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Fundraising im Bereich Stiftungen

Title: Fundraising im Bereich Stiftungen

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 29 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Andreas Ginter (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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1. Einleitung

Die wegbrechenden Staatseinnahmen lassen auch den Dritten Sektor nicht unberührt. Leere Kassen, Sparmaßnahmen im Rahmen der staatlichen und kommunalen Haushalte, werden zu weiteren Mittelstreichungen der öffentlichen Hand im Nonprofit-Bereich führen. Auf der anderen Seite werden die Aufgabenbereiche gemeinnütziger Unterneh-men weiter wachsen. Um diese erfüllen zu können, wird die Mittelbeschaffung der NPO-Unternehmen eine zunehmend wichtigere Rolle spielen.(1)

In der vorliegenden Arbeit soll das Thema Fundraising im Kontext von Stiftungen betrachtet werden. Unter dem Begriff Stiftung wird sowohl der Vorgang der Widmung eines Vermögens für einen durch den Stifter bestimmten Zweck verstanden, als auch die dadurch entstandene neue Organisation, welche diesen Stiftungszweck mit Hilfe des Vermögens dauernd fördern soll.(2) Die langfristige Erhaltung des Stiftungsvermögens zu Gunsten des Gemeinwohls ist ein wesentliches Ziel von Stiftungen. Eine besondere Rolle spielen Zustiftungen, hierunter fallen Zuwendungen, welche dem bereits beste-henden Stiftungsvermögen zugefügt werden. Aber auch Spenden, welche der fortlaufenden, zeitnahen Verwendung im Sinne des Stiftungszwecks dienen, werden immer wichtiger.(3) Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung Fundraising im Bereich der deutschen Stiftungen spielt.

Nach einer begrifflichen Klärung des Begriffes Fundraising und einer Abgrenzung zum Sponsoring wird der deutsche Markt des Fundraising untersucht. Welche Wettbewerber eifern um die verfügbaren Mittel? Welche Motive veranlassen potentielle Spender und (Zu-)Stifter, sich im Rahmen von Stiftungen zu engagieren? Welche Rolle spielen steuerliche Aspekte? Das sind die zentralen Fragestellungen des dritten Abschnitts.
[...]
_____
(1) Vgl. Fäh; Ebersold; Zaugg (1991), S.10.
(2) Vgl. Campenhausen (1999), S. 1.
(3) Vgl. Weger (1999), S. 25.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung Fundraising

3. Überblick Fundraising- Markt Deutschland im Stiftungskontext

3.1. Volumen Fundraising - Markt Deutschland

3.2. Wettbewerbssituation Fundraising – Markt

3.3. Stiftungen als Nachfrager

4. Motive des Spendens und Stiftens

4.1. Spendenmotive

4.2. Motive des Stiftens

5. Zuwendung an Verein oder Stiftung?

6. Steuerliche Aspekte Fundraising Stiftungen

7. Interne Erfolgsfaktoren des Stiftungs- Fundraising

7.1. Organisationsaufgabe Fundraising

7.2. Instrumente des Fundraising

7.2.1. Der Spendenbrief (Mailing)

7.2.2. Das Erbschafts- Fundraising

8. Neuere Trends des Fundraising im Kontext der technischen Entwicklung

9. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung des Fundraisings für deutsche Stiftungen angesichts knapper öffentlicher Mittel und analysiert strategische Ansätze zur erfolgreichen Mittelbeschaffung.

  • Analyse des deutschen Fundraising-Marktes und der spezifischen Wettbewerbssituation von Stiftungen.
  • Untersuchung der Motive von Spendern und Stiftern als Grundlage für langfristige Förderbeziehungen.
  • Bewertung von Stiftungen gegenüber Vereinen hinsichtlich ihrer Attraktivität für Zuwender.
  • Betrachtung interner Erfolgsfaktoren und operativer Instrumente wie Spendenbriefe und Erbschafts-Fundraising.
  • Einfluss technischer Entwicklungen auf moderne Fundraising-Prozesse.

Auszug aus dem Buch

7.2.1. Der Spendenbrief (Mailing)

Der Spendenbrief ist eine weit verbreitete und erfolgreiche Fundraising – Methode. Das Einsatzgebiet von Spendenbriefen ist das Einwerben von Kleinspenden. Eine Organisation hat nicht die Möglichkeit, mit allen Förderern persönliche Gespräche zu führen, hier ist das Mailing ein Weg, viele Förderer anzusprechen und so die Organisation auf eine breite Basis zu stellen. Durch die maschinell personalisierten Mailings vollzog sich eine Entwicklung im Fundraising, nun konnten Viele wenig geben und nicht nur Wenige viel. Obwohl der Versand von Spendenbriefen häufig mit dem Aussenden von Massenmailings an größtenteils unbekannte Menschen gleichgesetzt wird, ist der persönliche Brief an bekannte Förderer ebenfalls wichtig. Nach Haibach kann sich der Einsatz des persönlichen Briefes durchaus lohnen, so berichtete ein sehr erfolgreicher deutscher Fundraiser, dass er jeden Tag sieben handgeschriebene Briefe an Förderer verfasst.

Wo liegen die Chancen und Grenzen von Spenderbriefen?

Sind im Rahmen einer Marketingaktion neue Adressen gewonnen worden oder wurden Adressen gemietet, so kann der massenhafte Versand von Briefen die Möglichkeit bieten, eine große Anzahl von potentiellen Spendern zu erreichen und die Aufmerksamkeit auf die eigene Organisation zu lenken. Spendenbriefe sind ein Mittel des Dialoges und der Kontaktpflege. So können Spender über Erfolge und neue Problemfelder informiert werden. Mit Hilfe eines Mailings kann an die jährliche Spende erinnert werden, um eine höhere Spende oder um eine Einzugsermächtigung gebeten werden. Eine computerunterstützte Auswertung kann die Chance bieten, den Spender besser kennen zu lernen, was in den Folgeaktionen zu einer personalisierteren Ansprache führt. Benötigt eine Organisation kurzfristig Geld für konkrete Vorhaben, so können individuelle Briefe an bekannte Spender und Personen hilfreich sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Notwendigkeit der Mittelbeschaffung für Stiftungen angesichts schwindender staatlicher Einnahmen und definiert den Rahmen der Untersuchung.

2. Begriffsklärung Fundraising: Hier wird der Begriff Fundraising als strategisch geplante Ressourcenbeschaffung definiert und von anderen Konzepten wie Sponsoring abgegrenzt.

3. Überblick Fundraising- Markt Deutschland im Stiftungskontext: Dieser Abschnitt beleuchtet das Volumen des deutschen Spendenmarktes und die spezifische Wettbewerbssituation gemeinnütziger Organisationen.

4. Motive des Spendens und Stiftens: Das Kapitel analysiert die komplexen emotionalen und rationalen Beweggründe, die Menschen dazu veranlassen, Ressourcen für das Gemeinwohl bereitzustellen.

5. Zuwendung an Verein oder Stiftung?: Es werden die spezifischen Wettbewerbsvorteile von Stiftungen bei der Akquise von Zuwendungen gegenüber Vereinsstrukturen untersucht.

6. Steuerliche Aspekte Fundraising Stiftungen: Dieses Kapitel erläutert die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen und Vorteile, die für Förderer bei der Zuwendung an Stiftungen relevant sind.

7. Interne Erfolgsfaktoren des Stiftungs- Fundraising: Hier stehen die organisatorische Verankerung des Fundraisings in der Geschäftsführung sowie konkrete Instrumente wie Mailing und Erbschafts-Fundraising im Fokus.

8. Neuere Trends des Fundraising im Kontext der technischen Entwicklung: Es wird die wachsende Bedeutung des Internets und moderner Informationstechnologien für das Beschaffungsmarketing dargestellt.

9. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und zeigt Ansätze für weiteren Forschungsbedarf auf.

Schlüsselwörter

Fundraising, Stiftungen, Spenden, Zustiftungen, Ressourcenbeschaffung, Erbschafts-Fundraising, Spendenmotive, Stifter, NPO, Gemeinnützigkeit, Steuervorteile, Marketing, Nonprofit-Organisation, Beziehungsmanagement, Mailing.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Bedeutung und den operativen Möglichkeiten der Mittelbeschaffung (Fundraising) für Stiftungen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit deckt die theoretische Fundierung des Fundraisings, die Analyse der Spender- und Stiftermotive sowie die praktische Anwendung von Instrumenten zur Ressourcenbeschaffung ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, welche Bedeutung das Fundraising für Stiftungen hat und wie diese ihre finanzielle Basis angesichts eines hart umkämpften Marktes sichern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Marktanalysestudie, die auf bestehenden Definitionen und Schätzungen zum Spendenmarkt basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktbetrachtung, die Analyse von Motiven der Förderer, den Vergleich zwischen Stiftungen und Vereinen sowie eine detaillierte Ausarbeitung zu internen Erfolgsfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Fundraising, Stiftungen, Spenden, Zustiftungen und Gemeinnützigkeit sind die prägenden Begriffe der Arbeit.

Welche Rolle spielt die Erbschaft im Fundraising laut der Arbeit?

Aufgrund einer zu erwartenden Erbschaftswelle sieht der Autor das Erbschafts-Fundraising als ein besonders geeignetes Instrument, um Vermögen für den gemeinnützigen Sektor zu sichern.

Warum wird das Fundraising in der Geschäftsführung verortet?

Der Autor argumentiert, dass Fundraising eine zentrale Unternehmensaufgabe ist, die schnelle Entscheidungswege und eine hohe strategische Entscheidungskompetenz erfordert.

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Details

Title
Fundraising im Bereich Stiftungen
College
University of Potsdam  (Lehrstuhl für Public Management)
Course
Stiftungsmanagement
Grade
2,3
Author
Andreas Ginter (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V51593
ISBN (eBook)
9783638475204
ISBN (Book)
9783640871889
Language
German
Tags
Fundraising Bereich Stiftungen Stiftungsmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Ginter (Author), 2005, Fundraising im Bereich Stiftungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51593
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