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Thomas Mann. Herzensmonarchist und Vernunftrepublikaner

Título: Thomas Mann. Herzensmonarchist und Vernunftrepublikaner

Ensayo , 2019 , 14 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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Die Geschichte der Weimarer Republik wird oft als eine Geschichte des Scheiterns erzählt. Ein Scheitern, das unter anderem durch folgendes Problem bedingt war: Fehlende Identität mit der Republik. Es war eine Republik ohne wirkliche Republikaner. Ferner "war man als deutscher Bürger entweder Republikgegner, oder man war zweierlei zugleich, Vernunftrepublikaner und Herzensmonarchist (Schulze 1989: 209)". Den Begriff des "Vernunftrepublikaners" bzw. des "Vernunftrepublikanismus" prägte der deutsche Historiker Friedrich Meinecke, der unter anderem auch für den Ansatz der politischen Ideengeschichte bekannt ist. Diese Begriffe – "Vernunftrepublikaner" und "Vernunftrepublikanismus" – sind gleichzeitig auch die Schlagwörter dieses Essays.

Dabei wird explizit der Wandel des berühmten deutsche Schriftstellers Thomas Mann, der insbesondere für seinen weltweit erschienenen Gesellschaftsroman "Buddenbrooks: Verfall einer Familie" bekannt ist, dargestellt. Gar wurde sein Roman über die Familie der Buddenbrooks 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet und war somit nicht nur ein kommerzieller Erfolg, sondern auch einer, der Mann zu hohem Prestige verhalf. Jedoch werden hier nicht die "Buddenbrooks", "Doktor Faustus" oder "Der Zauberberg" näher unter die Lupe genommen, sondern seine Rede „Zur deutschen Republik“ sowie sein zuvor erschienener Großessay "Betrachtungen eins Unpolitischen". Dabei geht es jedoch auch nicht um bloße Inhaltsangaben oder Interpretationen. Vielmehr wird der Wandel Manns dargestellt. Der Wandel von einem treuen Monarchisten, hin zu einen aus Vernunftgründen hervorgegangenen Republikaner.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Von Deutscher Republik

3. Schlussgedanken

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den politischen Wandlungsprozess des Schriftstellers Thomas Mann von einem konservativen Monarchisten hin zu einem sogenannten Vernunftrepublikaner in der Weimarer Republik. Dabei wird analysiert, wie Mann seine anfängliche Ablehnung der neuen Staatsform durch eine rationale Akzeptanz der Demokratie ersetzte und wie er versuchte, diese Haltung in einer politisch gespaltenen Gesellschaft zu vermitteln.

  • Die Entstehung und Bedeutung des Begriffs „Vernunftrepublikaner“
  • Thomas Manns Sinneswandel zwischen „Betrachtungen eines Unpolitischen“ und seiner Rede „Von Deutscher Republik“
  • Das Spannungsfeld zwischen ästhetischem Selbstverständnis und politischer Verantwortung
  • Die Reaktion der zeitgenössischen Studierendenschaft auf Manns pro-republikanische Appelle
  • Der Einfluss von Novalis und Walt Whitman auf Manns Demokratieverständnis

Auszug aus dem Buch

Von Deutscher Republik

Wie erwähnt, prägte Historiker Friedrich Meinecke mit dem Begriff des „Vernunftrepublikanismus“ das Schlagwort dieses Essays. Der Vernunftrepublikaner sei dabei ein Bürger aus dem liberalen, bürgerlichen Spektrum, der sich aufgrund fehlender alternativen zur Republik bekennt. So gilt meines Erachtens der berühmte deutsche Schriftsteller Thomas Mann, als der wohl bekannteste Vertreter des Vernunftrepublikanismus. Seine prorepublikanische Rede „Von Deutscher Republik“ stieß bei seinem Publikum (bestehend aus Teilen der Berliner Studentenschaft) auf große Ablehnung. Noch vier Jahre zuvor, also im Jahre 1918 erschien sein umfassendes Buch „Betrachtungen eines Unpolitischen“, in dem er sich zur Monarchie bekennt und sich nicht nur als antipazifistisch darstellt, sondern zugleich den Ersten Weltkrieg in seiner Notwenigkeit verteidigt. Eben diese Wandlung macht den Vernunftrepublikaner aus. War „Betrachtungen eines Unpolitischen“ noch ein Manifest der Konservativen, wandelte sich Mann zu einem Republikaner und nahm gar als Sozialdemokrat politische Haltung an.

Vier Jahre nach seinen „Betrachtungen“ also, appelliert Mann an die junge Studentenschaft, wie notwendig die Republik sei und dass diese, der einzige Weg ist, flächendeckend für humanitäre Verhältnisse zu sorgen. Genauer erschien Mann vorher die Monarchie als national, sozial und kulturfordernd. Mit seiner Wandlung hingegen, schrieb er plötzlich genau diese Merkmale nun doch eher der Republik zu. So ist die Republik aus seiner neuen Sicht die einzige Möglichkeit eine große, nationale und vor allem kontinuierliche Gemeinschaft zu errichten, da er davon ausging, dass die Weimarer Republik jeglichen Extremismus unterdrückt und somit eine langlebige Ordnung herstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel führt in die historische Problematik der Weimarer Republik ein und erläutert den Begriff des „Vernunftrepublikaners“ sowie Thomas Manns Rolle innerhalb dieses politischen Wandlungsprozesses.

2. Von Deutscher Republik: Hier wird der inhaltliche Sinneswandel Thomas Manns von seinem Werk „Betrachtungen eines Unpolitischen“ hin zu seiner Rede „Von Deutscher Republik“ und seine Versuche, das studentische Publikum von der Notwendigkeit der Demokratie zu überzeugen, detailliert dargelegt.

3. Schlussgedanken: Das Kapitel reflektiert die Widersprüche in Manns politischer Haltung und zieht das Fazit, dass sein Bekenntnis zur Republik vor allem aus einer rationalen, humanistischen Einsicht erwuchs, die ihn zu einem einzigartigen „Vernunftrepublikaner“ machte.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Weimarer Republik, Vernunftrepublikaner, Friedrich Meinecke, Betrachtungen eines Unpolitischen, Demokratie, Monarchie, Humanismus, Studentenschaft, politische Bildung, Ästhetik, Konservatismus, Novalis, Walt Whitman, Volksgemeinschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den politischen Sinneswandel des Schriftstellers Thomas Mann während der Weimarer Republik und seine Entwicklung vom Anhänger der Monarchie hin zum Verfechter der demokratischen Staatsform.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte des „Vernunftrepublikanismus“, die politische Rolle des Intellektuellen, das Verhältnis von Kultur und Politik sowie die gesellschaftlichen Spannungen innerhalb der Weimarer Republik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu verstehen, wie und warum Thomas Mann seine politische Haltung wandelte und welche Beweggründe – insbesondere rationale Vernunft und Humanismus – ihn dazu veranlassten, die junge Republik öffentlich zu verteidigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literarisch-historischen Analyse von Primärquellen wie Thomas Manns Schriften („Betrachtungen eines Unpolitischen“, „Von Deutscher Republik“) sowie der Auswertung von zeitgenössischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Wandel Thomas Manns, der Rezeption seiner Reden durch die damalige Studentenschaft, dem Einfluss von Einflüssen wie Novalis und Whitman sowie der kritischen Auseinandersetzung mit Manns „unpolitischem“ Selbstbild.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Thomas Mann, Vernunftrepublikanismus, Weimarer Republik, Humanismus und politischer Wandel geprägt.

Warum stieß Thomas Manns Rede „Von Deutscher Republik“ bei Studenten auf Ablehnung?

Ein Großteil der Studierenden der damaligen Zeit war erzkonservativ und völkisch gesinnt; sie sahen in der Demokratie ein „schwaches Geschöpf der Niederlage“ und konnten Manns Hinwendung zur Republik nicht nachvollziehen.

Wie definiert Thomas Mann den „Vernunftrepublikaner“ für sich selbst?

Mann sieht sich selbst nicht als Politiker, sondern als Ästhet, der die Demokratie aus rationalen Gründen als notwendiges Instrument für soziale Stabilität und humanistische Werte akzeptiert, ohne jedoch seine konservative Grundhaltung aufzugeben.

Inwieweit lässt sich laut der Arbeit von einer „inneren Zerrissenheit“ bei Thomas Mann sprechen?

Die Zerrissenheit resultiert aus seinem Festhalten an einer Ästhetik, die Politik eigentlich ablehnt, während er gleichzeitig die Verantwortung als Schriftsteller erkennt, in einer krisengeschüttelten Zeit für die Demokratie einzustehen.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Thomas Mann. Herzensmonarchist und Vernunftrepublikaner
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
14
No. de catálogo
V515279
ISBN (Ebook)
9783346117816
ISBN (Libro)
9783346117823
Idioma
Alemán
Etiqueta
thomas mann weimarer republik von deutscher republik geschichte politik ideengeschichte vernunftrepublikaner burschenschaft krieg literatur demokratie 20er Jahre
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2019, Thomas Mann. Herzensmonarchist und Vernunftrepublikaner, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/515279
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