln für die Klimafinanzierung
- Analyse der Effizienz und des Umfangs der verschiedenen Mechanismen
- Bewertung der Potenziale der einzelnen Mechanismen für die Zukunft
- Bewertung der Erreichung der von Industrieländern versprochenen finanziellen Mittel für Entwicklungsländer
- Kritikpunkte und Schwachstellen der bestehenden Klimafinanzierungsmechanismen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung stellt den Klimawandel als dominierendes politisches und ökonomisches Thema vor und erläutert die Notwendigkeit von Klimafinanzierung zur Unterstützung von Entwicklungsländern.
- Allgemeines: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über den Begriff der Klimafinanzierung, die Finanzarchitektur und die Akteure, sowie die Ziele und Vereinbarungen im Zusammenhang mit der Klimafinanzierung.
- Mechanismen der Klimafinanzierung: Dieser Abschnitt beschreibt verschiedene Mechanismen zur Generierung von Finanzmitteln für die Klimafinanzierung, wie Emissionshandel, Clean Development Mechanism, Steuern, Mechanismen des Kapitalmarktes und den privaten Sektor.
Schlüsselwörter
Klimafinanzierung, Treibhausgasemissionen, Entwicklungsländer, Industrieländer, Emissionshandel, Clean Development Mechanism, Joint Implementation, Steuern, Kapitalmarkt, privater Sektor, Effizienz, Potenziale, Kritikpunkte, Schwachstellen.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Klimafinanzierung?
Klimafinanzierung bezeichnet die Bereitstellung finanzieller Mittel durch Industrieländer für Entwicklungsländer, um diese bei Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.
Welche Mechanismen generieren Mittel für den Klimaschutz?
Wichtige Mechanismen sind der Emissionshandel, der Clean Development Mechanism (CDM), Joint Implementation, spezifische Steuern sowie Investitionen des privaten Sektors über den Kapitalmarkt.
Was ist der Unterschied zwischen horizontaler und vertikaler Betrachtung?
Die horizontale Betrachtung folgt dem Weg der Mittel von der Quelle bis zur Verwendung. Die vertikale Betrachtung untersucht detailliert die einzelnen Quellen und Kanäle der Finanzflüsse.
Haben die Industrieländer ihre finanziellen Versprechen eingehalten?
Die Arbeit untersucht kritisch, ob die vereinbarten Ziele bezüglich der bereitgestellten Volumina erreicht wurden und ob diese Mittel ausreichen, um den Bedarf der Entwicklungsländer zu decken.
Was wird an den aktuellen Mechanismen kritisiert?
Kritikpunkte betreffen oft die Effizienz der Mittelverteilung, mangelnde Transparenz und die Frage, ob die Potenziale des privaten Sektors bereits voll ausgeschöpft werden.
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- Lovis Stricker (Author), 2020, Mechanismen der Klimafinanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/515199